Streift Schreif die Nachhaltigkeit nur?

Nachhaltigkeit ist ein grosses Thema unserer Zeit. Viele rühmen sich damit, doch nicht bei allen ist klar wie nachhaltig sie wirklich sind.

Schreif ist für uns eine Ideale Marke um uns mit diesem Thema auseinander zu setzen. Sie ist jung und bereits eine von vielen in diesem Gebiet, was es interessant macht, heraus zu finden wie man sich in diesem Gebiet noch behaupten kann und welche Marketingstrategien man anwenden muss, um Aufmerksamkeit und Einzigartigkeit zu erhalten.

Was bedeutet für die junge Marke Schreif mit ihren Produkten aus Recycling- und Naturmaterial Nachhaltigkeit?
Geht die Rechnung  mit Produktion in Zentralamerika ökologisch auf?
Wie fliesst das Thema in die Entwicklung mit ein? Welche Rolle spielt das Design an sich?
Was ist im Vordergrund: Menschen zu helfen, oder der Natur zu helfen?
Wie kommunizieren sie ihre Absicht nach aussen? Wie wird die Idee vermarktet?
Wen wollen sie damit ansprechen? Welche Rolle spielen Investoren im ganzen Gefüge?

Wie lässt sich Schreif mit anderen „Ökodesignern“ vergleichen? Lohnt es sich auf den „Freitag-Zug“ aufzuspringen?
Wie hebt sich Schreif von ihnen ab?

WIRD EINE IDEE/KONZEPT/HALTUNG ODER EIN DESIGNOBJEKT VERKAUFT?

Design Follows: Das erwartet euch!

Drei Podiumsdiskussionen, drei Einblicke in die Arbeit von jungen Schweizer Designern. Design Follows soll aufzeigen, was die Studenten nach dem Abschluss erwarten kann, welche Chancen und Stolpersteine sie erwarten. Aus unserem eigenen Interesse an den Perspektiven, die uns das Studium in Industrial Design bietet, versuchen wir Klarheit über verschiedene Möglichkeiten zu schaffen. Zwei Angestellte, ein Selbstständiger und ein Quereinsteiger berichten über Ihre Erfahrungen in der Berufswelt und stellen die Ziele und Strategien Ihrer Designkarriere vor.

Ausgangslage:
Junge Designer, die seit relativ kurzer Zeit in der freien Marktwirtschaft tätig sind und die Ausbildung noch nicht lange abgeschlossen haben.
Drei verschiedene Karrierewege oder Strategien, um sich in der Arbeitswelt durchzusetzen.
Ähnliche Ausbildungshintergründe, aber unterschiedliche Erfahrungen und Ziele.

Ziele:
Eindrücke zum Einstieg in die Berufswelt und das Designgeschäft durch drei verschiedene Perspektiven.
Vergleich der Möglichkeiten, Risiken, Vor- und Nachteile von verschiedenen Strategien und Ausgangslagen.
Welche Erfahrungen wurden gesammelt mit Produzenten und Herstellern, welche Position nimmt der Designer ein, welche Rolle spielt der Status in der Zusammenarbeit?
Verschiedene Strategien im Design und im Umgang mit der Öffentlichkeit und den Medien diskutieren.
Abwägen der Ziele, Motive und Beweggründe für die Entscheidung zu einem gewissen Karriereweg (also Selbstständig, Angestellt oder auf Umwegen über eine andere Branche)
Erörtern der weiteren Erwartungen, Hoffnungen und Befürchtungen der Designer. Wo wollen die Gäste in Ihrer weiteren Karriere hin, wie sind die Perspektiven, wo sehen sie sich in 5/10/20 Jahren?

Vorgehen:
Diskussion der genannten Ausgangslagen und Ziele mit den jeweiligen Gästen
Anhand von Arbeitsbeispielen und Projekten der Gäste werden Zusammenhänge zu den jeweiligen Strategien und Karrierewegen gesucht, Vor- und Nachteile können diskutiert werden (in Bezug auf Abhängigkeiten und Freiheiten, Sicherheit und Risiko, etc.)
Die Entscheidungen der Gäste werden hinterfragt. Was würden die Jungdesigner heute anders machen? Welche Entscheidungen waren richtig und Bedeutend in Ihrer Karriere? Welche Ratschläge würden die Designer den Studenten geben? Welche möglichen Warnungen oder Vorsichtsmassnahmen gibt es?

Wir freuen uns auf drei informative und spannende Abende mit unseren Gästen!

Für die Design Follows Reihe sind zwei weitere Gäste bestätigt!

Manuel Summermatter und Agnes Ögren vom Studio Hannes Wettstein werden uns als Jungdesigner in einer Festanstellung / Junior Designer über den Berufseinstieg erzählen. Dies wird voraussichtlich am 22. 11. ’11 stattfinden (wird noch definitiv bestätigt).

„established“ vs. „new comer“

„Established“ vs. „New comer“ – 2 schweizer Firmen im Vergleich

THUT vs. NUT & GRAT

Wir wollen die beiden Schweizer Firmen Thut und Nut & Grat unter die Lupe nehmen  und ihr Auftreten und Ihre Handschrift vergleichen.

Warum diese Firmen?

  • Beide sind Schweizer Firmen mit einem Familienhintergrund
  • Ihre Grösse  ist miteinander  vergleichbar
  • „In house“ und externe Produktion
  • Internes Design
Was wollen wir herausfinden?
  • Was ist ihre Handschrift?
  • Wie definiert die Formensprache die Handschrift der Firma?
  • Zieht sich die Handschrift durch einzelne Produkte oder werden Kollektionen geschaffen?
  • Was ihr Konzept?
  • Wie gehen sie ein Design an?
  • Wer ist ihr Zielpublikum?
  • Wie ist ihr Auftreten in der Öffentlichkeit? ( Homepage, Werbung, Messen)
  • Müssen sich „New Comer“ wie Nut&Grat für ihr Auftreten mehr einfallen lassen als etablierte Firmen? Oder müssen sich etablierte Firmen wie Thut immer wieder neu „erfinden“?
  • Wer ist frischer? Oder ist die „Frische“ an ihr Konzept und Handschrift gebunden?
  • Wie gehen sie eine Neulancierung eines Produktes oder Kollektion an?
  • Einzelanfertigungen auf Kundenwunsch? Warum wählen die Kunden gerade sie aus?

Das Vorhaben vorstellen

Im nächsten Seminar vom 31. Oktober stellen die vier Arbeitsgruppen ihre Fallbeispiele vor, dies ausgehend von einem Exposé zu ihrem Vorhaben:

  1. Erkenntnisinteresse: Was wollen wir herausfinden?
  2. Zugang: Welche Unterfragen könnten wir stellen?
  3. Methodik: Wie könnten wir vorgehen, um Antworten zu finden?

Arbeitstitel nicht vergessen!

Die Gruppe „Design Follows“ präsentiert das Konzept der geplanten Veranstaltungsreihe und die geladenen Gäste, dies mit besonderem Augenmerk auf die Medien-/Werbestrategie: Für welche Strategie hat sich die Gruppe entschieden? Mit welchen Mitteln wird die Strategie umgesetzt?

Exposé

Design Follows lädt an drei Tagen drei Jungdesigner zu einem Abendgespräch ein. Die Gesprächsrunde ist an alle Jahrgänge des Industrial Design Departements gerichtet. Design Follows erhofft sich in diesem kleinen Rahmen intime und ehrliche Statements vonseiten des Designers und eine offene, tiefgründige Diskussion im Plenum. Gäste sind herzlich Willkommen.

Dieses Jahr wird der Fokus der Vortragsreihe auf Schweizer Jungdesigner gelegt. Ist nicht der „Schritt danach“ ein allgegenwärtiges Fragezeichen, mit dem die Designstudenten tagtäglich konfrontiert werden? So ist den drei ausgewählten Designern gleich, dass sie alle vor Kurzem (Abschluss vor Maximum acht Jahren) ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Jedoch hat jeder von ihnen einen ganz individuellen Weg gewählt für den Berufseinstieg. Die Designer werden aufgerufen, den bis anhin bestrittenen Weg Medien-, und Designstrategisch zu reflektieren. Ebenso werden sie gebeten, Prototypen, Skizzen und wegentscheidende Dokumente des Designprozesses für die Gäste visuell sichtbar zu machen.

Die drei Abende sind in die drei Kategorien Selbständiger, Angestellter und Quereinsteiger aufgeteilt. Wer hat nach dem Studium ein eigenes Büro gegründet, wer hat sich innerhalb einer Agentur einen Namen gemacht und wer hat nicht Industrial Design studiert, arbeitet aber auf diesem Gebiet? Design Follows ist der Meinung, dass diese Kategorisierung besonders im Querschnitt aufzeigen wird, welche Stolpersteine, welche Erfolgsgefühle oder welche Niederschläge der Designgattung Inne ist und wo individuelle Themen aufkommen können und welche Parameter jeder Entscheidung eigen ist. Es soll in die Zukunft schauend, den Designstudenten ein kleines Bild davon aufzeigen, welche Konsequenten, die jeweilige Entscheidung mit sich bringen kann und in welchem Zeitrahmen geplant werden kann. Dieser Gesprächsabend soll bewusst ein Fenster bieten, um persönlich vom Designer von Problemen, Meinungsverschiedenheiten und gegebenenfalls Auseinandersetzungen zu hören.

Der Zeitrahmen in dem die Vortragsreihe stattfinden, beläuft sich von Mitte November bis Mitte Dezember 2011. Die Gesprächsrunde beginnt jeweils um 18:00 Uhr.

Das Design Follows Team besteht aus sechs Industrial Designstudenten, die von der Dozentin Franziska Nyffenegger in der Planung und Umsetzung des Anlasses unterstützt werden. Jeweils eine Zweiergruppe ist die Ansprechstelle für einen Designer. Diese wird sich im Vorfeld intensiv mit dem jeweiligen Designer und dessen Hintergrund befassen und bei einem vorgängigen Standortbestimmungsgespräch mit dem Designer die spannenden Eckpunkte herhausfiltern und gemeinsam den Rahmen des Vortrages definieren. Design Follows erhofft sich, falls von Seiten des Designers Interesse vorhanden ist, gegebenenfalls einen Gegen- oder Mitspieler der Designers mit einzuladen, und damit die Interdisziplinäre Besonderheit dieses Arbeitsfeldes aufzuzeigen. Bei diesem Aufeinandertreffen würde eine natürliche Diskussion entstehen, die diesen Gesprächsabenden eine zusätzliche Portion Tiefe geben würden.

Das Team wird sich an den Abenden gemeinsam um die Bereitstellung eines Apéro und der Einrichtung und Aufräumung der Örtlichkeiten kümmern. Die Vortragsreihe ist für den Klassenverband obligatorisch.

Zur Bestimmung der einzuladenden Gäste wurde im sechsköpfigen Design Follows Team eine offene Recherche der mögichen Kanditaten gestartet, danach kristalisierten sich mittels einer Vorschlagerunde (zu verfolgen unter blog.zhdk.ch/designstrategien) die interessanten Designer und mögliche Gäste klar heraus.

Angefragt mit einer positiven Antwort wurde:

– Colin Schälli, Selbstständiger, Industrial Design ZHdK 2006

– Nicola Stäubli, Quereinsteiger, Architektur ETHZ 2004

– Manuel Summermatter, Industrial Design ZHdK 2009,  und Agnes Ögren vom Studio Hannes Wettstein

Medienstrategisch will Design Follows mit direktem Kontakt zu den Gästen eine hohe Erscheinungsquote erreichen. Man wird die Klassen mündlich über den Anlass informieren. Des weiteren wird diese Mobilisierungsstrategie unterstützt durch eine Zusammenarbeit mit der Gruppe 3, wobei ein Konzept für Flyer, Plakat und Mund zu Mund Werbung realisiert wird.

Der erste Anlass mit den Gästen vom Studio Hannes Wettstein findet am 22.11. 2011 um 18:00 Uhr statt.

Ressourcen

Schreifs Materialressourcen sind hauptsächlich gebrauchte Reifenschläuche (engl. Inner Tubes) von Lastwagen, Bussen, Autos und Motorrädern, welche bei „regionalen Garagen und Schrottplätzen“ eingesammelt werden. Das Verbrennen der Reifen wird verhindert und es werden weniger Schadstoffe für die Umwelt produziert.

Das Kautschukmaterial wird mit hochwertigem Leder aus einer „lokalen Gerberei“ kombiniert.

Jedoch ist bei Schreif nicht ersichtlich aus welchen regionalen oder lokalen Firmen die Materialien kommen.

Kommen die Reifen und das Leder etwa aus der Schweiz?
Ist der Grauenergiewert niedriger beim Transport des Materials nach El Salvador und zurück als die Verschmutzung der Reifen bei der Verbrennung?

Was wird genau in El Salvador produziert? Sind es fertige Taschen oder wird nur das Reifenmaterial vorbehandelt?

 

Was kommuniziert wird auf der Homepage ist:
„Die für das Innenfutter gebrauchten Baumwollstoffe werden alle in El Salvador hergestellt.“ Klingt doch sehr Nachhaltig im Sinne von gebrauchte Materialien verwenden, was bis anhin auch immer die Rede war. Jedoch wenn man es genau liest werden die Baumwollstoffe nur für das Innenfutter gebraucht.

Das erste Mal wird gesagt, wo und was hergestellt wird. Nämlich, dass in El Salvador Baumwollstoffe für das Innenfutter hergestellt werden.

Weiter schreibt Schreif: “Die aktuelle Schreif-Kollektion ist mit karierten Stoffen ausgestattet, welche üblicherweise für die Schüler-Uniformen in den Colegios verwendet werden.“ In Kombination mit dem ersten Satz könnte man fast meinen dass Schreif gebrauchte Baumwollstoffe, welche üblicherweise von Schüler-Uniformen stammen, für das Innenfutter verwendet.

 

Also Schreif verwendet karierte Stoffe von eigentlichen Schüler-Uniformen, welche in grossen Massen produziert werden. Was ziemlich sicher bedeutet dass sie noch billiger sind als die Stoffe in El Salvador ohne hin schon sind.

(Haarspalterei …!?)

Ergänzend, wer soll kommen?

Juniordesigner

 

Nico Spinelli

… Diplomjahrgang 2007 ZhdK, Mitarbeiter bei Tribecraft, Zürich

 

Nachfragen bei…

– Greutmann Bolzern Designstudio, 5 Mitarbeiter, Namen unbekannt

– Christoph Marchand Design, 5 Mitarbeiter, Namen unbekannt

– Atelier Öi, rund 20 Mitarbeiter, Namen unbekannt

 

Selbstständig

 

Sibylle Stöckli

…. (*1979) studierte an der Ecole cantonale d’art de Lausanne ECAL wo sie 2004 ihren Abschluss machte. Nach Praktika in London und Zürich machte sie sich 2005 in Lausanne als Produktdesignerin selbständig. Unter dem Label «Louise blanche» kreiert sie Textilobjekte. 2005 erhielt sie den Eidgenössischen Förderpreis für Design. Quelle: Atelier Pfister

 

Fulguro

… nennt sich das Studio der Desinger Yves Fidalgo (*1976) und Cédric Decroux (*1976). Beide studierten Industrial Design an der Ecole cantonale d’art de Lausanne ECAL. Mit ihrem 2001 in Lausanne gegründeten Studio sind sie in verschiedensten Bereichen wie Möbel- und Produktdesign, Grafik, Ausstellungsdesign und Kunst tätig. Quelle: Atelier Pfister

 

Nicolas Le Moigne

… (*1979), gebürtiger Franzose, kam als Kind in die Schweiz. Er studierte Produktdesign an der Ecole cantonale d’art de Lausanne ECAL. Schon während dem Studium wurden Entwürfe von ihm erfolgreich produziert. 2007 eröffnete er sein Designstudio in Lausanne. Quelle: Atelier Pfister