Demonstrationen der Macht: Tagungsprogramm
2. Juni 2010donnerstag 24. juni 2010
ludger schwarte: machtbeweise
robin celikates: ziviler ungehorsam – symbolische politik oder reale konfrontation?
gabriel hürlimann: foucault, revolte und die frage der macht. überlegungen zu einer widerspenstigen analyse des politischen
maria muhle: re-enactments der macht
petra gehring: expertise als demonstration der macht: der fall ethik
urs marti: der hirte und der tierbändiger. kritische bemerkungen zu foucaults konzeption des regierens.
freitag 25. juni 2010
david sittler: wie ziehen machtlose das los der macht auf der straße? ansätze zu einer theorie der demonstration und der (ohn)macht an hand von st.petersburger straßenperspektiven1917
francesca falk: der marsch der frauen nach versailles als erste demonstration? überlegungen zur macht der machtlosen und martialischen machtdemonstrationen
kai van eikels: zwischen handlung und bewegung – neue protestformen, neue machtverhältnisse im 21.jahrhundert?
leander scholz: begegnungen im vorraum der macht: carl schmitt und niklas luhmann
georg kohler: verschwendung als repräsentation der macht. über feuerwerkszelebration und bombardierungsgeometrie in barock und rokoko
roberto nigro: der staatsstreich als theorie und regierungspraktik. bemerkungen über die beziehung zwischen macht und gewalt in den modernen regierungskünsten
ruth sonderegger: (wie) kann kunst demonstrieren?
Pdf. hier: Demonstrationen der Macht: Tagungsprogramm
Repräsentative Gewalt: Erste Arbeitstagung im Juni
30. November 2009Das Forschungsprojekt “Repräsentative Gewalt” veranstaltet am 24. und 25. Juni 2010 eine erste Tagung an der Kunstakademie Düsseldorf zum Thema: “Demonstrationen der Macht”.
Es soll – in philosophischer Perspektive – um die Frage gehen, welche Mittel, Inszenierungen und Darstellungsformen dazu dienen, die eigene Macht unter Beweis zu stellen oder die Macht der Machtlosen vorzuführen. Auch wenn Macht als Potentialität, Aufschub oder Latenz im Gegensatz zum schieren Gewaltakt eher dadurch gekennzeichnet ist, daß sie nur angedeutet, als Möglichkeit vorgezeigt oder als System repräsentiert wird, so muß sie sich doch auch als Macht konstituieren, ihre Schlüssigkeit oder Entschlossenheit beweisen und ihre Mittel, Ziele und ihre Gefährlichkeit darstellen. Sie erhält sich nur in einem virulenten Beziehungsgefüge zu anderen Mächten. Dort wird sie herausgefordert, dort muß sie ihre Geltung und ihre Kraft an Gegenmächten messen, dort unterliegt sie nicht zuletzt in symbolischen Kämpfen oder verliert sich in einem Vakuum. Vom Staatsstreich über die Revolte und den Terrorismus bis zur Demonstration und zum Hungerstreik reicht die Palette der Phänomene, die von der politischen Philosophie bislang noch nicht zureichend in die Theorien der Macht und der Repräsentation integriert wurden.
Tagungsprogramm folgt.

Posted by gabriel