{"id":1033,"date":"2019-09-06T16:36:18","date_gmt":"2019-09-06T16:36:18","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/chplus\/?p=1033"},"modified":"2019-09-07T07:07:05","modified_gmt":"2019-09-07T07:07:05","slug":"nun-sag-wie-hast-dus-mit-der-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/chplus\/2019\/09\/06\/nun-sag-wie-hast-dus-mit-der-politik\/","title":{"rendered":"\u00abNun sag, wie hast du\u2019s mit der Politik?\u00bb"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/chplus\/files\/2019\/09\/Statistik_Beteiligung_DE.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1037\" width=\"657\" height=\"456\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/chplus\/files\/2019\/09\/Statistik_Beteiligung_DE.jpg 579w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/chplus\/files\/2019\/09\/Statistik_Beteiligung_DE-300x208.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 657px) 100vw, 657px\" \/><figcaption> <strong>Politik sorgt h\u00e4ufig f\u00fcr genervte Blicke, Seufzer und Themenwechsel. Muss das so sein? <\/strong><br>(Grafik: Bundesamt f\u00fcr Statistik.)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Warum die Wahlbeteiligung in der Schweiz im internationalen Vergleich eher tief liegt und inwiefern dies problematisch ist, wurde von verschiedenen Instanzen erforscht. Fakt ist: im Jahr 1971 w\u00e4hlten 56.9% der Wahlberechtigten, bei den letzten Wahlen waren es 48.5%.<\/p>\n<p><strong>In der Forschung des Projekt CH+ geht es nicht darum, diese Problematik zu erkl\u00e4ren, sondern darum, nach neuen L\u00f6sungsans\u00e4tzen zu suchen. &#8230;<\/strong><\/p>\n\n\n<!--more-->\n<!--noteaser-->\n\n\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center\">Hier geht&#8217;s zur <a href=\"https:\/\/mailchi.mp\/71c245d3a27c\/chplus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Anmeldeseite f\u00fcr die Umfragen<\/a>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n<p>Politik sorgt h\u00e4ufig f\u00fcr genervte Blicke, Seufzer und Themenwechsel. Muss das so sein?<\/p>\n<p>Warum die Wahlbeteiligung in der Schweiz im internationalen Vergleich eher tief liegt und inwiefern dies problematisch ist, wurde von verschiedenen Instanzen erforscht. Fakt ist: im Jahr 1971 w\u00e4hlten 56.9% der Wahlberechtigten, bei den letzten Wahlen waren es 48.5%.<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"579\" height=\"402\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/chplus\/files\/2019\/09\/Statistik_Beteiligung_DE.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1037\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/chplus\/files\/2019\/09\/Statistik_Beteiligung_DE.jpg 579w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/chplus\/files\/2019\/09\/Statistik_Beteiligung_DE-300x208.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 579px) 100vw, 579px\" \/><figcaption> Grafik: Bundesamt f\u00fcr Statistik, 2015 <\/figcaption><\/figure>\n\n\n<p><strong>In der Forschung des Projekt CH+ geht es nicht darum, diese Problematik zu erkl\u00e4ren, sondern darum, nach neuen L\u00f6sungsans\u00e4tzen zu suchen.<\/strong> Insbesondere soll analysiert werden, wie die Kommunikation von politischen Inhalten verbessert werden kann. Dazu machen wir einen Abstecher zu den Motivationsmechaniken aus der Welt der Spiele.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mailchi.mp\/71c245d3a27c\/chplus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Unsere Untersuchung<\/a> w\u00e4hrend den Parlamentswahlen 2019 hat zwei Hauptteile: Neben der <strong>Evaluation eines App-Prototypen<\/strong> werden <strong>drei Onlineumfragen<\/strong> durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>In diesen Umfragen ist die Verbindung zu Games eventuell nicht immer auf den ersten Blick sichtbar. So ist es jedoch auch mit vielen Motivationstechniken, denen wir im Alltag ausgesetzt sind.<\/p>\n<h3><strong>Die Gegenw\u00e4rtige Situation<\/strong><\/h3>\n<p>In 2003 wurden Schweizer Nichtw\u00e4hler erstmals kategorisiert (B\u00fchlmann, Freitag, &amp; Vatter, 2003). Seit 2015 gelten in der Schweiz folgende Nichtw\u00e4hlerprofile (Fatke &amp; Freitag, 2015): Es gibt die zufriedenen Desintressierten, die Inkompetenten (sehr charmant), die sozial Isolierten, die politisch Verdrossenen, die Abstimmenden und die unkonventionell Partizipierenden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"404\" height=\"275\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/chplus\/files\/2019\/09\/6typenwaehler.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1035\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/chplus\/files\/2019\/09\/6typenwaehler.jpg 404w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/chplus\/files\/2019\/09\/6typenwaehler-300x204.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 404px) 100vw, 404px\" \/><figcaption> <em>Illustriert nach der Forschung von Fatke &amp; Freitag, 2015<\/em>.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Laut easyvotes neustem Politikmonitor ist eines der gr\u00f6ssten Probleme von 15-25 J\u00e4hrigen, dass keine Partei ihren Interessen entspricht (Golder &amp; Jans, 2019). Die zunehmende Zahl von Wahlzetteln, welche ohne Parteibezeichnung abgegeben werden, l\u00e4sst sich als Wiederspieglung dieses Forschungsergebnisses deuten.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"418\" height=\"282\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/chplus\/files\/2019\/09\/wahlzettelpartei.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1041\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/chplus\/files\/2019\/09\/wahlzettelpartei.jpg 418w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/chplus\/files\/2019\/09\/wahlzettelpartei-300x202.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 418px) 100vw, 418px\" \/><figcaption>  <em>Illustriert nach<\/em> Daten des Bundesamts f\u00fcr Statistik, 2015.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Wie 2015 von Fatke und Freitag dokumentiert, spielt auch die mangelnde Kenntnis von Kandidierenden eine Rolle. Insbesondere angesichts der zunehmenden Versachlichung der Politik, k\u00f6nnte dieser Punkt bei den kommenden Wahlen noch zentraler sein. Wenn sich W\u00e4hlerInnen weder mit Parteiideologien identifizieren, noch Kenntnis von oder Vertrauen in Kandidierende haben, erscheint die Beteiligung an den Wahlen \u2013 &nbsp;aus der W\u00e4hlerperspektive \u2013 eventuell nicht sonderlich attraktiv.<\/p>\n<h3>Knackpunkt Kommunikation<\/h3>\n<p>Informationen und Geschehnisse in der Schweizer Politik werden von unseren Institutionen (den Parlamentsdiensten, der Bundeskanzlei, den Medien, NGOs, etc.) detailliert dokumentiert, aufgearbeitet und der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht. Die Berichte sind transparent und ausf\u00fchrlich, je nach Thematik, Kanton oder Anzahl der Kandidierenden jedoch \u00fcberw\u00e4ltigend. Die Beschreibungen der Sachverhalte sind zug\u00e4nglich, eine Auseinandersetzung mit ihnen allerdings oft mit grossem Aufwand verbunden. F\u00fcr viele ist der Aufwand <em>zu <\/em>gross, trotz der Bem\u00fchungen aller Beteiligten. Wie k\u00f6nnte man also diesen Aufwand weiter vermindern?<\/p>\n<h3>\u00abDer W\u00e4hler ist K\u00f6nig\u00bb?<\/h3>\n<p>Digitale Medien bieten neue Kommunikations- und Informationsm\u00f6glichkeiten. Ein gutes Beispiel dass, und <em>wie <\/em>digitale Kommunikation funktioniert, sehen wir heute unter anderem im Onlinemarketing.<\/p>\n<p>Um die Bed\u00fcrfnisse von Kunden zu kennen, werden Daten gekauft, verkauft und bis ins kleinste Detail analysiert. Von Cookie-Tracking \u00fcber Mikrofon- oder Bildschirmaufnahmen ist alles dabei und erlaubt, solange der User die \u00abTerms und Conditions\u00bb&nbsp; akzeptiert. Nun ist es nat\u00fcrlich verwerflich <em>diese<\/em> Taktiken zu nutzen, um die Interessen der Stimmbev\u00f6lkerung besser nachvollziehen zu k\u00f6nnen. H\u00f6chstens von dem Elan, mit welchem Firmen versuchen ihre Konsumenten zu verstehen k\u00f6nnte man sich inspirieren lassen. Hier kommt uns zugute, dass uns zahlreiche, ver\u00f6ffentlichte Studien zu Kommunikation, Motivation und Usability zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>In dieser Hinsicht w\u00fcrde \u00abDer Kunde ist K\u00f6nig\u00bb zum Vorbild f\u00fcr \u00abDer W\u00e4hler ist K\u00f6nig\u00bb &#8211; zumindest, was die Kommunikation betrifft. <strong>Wie will die W\u00e4hlerschaft angesprochen werden? Und wie geht man auf die W\u00fcnsche der W\u00e4hlerschaft ein, so dass informationstechnisch ein hohes Niveau aufrecht erhalten, und ein Verzerren von Tatsachen vermieden wird?<\/strong><\/p>\n<blockquote>\n<p>In den n\u00e4chsten Monaten werden wir der Beantwortung dieser Frage gemeinsam n\u00e4her kommen. <strong>Falls Du deine Gedanken zu politischer Kommunikation teilen m\u00f6chtest, kannst Du dich gerne hier zur <a href=\"https:\/\/mailchi.mp\/71c245d3a27c\/chplus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Teilnahme bei den Umfragen<\/a> anmelden. Am Montag geht es los!<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Bis dann!<\/p>\n\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n<h3>Quellen<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/303672323_Wollen_sie_nicht_konnen_sie_nicht_oder_werden_sie_nicht_gefragt_Nichtwahlertypen_in_der_Schweiz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/303672323_Wollen_sie_nicht_konnen_sie_nicht_oder_werden_sie_nicht_gefragt_Nichtwahlertypen_in_der_Schweiz<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/260696347_Die_schweigende_Mehrheit_Eine_Typologie_der_Schweizer_Nichtwahlerschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/260696347_Die_schweigende_Mehrheit_Eine_Typologie_der_Schweizer_Nichtwahlerschaft<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.politik-stat.ch\/nrw2015CHwb_de.html#WahlbetSchweiz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.politik-stat.ch\/nrw2015CHwb_de.html#WahlbetSchweiz<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/kataloge-datenbanken\/tabellen.assetdetail.261375.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/kataloge-datenbanken\/tabellen.assetdetail.261375.html<\/a><\/p>\n<p><blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"xWnT5mMQJn\"><a href=\"https:\/\/cockpit.gfsbern.ch\/de\/cockpit\/easyvote-politikmonitor-2018\/\">easyvote Politikmonitor 2018<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" title=\"&#8222;easyvote Politikmonitor 2018&#8220; &#8212; Cockpit gfs.bern AG\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" src=\"https:\/\/cockpit.gfsbern.ch\/de\/cockpit\/easyvote-politikmonitor-2018\/embed\/#?secret=xWnT5mMQJn\" data-secret=\"xWnT5mMQJn\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum die Wahlbeteiligung in der Schweiz im internationalen Vergleich eher tief liegt und inwiefern dies problematisch ist, wurde von verschiedenen Instanzen erforscht. 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