{"id":289,"date":"2013-01-09T16:40:41","date_gmt":"2013-01-09T16:40:41","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/?p=289"},"modified":"2013-10-08T12:56:53","modified_gmt":"2013-10-08T12:56:53","slug":"vom-schreiben-kunstlerischer-praxis-verb-list-compilations-1967-68-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/vom-schreiben-kunstlerischer-praxis-verb-list-compilations-1967-68-2010\/","title":{"rendered":"Vom Schreiben k\u00fcnstlerischer Praxis: Verb List Compilations 1967-68 &amp; 2010"},"content":{"rendered":"<p>Die Leitfrage in vielen unterschiedlichen Projekten in die ich in den letzten Jahren involviert war, ist die, wie K\u00fcnstler\/innen \u00fcber ihre eigene Praxis sprechen. Welche Formen k\u00f6nnte ein Sprechen und Schreiben haben, das aus einer k\u00fcnstlerischen Praxis heraus entwickelt und als solches auch reflektiert wird, bzw. sich reflektiert. Diese Frage verfolge ich zum einen in selbstorganisierten Zusammenh\u00e4ngen, zum anderen im Kontext einer in den institutionellen Rahmen einer Kunsthochschule eingebetteten k\u00fcnstlerischen Forschung.<br \/>\nHier ist mir vor kurzem ein Text der Kuratorin Vanessa Ohlraun begegnet. Darin fragt sie danach, wie k\u00fcnstlerische Forschung \u00fcber k\u00fcnstlerische Praxis spricht.<sup class='footnote'><a href='#fn-289-1' id='fnref-289-1' onclick='return fdfootnote_show(289)'>1<\/a><\/sup> Vor dem Hintergrund dieser Frage stellt sie die Arbeit <em>Verb List Compilation II: Actions to Relate to Actions to Relate to Oneself<\/em> (2010) des K\u00fcnstlerduos Hadley+Maxwell vor.<sup class='footnote'><a href='#fn-289-2' id='fnref-289-2' onclick='return fdfootnote_show(289)'>2<\/a><\/sup> Die Arbeit ist eine Reaktion auf Richard Serras <em>Verb List Compilation: Actions to Relate to Oneself<\/em> (1967-68), eine Reihe von Verben die k\u00fcnstlerische Verfahrensweisen beschreiben, sowie \u00abKontexte\u00bb in denen diese angewandt werden k\u00f6nnen.<sup class='footnote'><a href='#fn-289-3' id='fnref-289-3' onclick='return fdfootnote_show(289)'>3<\/a><\/sup><br \/>\nSerra selber benutzte die Liste als Grundlage f\u00fcr eine Reihe von 16mm-Filmen. Hadley+Maxwell stellen dieser Liste eine zweite mit Begriffen aus aktuellen Pressetexten und K\u00fcnstler-\/innenstatements gegen\u00fcber. W\u00e4hrend Serras Liste vorwiegend aus Verben besteht, die eine zeitbasierte Handlung in einer materialen k\u00fcnstlerischen Praxis anweisen, besteht jene von Hadley+Maxwell aus politisch-philosophischen Abstraktionen. Die Begriffe von Hadley+Maxwells Liste sind einem Korpus von Kunstvermittlungstexten entnommen, der sich eigenen Angaben zufolge vor allem aus Einladungsmails des Kunstnetzwerks <em>e-flux<\/em> speist. In der Kombination dieser beiden Sprachen \u2013 der Studiosprache und dem Fachjargon der Kunstvermittlung \u2013 sehen Hadley+Maxwell das Potential f\u00fcr eine ad\u00e4quate Beschreibung zeitgen\u00f6ssischer k\u00fcnstlerischer Strategien: \u00abFor example, you can roll something to explore it, or crease to articulate it; you can shave to reveal something or crumple to deconstruct it.\u00bb<sup class='footnote'><a href='#fn-289-4' id='fnref-289-4' onclick='return fdfootnote_show(289)'>4<\/a><\/sup> Auch Ohlraun begreift das Ineinandergreifen und die \u00dcberlagerung dieser verschiedenen Sprachen als M\u00f6glichkeit sich ein Vokabular wiederanzueignen, \u00abthat is intrinsic to artistic practice.\u00bb<sup class='footnote'><a href='#fn-289-5' id='fnref-289-5' onclick='return fdfootnote_show(289)'>5<\/a><\/sup> K\u00fcnstlerische Praxis wird hier in einer Gleichzeitigkeit von Produktions- und Rezeptionszusammenh\u00e4ngen situiert. Grunds\u00e4tzlich problematisiert wird die Tatsache, dass k\u00fcnstlerische Praxis oft mit Hilfe einer Sprache verhandelt wird, die dieser Praxis nicht eigen ist, sondern einer anderen, namentlich der akademischen Welt entstammt.<br \/>\nSerras Verbliste erscheint hier \u2013 im Kontrast zur \u00fcberformten Metasprache der Kunstvermittlung als Ausdruck einer materialen k\u00fcnstlerischer Produktionspraxis, als Beispiel einer Sprache, die operativ mit den Dingen verbunden ist und damit nicht \u00ab\u00fcber die Dinge<em>\u00bb<\/em>, sondern vielmehr \u00abdie Dinge selbst spricht\u00bb<em>.<\/em><br \/>\nIm theoretischen Teil seiner <em>Mythen des Alltags<\/em> skizziert Roland Barthes eine solche \u00abObjektsprache\u00bb als Beispiel einer Sprache, die gegen den Mythos immun ist. Barthes w\u00e4hlt das Beispiel des Holzf\u00e4llers, der auf den Baum zu sprechen kommt, den er f\u00e4llt. W\u00e4hrend es zwischen Holzf\u00e4ller und Baum nichts als Handlung gibt, kann ihm zufolge jemand, der kein Holzf\u00e4ller ist, nur noch \u00fcber den Baum, bzw. vom Baum sprechen. Im Gegensatz zur \u00abrealen\u00bb (\u00abersten\u00bb) Sprache des Holzf\u00e4llers, k\u00f6nne die Metasprache des Nicht-Holzf\u00e4llers, nicht mehr \u00abDinge\u00bb behandeln, sondern nur noch ihre Namen.<sup class='footnote'><a href='#fn-289-6' id='fnref-289-6' onclick='return fdfootnote_show(289)'>6<\/a><\/sup><br \/>\nKann nun Richard Serras Verbliste als Beispiel einer solchen \u00abrealen\u00bb Objektsprache verstanden werden? Eine solche Deutung entspr\u00e4che zumindest den eigenen Aussagen Serras. In verschiedenen Statements \u00fcber seine Arbeit mit der Liste betont er den Status der darin enthaltenen Worte als direkt auf eine Handlung zielend.<sup class='footnote'><a href='#fn-289-7' id='fnref-289-7' onclick='return fdfootnote_show(289)'>7<\/a><\/sup> Er spricht davon, dass die Arbeit mit der Liste ihm erm\u00f6glicht habe, losgel\u00f6st von einer Haltung zur eigenen Handlung zu arbeiten, und \u00dcberlegungen, wie die Arbeit am Ende aussehen wird, zu suspendieren. \u00abSo, basically it gives you a way of proceeding with material in relation to body movement, in relation to making, that divorces from any notion of metaphor, any notion of easy imagery.\u00bb<sup class='footnote'><a href='#fn-289-8' id='fnref-289-8' onclick='return fdfootnote_show(289)'>8<\/a><\/sup> Die sprachlich verfassten Vorgaben der Verbliste verm\u00f6gen also die st\u00f6renden Bilder zu bannen und erm\u00f6glichen Serra ein unvermitteltes Verfahren mit Material. Da dieser Liste eine derartige Bedeutung zukommt hat es mich interessiert, wie sie zustande gekommen ist. Sucht man online nach der Verbliste, wird man bald auf der Website ubuweb.com f\u00fcndig, auf der Serras Liste in plain text zu finden ist.<sup class='footnote'><a href='#fn-289-9' id='fnref-289-9' onclick='return fdfootnote_show(289)'>9<\/a><\/sup> Neben der Liste in plain text findet sich hier zus\u00e4tzlich auch ein JPEG-Bild mit dem Namen \u00abserraverblist.JPG\u00bb. Zu sehen ist eine handgeschriebene Liste, die weitgehend mit der plain-text-Liste \u00fcbereinstimmt.<sup class='footnote'><a href='#fn-289-10' id='fnref-289-10' onclick='return fdfootnote_show(289)'>10<\/a><\/sup> Weitere Recherchen zeigen, dass es sich bei der handgeschriebenen Liste um ein Werk handelt, das 2011 unter dem Titel \u00abVerb List 1967-68<em>\u00bb<\/em> als Schenkung des K\u00fcnstlers an die Sammlung des <em>MoMA<\/em> \u00fcberging. Auf der <em>MoMA<\/em>-Website wird ausserdem vermerkt, dass die <em>Verb List<\/em> 1971 erstmals im K\u00fcnstlermagazin <em>Avalanche<\/em> erschienen sei.<sup class='footnote'><a href='#fn-289-11' id='fnref-289-11' onclick='return fdfootnote_show(289)'>11<\/a><\/sup> Die Liste befindet sich in einem doppelseitigen Beitrag mit der Headline \u00abRichard Serra\u00bb in der zweiten Ausgabe. Sie ist betitelt mit \u00abVerb List Compilation 1967-68\u00bb, erg\u00e4nzt mit dem Zusatz \u00abActions to relate to oneself, material, place, and process\u00bb und dem sich mir nicht erschliessenden Produktionsvermerk \u00ab(Hi Ho Silver, Edmonton, Canada)\u00bb. Auf derselben Seite wie die Liste sind drei kurze Texte abgedruckt, ein Zitat von Marcel Duchamp und ein Fragment von Dan Graham. \u00dcber die Doppelseite verteilt sind Stills von Serras Filmen mit jeweiligen verweisenden und\/oder erkl\u00e4renden Bildlegenden.<br \/>\nAuf meiner weiteren Suche stiess ich auf den Blog der nordamerikanischen K\u00fcnstlerin und Dozentin Judith Leemann.<sup class='footnote'><a href='#fn-289-12' id='fnref-289-12' onclick='return fdfootnote_show(289)'>12<\/a><\/sup> Leemann konstatiert dort eine augenf\u00e4llige \u00dcbereinstimmung zwischen Serras Verbliste und dem Klassifikationssystem von Yuichiro Koijro, das 1965 in Honolulu auf Englisch unter dem Titel \u00abForms in Japan\u00bb in Buchform erschienen war.<sup class='footnote'><a href='#fn-289-13' id='fnref-289-13' onclick='return fdfootnote_show(289)'>13<\/a><\/sup> Koijros Liste stellt einen Versuch dar, einen Katalog der in Japan zu findenden Formen zu erstellen.<sup class='footnote'><a href='#fn-289-14' id='fnref-289-14' onclick='return fdfootnote_show(289)'>14<\/a><\/sup><br \/>\nKnapp Dreiviertel der W\u00f6rter von Kojiros Liste finden sich wieder in Serras <em>Verb List<\/em>.<sup class='footnote'><a href='#fn-289-15' id='fnref-289-15' onclick='return fdfootnote_show(289)'>15<\/a><\/sup> Auch die Reihenfolge und Anordnung der Begriffe deckt sich \u00fcber weite Strecken. So, dass bei <em>Verb List<\/em> von einer direkten Bezugnahme Serras auf <em>Forms in Japan<\/em> ausgegangen werden kann.<sup class='footnote'><a href='#fn-289-16' id='fnref-289-16' onclick='return fdfootnote_show(289)'>16<\/a><\/sup><br \/>\nDie Verbliste, die den K\u00fcnstler Serra vor dem Einfluss von nicht direkt aus dem eigenen Arbeitsprozess entspringenden Bildern und Vorstellungen bewahren soll, ist selber kein direkter Ausdruck dieser Arbeitsprozesse. Sie trifft \u00abvon Aussen\u00bb auf die k\u00fcnstlerische Praxis. Es handelt sich um eine \u00dcbertragung von Begriffen eines spezifischen Diskurses in einen anderen. Auffallend ist die Tatsache, dass Serra die Quellen, auf die er sich bezieht, nicht nennt. Der Akt der \u00dcbertragung wird verschleiert.<br \/>\nDie Arbeitsweise Serras und ihre Rezeption erinnert mich an die Aussagen von Roland Barthes zum Verh\u00e4ltnis der Poesie zum Mythos. Die Dichtung ist ihm zufolge als sprachkritischer Versuch zu sehen, nicht zum Sinn der W\u00f6rter, sondern zum Sinn der Dinge selbst zu gelangen. Damit verhalte sie sich spiegelbildlich zum Mythos, der vorgebe, \u00ab\u00fcber sich selbst hinaus in ein System von Tatsachen \u00fcberzugehen\u00bb<sup class='footnote'><a href='#fn-289-17' id='fnref-289-17' onclick='return fdfootnote_show(289)'>17<\/a><\/sup>: Es sei dabei gerade ihr Widerstand, der die Poesie zur \u00abidealen Beute des Mythos\u00bb mache. Gerade die Bewegung, mit der man sich vom Mythos l\u00f6sen wolle, falle ihm bevorzugt zum Opfer. Zumindest im Feld der bildenden Kunst ist die von Barthes beschriebene Dynamik der Mythologisierung allerdings keine rein passiv erfahrene, sondern wird von K\u00fcnstler\/innen auch gerne aktiv genutzt. Vor diesem Hintergrund liesse sich Serras Liste weniger als Ausdruck einer Produktionswirklichkeit, denn als pr\u00e4zise gesetzter diskursiver Akt verstehen. Die \u00aberste Sprache\u00bb w\u00e4re hier also eine immer schon \u00abentwendete\u00bb.<br \/>\nWas Helmut Draxler f\u00fcr den Bereich der kunstfremden \u00abForschung\u00bb postuliert, muss auch f\u00fcr den Bereich des Handwerks und des praktischen Gestaltens gelten, den Serra mit seiner Liste aufruft.<sup class='footnote'><a href='#fn-289-18' id='fnref-289-18' onclick='return fdfootnote_show(289)'>18<\/a><\/sup> \u00abK\u00fcnstlerische Forschung\u00bb w\u00e4re nach Draxler dann sinnvoll, wenn sie wissenschaftlich-technische Begriffe wie etwa Labor oder Experiment nicht einfach beanspruchen w\u00fcrde, sondern \u00abwenn in der Beanspruchung auch gleichzeitig die Abgrenzung sichtbar gehalten und damit ihr spezifischer k\u00fcnstlerischer Sinn artikuliert werden k\u00f6nnte.\u00bb<sup class='footnote'><a href='#fn-289-19' id='fnref-289-19' onclick='return fdfootnote_show(289)'>19<\/a><\/sup> Wie f\u00fcr Draxler das wissenschaftlich-technische Begriffsinstrumentarium selber historisch zu situieren ist, so beschreiben auch die innerhalb einer bestimmten Tradition stehenden Begriffe von <em>Forms in Japan<\/em> das spezifisch k\u00fcnstlerische an Serras Arbeitsweise nur unzureichend.<sup class='footnote'><a href='#fn-289-20' id='fnref-289-20' onclick='return fdfootnote_show(289)'>20<\/a><\/sup> Dessen <em>Verb List<\/em> wird also erst dann verst\u00e4ndlich, wenn sie als k\u00fcnstlerische Behauptung gelesen wird, als spezifischer \u00dcbertragungsakt von einem Feld in ein anderes.<sup class='footnote'><a href='#fn-289-21' id='fnref-289-21' onclick='return fdfootnote_show(289)'>21<\/a><\/sup><\/p>\n<div class='footnotes' id='footnotes-289'>\n<div class='footnotedivider'><\/div>\n<ol>\n<li id='fn-289-1'> Vanessa Ohlraun, \u00abLetter to Janneke Wesseling\u00bb, in: Janneke Wesseling (Hg.), <em>See it Again, Say it Again. The Artist as Researcher<\/em>, Amsterdam 2011, S. 200\u2013203. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-2'> Abb. 1 <a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_01_Lucie-Kolb.png\" rel=\"lightbox[289]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-291\" alt=\"Abb_01_Lucie-Kolb\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_01_Lucie-Kolb-300x399.png\" width=\"300\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_01_Lucie-Kolb-300x399.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_01_Lucie-Kolb.png 604w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n<p>Abb. 2<br \/>\n<a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_02_Lucie-Kolb.png\" rel=\"lightbox[289]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-293\" alt=\"Abb_02_Lucie-Kolb\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_02_Lucie-Kolb-300x399.png\" width=\"300\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_02_Lucie-Kolb-300x399.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_02_Lucie-Kolb.png 604w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-3'> Z.B.: \u00abto remove\u00bb, \u00abto simplify\u00bb, \u00abto differ\u00bb, \u00abto disarrange\u00bb, \u00abto open\u00bb, \u00abto mix\u00bb, \u00abof mapping\u00bb, \u00abof location\u00bb, \u00abof context\u00bb, \u00abof time\u00bb. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-3'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-4'> Hadley+Maxwell, \u00abDear Brian and Verb List Compilations 1967-68 &amp; 2010\u00bb, in: <em>TCR<\/em>, 2011, S. 43. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-4'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-5'> Abb. 3 <a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_03_Lucie-Kolb.png\" rel=\"lightbox[289]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-295\" alt=\"Abb_03_Lucie-Kolb\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_03_Lucie-Kolb-300x399.png\" width=\"300\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_03_Lucie-Kolb-300x399.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_03_Lucie-Kolb.png 604w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n<p>Abb. 4<br \/>\n<a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_04_Lucie-Kolb.png\" rel=\"lightbox[289]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-297\" alt=\"Abb_04_Lucie-Kolb\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_04_Lucie-Kolb-300x399.png\" width=\"300\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_04_Lucie-Kolb-300x399.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_04_Lucie-Kolb.png 604w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-5'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-6'> Vgl. Roland Barthes, <em>Mythen des Alltags<\/em>, Frankfurt\/Main 2012, S. 299. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-6'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-7'> Abb. 5 <a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_05_Lucie-Kolb.png\" rel=\"lightbox[289]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-299\" alt=\"Abb_05_Lucie-Kolb\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_05_Lucie-Kolb-300x399.png\" width=\"300\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_05_Lucie-Kolb-300x399.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_05_Lucie-Kolb.png 604w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-7'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-8'> <a href=\"http:\/\/www.art21.org\/texts\/richard-serra\/interview-richard-serra-charlie-brown\">http:\/\/www.art21.org\/texts\/richard-serra\/interview-richard-serra-charlie-brown<\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-8'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-9'> <a href=\"http:\/\/www.ubu.com\/concept\/serra_verb.html\">http:\/\/www.ubu.com\/concept\/serra_verb.html<\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-9'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-10'> Einzig der Begriff \u00abof simultaneity\u00bb findet sich nur in einer (der handgeschriebenen) Liste. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-10'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-11'> <a href=\"http:\/\/www.moma.org\/explore\/inside_out\/2011\/10\/20\/to-collect\">http:\/\/www.moma.org\/explore\/inside_out\/2011\/10\/20\/to-collect<\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-11'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-12'> <a href=\"http:\/\/www.performingcraft.com\/forms-of-verb-listing\">http:\/\/www.performingcraft.com\/forms-of-verb-listing<\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-12'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-13'> Yuichiro Kojiro, <em>Forms in Japan<\/em>, Honolulu 1965. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-13'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-14'> Koijro ordnet verschiedene Verben unterschiedlichen Formen zu: \u00abForms of Unity\u00bb (\u00abof Continuation\u00bb, \u00abof Union\u00bb, \u00abof Collection\u00bb, \u00abof Arrangement\u00bb, \u00abof Enclosure\u00bb); \u00abForms of Force\u00bb (\u00abof Support\u00bb, \u00abof Curve\u00bb); \u00abForms of Adaption\u00bb (\u00abof Fluidity\u00bb, \u00abof the Natural\u00bb); \u00abForms of Change\u00bb (\u00abof Reduction\u00bb, \u00abof Twisting\u00bb, \u00abof Severing\u00bb, \u00abof Transfiguration\u00bb). <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-14'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-15'> Abb. 6 <a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_06_Lucie-Kolb.png\" rel=\"lightbox[289]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-301\" alt=\"Abb_06_Lucie-Kolb\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_06_Lucie-Kolb-300x399.png\" width=\"300\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_06_Lucie-Kolb-300x399.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_06_Lucie-Kolb.png 604w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-15'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-16'> Serras Liste beginnt mit dem Kapitel \u00abForms of Change\u00bb aus Kojiros Buch und folgt dessen Auswahl. Hier und da l\u00e4sst er ein paar Begriffe aus (\u00abof twining\u00bb, \u00abof dancing\u00bb, \u00abof shading\u00bb) und f\u00fcgt einige dazu (\u00abto open\u00bb, \u00abto mix\u00bb, \u00abto knot\u00bb, \u00abto spill\u00bb). Insgesamt kommen bei Serra 39 Begriffe neu dazu, die restlichen 69 sind aus <em>Forms in Japan<\/em>. W\u00e4hrend bei Kojiro die Verben jeweils substantiviert aufgef\u00fchrt sind, benutzt Serra meistens die Infinitivform. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-16'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-17'> Roland Barthes, <em>Mythen des Alltags<\/em> (Anm. 6), S. 283. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-17'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-18'> Abb. 7 <a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_07_Lucie-Kolb.png\" rel=\"lightbox[289]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-303\" alt=\"Abb_07_Lucie-Kolb\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_07_Lucie-Kolb-300x399.png\" width=\"300\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_07_Lucie-Kolb-300x399.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_07_Lucie-Kolb.png 604w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nAbb. 8<br \/>\n<a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_08_Lucie-Kolb.png\" rel=\"lightbox[289]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-305\" alt=\"Abb_08_Lucie-Kolb\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_08_Lucie-Kolb-300x399.png\" width=\"300\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_08_Lucie-Kolb-300x399.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_08_Lucie-Kolb.png 604w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-18'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-19'> Helmut Draxler, \u00abEine Kultur der Spaltung. K\u00fcnstlerische Forschung als Problem\u00bb, In: Vorliegende Publikation. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-19'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-20'> Abb. 9 <a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_09_Lucie-Kolb.png\" rel=\"lightbox[289]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-307\" alt=\"Abb_09_Lucie-Kolb\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_09_Lucie-Kolb-300x399.png\" width=\"300\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_09_Lucie-Kolb-300x399.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/files\/2013\/02\/Abb_09_Lucie-Kolb.png 604w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-20'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-289-21'> Bildlegende f\u00fcr Abb.1-9: Lucie Kolb, <em>Hi Ho Silver 1-9<\/em>, 2013. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-289-21'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Leitfrage in vielen unterschiedlichen Projekten in die ich in den letzten Jahren involviert war, ist die, wie K\u00fcnstler\/innen \u00fcber ihre eigene Praxis sprechen. Welche Formen k\u00f6nnte ein Sprechen und Schreiben haben, das aus einer k\u00fcnstlerischen Praxis heraus entwickelt und als solches auch reflektiert wird, bzw. sich reflektiert. Diese Frage verfolge ich zum einen in&#8230;  <a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/vom-schreiben-kunstlerischer-praxis-verb-list-compilations-1967-68-2010\/\" title=\"Read Vom Schreiben k\u00fcnstlerischer Praxis: Verb List Compilations 1967-68 &amp; 2010\">Read more &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":869,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[64555],"tags":[],"class_list":["post-289","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lucie-kolb"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/289","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/wp-json\/wp\/v2\/users\/869"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=289"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/289\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1063,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/289\/revisions\/1063"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=289"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=289"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/darstellungsformate\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=289"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}