{"id":221,"date":"2012-11-26T09:21:03","date_gmt":"2012-11-26T09:21:03","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/club_av\/?p=221"},"modified":"2013-09-25T09:11:08","modified_gmt":"2013-09-25T09:11:08","slug":"verleihung-des-arnold-vogt-preis-fur-museumspadagogik-an-laura-hilti","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/club_av\/2012\/11\/26\/verleihung-des-arnold-vogt-preis-fur-museumspadagogik-an-laura-hilti\/","title":{"rendered":"Verleihung des Arnold-Vogt-Preis f\u00fcr Museumsp\u00e4dagogik an Laura Hilti"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"color: #000000\">Am 19. November wurde unserer Absolventin Laura Hilti f\u00fcr ihre im FS 2012 abgeschlossene Masterthesis <a href=\"http:\/\/www.zhdk.ch\/index.php?id=40881\"><span style=\"color: #000000\">\u201eDas Museum als sozialer Raum. Eine Untersuchung zu Repr\u00e4sentation und Partizipation von Besucher\/innen in Schweizer Kunstmuseen\u201c<\/span><\/a> der Arnold-Vogt-Preis f\u00fcr Museumsp\u00e4dagogik 2012 \u00fcberreicht. Die Verleihung fand an der HTWK in Leipzig statt, an der der Namensgeber der Auszeichung, Dr. Arnold Vogt (1952-2004), von 1993 bis 2004 als Professor f\u00fcr Museumsp\u00e4dagogik lehrte. Seit 2006 lobt die Fakult\u00e4t Medien der HTWK Leipzig diesen im deutschsprachigen Raum einzigartigen Preis aus, mit dem herausragende Diplomarbeiten im Fachgebiet Museumsp\u00e4dagogik ausgezeichnet werden und der in diesem Jahr zum ersten Mal h\u00e4lftig an zwei Autorinnen vergeben wurde.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"color: #000000\">Als uns die Nachricht von der Auszeichung erreichte, war die Freude unter den Dozierenden des Studiengangs gross. Um dieser Freude sichtbaren Ausdruck zu verleihen, reiste der Schreibende \u2013 der Lauras Arbeit als Mentor begleiten durfte \u2013 nach Berlin und von dort aus weiter nach Leipzig, wo er an einer Veranstaltung teilnehmen durfte, an der unser Studiengang gleich in mehrfacher Hinsicht (re-)pr\u00e4sentiert wurde. Drei Einblicke m\u00f6gen dies illustrieren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"color: #000000\">1. Bereits in der Er\u00f6ffnungsansprache des Dekans der Fakult\u00e4t Medien der HTWK Leipzig, Prof. Dr.-Ing. Uwe Kulisch, wurde hervorgehoben, dass mit der Auszeichung f\u00fcr Laura Hiltis Studie in mehrfacher Hinsicht Neuland betreten werde: Diese sei an einer Kunsthochschule im Ausland entstanden, stamme von einer Autorin aus dem kleinsten deutschsprachigen Land, dem F\u00fcrstentum Liechtenstein, und repr\u00e4sentiere zudem in inhaltlicher Hinsicht einen innovativen Ansatz. Auch in der Laudatio von Prof. Dr. Walz \u2013 der seit 2001 die Professur f\u00fcr Theoretische und Historische Museologie an der HTWK Leipzig bekleidet und als Pr\u00e4sident der Jury amtet \u2013 wurde die Aktualit\u00e4t und Relevanz von Fragestellung und methodischem Ansatz hervorgehoben. Hier wurde bereits auf das grosse Erkenntnispotenzial hingewiesen, das die Untersuchung der (visuellen) Repr\u00e4sentation von Besucherinnen auf musealen Websites hat.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"color: #000000\">2. In ihrer mit einem Video er\u00f6ffneten Pr\u00e4sentation stellte Laura Hilti kompetent, reflektiert und anschaulich Fragestellung, Methodik und Erkenntnisse ihrer Studie vor. Besonders hervorzuheben ist aber, dass die Referentin auch explizit die bereits in den Gutachten zur Masterthesis formulierte Kritik thematisierte und die Defizite der vorliegenden Untersuchung in ausgesprochen selbst-bewusster Weise reflektierte. Auch in der angeregten Diskussion im Anschluss an ihren Vortrag, in der der Innovationsgehalt der ausgezeichneten Arbeit noch einmal deutlich unterstrichen wurde, trat Laura Hilti als ausgesprochen selbstreflexive und zugleich eigenst\u00e4ndige Autorin in Erscheinung. Sie repr\u00e4sentierte damit auf \u00fcberzeugende Weise ein zentrales Anliegen unseres Studiengangs: die Herausbildung einer profilierten, eigenst\u00e4ndigen und (selbst-)reflektierten AutorInnenschaft an der Schnittstelle der Praxen des Ausstellens und des Vermittelns.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"color: #000000\">3. Der Vortrag der zweiten Preistr\u00e4gerin, Pia Luisa Schoof, die in ihrer an der Universit\u00e4t Hamburg entstandenden Staatsexamensarbeit \u201eMuseumsp\u00e4dagogik und Kunstvermittlung&#8220; die museale Kunstvermittlung als Schnittstelle der Diskurse und Praktiken von Kunst, Kunstdidaktik und Museumsp\u00e4dagogik untersucht und insbesondere die Frage behandelt hat, in wie fern \u201eKunstvermittlung als Fortsetzung von Kunst\u201c (Eva Sturm) gedacht werden kann, machte dann auf \u00fcberraschende Art und Weise deutlich, wie pr\u00e4sent unser Studiengang an diesem Abend war. Die Preistr\u00e4gerin bezieht sich in ihrer Arbeit n\u00e4mlich in erster Linie auf die Vermittlungsarbeit der documenta 12 und der im Rahmen der Begleitforschung unter der Leitung von Carmen M\u00f6rsch erarbeiteten theoretischen Grundlagen zur Analyse der Diskurse und Praktiken der Kulturvermittlung zwischen Affirmation und Transformation. In der auf den Vortrag folgenden Diskussion wurde schnell deutlich, dass die von unserer Kollegin in zahlreichen Beitr\u00e4gen entwickelten Kategorien zur Analyse der Funktionen der Kunst- und Kulturvermittlung auf grosses Interesse stossen. Dies verstand der Schreibende gleichsam als Aufforderung, diesen Ansatz noch etwas zu erl\u00e4utern \u2013 und damit auch seine Urheberin, das von ihr geleitete Institut for Art Education und unseren Studiengang zu (re-)pr\u00e4sentieren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"color: #000000\">Die im Nachgang zur Veranstaltung gef\u00fchrten Gespr\u00e4che, u. a. mit den KollegInnen aus dem Bachelor-Studiengang Museologie der HTWK, verst\u00e4rkten bei mir den Eindruck, dass das Profil unseres Studiengangs, insbesondere die enge Verbindung zwischen den kulturellen Praxen des Kuratierens und des Vermittelns und die starke Fokussierung auf die aktuelle Theoriebildung in diesen Feldern auf grosses Interesse stiessen. Auch der Umstand, dass ich nach Abschluss der Veranstaltung von einer Absolventin der Universit\u00e4t Leipzig mit einem Masterabschluss in Kunstgeschichte angesprochen und in Bezug auf die Chancen einer Aufnahme in unseren Studiengang befragt wurde, liessen mich mit dem zufriedenen Gef\u00fchl nach Berlin zur\u00fcckreisen, dass an diesem Abend nicht nur Laura Hilti gefeiert und f\u00fcr eine hervorragende Arbeit gew\u00fcrdigt wurde, sondern dass auch unser Studiengang, seine Dozierenden, seine AbsolventInnen und sein Profil pr\u00e4sent waren und Anerkennung erfahren durften.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"color: #000000\"><em>Von Thomas Sieber<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"color: #000000\"><em>\u00a0<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"color: #000000\"><a href=\"http:\/\/www.arnold-vogt-preis.de\/Preisverl2012.html\"><span style=\"color: #000000\">Mehr Informationen zur Preisverleihung<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"color: #000000\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"color: #000000\">\n\t\t\t<div id='gallery-221-1' class='gallery gallery-221'>\n\t\t\t\t<div class='gallery-row gallery-col-3 gallery-clear'>\n\t\t\t\t\t<figure class='gallery-item col-3'>\n\t\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon '><a href='https:\/\/blog.zhdk.ch\/club_av\/files\/2012\/11\/HTWK-Leipzig_20121119_Preisverleihung_05.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"290\" height=\"290\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/club_av\/files\/2012\/11\/HTWK-Leipzig_20121119_Preisverleihung_05-290x290.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t<figure class='gallery-item col-3'>\n\t\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon '><a href='https:\/\/blog.zhdk.ch\/club_av\/files\/2012\/11\/HTWK-Leipzig_20121119_Preisverleihung_04.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"290\" height=\"290\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/club_av\/files\/2012\/11\/HTWK-Leipzig_20121119_Preisverleihung_04-290x290.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t<figure class='gallery-item col-3'>\n\t\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon '><a href='https:\/\/blog.zhdk.ch\/club_av\/files\/2012\/11\/HTWK-Leipzig_20121119_Preisverleihung_03.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"290\" height=\"290\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/club_av\/files\/2012\/11\/HTWK-Leipzig_20121119_Preisverleihung_03-290x290.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class='gallery-row gallery-col-3 gallery-clear'>\n\t\t\t\t\t<figure class='gallery-item col-3'>\n\t\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon '><a href='https:\/\/blog.zhdk.ch\/club_av\/files\/2012\/11\/HTWK-Leipzig_20121119_Preisverleihung_02.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"290\" height=\"290\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/club_av\/files\/2012\/11\/HTWK-Leipzig_20121119_Preisverleihung_02-290x290.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t<figure class='gallery-item col-3'>\n\t\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon '><a href='https:\/\/blog.zhdk.ch\/club_av\/files\/2012\/11\/HTWK-Leipzig_20121119_Preisverleihung_01.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"290\" height=\"290\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/club_av\/files\/2012\/11\/HTWK-Leipzig_20121119_Preisverleihung_01-290x290.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><!-- .gallery -->\n<\/p>\n<p><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 19. 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