Am IPF, dem Institute for the Performing Arts and Film, wird naturgemäss transdisziplinär geforscht: Film, Tanz und Theater sind per se keine disziplinären Kunstformen, sondern jeweils Resultate eines synergetischen Zusammenspiels unterschiedlicher künstlerischer, technischer und reflexiver Expertisen. Folglich bewegen sich auch die beiden Forschungsschwerpunkte des IPF – «Performative Praxis» und «Filmwissen, Filmerfahrung» –  nicht im Korsett einer einzelnen Disziplin, sondern verstehen sich als Katalysatoren von Synergien mit dem Ziel, SchauspielerInnen und Räume respektive FilmemacherInnen und Leinwände/Bildschirme für ein transdisziplinäres Forschen fruchtbar zu machen. Es geht immer um die Suche nach originären Erkenntnissen, die im Zuge der systematischen Erschliessung und Entwicklung künstlerischer Formate, wie auch aus dem Zusammenspiel von Künsten und Wissenschaften entstehen: durch die Aufhebung disziplinärer Blickwinkel im gemeinsamen Anliegen, Fragestellungen vieldimensional und unter Einbezug unterschiedlicher Denkstile, Methoden und Sensibilitäten zu bearbeiten. So zum Beispiel, um nur zwei aktuelle Forschungsprojekte zu nennen, wenn zusammen mit Neurologen die emotionalen Triggermöglichkeiten von SchauspielerInnen untersucht, oder wenn mit psychoanalytischen und filmwissenschaftlichen Methoden digitale versus analoge Film-Herstellungsverfahren verglichen werden. Der theatrale, wie auch der filmische Ermöglichungsraum, sind immer inter- und transdisziplinär.

Anton Rey, Leitung IPF


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