Mehrstimmig singen

Im Unterricht hat eine Studentin gefragt, wie im schriftlichen Leistungsnachweis mit Zitaten umzugehen ist. Da wir diesen Punkt nicht weiter diskutiert haben, hier ein paar Anmerkungen dazu.

Zuerst stellt sich die Frage, warum wir in wissenschaftlichen Arbeiten überhaupt zitieren. Wozu dienen Zitate? Welchen Zweck erfüllen sie? Wann sind sie notwendig, wann überflüssig?

Erst wenn wir Antworten darauf haben, stellt sich die Frage nach dem wie, d.h. die formale Frage. Mit dem Schreiben ist es wie mit dem Design: „Form follows function.“

Umberto Eco (2005 [1977]:196) sagt zum Thema folgendes:

Es gibt zwei Arten von Zitaten: a) Man zitiert einen Text, mit dem man sich dann auseinandersetzt und den man interpretiert, und b) man zitiert einen Text zur Unterstützung der eigenen Auslegung.

Zu unterscheiden ist zwischen direkten, also wörtlichen Zitaten, indirekten Zitaten und Paraphrasen. Ein indirektes Zitat bleibt nahe am Originaltext, bindet diesen aber in die eigene Stimme ein. Also zum Beispiel so:

Umberto Eco (2005 [1977]:196) unterscheidet zwischen Zitaten, die man interpretiert, und solchen, die die eigene Argumentation unterstützen.

Eine Paraphrase hingegen entfernt sich vom Wortlaut des Originaltextes und nennt auch den Autor nicht unbedingt direkt; sie überführt das, was ein anderer gesagt hat in eigene Worte, nennt aber im Sinne der Transparenz die Quelle. Etwa so:

Gerade zu Beginn eines Hochschulstudiums verstehen viele Studierende Sinn und Zweck des Zitates nicht (siehe bspw. Kruse 2007:9ff). Dazu trägt auch eine weit verbreitete Art der Vermittlung bei: Anstatt nach der Funktion von Zitaten zu fragen, verteilen die Lehrkräfte zumeist kommentarlos umfangreiche Merkblätter und Leitfäden mit formalen Vorgaben zum wissenschaftlichen Arbeiten. Dabei wäre es ganz einfach, denn sobald wir das Warum verstehen, ergibt sich das Wie von selbst: Wir verweisen in akademischen Texten auf andere Autor/innen, weil wir nicht im leeren Raum schreiben, weil unsere Stimme sich in einen bereits singenden Chor einfügt, weil wir auf das, was andere vor uns gesagt respektive geschrieben haben, aufbauen, weil wir es diskutieren und weiterdenken (zur Funktion von Zitaten siehe bspw. auch Eco 2005 [1977]:196ff).

Quellennachweis

Eco, Umberto (2005 [1977]). Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften. C.F. Müller: Heidelberg.

Kruse, Otto (2007 [1993]). Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. Campus: Frankfurt a.M.

inhaltsskizze

Inhaltsverzeichnisvariante:

– Abstract: WIe übertragen sie ihre Designstrategie in die Marketingstrategie?

– Hauptteil 1: -Firmen skizzieren THUT / NUT&GRAT

– Hauptteil 2: Analyse

– Fazit

– Quellennachweise

– Anhang Interview

 

 

– Abstract: WIe übertragen sie ihre Designstrategie in die Marketingstrategie?

– Hauptteil 1: -Firmen skizzieren THUT / NUT&GRAT

  • Firmengeschichte „THUT & NUT&GRAT“
  • unternehmensstruktur „“
  • unternehmensstrategie/ Leitbild „“
  • Möbelbranche in der Schweiz
  • Übersicht der Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Unternehmen (Grafische Darstellung?)

– Hauptteil 2: Analyse

  • Wie sind sie zu ihrer Unternehmensstrategie gekommen?
  • Hat sie sich über die Jahre verändert? wenn Ja, aus welchem Anlass?
  • Leiten sie ihre Designstrategie aus ihrer Unternehmensstrategie ab?
  • Wie wandeln sie ihre Designstrategie in ihre Marketingstrategie ab? (Definnition der Begriffe Medien- & Marketingstrategie)
  • VERGLEICH

– Fazit: Schlüsse aus der Analyse

– Quellennachweise

– Anhang Interview