taz über Bloggen und Doing Gender

August 18th, 2010
Posted in Texte_Publikationen_VTH, VTH-MitarbeiterInnen, Vorträge_PublicSciences_VTH
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In der taz von gestern (17.8.2010) ist ein weiterer Artikel (“Wie im echten Leben”) über den Zusammenhang von Geschlecht und Internet-Nutzung erschienen. Die Autorin Katrin Strohwasser sprach auch mit Klaus Schönberger. Aber dass JournalistInnen von “den” Frauen sprechen, dass lässt sich wohl nicht vermeiden. Man kann sich den Mund fusselig reden, bisher war noch niemand in der Lage, zu differenzieren.

Süddeutsche (Wochenende) über alte und neue Protestformen

Juli 25th, 2010
Posted in Multitude, Praxen der Kritik
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In der Süddeutschen Zeitung (24.7. 2010) findet sich als Aufmacher in der Wochenendbeilage ein paar feuilletonistische Betrachtungen über alte und neue Protestformen: “Hört ihr uns noch?”. Der Artikel von Hilmar Klute spricht ein paar interessante Aspekte an, aber irgendwie kommt dem Verfasser seine Leidenschaft witzig und auch schön schreiben zu wollen, dazwischen. Der Artikel funktioniert nicht wirklich, weil das Bemühen einerseits analytisch sein zu wollen und dann gleichzeitig anekdotisch (aus einer vermeintlichen Inneperspektive und doch von oben herab) auf die Praktiken des Protestes zu schauen, eine merkwürdige Mischung ergeben hat.

“Kommt herunter, reiht Euch ein” / Interview beim FSK-Kombinat Hamburg

Juli 22nd, 2010
Posted in Schönberger/Sutter: "Komm herunter, reiht Euch ein ... "
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Heute, 22. Juli, 17 Uhr wird beim Hamburger FSK-Kominat ein ausführliches Interview mit Karoline Boehm und Klaus Schönberger anlässlich des von Ove Sutter und Klaus Schönberger herausgegebenen Buches “Kommt herunter, reiht Euch ein” gesendet.

Hier gibt es Appetizer und hier (Part I) und hier (Part 2) kan die Sendung online nachgehört werden.

Wiener Falter über “Komm herunter, reih Dich ein”

Mai 20th, 2010
Posted in Schönberger/Sutter: "Komm herunter, reiht Euch ein ... ", Texte_Publikationen_VTH, VTH-MitarbeiterInnen
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In der aktuellen Ausgabe der Wiener Wochen- und Stadtzeitung Falter (20/2010 vom 19.5.2010 )rezensiert Lisa Mayr das von Ove Sutter und Klaus Schönberger herausgebene Buch “Komm herunter, reih Dich ein”.

“Mit Narrenkappe und Clownnase gegen die Macht

Die äußere Form von Protesten und politischen Manifestationen spiegelt auch veränderte Lebensrealitäten von Menschen und Debatten innerhalb sozialer Bewegungen wider. Das sind zwei zentrale Thesen des Bandes „Kommt herunter, reiht euch ein“. Auf knapp 272 Seiten schreiben die Autoren in 16 Essays eine „kleine Geschichte der Protestformen sozialer Bewegungen“, wie es im Untertitel heißt. So klein ist diese Geschichte indes nicht: Ausgehend von den traditionellen Protestformen wie Massendemonstrationen oder Streiks thematisiert der Band neue, zum Teil aktionistische Spielarten politischen Ausdrucks – etwa den Tortenwurf, Flashmobs oder karnevaleske Spielarten wie „Radical Cheerleading“ und „Rebel Clown Armys“.

“Der Band schließt eine Lücke zwischen Bewegungsforschung und Aktivismus. Wer eine nüchtern-distanzierte Dokumentation sucht, ist mit diesem Buch wohl nicht allzu gut beraten. Als Lesetipp empfiehlt
es sich aber für alle Interessierten und Aktiven, die bereit sind, die eigene politische Praxis in einen breiteren Kontext zu stellen – und auch einmal in Zweifel zu ziehen.”

Die ganze Rezension lesen

Ästethik@subversion, 19.5.: Konrad Becker; Von Taktik zu Strategie – Schlüssel nachhaltiger Subversion

Mai 18th, 2010
Posted in Veranstaltungen / VTH, ästhetik@subversion
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Im Rahmen der Vortragsreihe ästhetik@subversion, spricht am

Mittwoch, 19. Mai 2010, 19:00 Uhr

der Wiener Medienkünstler und Theoretiker

Konrad Becker:

Von Taktik zu Strategie – Schlüssel nachhaltiger Subversion

Strategie wird oftmals dargestellt als würde sie sich auf eine Position der Macht beziehen, mit einem isolierten Territorium und einem deutlichabgegrenztem Anderem, als ob Strategie an sich konservativ wäre und aufmarginale Praxen heterogener Agenten von Veränderung nicht anwendbar. Wennaber das Konzept des Territoriums von absoluten Räumen (wie Mauern, Brücken,Strassen, Bergen oder Landesgrenzen) auf die relationale Raum-Zeit dessubjektiven Erlebens ausgedehnt wird, umfasst es auch Träume, Erinnerungen,Frustrationen, Sehnsüchte und Phantasmen. Die langfristigen Wirkungslinienverdeckten Imagineerings und der Technologien der Vorstellungskraft reichenweit über unmittelbare taktische Interventionen oder ihre dekorativenAneignungen hinaus. Strategien der Veränderung und der Beeinflussungrelationaler Raum-Zeit in der Informations-Matrix verwandeln Potenzialekognitiver Arbeit in strategische Realitäten.
Corner College
Perla-Mode, Langstrasse 84 / Brauerstrasse 37, 8004 Zürich

Ästhetik@Subversion: Mi., 5.5. 2010, Perla Mode: No stories videos – eine künstlerische Feldforschung

Mai 3rd, 2010
Posted in Veranstaltungen / VTH, ästhetik@subversion
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Eine Veranstaltungsreihe der Vertiefung Theorie in Zusammenarbeit mit dem Master of Fine Arts des Departements Kunst & Medien


No stories videos – eine künstlerische Feldforschung

Die künstlerische Arbeitsweise des binationalen Künstlerteams Eva Paulitsch und Uta Weyrich (Österreich/Deutschland) besteht im Zerlegen, Sortieren und Untersuchen von ganz besonderem Filmmaterial- von Handyfilmen, die sie seit vier Jahren im öffentlichen Raum sammeln und in einem Archiv chronologisch einordnen.

Diese bizarre Sammlung entwickelt sich immer mehr zu einem faszinierenden Zeitdokument, zu einer eine Art Spurensicherung und Verortung der Gegenwart und ist die Basis ihrer künstlerischen Auseinandersetzung über Massenmedien und Trends und deren Einfluss auf sämtliche Bereiche der Gegenwartskultur.Die Filme als Indikator und Stellvertreter für gesellschaftliche Entwicklungen, Tendenzen und Diskurse wie Bild/Medienpolitik, Alltagskulturen, Rollenmodelle, Gender, Urbanität, Web2.0, glokale Kulturen und mediatisierte Identitäten. Damit einhergehend: stellen Handyfilme geeignete Werkzeuge dar die Welt abzubilden?

An diesen Abend werden die beiden Künstlerinnen ihr Archiv öffnen und Einblicke in das gesammelte Filmmaterial ermöglichen. Die Besucher werden animiert sich mit ihrem potentiellen know-how und der eigenen Wahrnehmung dem Phänomen Handyfilm kritisch und spielerisch auseinanderzusetzen.

Mehr Infos unter www.pw-videoblog.de

Corner College
Perla-Mode, Langstrasse 84 / Brauerstrasse 37, 8004 Zürich
 http://www.corner-college.com

Siehe auch die aktuelle Reihe Inventionen des Institut für Theorie ith und der Vertiefung Theorie.

Inventionen: Diefenbach/Seibert: Politik der Potenzialität

Mai 3rd, 2010
Posted in Inventionen, Veranstaltungen / VTH
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Politik der Potenzialität
Doppelvortrag mit Katja Diefenbach und Thomas Seibert

Im Rahmen der neuen Vortragsreihe Inventionen lädt das Institut für Theorie und die Vertiefung Theorie der ZHdK ein.

Katja Diefenbach ist Advising Researcherin an der Jan van Eyck Academie (Maastricht) und Mitglied des Buchladen-Kollektivs b_books in Berlin.
Thomas Seibert ist Philosoph und politischer Aktivist, lebt in Frankfurt/Main. Aktuelle Publikation: Krise und Ereignis. 27 Thesen zum Kommunismus, Hamburg 2009.

Achtung: Neue Uhrzeit!
Datum: Donnerstag, 6. Mai 2010, 19:30 Uhr
Ort: Shedhalle, Rote Fabrik, Seestrasse 395, 8038 Zürich

Infos zu Konzept und Programm der Inventionen

Koordination: Roberto Nigro und Gerald Raunig

Zürcher Hochschule der Künste ZHdK
Institut für Theorie ith
Hafnerstr. 39
8005 Zürich
Postfach
8031 Zürich

Tel. +41 43 446 65 00
email. info.ith[at]zhdk.ch
www.zhdk.ch / www.ith-z.ch

Förrlibuckstrasse 62 – 2. Stock Vertiefung Theorie / Master of Fine Arts

April 29th, 2010
Posted in VTH-MitarbeiterInnen
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Philosophisches Duett: «Common Wealth» von Michael Hardt und Antonio Negri

April 16th, 2010
Posted in Common Wealth, Hardt/Negri, VTH-MitarbeiterInnen, Vorträge_PublicSciences_VTH
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Klaus Schönberger und Thomas Atzert, der Übersetzer von Common Wealth, sprechen heute abend im Rahmen der Sendung Passage 2 (Philosophisches Duett) auf der DRS 2 über das neue Buch von Michael Hardt und Antonio Negri:

Die Finanzkrise hat die Globalisierung als Zustand heftiger Verwundbarkeit vorgeführt. Daraus ist ein unüberhörbares Unbehagen am postmodernen Kapitalismus hervorgegangen. Jetzt rufen der amerikanische Literaturwissenschaftler Michael Hardt und der italienische Politologe Antonio Negri den Ratlosen zu: Eine gerechte Gesellschaft jenseits von Profitmaximierung und Verdrängungswettbewerb ist möglich.

Ist das mehr als der abgeschmackte Rückgriff auf den längst abgeschriebenen Realsozialismus? Und wie plausibel ist Hardt/Negris neuer «Dritter Weg» als Alternative zur derzeitigen neoliberalen Politik- und Wirtschaftsform?

Der Kulturwissenschaftler Klaus Schönberger und der Übersetzer und Herausgeber Thomas Atzert diskutieren über die jüngste Kapitalismuskritik.

Sendezeiten:
Freitag, 16.4.2010, 20.00-21.00 Uhr, DRS 2

Die Sendung kann man hier nachhören

Cornelia Sollfrank (Hamburg/Dundee): Kunst als Anti-Copyright-Aktivismus

April 9th, 2010
Posted in Medien- und Kommunikationspraktiken, Veranstaltungen / VTH, ästhetik@subversion
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Mittwoch 14. April 2010, 19:00 Uhr

Cornelia Sollfrank (Hamburg/Dundee):
Kunst als Anti-Copyright-Aktivismus

Um immaterielle Güter vermarkten zu können, müssen sie über Urheber-, Marken- und Patentrecht abgesichert werden. Kein Wunder also, dass das Konzept des «geistigen Eigentums» sich als zentrale Kategorie der Knowledge Economy etabliert hat. Doch mit der Forcierung der geistigen Eigentumsrechte in den letzten 15 Jahren sind auch die Paradoxe, die dieses Konzept hervorbringt, deutlich geworden: Während der Eigentumsbegriff einerseits dazu dient, sich Legitimität zu borgen von dem quasi «natürlichen» Recht auf materielles Eigentum, gerät seine konsquente Durchsetzung zunehmend in Konflikt mit einer anderen zentralen Kategorie der Knowledge Economy: Kreativität.

Shedhalle
Rote Fabrik
Seestrasse 395
8038 Zürich
 http://www.shedhalle.ch

Ästhetik@Subversion versucht auszuloten, in welchem Verhältnis die ästhetischen und die gesellschaftlichen Bedingungen emanzipatorischer Praxis im kognitiven Kapitalismus zueinander stehen. Nähere Angaben zu den weiteren Gästen und Terminen finden Sie unter http://vth.zhdk.ch/?aesthetik_subversion

Nächste Gäste Frühlingssemester 2010:

19. Mai 2010
Konrad Becker (Wien)
Angaben zu Uhrzeit und Veranstaltungsort folgen demnächst auf der Webseite.

Siehe auch die aktuelle Reihe Inventionen des Institut für Theorie ith und der Vertiefung Theorie.
 http://vth.zhdk.ch/?inventionen

HfbK: Wissenschaftliche MitarbeiterInnen im DFG-Projekt “Urbane Interventionen”

April 8th, 2010
Posted in Stellen_Ausschreibungen
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Hochschule für bildende Künste

Für das DFG-geförderte Forschungsprojekt “Urbane Interventionen” sind an der Hochschule für bildende Künste Hamburg zum nächstmöglichen Zeitpunkt Stellen für
4 wissenschaftliche Mitarbeiter/innen
1/2 E13

zu besetzen. Die Stellen sind auf 2,5 Jahre befristet.

- Kunstwissenschaft/ Kunstgeschichte
- Theaterwissenschaft/Performance Studies/Medienwissenschaft
- Politologie/Soziologie/Geographie

Erforscht werden Interventionen aus Kunst, Design, Theater, Architektur und politischem/kulturellem Aktivismus und ihre Wirkung auf die Nutzung und Wahrnehmung urbaner Räume. Neben herausragender Kenntnis der wissenschaftlichen Methodik der jeweiligen Disziplin wird von den Bewerbern/innen deshalb großes Interesse an zeitgenössischen künstlerischen Praktiken und gegenwärtigen Entwicklungen der Stadtpolitik vorausgesetzt. Künstler mit wissenschaftlichen Qualifikationen werden ebenfalls zur Bewerbung aufgefordert. Schwerpunkte des Forschungsprojektes sind Hamburg, Berlin, Halle/Leipzig und Belgrad, die begleitenden Dissertationen sollen sich auf die entsprechenden Orte fokussieren.

Die Hochschule strebt einen höheren Anteil von Frauen am Personal an. Deshalb sind Bewerbungen von Frauen besonders willkommen. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Dienstorte sind Berlin und Hamburg. Die Arbeitsplätze befinden sich in Berlin.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (nur Kopien, die Unterlagen können nicht zurück gesandt werden) bis zum 30.04.2010 an die
Hochschule für bildende Künste

Prof. Dr. Friedrich von Borries
Lerchenfeld 2
22081 Hamburg

Originalanzeige

Inventionen: Isabell Lorey und Angela Mitropoulos, Di., 6.4.2010

April 5th, 2010
Posted in ArbeitWorkLabour, Inventionen, Kritik der Politischen Ökonomie, Veranstaltungen / VTH
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Prekarität, Prekariat, Prekarisierung
Doppelvortrag Isabell Lorey und Angela Mitropoulos

Im Rahmen der neuen Vortragsreihe Inventionen (Institut für Theorie, Vertiefung Theorie, ZHdK) sind Isabell Lorey (Berlin) und Angela Mitropoulos (Sydney) zu Gast in Zürich.

Isabell Lorey ist politische Theoretikerin, derzeit Professorin an der Humboldt-Universität Berlin.
Angela Mitropoulos ist queere Border-Aktivistin und politische Theoretikerin an der Queen Mary, University of London, lebt in Sydney, Australien.

Beide arbeiten seit längerer Zeit zu Fragen der Prekarisierung, im Kontext von sozialen Bewegungen, politischer Philosophie, Migrationspolitiken, Feminismus, etc.; s. etwa die Links:
 http://eipcp.net/transversal/1106/lorey/…

 http://eipcp.net/transversal/0704/mitrop…

Datum: Dienstag, 6. April 2010, 18:00 Uhr
Ort: Shedhalle, Rote Fabrik, Seestrasse 395, 8038 Zürich

Infos zu Konzept und Programm der Inventionen:

Koordination: Roberto Nigro und Gerald Raunig

Klaus Schönberger in drs 3-input: “Das digitale Leben”

März 30th, 2010
Posted in Kritik der Medienkritik, VTH-MitarbeiterInnen, Vorträge_PublicSciences_VTH
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Am vergangenen Sonntag (28.3.2010) sendete die Sendung “input” im Schweizer Radio DRS-3 zum Thema “Das digitale Leben”.

“Immer mehr von uns verbringen immer mehr Zeit im Internet. Wir treffen Freunde auf Facebook, unterhalten uns im Chat und spielen Online Games. Die reale und virtuelle Welt vermischt sich.

Nicht nur zu unserem Vorteil. Das Web verzettelt unsere sozialen Beziehungen und verändert unsere Hirnstruktur. Werden wir immer am Ende dümmer und oberflächlicher, ohne es zu merken? Input trifft User, Hirnwissenschaftler und Suchtberater.”

Klaus Schönberger, Empirischer Kulturwissenschaftler und Co-Leiter der Vertiefung Theorie im DKM der ZHdK, kam ausführlich zu Wort.

“Ball flach halten” lässt sich die in diesem Gespräch entwickelte Position zusammenfassen (vgl. a. diesen Artikel im ak vom vergangenen August).

Leider spielt im zweiten Teil der Sendung, als es um das Thema Such geht, die im Interview artikulierte kritische Position gegenüber dem Gerede von der Internet-Sucht keine Rolle mehr.

Die Sendung Input DRS 3 \"Das digitale Leben\" anhören

Christian Schmidt: Die zwei Seiten der PubliCity: Zum Verhältnis zwischen Street Art, Stadtpolitik und Stadtmarketing im Postfordismus

März 30th, 2010
Posted in Cultural Studies, Kunst & Politik, Veranstaltungen / VTH, ästhetik@subversion
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Die Reihe versucht auszuloten, in welchem Verhältnis die ästhetischen und die gesellschaftlichen Bedingungen emanzipatorischer Praxis im kognitiven Kapitalismus zueinander stehen. Diese Woche sind wir zu Gast in der Paranoia City-Buchhandlung mit:

Mittwoch 31. März 2010, 20:30 Uhr
Christian Schmidt (Leipzig/Berlin) über
Die zwei Seiten der PubliCity: Zum Verhältnis zwischen Street Art, Stadtpolitik und Stadtmarketing im Postfordismus

Anfang des neuen Jahrtausends gesellten sich zu den bereits bekannten Graffiti der Writer-Szene neue künstlerische Ausdrucksformen an den Wänden der europäischen Metropolen. Diese Installationen, Cut-Outs, Skulpturen, Posters, Stickers und Stencil Graffiti wurden bald unter dem Namen “Street Art” bekannt.

Ein enormer medialer Hype um diese neuartige Kunstform setzte daraufhin ein. Unzählige Zeitungsartikel, Fernsehreportagen und Bildbände versuchen bis heute, einen Mehrwert aus der Beschäftigung mit dem Phänomen zu schlagen. Nicht selten befeuern sie die mediale Verwertung immer wieder selbst, indem sie Street Art mit Etiketten wie “subversiv”, “rebellisch” oder gar “widerständig” belegen. Etiketten, die nicht selten über die Oberflächlichkeit der Auseinandersetzung mit diesem Phänomen hinweg zu täuschen versuchen und kaum analytische Tiefe besitzen.

Mit dem Buch “Street Art. Legenden zur Straße”, das im August 2009 im Verlag des Archiv der Jugendkulturen erschien, wollen die beiden HerausgeberInnen Katrin Klitzke und Christian Schmidt dieser Entwicklung entgegen steuern. Sie plädieren für eine differenzierte und multiperspektivische Betrachtung von Street Art. Ihr Buch versammelt künstlerisch-literarische Beiträge von Street Artists und analytische Essays junger WissenschaftlerInnen und bietet so “Legenden” in einem doppelten Sinne: Als Erzählungen von der Straße und als Erklärungsangebote für die Straße. www.jugendkulturen.de

Paranoia City Buchhandlung
Ankerstrasse 12, 8004 Zürich
www.paranoiacity.ch

24.3., 20.30 Uhr: Felix Stalder / Geert Lovink in der Paranoia-City Buchhandlung

März 18th, 2010
Posted in Medien- und Kommunikationspraktiken
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Aktionstag gegen den Abbau der Weiterbildung an der ZHdK

März 15th, 2010
Posted in Studienbedingungen_Proteste
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Anlässlich des Aktionstages zur Rettung der gestalterischen Weiterbildungskurse ZHdK versammelten sich trotz eisiger Kälte einige hundert Personen im Kunsthof der Zürcher Hochschule der Künste zu kreativem Protest gegen den Abschaffungsbeschluss der Hochschulleitung.

analyse & Kritik über Negri/Hardt’s Common Wealth

März 15th, 2010
Posted in Common Wealth, Hardt/Negri, Theoretiker_innen
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ak – analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis / Nr. 548 / 19.3.2010
Die Neukonstitution des Politischen

Mit Spinoza in den Common Wealth

von Robert Zion

In “Common Wealth”, ihrem dritten großen Werk nach “Empire” (2000) und “Multitude” (2004), geben Michael Hardt und Antonio Negri der Analyse der politischen Entwicklungen ein neues Fundament. Die Krise des globalen Kapitalismus deuten sie aus linker Sicht als einen Prozess der konstitutiven Transformation der Natur des Menschen und seiner politischen Organisationsformen. Die dabei nun explizit ausgearbeitete Bezugnahme auf den Frühaufklärer Spinoza (1632-1677) sprengt dabei den globalisierungskritischen und bewegungslinken Blickwinkel und beansprucht nicht weniger als eine Revision bisheriger politischer Grundlagen der Neuzeit.

Im 17. Jahrhundert endete die auf eine transzendente Ordnung ausgerichtet Welt des Mittelalters und es entstanden die großen Denksysteme des Späthumanismus und der Frühaufklärung. “Common Wealth” will die Revolution des Renaissancehumanismus vollenden – als Konstitution des von Spinoza so benannten omnino absolutum imperium (“der ganz und gar uneingeschränkten Regierungsform”), der Demokratie.

Die Entstehung einer Demokratie der Multitude war bereits eines der Hauptthemen von “Empire”, dessen großer Erfolg sicherlich auch auf die Beschreibung des globalen Kapitalismus als Immanenzraum zurückzuführen ist. Spinoza, der Philosoph der Immanenz, war jedoch in “Empire” immer nur implizit anwesend. “Common Wealth” ist nun der Versuch einer expliziten spinozianischen Grundlegung der Linken und damit gleichermaßen ein Gegenentwurf zum neuzeitlichen Dualismus von Körper und Geist Descartes’, zur Negativität des Hobbes’schen Menschenbildes, zu Lockes Eigentumsbegriff und dessen Prämissen bürgerlicher Regierungsformen und zu Leibniz’ Programm einer Versöhnung von Rationalität und Religion. (1) Ein großer Wurf, der bereits bei “Empire” vielleicht an zu kleinen Maßstäben gemessen wurde und den Negri/Hardt mit “Multitude” selbst vorübergehend verlassen hatten. (2)

“Common Wealth” markiert einen Bruch mit einer ganzen Denktradition. Negri/Hardt geht um die “Konstruktion der Wahrheit von unten”, formuliert als offener Konstitutionsprozess.

Der ganze Text

25.3.: “Construir le Commun” / Start der VTH-/ITH-Vortragsreihe “Inventionen” mit Judith Revel

März 14th, 2010
Posted in Inventionen, Veranstaltungen / VTH
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Eine Vortragsreihe der Vertiefung Theorie und des Instituts für Theorie der Zürcher Hochschule der Künste in Kooperation mit dem eipcp in der Shedhalle Zürich.

Donnerstag 25. März 2010, 18:00
“Construir le Commun”
Konzept und Koordination: Roberto Nigro & Gerald Raunig (Zürich)
Judith Revel (Paris)

Judith Revel ist Philosophin und Übersetzerin, maître de conférences an der Universität Paris-I Sorbonne.

Roberto Nigro ist Philosoph und arbeitet am Institut für Theorie der ZHdK.

Gerald Raunig ist Philosoph, arbeitet an der Vertiefung Theorie der ZHdK und am eipcp.


„Das Wesentliche einer Invention ist, die Verbindung von Kräften herzustellen, die vor der Invention einander entgegengesetzt waren. Die Invention ist eine Assoziation von Kräften, die sich an die Stelle einer Opposition oder sterilen Gegenüberstellung der Kräfte setzt.“

(Gabriel Tarde, L’opposition universelle)

> english

Das einflussreichste Theoriegefüge des ausgehenden 20. Jahrhunderts ist in die Jahre gekommen: Entstanden im politischen Kontext und den sozialen Milieus der 1960er und 1970er Jahre, war der „Poststrukturalismus“ keine Schule, und seine ProtagonistInnen arbeiteten nicht notwendigerweise zu den selben theoretischen Fragen. Er war vielmehr eine intellektuelle Hochkonjunktur, die mit tiefgehenden Umformungen der Lebensstile und Wissensformen, mit neuen diskursiven Ordnungen und sozialen Praxen einherging.

Viele seiner bedeutenden AutorInnen, unter ihnen die Theorie-Stars Foucault, Deleuze und Derrida, sind heute nicht mehr am Leben. Umso leichter gelingt es in unterschiedlichen Zusammenhängen, ihre Theoriebildung zu vereinnahmen, zu dekontextualisieren, zu entpolitisieren, nach Jahrzehnten der Hegung an den subkulturellen Rändern politisch zu zerreiben oder zum faden akademischen Mainstream zu verharmlosen.

Die Veranstaltungsreihe Inventionen betreibt die Präsentation aktueller Positionen des „Poststrukturalismus“ wie auch den Versuch einer erneuten Neuzusammensetzung, Transversalisierung und Queerung seiner Ströme. Die Neuerfindung des Politischen und seiner Theorie wird vor allem und gerade in eben jenen Gefilden erprobt, in denen sie schon Jahrzehnte lang gedeiht: (queer-)feministische Praxis, kritische Migrationsforschung, kritische Kunst- und Wissensproduktion, soziale Bewegungen und ausserakademische Philosophie.

Vielleicht wird auf diesem Weg sogar das Label „Poststrukturalismus“, nie viel mehr als ein Hilfskonstrukt, um sehr verschiedene theoretische Strömungen zusammenzufassen, nach Jahren zunehmender Aushöhlung und Entleerung gänzlich obsolet und durch ein neues Begriffsgefüge ersetzt. Die Inventionen sollen Anstösse dafür entwickeln, diese Erfindung eines neuen Begriffsgefüges und seine Assoziation mit sozialen Praxen möglich werden zu lassen.

Programm
Konzeptpapier

Jens Kastner (Wien): An die Wand! Aufstand, Subversion und die kulturelle (Wieder-)Aneignung des Politischen

März 9th, 2010
Posted in Inventionen, Veranstaltungen / VTH, ästhetik@subversion
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Die Reihe versucht auszuloten, in welchem Verhältnis die ästhetischen und die gesellschaftlichen Bedingungen emanzipatorischer Praxis im kognitiven Kapitalismus zueinander stehen. Diese Woche sind wir zu Gast im Corners College im Perla-Mode:

Mittwoch 10. März 2010, 19:00 Uhr
Jens Kastner (Wien)
An die Wand!
Aufstand, Subversion und die kulturelle (Wieder-)Aneignung des Politischen

In der südmexikanischen Stadt Oaxaca, Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates, bestimmte in der zweiten Jahreshälfte 2006 ein Aufstand das politische, kulturelle und soziale Leben. Nachdem die von breiten Teilen der Bevölkerung unterstützte Erhebung Ende November mit Hilfe der Bundespolizei brutal niedergeschlagen worden war, gehörte es zu einer der ersten Maßnahmen der Behörden, alle Graffiti und Spuren von Street Art an den Wänden des historischen Zentrums und weit darüber hinaus zu übermalen. War die politische Wandmalerei zu subversiv?

Dass nicht jede Äußerung an den Wänden des öffentlichen Raumes diesen erst als emanzipatorischen konstituiert oder subversiv in ihn interveniert, lässt sich gerade in Mexiko zeigen, wo die politische Wandmalerei („Muralismus“) durchaus staatstragende und tourismusanziehende Funktionen erfüllt (hat). Dennoch zeugen auch diese bemalten Wände von der Geschichte der Involviertheit künstlerischer Praktiken in jene sozialer Bewegungen – eine Geschichte, die die akademische Kunstgeschichte bis heute weitgehend ignoriert.
Entgegen dieser Ignoranz ebenso wie gegenüber einem linken Euphorismus, der in jedem Wandbild Akte kreativer Subversion entziffert, gilt es, sich auf die Suche nach Kriterien für das Subversive der Kunst zu machen. Repression, wie das behördliche Übermalen von Bildern, kann ein solches Kriterium kaum sein. Man findet sie eher in der Beantwortung der Frage, wie sich Formen der „Insurrektion“ (Negri) mit dem Kampf um das „kollektive Unbewusste“ (Bourdieu) verknüpfen.

Corner College
Perla-Mode, Langstrasse 84 / Brauerstrasse 37, 8004 Zürich
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Gerald Raunig: “The Industrial Turn” / Master of Arts in Arts Education

März 8th, 2010
Posted in Kritik der Kreativität, Studium/Bewerbung
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Im Rahmen des von Gerald Raunig und Klaus Schönberger Master of Fine Arts durchgeführten Pool-Seminars (Industrien und Kreativität) kann vorweg bereits heute eine Art Einführung sich zu Gemüte geführt werden. Und zwar in der Vortragsreihe des Master of Arts in Arts Education (organisiert von Gesa Ziemer).

Gerald Raunig: The Industrial Turn
Vortrag in der Reihe “Was kommt? Von der Gegenwart in die Zukunft”
8. März, 18 Uhr
Master of Arts in Arts Education
Dittinghaus, 1. Stock
Hafnerstrasse 39