August, 2009

Klaus Schönberger im ak über Internet, soziale Netzwerk und Realität des Web 2.0

August 31st, 2009 August 31st, 2009
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Im ak 54 findet sich ein Schwerpunkt zum Thema Politik und Web 2.0. Meine Wenigkeit hat dazu auch einen Beitrag geleistet:

Klaus Schönberger: Die Debatte erden
Das Internet, soziale Netzwerke und Realität des Web 2.0

(aus: ak – analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis / Nr. 541 / 21.8.2009)

Der Hype hinsichtlich sozialer Netzwerke (“Web 2.0″) ist vergleichsweise nachhaltig, wenn man ihn mit dem Rummel um frühere Medienformate des Internet seit 1990 vergleicht. Dabei gibt es auch in diesem Fall gute (empirische) Gründe, misstrauisch und zurückhaltend zu sein, wenn ständig eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird: MySpace, Second Life, Facebook und nun Twitter. Im Folgenden soll sich der Bedeutung des Internet und dem Web 2.0 mittels der Empirie, also den Fakten und Zahlen genähert werden.

Allen diesen “Erscheinungen” soll gemein sein, dass sie unser Leben revolutionieren, sprich unseren Alltag umkrempeln, bestehende Machtverhältnisse aufbrechen und neue (politische wie “identitäre”) Repräsentationen sichtbar machen. Angefeuert durch die verschiedensten Spielarten der Medienwissenschaften, die sich kurzzeitig als akademische Leitdisziplin wähnten und dabei sogar behaupteten, dass Kulturtheorie nur noch als Medientheorie denkbar sei, wurde ein Diskurs hegemonial, der den NutzerInnen bzw. NichtnutzerInnen das Mithalten als oberste Bürgerpflicht verordnete.

Einerseits basiert diese große Erzählung über das Internet auf der Grundlage einer falschen oder verkürzten Gesellschafts- und Kulturanalyse. Andererseits hat sich der Gebrauch der Informations- und Kommunikationstechniken veralltäglicht (“habitualisiert”). Sie sind ein kaum mehr wegzudenkendes Werkzeug in fast allen Lebensbereichen wie Arbeit, Freizeit und eben auch Politik geworden. Insofern lassen sich nicht nur technikeuphorische, sondern auch jene kulturkritischen Erzählungen finden, die in bewährt kulturpessimistischer Manier die Folgen des vorgeblich exzessiven Mediengebrauchs anprangern.

Den ganzen Artikel auf den Seiten von analyse & Kritik online

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