Das Möbelhaus Pfister gibt es seit 125 Jahren. Diese Tatsache das hat zur Folge, dass dem Traditionshersteller ein Bünzli-Image angehaftet war, wie man es seinesgleichen selten findet. Um ein jüngeres, designbewusstes Publikum anzusprechen, hat Pfister das Label «Atelier Pfister» gegründet, unter dem das Möbelhaus seit 2010 eine eigene Designkollektion vertreibt.
Die ganze Linie wurde von Designerinnen und Designern aus der Schweiz erschaffen. Auf den schweizerischen Ursprung verweisen auch die Produktnamen sowie – in mehr als der Hälfte der Fälle – der Produktionsort. Kapitän des neuen Pfister Dampfers ist Kurator Alfredo Häberli, der dem Ganzen die gewisse Internationale Designnote verleiht.
Das Besondere daran: Es geht Pfister weniger um eine sofortige Steigerung des Umsatzes direkt von der Kollektion kommend, sondern vielmehr um einein Wechsel der Markenwahrnehmung. Medienstrategisch ist der Plan soweit aufgegangen. Der spannende Ansatz an diesem Produkt sehe ich darin, dass es schematisch einen Versuch aufzeigt, wie die Firmenphilosophie verändert wird, um vom Traditionsunternehmen zur Innovationskultur zu gelangen. Dabei wird marketingstrategisch die Einbindung von Social Medias stark gewichtet. Designstrategisch wird versucht aus einem Designbündnis Profit zu schlagen. Zusammen kann man Designprodukte besser verkaufen und die anfallenden Kosten teilen.
www.atelierpfister.ch
