Am 14. Dezember um sechs Uhr abends…

… offene Gesprächsrunde von etwa einer Stunde mit Colin Schälli

 

  • Einleitung
  • Vorprägung
  • ZHdK
            • Motivation
            • Einflüsse
            • Entwicklung
  • Selbständigkeit
            • Wann/wieso ein Thema?
            • Wieso alleine?
            • Startphase?
  • Netzwerke
  • Japan
  • Prozess/Arbeitsweise
  • Reputation
  • Was würdest du anders machen?
  • Möglichkeit Themen flexibel zu vertiefen

 

Eine interne Sicht mit nicht Sir Colin Farrell

Freie Vorbereitungsnotizen zum Vorgespräch mit Colin Schälli zum Thema „Der Einstieg ins eigene Business“.

Colin Schälli, geboren 1980, Hochbauzeichner bei Peter Zumthor und Industrial Designstudium an der ZHdK. Selbständig arbeitend seit 2006.

 

ZHdK Absolvent 2006

  • Mit was für Dingen hast du dich vorwiegend vor/während deinem Studium beschäftigt?
  • Was waren deine Erwartungen an das Studium?
  • Deine Träume für die Zeit danach?

Background

  • Familie?
  • Hochbauzeichner?
  • wichtige Wegweiser?

Diplomprojekt: Regalsystem für Freitag lab AG

  • Zusammenarbeit mit Firma empfehlenswert?
  • In wie fern war der Design Preis, Newcomer 2009, ein Türöffner?

Japan

  • Persönliche Weiterentwicklung?
  • Reiz/ Profit?

Selbständigkeit

  • Design Bureau Colin Schälli Switzerland/ Japan
  • Projekte: Freitag, Allegra Passuger, Atelier Pfister, Urban Reader, Hair Matters, Con.temporary furniture, …
  • Andere Mitstudenten haben noch Projekte der ZHdK Zeit auf Ihren Pages. Strategie?
  • Verstandprojekte oder Herzprojekte?
  • Der Unterschied zu anderen?
  • Türöffner/Netzwerke?
  • Finanziell?
  • Scheitern?

Medien-/Designstrategie

  • Gewichtung
  • Produkt vs. Prozess
  • Preise/Reputation/Gewinn?
  • Präsentieren/ für sich sprechen?
  • Antrieb?
  • Hype: Wieso du und nicht deine Mitstudenten?

     

    Exposé

    Design Follows lädt an drei Tagen drei Jungdesigner zu einem Abendgespräch ein. Die Gesprächsrunde ist an alle Jahrgänge des Industrial Design Departements gerichtet. Design Follows erhofft sich in diesem kleinen Rahmen intime und ehrliche Statements vonseiten des Designers und eine offene, tiefgründige Diskussion im Plenum. Gäste sind herzlich Willkommen.

    Dieses Jahr wird der Fokus der Vortragsreihe auf Schweizer Jungdesigner gelegt. Ist nicht der „Schritt danach“ ein allgegenwärtiges Fragezeichen, mit dem die Designstudenten tagtäglich konfrontiert werden? So ist den drei ausgewählten Designern gleich, dass sie alle vor Kurzem (Abschluss vor Maximum acht Jahren) ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Jedoch hat jeder von ihnen einen ganz individuellen Weg gewählt für den Berufseinstieg. Die Designer werden aufgerufen, den bis anhin bestrittenen Weg Medien-, und Designstrategisch zu reflektieren. Ebenso werden sie gebeten, Prototypen, Skizzen und wegentscheidende Dokumente des Designprozesses für die Gäste visuell sichtbar zu machen.

    Die drei Abende sind in die drei Kategorien Selbständiger, Angestellter und Quereinsteiger aufgeteilt. Wer hat nach dem Studium ein eigenes Büro gegründet, wer hat sich innerhalb einer Agentur einen Namen gemacht und wer hat nicht Industrial Design studiert, arbeitet aber auf diesem Gebiet? Design Follows ist der Meinung, dass diese Kategorisierung besonders im Querschnitt aufzeigen wird, welche Stolpersteine, welche Erfolgsgefühle oder welche Niederschläge der Designgattung Inne ist und wo individuelle Themen aufkommen können und welche Parameter jeder Entscheidung eigen ist. Es soll in die Zukunft schauend, den Designstudenten ein kleines Bild davon aufzeigen, welche Konsequenten, die jeweilige Entscheidung mit sich bringen kann und in welchem Zeitrahmen geplant werden kann. Dieser Gesprächsabend soll bewusst ein Fenster bieten, um persönlich vom Designer von Problemen, Meinungsverschiedenheiten und gegebenenfalls Auseinandersetzungen zu hören.

    Der Zeitrahmen in dem die Vortragsreihe stattfinden, beläuft sich von Mitte November bis Mitte Dezember 2011. Die Gesprächsrunde beginnt jeweils um 18:00 Uhr.

    Das Design Follows Team besteht aus sechs Industrial Designstudenten, die von der Dozentin Franziska Nyffenegger in der Planung und Umsetzung des Anlasses unterstützt werden. Jeweils eine Zweiergruppe ist die Ansprechstelle für einen Designer. Diese wird sich im Vorfeld intensiv mit dem jeweiligen Designer und dessen Hintergrund befassen und bei einem vorgängigen Standortbestimmungsgespräch mit dem Designer die spannenden Eckpunkte herhausfiltern und gemeinsam den Rahmen des Vortrages definieren. Design Follows erhofft sich, falls von Seiten des Designers Interesse vorhanden ist, gegebenenfalls einen Gegen- oder Mitspieler der Designers mit einzuladen, und damit die Interdisziplinäre Besonderheit dieses Arbeitsfeldes aufzuzeigen. Bei diesem Aufeinandertreffen würde eine natürliche Diskussion entstehen, die diesen Gesprächsabenden eine zusätzliche Portion Tiefe geben würden.

    Das Team wird sich an den Abenden gemeinsam um die Bereitstellung eines Apéro und der Einrichtung und Aufräumung der Örtlichkeiten kümmern. Die Vortragsreihe ist für den Klassenverband obligatorisch.

    Zur Bestimmung der einzuladenden Gäste wurde im sechsköpfigen Design Follows Team eine offene Recherche der mögichen Kanditaten gestartet, danach kristalisierten sich mittels einer Vorschlagerunde (zu verfolgen unter blog.zhdk.ch/designstrategien) die interessanten Designer und mögliche Gäste klar heraus.

    Angefragt mit einer positiven Antwort wurde:

    – Colin Schälli, Selbstständiger, Industrial Design ZHdK 2006

    – Nicola Stäubli, Quereinsteiger, Architektur ETHZ 2004

    – Manuel Summermatter, Industrial Design ZHdK 2009,  und Agnes Ögren vom Studio Hannes Wettstein

    Medienstrategisch will Design Follows mit direktem Kontakt zu den Gästen eine hohe Erscheinungsquote erreichen. Man wird die Klassen mündlich über den Anlass informieren. Des weiteren wird diese Mobilisierungsstrategie unterstützt durch eine Zusammenarbeit mit der Gruppe 3, wobei ein Konzept für Flyer, Plakat und Mund zu Mund Werbung realisiert wird.

    Der erste Anlass mit den Gästen vom Studio Hannes Wettstein findet am 22.11. 2011 um 18:00 Uhr statt.

    Ergänzend, wer soll kommen?

    Juniordesigner

     

    Nico Spinelli

    … Diplomjahrgang 2007 ZhdK, Mitarbeiter bei Tribecraft, Zürich

     

    Nachfragen bei…

    – Greutmann Bolzern Designstudio, 5 Mitarbeiter, Namen unbekannt

    – Christoph Marchand Design, 5 Mitarbeiter, Namen unbekannt

    – Atelier Öi, rund 20 Mitarbeiter, Namen unbekannt

     

    Selbstständig

     

    Sibylle Stöckli

    …. (*1979) studierte an der Ecole cantonale d’art de Lausanne ECAL wo sie 2004 ihren Abschluss machte. Nach Praktika in London und Zürich machte sie sich 2005 in Lausanne als Produktdesignerin selbständig. Unter dem Label «Louise blanche» kreiert sie Textilobjekte. 2005 erhielt sie den Eidgenössischen Förderpreis für Design. Quelle: Atelier Pfister

     

    Fulguro

    … nennt sich das Studio der Desinger Yves Fidalgo (*1976) und Cédric Decroux (*1976). Beide studierten Industrial Design an der Ecole cantonale d’art de Lausanne ECAL. Mit ihrem 2001 in Lausanne gegründeten Studio sind sie in verschiedensten Bereichen wie Möbel- und Produktdesign, Grafik, Ausstellungsdesign und Kunst tätig. Quelle: Atelier Pfister

     

    Nicolas Le Moigne

    … (*1979), gebürtiger Franzose, kam als Kind in die Schweiz. Er studierte Produktdesign an der Ecole cantonale d’art de Lausanne ECAL. Schon während dem Studium wurden Entwürfe von ihm erfolgreich produziert. 2007 eröffnete er sein Designstudio in Lausanne. Quelle: Atelier Pfister

     

    Was wollen wir, wie wollen wir es und wann wollen wir es.

    Donnerstag, 6. Oktober 2011_

    In diesem Jahr soll Design Follows eine Einheit bilden und im Ganzen als Trilogie verstanden werden. Zu sechst suchen wir nach gemeinsamen Nennern und Ergänzungen und stehen uns gegenseitig kritisch zur Seite.

    Design Follows wird jeden abend einen unserer Meinung spannenden Designer/Designerin ins Zentrum des Interessens stellen. Er oder sie wird geleitet durch unsere Moderation anhand eines Fallbeispieles den Designprozess eines ausgewählten Produktes durchlaufen und erläutern.

    Ergänzend wollen wir versuchen jeweils eine Person, die den Designer bewusst oder unbewusst beeinflusst, als Gegenstück einzuladen. Mit welchen Persönlichkeiten kommt ein Designer während seines Schaffens in Berühung? Dies kann der Hersteller, der Vertreiber oder Verkäufer des Produktes sein aber auch ein Designkritiker, ein Designjournalist, ein Ingenieur, ein Gallerist oder der kleinere oder grössere Konkurrent des Designers.

     

    Die weiteren Vorgehensschritte sehen wie folgt aus:

    1. Vorschlagerunde der einzuladenden Designer im Blog

    2. Diskussion, Entscheid und Anfrage

    3. Pendant suchen und anfragen

    4. Termin festlegen, Örtlichkeit bestimmen, Werbung

    5. Vorgespräche

    Jeweils am Donnerstag über Mittag ist Gruppensitzung.

    Tomas Kral

    Wie verwandelt man ein banales Ausgangsmaterial wie Industrieglas in etwas Begehrenswertes und Luxuriöses?

    Der an der Ecole cantonale d’art de Lausanne (ECAL) ausgebildete Designer Thomas Kral liebt das Experiment mit Materialien. Er scheut nicht davor zurück, gegen ein traditionelles Verständnis von Handwerk zu arbeiten. Seine Design-Strategien sind stets überraschend, humorvoll und mit einem Augenzwinkern versehen. Auch seine Luxusobjekte (im Masterprogramm «Luxury Design» in Genf entstanden) bleiben erstaunlich erfrischend alltagstauglich.

    www.tomaskral.ch

    www.swissdesignawards.ch

    Vitra

    Einen anderen Weg als Pfister, aber mit dem gleichen Ziel – die Markenwahrnehmung zu ändern und zu stärken – geht die schweizerische Möbelfirma Vitra. Auch sie möchte ihren Kundenkreis erweitern und greift marketingstrategisch auf ähnliche Medien zurück. Via Facebook wird ein Factory Sale angekündigt, der durch seine Einzigartigkeit für Aufsehen sorgt. Ich sehe darin ein Beispiel für Guerilla Marketingstrategien par excellence. Daneben sucht Vitra designstrategisch schon jahrelang die Zusammenarbeit mit renommierten Designern, lässt sich von aufstrebenden Architekten einen Firmencampus bauen und lässt Touristen dank einem Designmuseum zu sich kommen.

    Kultur als Basis des Wirtschaftens

     

    Atelier Pfister

    Das Möbelhaus Pfister gibt es seit 125 Jahren. Diese Tatsache das hat zur Folge, dass dem Traditionshersteller ein Bünzli-Image angehaftet war, wie man es seinesgleichen selten findet. Um ein jüngeres, designbewusstes Publikum anzusprechen, hat Pfister das Label «Atelier Pfister» gegründet, unter dem das Möbelhaus seit 2010 eine eigene Designkollektion vertreibt.

    Die ganze Linie wurde von Designerinnen und Designern aus der Schweiz erschaffen. Auf den schweizerischen Ursprung verweisen auch die Produktnamen sowie – in mehr als der Hälfte der Fälle – der Produktionsort. Kapitän des neuen Pfister Dampfers ist Kurator Alfredo Häberli, der dem Ganzen die gewisse Internationale Designnote verleiht.

    Das Besondere daran: Es geht Pfister weniger um eine sofortige Steigerung des Umsatzes direkt von der Kollektion kommend, sondern vielmehr um einein Wechsel der Markenwahrnehmung. Medienstrategisch ist der Plan soweit aufgegangen. Der spannende Ansatz an diesem Produkt sehe ich darin, dass es schematisch einen Versuch aufzeigt, wie die Firmenphilosophie verändert wird, um vom Traditionsunternehmen zur Innovationskultur zu gelangen. Dabei wird marketingstrategisch die Einbindung von Social Medias stark gewichtet. Designstrategisch wird versucht aus einem Designbündnis Profit zu schlagen. Zusammen kann man Designprodukte besser verkaufen und die anfallenden Kosten teilen.

    www.atelierpfister.ch

    Interview mit CEO Meinrad Fleischmann