Eine kleine (50 Seiten) und kostengünstige (ca. CHF 10.-) Publikation aus dem Duden-Verlag beantwortet alle Fragen zum Verfassen von schriftlichen Arbeiten – von der Planung über die Literatursuche, das Gliedern und Schreiben bis zu den ganzen Formalien. Leicht lesbar geschrieben, mit Zwischentiteln klar strukturiert und aufgelockert mit Zitaten aus Literatur und Wissenschaft – eine lohnenswerte Investition oder ein Weihnachtswunsch, den (Gross-)Eltern sicher gerne erfüllen.
Monat: Dezember 2011
Zum Beispiel
Das Finale
Nächsten Montag findet das letzte Seminar im Modul „Designstrategien und Medienstrategien“ statt. Die Arbeitsgruppen stellen die Ergebnisse ihrer Recherchen und Interviews in einer kurzen Präsentation von maximal 10 Minuten zur Diskussion; die Darstellung mit Hilfe von Folien ist von Vorteil, aber nicht zwingend. Als Leitlinie für den Aufbau der Präsentation dienen folgende Stichworte: Fragestellung / Erkenntnisinteresse, Vorgehen, Hintergrundinfo zu Fallbeispiel, Auswertung der Interviews, (vorläufiges) Fazit und (noch) offene Fragen.
Die drei „Design-Follows“-Teilgruppen zeigen den Stand ihrer Veranstaltungsvorbereitungen und eine erste Zwischenbilanz in jeweils maximal 5 Minuten dauernden Kurzpräsentationen.
Ablauf der Schlusspräsentation vom 12.12.2011, 8.30h-10.15h, Raum SQ 504
08.30h Begrüssung und Einführung
08.35h Gruppe 1 SCHREIF
08.45h Gruppe 2 FUSE
08.55h Gruppe 3 MYLOST
09.05h Gruppe 4 THUT / NUTUNDGRAT
09.15h Diskussion Fallbeispiele
09.30h Design Follows NICOLA STÄUBLI
09.35h Design Follows COLIN SCHAELLI
09.40h Design Follows JUNIOR DESIGNER BÜRO WETTSTEIN
09.45h Diskussion Design Follows
09.55h Evaluation des Moduls
10.05h Leistungsnachweis
10.15h Ende
BLOG hoch 2
www.mylostdesign.blogspot.com
Nicola Stäubli
Wir haben unser Vorgespräch nach folgendem naheliegenden Muster aufgebaut:
- Vergangenheit: Ausbildung, Werdegang, einschlägige Erfahrungen
- Gegenwart: Profilierung, Positionierung, Fähigkeiten, Daily Business
- Zukunft: Veränderung, Weiterentwicklung, Aussichten
Da dieser Aufbau einfach zu verfolgen ist, aber auch auf einen spannenden Punkt hinläuft, werden wir dies auch für die Veranstaltung so beibehalten. Eine Gelegenheit, auf dem Stuhl heruzurutschen und sich zu räuspern bietet die Mitte des Gesprächs, wo Nicola sein Projekt „Indie Furniture“ präsentieren wird.
Eine Auswahl unserer bisherigen Erkenntnissen
Architektur studiert, doch niemals als typischer Architekt arbeiten wollen. Doch fertig studiert, da „gute Denkschule“, allgemein anwendbare Inhalte. „Reality Check“ in Architekturbüro ein Jahr. Arbeit als Velokurier nun mit mehr Prozenten als zuvor, Grundeinkommen. Foldschool aufgebaut. Alle bisherigen Projekte aus Eigeninitiative, nur eine Kooperation mit einem Hersteller wieder abgebrochen. Durch Velokurier viele Kontakte zu Fotografen, Künstlerinnen, etc.
20 % Stelle als Austellungsgestalter. Devise „als Möbeldesigner kann man kein Geld verdienen“ da Lizenzen zu gering. Deshalb kein typischer Designer wie er von der Kunsti kommt. Positionierung etwas abseits. Direkte Beziehung zum Endkunden in Projekten erprobt, weiter auszubauen. Er hat breite Fähigkeiten, Webdesign, Möbelbau, etc. Verdient bis jetzt nur wenig Geld mit seinen Produkten, 8 eight wird über den deutschen Versandhandel „Magazin“ vertrieben.

Weltbild des Interiordesign wird, wie angetönt, kritisch hinterfragt. Auf die Tatsache, dass man im Dschungel all derjenigen, die irgendein Möbel gestalten, wenig und selten viel Kohle machen kann, gibt es drei grundsätzliche Antworten.
- Der Designer spezialisiert sich auf ein anderes Themengebiet (wie Medical Devices).
- Der Designer wird extrem erfolgreich und verkauft entweder sehr viel oder sehr teuer.
- Die dritte Antwort, an der Nicola arbeitet, ist nun nicht die Naheliegenste, aber eine der Interessanteren.
Ist der herkömmliche Designer ein Glied in einer Kette, die von der ersten Idee über den Hersteller und die Zwischenhändler zum Endkunden reicht, so ist der Designer nach Nicolas Prinzip der Knotenpunkt, an dem alles zusammenläuft. Sein einschlägigstes Beispiel dafür ist nun „Indie Furniture“. Bei diesem Regal werden die Verbindungen beim Designer bezogen, welcher sie herstellen lässt und über einen eigenen Internetshop vertreibt. Die Regalbretter hingegen können jedwelche Masse haben und werden bei der lokalen Schreinerei aus regionalem Holz zugeschnitten.

Diesen Modell, das den bekannten Ablauf zu einem grossen Teil auf den Kopf stellt, aus anderen Branchen aber nicht völlig unbekannt ist, führt zu weiteren Fragen.
- Was passiert, wenn alle Designer ihre eigenen Produkte über eigene Shops vertreiben?
- Wo findet der Kunde dann SEIN Möbel?
- Kann er es ausprobieren?
- Vorausgesetzt, ein solches Produkt wird extrem erfolgreich, ist der Designer dann überfordert mit der Abwicklung und muss eine blonde Sekretärin anstellen, was schlussendlich wieder zum alten Modell führt?
- Wie viel Mitarbeit ist vom Endkunden zu erwarten?
- Wie kann dieses System mit der Niedrigpreiskonkurrenz mithalten, davon abheben?
Diese und weitere Fragen werden am folgenden Mittwoch dem 7. Dezember besprochen. Wir hoffen, das darüber auch eine Diskussion entstehen kann. Wir freuen uns auf einen bewegten Abend.



