ästhetik, philosophie, kultur- und gesellschaftstheorie, medien- und kommunikationswissenschaft – alles in einem Studiengang

Februar 23rd, 2012
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Das etwas andere Theoriestudium an der Zürcher Hochschule der Künste:

ästhetik@subversion: Marcelo Expósito (Barcelona/Buenos Aires)

Januar 7th, 2012
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Mittwoch, 11. Januar 2012, 19 Uhr

Marcelo Expósito (Barcelona/Buenos Aires)

Not reconciled (nobody knows what a body is capable of)

Marcelo Expósito lehrt am Independent Studies Program (PEI), Museu d’Art Contemporani de Barcelona (MACBA) und an der Facultad de Bellas Artes, Universidad de Castilla-La Mancha in Cuenca. Seine Arbeiten umfassen Videoproduktion und künstlerischen Aktivismus, weiten die künstlerische Tätigkeit jedoch auch auf die Territorien der kritischen Theorieproduktion, redaktionellen Arbeit, kuratorischen Tätigkeit, Lehre und Übersetzung aus. Er ist Mitglied der Netzwerke Universidad Nómada und Red de Conceptualismos del Sur sowie des Redaktionsteams des multilingualen Webjournals transversal. Er war Gründungsmitglied des spanischen Magazins brumaria (2002-2006) und hat einige Bücher mitherausgegeben, zuletzt Producción cultural y prácticas instituyentes. Líneas de ruptura en la crítica institucional (2008), and Los nuevos productivismos (2010).

Expósito wird neuere Video-Arbeiten zeigen und kommentieren, unter anderem aus seinem filmischen Essay ‘not reconciled’.

Vortrag in englischer Sprache.

Corner College

Kochstrasse 1

8004 Zürich
 http://www.corner-college.com

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Ästhetik@Subversion versucht auszuloten, in welchem Verhältnis die ästhetischen und die gesellschaftlichen Bedingungen emanzipatorischer Praxis im kognitiven Kapitalismus zueinander stehen. Nähere Angaben zu den weiteren Gästen und Terminen finden Sie unter http://vth.zhdk.ch/?aesthetik_subversion

Siehe auch die aktuelle Reihe Inventionen des Institut für Theorie ith und der Vertiefung Theorie.
 http://vth.zhdk.ch/?inventionen

ästhetik@subversion: Absageagentur: Aktiviere Dich selbst

November 23rd, 2011
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Im Rahmen der Vorlesungsreihe “ästhetik@subversion” der Vertiefung Theorie des Bachelors “Medien & Kunst” in Zusammenarbeit mit dem Master of Fine Arts im Department Kunst und Medien der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) im Departement Kunst & Medien werden am

Mittwoch, 30. November, 19 Uhr

Kathrin Lehnert und Thomas Klauck (Berlin) zu Gast sein:

“Aktiviere Dich selbst – Mit der Absageagentur
das eigene Profil optimieren”

Die Absageagentur wurde im Jahr 2005 als Persiflage auf die Neugestaltung der Agentur für Arbeit im Rahmen der «Hartz IV-Reform» gegründet. Nachdem sie knapp zwei Monate ein Büro in Berlin-Kreuzberg betrieb und dort gleichermaßen AnwohnerInnen und JournalistInnen zur Verfügung stand, siedelte sie in eine städtische Galerie in Berlin-Moabit um und wurde seither auch von der Kunstwelt wahrgenommen. Seit 2006 ist sie als mobiles Büro im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs. In Österreich wurde in Anlehnung an den dortigen «Arbeitsmarktservice» ein «Absageservice» gegründet. Die Absageagentur hat außerdem für eine Ausstellung der NGBK Berlin das Projekt «Ausgliederungsservice» ins Leben gerufen.

Ort: Zürcher Hochschule der Künste ZHdK, Förrlibuckstrasse 62, 8005 Zürich, 2. OG rechts, Foyer

Neuerscheinung: “Nach dem Ende der Politik”

November 9th, 2011
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Der dritte Band der Texte zur Zukunft der Kulturpolitik ist im Löcker-Verlag erschienen:

Wien (OTS) – Kulturpolitik ist als Kategorie öffentlichen Handelns
kaum mehr sichtbar. Angesichts ökonomistischer Sachzwänge wird Kultur
zu einem Thema außerhalb des Widerstreits gesellschaftlicher Ideen.
Zugleich verfolgt das gesellschaftliche Postulat der Rechten sehr
wohl kulturpolitische Ziele. Kultur wird als “Soft Power” immer mehr
zu einem Schauplatz des Wettkampfs von Städten und Regionen, in denen
Kunst der Veredelung der Gastronomie und dem Serviceangebot für
Tourismus und Immobilienindustrie dient. Kultur verkommt zum
Sicherheitsparadigma, schreibt sich in rassistische Diskurse ein und
wird zu einem zentralen Leitmotiv von Repression und politischer
Verfolgung.

Das macht eine breite Debatte über Kultur als konstitutives
Element sozialer Beziehungen und politischer Gemeinschaften
schwierig. Wer sind die kulturpolitischen Akteurinnen und Akteure?
Der dritte Band der im Löcker-Verlag erscheinenden Reihe der “Texte
zur Zukunft der Kulturpolitik” untersucht politische Handlungsräume
im kulturellen Feld und diskutiert strategische Perspektiven.

Mit Beiträgen von Franco Berardi Bifo, Konrad Becker, Jodi Dean,
Branka Curcic/Zoran Pantelic, Jens Kastner, Thomas Macho, Gerald
Raunig, Saskia Sassen, Klaus Schönberger, Christoph Spehr, Felix
Stalder und Martin Wassermair.

Video-Dokumentation unter:
 http://world-information.org/wii/de

Das Buch:
Konrad Becker, Martin Wassermair (Hrsg.),
Nach dem Ende der Politik. Texte zur Zukunft der Kulturpolitik III,
Löcker Verlag (2011).

Zum Herausgeber:

~
World-Information Institute
Institut für Neue Kulturtechnologien/t0
ZVR 121916514
Argentinierstraße 69/11, 1040 Wien

Tel.: +43 (664) 220 86 81
 office at t0.or.at
 http://world-information.org/wii

 http://t0.or.at/

~

Handyfilme – künstlerische und ethnographische Zugänge zu Repräsentationen jugendlicher Alltagswelten

Oktober 31st, 2011
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Am Dienstag, 8. November, 19h gibt es eine Zürcher Re-Enactment des Tübinger Panels beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde. Die Zürcher Sektion der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde lädt zur ersten Veranstaltung der Saison 2011/12 ein, das zugleich eine Präsentation des gleichnamigen SNF-Projekts darstellt:

Handyfilme – künstlerische und ethnographische Zugänge zu Repräsentationen jugendlicher Alltagswelten
Zum Verhältnis von künstlerischen und ethnographischen Forschung

Mit dem Mobiltelefon aufgenommene Filme sind derzeit ein wichtiger Bestandteil jugendkulturellen Han-delns und Sich-Verhandelns. Im Projekt wird untersucht, wie «Alltag» durch das Aufzeichnungs- und Aus-druckmedium Handyfilm wahrgenommen, angeeignet und konstruiert wird. Dabei wird zum einen gefragt, wie sich jugendliche Nutzer das technische Gerät «Handy» und zum anderen, wie sie sich über das Filmen ihre Lebenswelt aneignen – und unter welchen räumlichen, technischen und sozialen Voraussetzungen die Produktion, Distribution und Rezeption von Handyfilmen stattfindet.
Zentrale Fragen dabei sind: Welche Inhalte des Alltags werden mit welchen ästhetischen Mitteln festgehal-ten? Mit welchen Bedeutungen belegen die Nutzerinnen und Nutzer den Gebrauch der Handykamera? Welche Bedeutung haben Handyfilme für Jugendliche bzw. im Alltag von Jugendlichen.
Unter Berücksichtigung jugendkultureller, migrationsspezifischer und lebensweltlicher Gesichtspunkte wird erforscht, welche Strategien der Selbstermächtigung (ästhetisches) Handeln mittels Handyfilmen ermög-licht und welche Rolle Handyfilmen hinsichtlich Selbst­ und Gruppeninszenierungen von Jugendlichen zu-kommt.
Der gesamte Forschungsprozess von der Datenerhebung über deren Auswertung bis hin zur (Re-) Präsenta-tion erfolgt im gleichberechtigten Miteinander von künstlerischer und wissenschaftlicher Forschung. Von dieser Kooperation von Wissenschaftler/innen und Künstlern/innen versprechen wir uns, das den Handy-filmen eigene implizite Wissen sichtbar machen zu können. Entsprechend wird, parallel zu den wissen-schaftlichen Publikationsformaten, eine gemeinsame Ausstellung entstehen, in der kulturwissenschaftliche Darstellungen und künstlerische Installation miteinander korrespondieren.

Teilnehemnde aus dem Projektteam:
Prof. Dr. Thomas Hengartner (Projektleiter)
PD Dr. Klaus Schönberger (ZHdK, Co-Projektleiter)
Dr. Ute Holfelder (zukünftig IPK)
Christian Ritter (ZHdK)

Als Expertin für künstlerische Forschung:
Prof. Dr. Elke Bippus (ZHdK, Institut für Theorie).

Laufen wird zudem ein im Vortrag gleichzeitig kommentierter Film der ebenfalls am Projekt beteiligten Künstlerinnen Uta Weyrich und Eva Paulitsch.

8. November 2011, 19 Uhr,
Ort: Raum G-261 am Institut für Populäre Kulturen (Universität Zürich), Affolternstr. 56 (Bahnhof Oerlikon), 8050 Zürich (Stockwerk G)

Zum Wandel des Protests

Oktober 30th, 2011
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gibt es zwei weitere Zeitungsartikel, in denen Klaus Schönbergers Überlegungen zur Veränderung und Charakteristik des gegenwärtigen Protest zu differenzieren.
Der Artikel im Schwäbischen Tagblatt (13.10.2011 bezieht sich auf eine Veranstaltung im Reutlinger franz k. zur Frage nach der Reartikulation des Politischen im Zuge der Auseinandersetzungen um Stuttgart 21:

“Der Protest gegen Stuttgart 21 ist zweifellos ein Phänomen und „in der Geschichte Deutschlands einmalig“, stellte Klaus Schönberger gleich zu Beginn klar. Der Kulturwissenschaftler und Ex-Tübinger, der das landespolitische Geschehen mittlerweile von Zürich aus beobachtet, betonte die „Diffusität des Protests“ als besonderes Merkmal. Nicht nur die „üblichen Verdächtigen“ seien beteiligt, sondern auch „die Schickimickis aus der Halbhöhenlage“. Weil der Lebensstil der Akteure nicht mehr entscheidend sei, bestünde eine Differenz zwischen der Stuttgart-21-Bewegung und früheren Bewegungen, etwa der Friedensbewegung der 80er-Jahre.

Für seine „schematische Unterscheidung“ erntete Schönberger zwar Kritik aus dem Publikum, teilt damit aber auch die Auffassung von Annette Ohme-Reinicke. Die Soziologin, deren Buch zum Protest gegen S 21 „Das große Unbehagen“ Ende des Jahres erscheint, betonte die Rolle von Stuttgart 21 als Projektionsfeld und verteidigte den Aufstand der Halbhöhenlage: „Burn-out, Depression, G12 – der Mittelschicht geht’s auch schlecht“, und das artikuliere sich im Protest gegen Stuttgart 21.”

Nochmals um die OccupyWallstreet-Bewegung geht es in einem Artikel über das “Gesicht eines gesichtslosen Protests” der Ulmer Südwestpresse (28.10. 2011):

“Klaus Schönberger, Kulturwissenschaftler an der Zürcher Hochschule der Künste, vermutet, dass die Wahl auf diese Maske fiel, weil sowohl der historische Guy Fawkes als auch “V wie Vendetta” David-gegen-Goliath-Geschichten sind. “Das wirkt mobilisierend”, sagt er und gibt zu bedenken: “Die Popkultur verlangt nicht unbedingt ideologische Kohärenzen. Da hat eben auch ein katholischer Fundamentalist das Potenzial zur Symbolfigur zu werden.”

Dass mit Maske protestiert wird, hält Schönberger für ein zentralen Punkt. “Der Protest hat kein Gesicht und will auch kein Gesicht hervorbringen.” Auch Ziele oder Forderungen fehlen häufig. Für die Medien und Politiker wird der Protest dadurch unberechenbar – zugleich wird den Demonstranten deshalb oft vorgeworfen, sie seien unpolitisch. Doch davor warnt Schönberger, der erforscht, wie sich Protestbewegungen im Laufe der Zeit gewandelt haben. “Der Protest ist hochpolitisch”, sagt er. Der Unterschied beispielsweise zu den Studentenprotesten sei jedoch, dass das Politische nicht mehr auf die klassische Weise vertreten werde: mit einem Programm und hauptamtlichen Führungsfiguren, die die Ansprüche der Bewegung gegenüber Politik oder Verwaltung zum Ausdruck bringen. “Die Occupy-Bewegung” verweigert sich diesen klassischen Repräsentationsmustern”, sagt Schönberger.”

Reutlingen, 11.10.: Stuttgart 21 und die Re-Artikulation des Politischen

Oktober 7th, 2011
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Stuttgart 21 und die Re-Artikulation des Politischen
Reutlingen, 11.10.11, 20 Uhr, Kulturzentrum franz.K, Unter den Linden 23

Die Protestbewegung gegen Stuttgart 21 hat das Gesicht der Stadt Stuttgart verändert und bundesweit für Aufsehen gesorgt. Hervorgehoben werden ihre Breite, ihre Buntheit und ihre Vielfältigkeit. In einem Film des Autors Hermann Abmayr wird sie als “neue Demokratiebewegung” porträtiert. Die Veranstaltung will sich diesem Phänomen nähern und fragen, worin das innovative und emanzipatorische Potential der Bewegung gegen Stuttgart 21 liegt. Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg mit Klaus Schönberger (Zürcher Hochschule der Künste), Annette Ohme-Reinicke (Uni Stuttgart), Achim Schmitz (Stuttgart), Alexander Schlager (Rosa-Luxemburg-Stiftung, Stuttgart)-

Ausführlicher beim “Neuen Deutschland

Auch aktuell

Oder auch hier mit diesem Artikel

FR-Interview: Occupy Wallstreet-Proteste aus kulturwissenschaftlicher Perspektive

Oktober 7th, 2011
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Die Frankfurter Rundschau hat heute (7.10.2011) ein Interview mit dem Zürcher Kulturwissenschaftler Klaus Schönberger zur Spezifik der Occupy Wallstreet-Proteste veröffentlicht:

“Die fordern das Leben”

Kulturforscher Klaus Schönberger erklärt die neuen Protestformen und warum die Bewegung gegen die Wall Street einen Vorlauf brauchte.

FR: Herr Schönberger, können Sie sich erklären, warum es jetzt zu den „Occupy Wall Street“-Protesten – Besetzt die Wall Street – kommt? Die Krise hält ja schon länger an und auch die Enttäuschung der Obama-Wähler ist nichts Brandneues.

So etwas hat immer einen Vorlauf. Möglicherweise hat die Gebundenheit an das Projekt Obama die sozialen Bewegungen in den USA eher geschwächt, sodass es eine Zeit brauchte, sich wieder zu formieren. „Occupy Wall Street“ ist ja nicht vom Himmel gefallen, die haben nicht am 17. September beschlossen, so jetzt gehen wir mal nach Lower Manhattan. Es brauchte einige Monate Vorbereitungszeit.

FR: Die Leute, die „Occupy Wall Street“ im Netz angeschoben haben, fühlten sich von der arabischen Facebook-Revolution inspiriert. Welche Rolle spielen neue Techniken und neue Medien – ist das mehr als eine bessere Mobilisierungsmöglichkeit?

Das Internet ist als Kommunikationsweg der Aktivisten und für der Darstellung der Proteste zentral. Die Aktivisten sind nicht mehr nur auf die klassischen Medien angewiesen; das Bild der Proteste kann selbstbestimmter vermittelt werden, mit eigenen Filmen, Fotos und Berichten – und die bleiben im Netz. Die sind nicht weg, wenn die Demo vorbei, der Info-Stand abgebaut ist oder die Wandzeitung nicht mehr hängt. Das Zentrale ist die Vernetzung: So kann eine Art globale Imagination oder Fantasie, eine Bewusstseins-Internationale geschaffen werden, die es ermöglicht, Menschen von ganz verschiedenen politischen Baustellen zusammenzubringen; und es kann die Binnenkommunikation entscheidend verbessert werden. Das Internet ist ein Werkzeug, nicht der Auslöser. Wenn es nicht diejenigen gäbe, die Gründe haben, sich zu engagieren, dann nützen auch Facebook und Twitter nichts.

Fotos: Demo in New York: “Besetzt Wall Street”
Sie protestieren gegen die Macht der Banken und Börsen: In New York versammelt sich die Wut der Bürger auf die Finanzkrise. Die Proteste dauern mittlerweile seit drei Wochen Eine eindeutige Geste

FR: Facebook und Twitter werden überschätzt?

Zumindest im sogenannten arabischen Frühling hat das Mobiltelefon als Kommunikationsmittel eine wesentliche Rolle gespielt. Wichtig ist auch nach wie vor die konkrete Erfahrung der Versammlung, die Erfahrung der Agora. Die Kraft der unmittelbaren körperlichen Anwesenheit. Vergleicht man die Proteste auf dem Kairoer Tahrir-Platz beziehungsweise den „arabischen Frühling“ insgesamt mit den Protesten von der Wall Street in New York oder in Madrid, muss man allerdings die unterschiedlichen Gesellschaftssysteme im Blick haben, das sind sehr unterschiedliche Voraussetzungen und Traditionen. Auch wenn an beiden Orten zum Protestklassiker gegriffen wird, der Platzbesetzung.

Zurück zum modernen Protest im Westen. Was unterscheidet „Occupy Wall Street“ vom Aufruhr beispielsweise der 60er-, 70er- oder 80er-Jahre?

Das lässt sich nicht so einfach qualifizieren. Manhattan ist nicht gleich Tottenham. Aber manche sprechen von einem Aufstand ohne Zeichen oder postmodernem Protest – und meinen die Unklarheit, das Diffuse, fehlende Forderungen. Es gibt da nicht den einen gemeinsamen Slogan, außer vielleicht: „Wir sind die 99 Prozent.“ Aber das ist ja keine Forderung, das ist etwas wie „Wir sind das Volk“. Die fordern nicht unbedingt eine Finanztransaktionssteuer, die fordern das Leben ein, das, was ihnen durch die neoliberale Durchökonomisierung fast aller Lebensbereiche genommen wurde. Die fordern eine besseres Leben, ein gutes Leben. Sie zeigen, dass sie nicht einverstanden sind mit dem, was ist. Heute sind das weniger subkulturelle Lebensstilproteste wie früher, sondern eher projektförmige, zeitlich begrenzte Protestaktionen. Der Protest dreht sich nicht mehr um das Ganze oder gar um eine Positionierung außerhalb der Gesellschaft. Es geht nicht mehr um Bewegungen, deren sektiererischen Regeln man sich mit Haut und Haar unterwerfen muss. Viele Menschen engagieren sich in erster Linie gegen einen bestimmten Missstand und sind aber mit dem Rest der Gesellschaft durchaus einverstanden. Das was, die klassischen linken Verbände an diesen Protesten vermissen und bemängeln, könnte aber gerade ihre Stärke sein. Man ist unberechenbarer, weil man nicht gespalten und gegeneinander ausgespielt werden kann.

Eine diffuse Angelegenheit – und wie steht es mit der Wirkung?

Das hat schon eine Wirkung, denn repräsentative Demokratien beruhen ja auf dem Einverstandensein der Mehrzahl der Bevölkerung mit den vorherrschenden Verhältnissen. Hier kristallisiert sich ein Nicht-Einverstandensein heraus, das durchaus Folgen haben kann. Auch hat das möglicherweise eine andere Durchschlagskraft, weil es mehr Leuten ermöglicht, mitzumachen und teilzuhaben.

Das Interview führte Hans-H. Kotte.

Zur Person
Klaus Schönberger ist Kulturwissenschaftler und arbeitet seit 2009 an der Hochschule der Künste in Zürich. Schönberger hat sich wissenschaftlich mit den Themen Protest und soziale Bewegungen beschäftigt, aber auch über die gesellschaftlichen Folgen von technischem Wandel geforscht.

Seit mehr als zehn Jahren spürt er bereits den Auswirkungen nach, die das Internet für die Kommunikation hat. In Zürich leitet er das Dozententeam des Bereichs „Vertiefung Theorie“.

Arte/SWR -Dokumentation: Theodor W. Adorno: Der Bürger als Revolutionär | Wer denkt, ist nicht wütend

September 11th, 2011
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Hier die 2003 vom SWR und Arte produzierte zweiteilige Doku über Theodor W. Adorno zum heutigen 108. Geburtstag, wieder in Erinnerung gerufen:

Teil 1

Teil 2

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Inventionen mit Paolo Virno im HS 2011/2012

September 9th, 2011
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Auch die Termine der Vortragsreihe Inventionen des BA Medien & Kunst / Vertiefung Theorie und des Instituts für Theorie der Zürcher Hochschule der Künste in Kooperation mit dem eipcp in der Shedhalle Zürich sind jetzt bekannt:

13. Dezember 2011, 19:00 Uhr
Anne Querrien (Paris)
Ludger Schwarte (Düsseldorf)

8. November 2011, 19:00 Uhr
Thomas Hippler (Lyon)
Anne Sauvagnargues (Paris)

25. Oktober 2011, 19:00 Uhr
“Exodus”
Klaus Neundlinger (Wien)
Paolo Virno (Rom)

HS 2011/12: Termine für ästhetik@subversion stehen

September 9th, 2011
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Die neuen Termine für die Veranstaltungsreihe ästhethik@subversion stehen. Alle neuen Termine hier.

Programm HS 11

Mittwoch, 5. Oktober 2011, 19 Uhr
Oliver Ressler (Wien)

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 19 Uhr
Park Fiction/Christoph Schäfer (Hamburg)

Mittwoch, 2. November 2011, 19 Uhr
Stefanie Lorey (Braunschweig)

Mittwoch, 30. November 2001, 19 Uhr
Kathrin Lehnert und Thomas Klauck (Berlin)

Mittwoch, 11. Januar 2012, 19 Uhr
Marcelo Exposito (Barcelona/Buenos Aire

Zürcher Input beim Volkskundekongress in Tübingen

September 8th, 2011
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38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde e.V.
auf Einladung des Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft
der Eberhard Karls Universität Tübingen
Tübingen, 21. bis 24. September 2011

Panel VII Künstlerische und ethnographische Forschung: Kulturanalytische Methoden und Erkenntnisweisen im Prozess der Entgrenzung von Wissensformaten

Freitag, 23.9. 2011
09:00–11:30
HS 14

PD Dr. Klaus Schönberger (Zürich)
Einführung und Thesen

Dr. Katharina Eisch-Angus (Regensburg)
Kultur-Konzepte zwischen künstlerischer und ethnographischer Forschung

Prof. Dr. Elke Bippus (Zürich)
Ethnographische Forschungen in künstlerischer/kunsttheoretischer Perspektivierung

Projektgruppe: Dr. Ute Holfelder, Christian Ritter, Eva Paulitsch und Uta Weyrich (Stuttgart, Zürich)
Handyfilme – künstlerische und ethnographische Zugänge zu Repräsentationen jugendlicher Alltagswelten

Prof. Dr. Ullrich Kockel und Dr. Victoria Walters (Derry, Bristol)
Opening up the Field – Joseph Beuys and the Anthropologisation of Art

Dr. Iain Biggs und MRes Sarah Blowen (Bristol)
Mapping Connectivity in an Aged Landscape

“Im Netz und auf der Straße” – Interview zum Digitalen Protest

September 7th, 2011
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Auf der Webseite “fluter.de” – ein von der Bundeszentrale für politische Bildung in Deutschland herausgegebenem Magazin geht es um die Rolle der Digitalisierung für die Protestbewegungen. Hier findet sich auch ein Interview mit Klaus Schönberger, in dem erneut darauf insistiert wird, das es nicht das Internet oder die Technik ist, die für wahrgenommenen Veränderungen ursächlich sind. Aber das ist aus den Köpfen von RedakteurInnen offenbar nicht herauszukriegen. Im Untertitel von “Im Netz und auf der Straße” heisst es wieder “Wie das Internet unseren Protest verändert”. Das stellt die Argumentation im Interview quasi auf den Kopf:

Wir blicken in die arabische Welt, folgen Protestlern auf Twitter und nehmen an virtuellen Friedenstagen teil. Doch wie hoch ist eigentlich die eigene Bereitschaft zum Protest? Warum nehmen wir bei Facebook überhaupt an Protestaktionen teil? Ist das ein Zeichen, um Freunden sein politisches Interesse zu zeigen, und Facebook ein Kanal für ein neues politisches Bewusstsein? Oder ist alles nur Schein, weil ein “Gefällt mir” zu drücken viel leichter ist als wirklich auf die Straße zu gehen? Wir haben mit dem Kulturwissenschaftler und Protestforscher Klaus Schönberger darüber gesprochen, wie das Internet Proteste verändert und beschleunigt hat.

fluter.de: Herr Schönberger, ist der Begriff “Facebook-Revolution” aus ihrer Sicht passend?

Klaus Schönberger: Für mich als Wissenschaftler ist dieser Begriff schon fast ein eigener Untersuchungsgegenstand. Wie kommen alle darauf, die Dinge, die derzeit passieren, ursächlich mit einer Technik zu erklären? Man kann dazu aber verschiedene Dinge sagen: Erstens spielt die Technik eine Rolle und auch die neuen Medienformate im Internet sind von Bedeutung. Die Technik wie die Medienformate ermöglichen aus meiner Sicht aber nur veränderte Formen der Mobilisierung und der Organisierung des Protestes, aber sie sind nicht die Auslöser für die Ereignisse in Ägypten und Tunesien oder in Madrid. In den Medien wird manchmal der Eindruck erweckt, die Welt würde allein aufgrund der Technik auf den Kopf gestellt. Das ist aber nicht der Fall und eine falsche, weil verkürzte Gesellschaftsanalyse.

Zum Interview

Zürich-Shedhalle / Rote Fabrik, 3.5. 2011, 19h: Sandro Mezzadra / Toni Negri

Mai 2nd, 2011
Posted in Hardt/Negri, Inventionen, Multitude, Veranstaltungen / VTH
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Sandro Mezzadra (Bologna) / Toni Negri (Paris/Venedig)

“Wiederaneignung (‘Ceci est à moi’)”

Im Rahmen der Vortragsreihe Inventionen sind Sandro Mezzadra (Bologna) und Toni Negri (Paris/Venedig) zu Gast in Zürich.

Datum: 3. Mai, 19:00 Uhr
Ort: Shedhalle, Rote Fabrik, Seestrasse 395, 8038 Zürich

Eine Veranstaltungsreihe des Bachelors “Kunst und Medien” / Theorie und des ith der ZHdK in Kooperation mit dem European Institute for Progressive Cultural Policies (eipcp) und der Shedhalle Zürich.

„Das Wesentliche einer Invention ist, die Verbindung von Kräften herzustellen, die vor der Invention einander entgegengesetzt waren. Die Invention ist eine Assoziation von Kräften, die sich an die Stelle einer Opposition oder sterilen Gegenüberstellung der Kräfte setzt.”

(Gabriel Tarde, L’opposition universelle)

ästhetik@subversion: BOMB IT, MISS.TIC! Aspekte der Entwicklung der Street-Art zwischen Revolte und Kommerzialitä

April 26th, 2011
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Im Rahmen der Vorlesungsreihe “ästhetik@subversion” der Vertiefung Theorie des Bachelors “Medien & Kunst” in Zusammenarbeit mit dem Master of Fine Arts im Department Kunst und Medien der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) im Departement Kunst & Medien wird es am

Mittwoch, 27. April 2011, 19:00 Uhr

eine Buchpräsentation geben:

Jorinde Reznikoff / KP Flügel (Hamburg)
BOMB IT, MISS.TIC! Aspekte der Entwicklung der Street-Art zwischen Revolte und Kommerzialität

Jorinde Reznikoff und KP Flügel skizzieren Miss.Tic‘s libertinären Feldzug durch gentrifizierte Stadt- und kommerzialisierte Kunsträume. Für Miss.Tic hat sich nie die Frage nach dem Widerspruch von Street Art als subversivem Ausdrucksmittel und der Galeriekunst als gleichermaßen profitverdächtiger Geldanlage wie bürgerlicher Reputationsstruktur gestellt. Das wirft Fragen auf, auch die, ob von der Künstlerin weitere erotisierende Aufbrüche und revoltierende Durchbrüche zu erwarten sind?

Cabaret Voltaire
Spiegelgasse 1, 8001 Zürich
 http://www.cabaretvoltaire.ch

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Siehe auch die aktuelle Reihe Inventionen des Institut für Theorie ith und des BA Medien & Kunst / Vertiefung Theorie.
 http://vth.zhdk.ch/?inventionen

ästhetik@subversion: Euromayday – eine soziale Bewegung zwischen künstlerischem Aktivismus und politischer Kreativität

April 12th, 2011
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Im Rahmen der Vorlesungsreihe “ästhetik@subversion” der Vertiefung Theorie des Bachelors “Medien & Kunst” in Zusammenarbeit mit dem Master of Fine Arts im Department Kunst und Medien der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) im Departement Kunst & Medien wird am

Mittwoch, 13. April 2011, 19:00 Uhr

Marion Hamm (Luzern)
Euromayday – eine soziale Bewegung zwischen künstlerischem Aktivismus und politischer Kreativität

sprechen.

Mit den Euromayday Paraden der Prekären hat der erste Mai als internationaler Kampf- und Festtag der Arbeiterbewegung in vielen europäischen Städten ein upgrade erfahren. Wie vor 120 Jahren sind Arbeits- und Lebensbedingungen auch heute verbesserungswürdig. Anhand von Bildern von Euromayday Paraden in Mailand, Hamburg, Malaga, Terrassa und London wird aufgezeigt, was der Multitude von flexibilisierten und prekarisierten, bezahlten und unbezahlten Wissens- Sozial-, Service- und KulturarbeiterInnen an ihrer Situation stinkt, wie für sie ‘das gute Leben’ aussieht und wie sie eine grundlegende Veränderung der Gesellschaft vorantreiben: Mit den Mitteln der Kreativität, des intervenierenden Aktivismus und der radikalen Politisierung des Alltags.

Zürcher Hochschule der Künste ZHdK
Förrlibuckstrasse 62, 8005 Zürich, 2. OG, Foyer
 http://vth.zhdk.ch

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Siehe auch die aktuelle Reihe Inventionen des Institut für Theorie ith und der Vertiefung Theorie.
 http://vth.zhdk.ch/?inventionen

ästhetik@subversion: Künstlerische und politische Praxis in der Mailänder Isola

März 22nd, 2011
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Im Rahmen der Vorlesungsreihe “ästhetik@subversion” der Vertiefung Theorie des Bachelors “Medien & Kunst” in Zusammenarbeit mit dem Master of Fine Arts im Department Kunst und Medien der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) im Departement Kunst & Medien werden am

Mittwoch, 30. März 2011, 19:00 Uhr
Bert Theis und Mariette Schiltz (Milano)
sprechen über:

Von der site-specificity zur fight-specificity.
Künstlerische und politische Praxis in der Mailänder Isola

Seit zehn Jahren opponieren Künstler, Aktivisten, Philosophen und Einwohner gemeinsam gegen das größte neoliberale Stadtentwicklungsprojekt in der norditalienischen Metropole. Das Projekt wird von der Rechts-Konservativen Stadtregierung Mailands und der Region Lombardei in Zusammenarbeit mit italienischen und US-amerikanischen Kapitalgruppen vorangetrieben. Die Auseinandersetzung bietet die Gelegenheit, instituierende Praxen zu experimentieren und das Konzept einer Stadtentwicklung von unten ansatzweise umzusetzen. Während in einer ersten Phase der Kampf um den öffentlichen Raum im Mittelpunkt stand, geht es nach der Konkretisierung der Immobilienprojekte heute mehr um die Gentrifizierung des Viertels und das Recht auf Stadt der Einwohner. Der Vortrag illustriert und reflektiert das Vorgehen von Isola Art Center und out-Office for Urban Transformation, von den Initiativen im öffentlichen Raum über die Besetzung einer ehemaligen Fabrik zur Schaffung eines Kunstzentrums neuen Typs, als Diaspora ohne festen Wohnsitz im Isola-Viertel.

Corner College
Perla-Mode, Langstrasse 84 / Brauerstrasse 37, 8004 Zürich
 Inventionen des Institut für Theorie ith und der Vertiefung Theorie.

Weitere Termine der Veranstaltungsreihe ästhetik@subversion

München: (Un)möglichkeit der Kritik im Postfordismus

Februar 25th, 2011
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Hinterland Magazin & Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung laden ein zu einem

Gespräch über die
(Un)möglichkeit der Kritik im Postfordismus
Positionierungen zwischen Akademie und Aktivismus

Öffentliche Abendveranstaltung der 5. Arbeitstagung des Netzwerks kritische Migrations- und Grenzregimeforschung

Freitag, 25. Februar 2011
19.30 Uhr
EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, München

Es diskutieren:

* Uli Brand. Professur für Politologie an der Universität Wien, langjährig aktiv im BUKO und Mitbegründer der Assoziation kritische Gesellschaftsforschung

* Marion von Osten. Professorin für bildende Kunst an der Kunstakademie Wien, langjähriges Mitglied von Transit Migration und Initiatorin diverser Politik-Künstlerischer Aktivitäten

* Thomas Seibert. Vorstandsmitglied von attac und der Stiftung soziale Moderne, wissenschaftlicher Beirat der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Mitglied der Interventionistischen Linken

* Klaus Schönberger. Dozent für Kultur- und Gesellschaftstheorie an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und Mitherausgeber verschiedener Bücher und Plattformen, die sich mit politischen Organisationsformen befassen

Näheres hier

Rudi Maier: So geht Revolution – Werbung als Revolte

Januar 24th, 2011
Posted in ästhetik@subversion, Cultural Studies, Medien- und Kommunikationspraktiken, Multitude, Praxen der Kritik
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Rudi Maier, einer der ersten Referenten unserer Vortragsreihe ästhetik@subversion, war am vergangenen Sonntag zu Gast beim Sender FM4 des ORF.

Anlass war eine weitere Station seiner Ausstellung “so geht Revolution- Werbung als Revolte” in Lüneburg, eine bevorstehendes Gastspiel im Mai in Wien und eine Stippvisite in Zürich im Whitespace am 26.2. 2012 im Rahmen der Ausstellung “ReCoCo: Life Under Representational Regimes”.

Das Interview ist auch hier nachhörbar nachhörbar

MEGAdigital: Marx-Engels-Gesamtausgabe geht online

Januar 19th, 2011
Posted in Karl Marx / Friedrich Engels, Theoretiker_innen
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Bei Ingo Stützle haben wir folgende Mitteilung gelesen:

Zum neuen Jahr ist die digitale Ausgabe der MEGA in einer neuen Version online gegangen. Man findet sie, unter: http://telota.bbaw.de/mega

Für die digitale Ausgabe wurde zunächst die II. Abteilung (Das Kapital und Vorarbeiten) ausgewählt, die nahezu vollständig bearbeitet ist und deren Bände – mit Ausnahme von Teilband II/4.3. – bereits vorliegen.

Das umfangreiche Textkonvolut der ökonomischen Schriften von Marx wird damit für Fragestellungen der Forschung weiter erschlossen. Die edierten Texte werden seiten- und zeilenidentisch mit den gedruckten MEGA-Bänden und damit wissenschaftlich zitierfähig präsentiert.

Zur Zeit sind in der digitalen Ausgabe der MEGA die Edierten Texte von fünf MEGA-Bänden verfügbar, darunter die “Grundrisse” (II/1), das “Sechste Kapitel des ersten Buches: Die Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses” (II/4.1), Manuskripte von Marx (II/4.1, II/11) sowie redaktionelle Texte (II/12) und die von Engels herausgegebene Druckfassung zum zweiten Buch des “Kapital” (II/13). Der Text des Bandes II/11 ist zur Zeit noch nicht vollständig verfügbar, da er viele Formeln, Grafiken, Tabellen und Brüche enthält, die gesondert bearbeitet werden müssen, was derzeit geschieht. In Kürze wird auch der Edierte Text der Erstausgabe des ersten Buches des “Kapital” (Der Produktionsprozess des Kapitals) von 1867 bereitgestellt werden.

Das Projekt ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Akademienvorhaben MEGA an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW), der Arbeitsgruppe Telota an der BBAW und einer Gruppe japanischer Forscher von der Tohoku-Universität Sendai und der Hosei Universität Tokio.


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