Eine interne Sicht mit nicht Sir Colin Farrell

Freie Vorbereitungsnotizen zum Vorgespräch mit Colin Schälli zum Thema „Der Einstieg ins eigene Business“.

Colin Schälli, geboren 1980, Hochbauzeichner bei Peter Zumthor und Industrial Designstudium an der ZHdK. Selbständig arbeitend seit 2006.

 

ZHdK Absolvent 2006

  • Mit was für Dingen hast du dich vorwiegend vor/während deinem Studium beschäftigt?
  • Was waren deine Erwartungen an das Studium?
  • Deine Träume für die Zeit danach?

Background

  • Familie?
  • Hochbauzeichner?
  • wichtige Wegweiser?

Diplomprojekt: Regalsystem für Freitag lab AG

  • Zusammenarbeit mit Firma empfehlenswert?
  • In wie fern war der Design Preis, Newcomer 2009, ein Türöffner?

Japan

  • Persönliche Weiterentwicklung?
  • Reiz/ Profit?

Selbständigkeit

  • Design Bureau Colin Schälli Switzerland/ Japan
  • Projekte: Freitag, Allegra Passuger, Atelier Pfister, Urban Reader, Hair Matters, Con.temporary furniture, …
  • Andere Mitstudenten haben noch Projekte der ZHdK Zeit auf Ihren Pages. Strategie?
  • Verstandprojekte oder Herzprojekte?
  • Der Unterschied zu anderen?
  • Türöffner/Netzwerke?
  • Finanziell?
  • Scheitern?

Medien-/Designstrategie

  • Gewichtung
  • Produkt vs. Prozess
  • Preise/Reputation/Gewinn?
  • Präsentieren/ für sich sprechen?
  • Antrieb?
  • Hype: Wieso du und nicht deine Mitstudenten?

     

    Jetzt wird gewurstet! – Interview 1

    Interview 1 mit Urban Würsch

    • Du hast vor nicht all zu langer Zeit (2009) an der ZhdK den Studiengang Industrial Design abgeschlossen, wie bist du zur Localglobe GmbH gekommen?
    • Was ist dazwischen in deiner Laufbahn als Designer passiert?
    • Was ist die Ambition, sich einer von vermutlich designtechnisch eher unerfahrenen Wirtschaftsstudenten (Patrick Zanini und Marco Müller) entwickelten Markstrategie anzuschliessen?
    • Nach deiner Schneiderlehre hast du in Holland und London diverse Praktikas gemacht, wieso danach El Salvador?
    • Welchen Anteil hattest du an der Auswahl der Produktionsstätte in El Salvador?
    • Inwiefern kannst du diese Produktionsabläufe durch deine Designs beeinflussen?
      Bestimmt dein Design die Produktion oder die Produktion dein Design?
    • Wie läuft die Kommunikation mit der Produktionsstätte?
    • Zu welchem Anteil kannst du die Materialien für deine Designs selber mitbestimmen?
    • Zu welchem Teil fliesst dann das Design in die ganze Grundidee der Localglobe GmbH ein? Stehen deine Entwürfe im Mittelpunkt oder geht es vielmehr um die Vermittlung der Idee, ein Fairtrade-Produkt zu verkaufen, welches zudem nachhaltig produziert wird?
    • Welche Rolle spielen Investoren nebst Käufern? Haben sich deine Taschen bei Schreif bereits etabliert?
    • Wie siehst du die zukünftige Entwicklung von Marken wie Schreif? Welchen Wert werden sie auf dem Designmarkt haben und können sie sich auch über längere Zeit beweisen?
    • Wie sieht deine persönliche Zukunft als Hausdesigner von Schreif aus? Hast du parallel auch eigene Pläne?

    Mehrstimmig singen

    Im Unterricht hat eine Studentin gefragt, wie im schriftlichen Leistungsnachweis mit Zitaten umzugehen ist. Da wir diesen Punkt nicht weiter diskutiert haben, hier ein paar Anmerkungen dazu.

    Zuerst stellt sich die Frage, warum wir in wissenschaftlichen Arbeiten überhaupt zitieren. Wozu dienen Zitate? Welchen Zweck erfüllen sie? Wann sind sie notwendig, wann überflüssig?

    Erst wenn wir Antworten darauf haben, stellt sich die Frage nach dem wie, d.h. die formale Frage. Mit dem Schreiben ist es wie mit dem Design: „Form follows function.“

    Umberto Eco (2005 [1977]:196) sagt zum Thema folgendes:

    Es gibt zwei Arten von Zitaten: a) Man zitiert einen Text, mit dem man sich dann auseinandersetzt und den man interpretiert, und b) man zitiert einen Text zur Unterstützung der eigenen Auslegung.

    Zu unterscheiden ist zwischen direkten, also wörtlichen Zitaten, indirekten Zitaten und Paraphrasen. Ein indirektes Zitat bleibt nahe am Originaltext, bindet diesen aber in die eigene Stimme ein. Also zum Beispiel so:

    Umberto Eco (2005 [1977]:196) unterscheidet zwischen Zitaten, die man interpretiert, und solchen, die die eigene Argumentation unterstützen.

    Eine Paraphrase hingegen entfernt sich vom Wortlaut des Originaltextes und nennt auch den Autor nicht unbedingt direkt; sie überführt das, was ein anderer gesagt hat in eigene Worte, nennt aber im Sinne der Transparenz die Quelle. Etwa so:

    Gerade zu Beginn eines Hochschulstudiums verstehen viele Studierende Sinn und Zweck des Zitates nicht (siehe bspw. Kruse 2007:9ff). Dazu trägt auch eine weit verbreitete Art der Vermittlung bei: Anstatt nach der Funktion von Zitaten zu fragen, verteilen die Lehrkräfte zumeist kommentarlos umfangreiche Merkblätter und Leitfäden mit formalen Vorgaben zum wissenschaftlichen Arbeiten. Dabei wäre es ganz einfach, denn sobald wir das Warum verstehen, ergibt sich das Wie von selbst: Wir verweisen in akademischen Texten auf andere Autor/innen, weil wir nicht im leeren Raum schreiben, weil unsere Stimme sich in einen bereits singenden Chor einfügt, weil wir auf das, was andere vor uns gesagt respektive geschrieben haben, aufbauen, weil wir es diskutieren und weiterdenken (zur Funktion von Zitaten siehe bspw. auch Eco 2005 [1977]:196ff).

    Quellennachweis

    Eco, Umberto (2005 [1977]). Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften. C.F. Müller: Heidelberg.

    Kruse, Otto (2007 [1993]). Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. Campus: Frankfurt a.M.

    inhaltsskizze

    Inhaltsverzeichnisvariante:

    – Abstract: WIe übertragen sie ihre Designstrategie in die Marketingstrategie?

    – Hauptteil 1: -Firmen skizzieren THUT / NUT&GRAT

    – Hauptteil 2: Analyse

    – Fazit

    – Quellennachweise

    – Anhang Interview

     

     

    – Abstract: WIe übertragen sie ihre Designstrategie in die Marketingstrategie?

    – Hauptteil 1: -Firmen skizzieren THUT / NUT&GRAT

    • Firmengeschichte „THUT & NUT&GRAT“
    • unternehmensstruktur „“
    • unternehmensstrategie/ Leitbild „“
    • Möbelbranche in der Schweiz
    • Übersicht der Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Unternehmen (Grafische Darstellung?)

    – Hauptteil 2: Analyse

    • Wie sind sie zu ihrer Unternehmensstrategie gekommen?
    • Hat sie sich über die Jahre verändert? wenn Ja, aus welchem Anlass?
    • Leiten sie ihre Designstrategie aus ihrer Unternehmensstrategie ab?
    • Wie wandeln sie ihre Designstrategie in ihre Marketingstrategie ab? (Definnition der Begriffe Medien- & Marketingstrategie)
    • VERGLEICH

    – Fazit: Schlüsse aus der Analyse

    – Quellennachweise

    – Anhang Interview

     

     

     

    Fuse Project_ausgefragt

    „Interview-Strategie“ bei Fuse Project

    Wir planen kein persönliches Interview mit Yves Behar. Dies aufgrund der Distanz (San Francisco) und vieler bestehender Interviews mit ihm.

    Vorgehen:

    • Analyse der bestehenden Interviews in Bezug auf unsere Fragestellungen
    • Vergleich der Interviews in Bezug auf unsere Fragestellung und abweichende Antworten
    • Interview per E-Mail

    Vor- und Nachteile von E-Mail-Interviews:

    pro

    • Beantwortungszeitpunkt kann selbst gewählt werden
    • Antworten sind bereits schriftlich ausformuliert
    • keine Fragen werden vergessen
    • geringe Hemmschwelle

    neutral

    • Antworten sind gut überlegt

    contra

    • max 6-7 offene Fragen zumutbar
    • erschwertes Nachfragen
    • E-Mail-Flut – es wird vielleicht vergessen
    • kein persönlicher Eindruck

    Wir sehen dies als einen spannenden Versuch, behalten es uns aber vor, Yves Behar trotzdem via Skype zu kontaktieren, sollte es nicht „fruchten“ oder unsere Fragen nicht beantwortet werden.

     

    Schreif gestreift

    Das Vorgehen:

    • Interview mit Urban Würsch (Designer Schreif)
    • Interview mit Patrick Zanini und Marco Müller, den beiden Gründern von Localglobe GmbH
    • Evt. Quervergleich zu anderen Recycling-Designern mittels vermitteltem Auftritt
    • Gespräch mit Franziska Marxer
    • Fachartikel Recherchen

    Fadenschlag

    Die Gruppe Vier nimmt die die beiden Möbelunternehmen Thut und Nut & Grat unter die Lupe. Folgendermassen wollen wir vorgehen:

    • Interviewtermin abmachen (in den nächsten zwei, max. drei Wochen)
    • Thut: Angie und Annina. Wir fragen den Designer Beni Thut für das Interview an. Falls B. keine Zeit wenden wir uns weiter an Dani Thut (Betriebsleiter). Interviewdauer: halbe Stunde
    • Nut & Grat: Alle drei, Livia: Interviewlead, Annina: Unterstützung, Angie: Eindruck Unternehmen, Fotografien.
    • Aufnahmegerät organisieren.
    • Interviewstruktur: Einstieg –> herausfordender Mittelteil–>“versöhnlicher“ Abschluss –> Faktenabfrage (Merke: Naivität bewahren, herausfordern, sprich sie, sich selbst relativieren lassen)
    • Jedes Gruppenmitglied schreibt die spannendsten Fragen für sich auf. Aus diesem Fragenkatalog/sammelsorium heraus definieren wir unsere def. Interviewfragen.