{"id":330,"date":"2015-08-30T15:28:09","date_gmt":"2015-08-30T13:28:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/closingthecleft\/?page_id=330"},"modified":"2015-08-30T15:42:11","modified_gmt":"2015-08-30T13:42:11","slug":"designforschung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/closingthecleft\/designforschung\/","title":{"rendered":"Designforschung"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: justify\">Die Position des Designs zwischen Wissenschaft und Technik<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify\">Kunst- und Wissenschaftsbilder r\u00fccken n\u00e4her zusammen und damit spielt auch das Design eine bedeutende Rolle zwischen den Disziplinen. Die Wissenschaftliche, und vor allem die medizinische Illustration als Unterkategorie des visuellen Kommunikationsdesigns, positioniert sich an dieser L\u00fccke zwischen den Disziplinen.<br \/>\nDie bildgebenden Verfahren und die Bilder allgemein sind ein wichtiges Kommunikations- und Denkmedium in der Medizin. Mittlerweile sind die technischen oder technisierten Bilder, die mittels verschiedenster Technologien in der Medizin generiert werden, ein neuer Bereich der kunstwissenschaftlichen Betrachtung geworden. Sie spielen eine wesentliche Rolle bei den \u201enonverbalen Praktiken im Wissenschaftsprozess\u201c.<br \/>\nDer Unterschied der verschiedenen Bildklassen, seien es die bildgebenden Verfahren in der Medizin, eine virtuelle 3D-Darstellung oder eine klassische Handzeichnung, liegt in den unterschiedlichen Erkenntnisinteressen. Der Mediziner sucht nach einer Diagnose, der K\u00fcnstler nach einer Vermittlungs- und Ausdrucksweise und die Disziplin der wissenschaftlichen 3D-Illustration liegt dazwischen. Sie formt zwischen K\u00fcnstler und Wissenschaftler eine neue Kategorie des Erkenntnisinteresses. Die Wissensinhalte, die in Kooperation mit einer Wissenschaftlerin transportiert werden, werden ber\u00fccksichtigt, jedoch finden sie Ausdruck in der k\u00fcnstlerischen Auseinandersetzung der Vermittlung.<br \/>\nAus den Erfahrungen, die ich w\u00e4hrend meines Masterprojektes gesammelt habe, l\u00e4sst sich der Schluss ziehen, dass die medizinische Illustration die Br\u00fccke zwischen den Wissenschaften errichtet und ma\u00dfgeblich von den jeweiligen Richtungen beeinflusst wird. Die Technik beschr\u00e4nkt das Design durch Grenzen, die durch die aktuellen technischen M\u00f6glichkeiten gezogen werden. Die Medizin in der Rolle der Naturwissenschaften erhebt Anspruch auf die inhaltliche Richtigkeit der Darstellung. Auch die Ausdrucksformen in den neuen digitalen Medien, die hier behandelt werden, begrenzen diese technisch und damit auch auf visueller Ebene. Die Visualisierungen der Technik, die in der Medizin eine interdisziplin\u00e4re G\u00fcltigkeit genie\u00dfen, f\u00fchren zu Schwierigkeiten in Ausdruck und Funktionalit\u00e4t. So ist es zum Beispiel nur unter ausf\u00fchrlicher Nachbearbeitung m\u00f6glich, Original-Daten aus CT-Aufnahmen weiter zu verwenden. Die Verwendung originaler Datens\u00e4tze und vor allem die g\u00e4ngige Praxis diese k\u00fcnstlerisch um zu setzen, verleiht dem Bild eine gef\u00e4hrliche Glaubw\u00fcrdigkeit und verschleiert den Eingriff k\u00fcnstlerischen Schaffens. Ber\u00fccksichtigt man jedoch die enge Zusammenarbeit mit den verschieden Disziplinen, kann unter subjektiven Einfl\u00fcssen bewusst ein spezifisches Erkenntnisinteresse verfolgt werden, welches durch den Designer offensiv deklariert wird. Dieser Anspruch wird in der Arbeit des Design als interdisziplin\u00e4re Br\u00fccke verortet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Position des Designs zwischen Wissenschaft und Technik Kunst- und Wissenschaftsbilder r\u00fccken n\u00e4her zusammen und damit spielt auch das Design eine bedeutende Rolle zwischen den Disziplinen. Die Wissenschaftliche, und vor allem die medizinische Illustration als Unterkategorie des visuellen Kommunikationsdesigns, positioniert sich an dieser L\u00fccke zwischen den Disziplinen. 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