{"id":6763,"date":"2019-03-05T13:21:02","date_gmt":"2019-03-05T12:21:02","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/disabilityonstage\/?page_id=6763"},"modified":"2019-03-12T13:41:47","modified_gmt":"2019-03-12T12:41:47","slug":"deutsch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/disabilityonstage\/deutsch\/","title":{"rendered":"Deutsch"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">R\u00e4tsel der Repr\u00e4sentation: Behinderung und Dramaturgie im Jahr 2018<\/h1>\n\n\n\n<p><em>Prof. Carrie Sandahl<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Carrie Sandahl zieht eine Bilanz der letzten 20 Jahre des Behinderten-Theaters auf internationaler Ebene und identifiziert wichtige &#8222;darstellerische R\u00e4tsel&#8220; im Bereich Behinderung und Dramaturgie. Diese R\u00e4tsel sind schleierhafte, paradoxe Fragen, die sich stellen, wenn man \u00fcber Probleme nachdenkt, die speziell bei der Darstellung von Behinderung auf der B\u00fchne auftreten. Mit Beispielen, die haupts\u00e4chlich aus westlichen L\u00e4ndern stammen, thematisiert Sandahl schwierige Fragen in Bezug auf Ausbildung, Casting, Zusammenarbeit, Professionalit\u00e4t, Marketing, \u00c4sthetik, Diversit\u00e4t und Theaterkritik. Sie ermutigt Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen, die bedeutenden k\u00fcnstlerischen und wissenschaftlichen Beitr\u00e4ge anzuerkennen, die wir in der Erforschung und Praxis des Behinderten-Theaters auf diesem Gebiet leisten. So wie wir auf die &#8222;Heilung&#8220; behinderter <em>\u201e<\/em>K\u00f6rper-Geister\u201c verzichten, so sollten wir auch auf die Perspektive der L\u00f6sung des R\u00e4tsels der Darstellung verzichten.  Welchen Wert finden wir stattdessen hinsichtlich der Behinderung und der Unruhe, die unsere Pr\u00e4senz erzeugt? <\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Disabled Bodies in Discourse<\/h1>\n\n\n\n<p><em>Prof. Demis Quadri &amp; Sara Bocchini<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Teilprojekt von DisAbility on\nStage konzentriert sich auf die Erforschung eines Theaters mit Darstellern mit\nBehinderung, das auf einem physischen Theateransatz f\u00fcr B\u00fchnenpraxis und\n-gestaltung basiert. Mittels einer akademischen Voruntersuchung und eines\nTheaterworkshops zusammen mit Ensemble-Mitgliedern des Teatro Danzabile und\nMasterstudierende der Accademia Teatro Dimitri konnte f\u00fcr das Teilprojekt\nDisabled Bodies in Discourse die M\u00f6glichkeit geschaffen werden, Potenziale und\nFragen einer komplexen Verflechtung von Theorie und Praxis aufzuzeigen.\nPhysical theatre kann helfen, die Barrieren zu \u00fcberwinden, die durch verbale\nund klassifikative Ans\u00e4tze entstehen. Gleichwohl stellt sich die Frage, welche\nProbleme sich aus unterschiedlichen Erwartungen, Sensibilit\u00e4ten, Sprachen,\nStandpunkten, Interpretationen, Trainings und F\u00e4higkeiten ergeben k\u00f6nnen.\nInwieweit kann ein problematisches Ergebnis durch ein Defizit, und nicht durch\ndie Unf\u00e4higkeit, andere L\u00f6sungen zu finden, bestimmt werden?<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Freie Republik HORA \u2013 Eine interdisziplin\u00e4re Beschreibung von Probenprozessen und Publikumsreaktionen<\/h1>\n\n\n\n<p><em>Dr. Yvonne Schmidt, Nele Jahnke, Sarah Marinucci, Remo Beuggert &amp; Gianni Blumer<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Langzeit-Performance Projekt Freie Republik HORA verfolgt zwei Zielrichtungen.\nZum einen geht es um die Erprobung neuer Modelle der Arbeitsteilung, indem die\nEnsemblemitglieder des Theater HORA erstmals nicht nur als Performer*innen,\nsondern auch als Regisseur*innen t\u00e4tig sind. Zum anderen f\u00f6rdert das\nTheaterexperiment den Austausch zwischen den Zuschauenden und den\nTheaterschaffenden mit geistiger Behinderung. In der dritten Phase von Freie Republik HORA setzten sechs\nHORA Regisseur*innen ihre Regiekonzepte um. Der Vortrag fokussiert folgende\nFragen aus drei verschiedenen Perspektiven: Inwiefern wird der Regieprozess von\nden Interaktionen zwischen der Regieposition und dem Ensemble im Probenraum als\nErinnerungsraum beeinflusst? Welche Funktionen \u00fcbernehmen die Assistent*innen\nund wie werden Machtverh\u00e4ltnisse ausgelotet? Wie reagiert das Publikum und\nwelche Formate des Austausches zwischen K\u00fcnstler*innen und Publikum entstehen?<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Salon zum Verr\u00fccken<\/h1>\n\n\n\n<p><em>Prof. Georges Pfr\u00fcnder, Prof. Ulla&nbsp;Klingovsky &amp; Edwin&nbsp;Ramirez<\/em><br><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Salon sollen provozierende Fragen zum Thema <em>DisAbility on\nStage<\/em> gestellt werden. Die in den Salon hineingetragene Perspektive speist\nsich aus dem Oeuvre des Konzepts einer Critical Diversity Literacy und wird\nfragen: Was passiert hier? Wer nimmt sich Raum? Wer bleibt sprachlos? Wessen\nSprache wird wie geh\u00f6rt und erfahren? Was bleibt ungesagt? Lassen Sie sich ein,\nbeobachten Sie, greifen Sie ein, verr\u00fccken Sie mit uns die Perspektiven.<\/p>\n\n\n\n<p>Salon wird impulsiert von: Ulla Klingovsky, Edwin Ramirez, Georges\nPfr\u00fcnder.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Workshop \u201cPhysical Theatre Disability\u201d<\/h1>\n\n\n\n<p><em>Laura Cant\u00f9 &amp; Daniele Zanella<\/em><br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ich&#8230;.\nPinocchio<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer hatte noch nie den Eindruck, einen\nK\u00f6rper oder zumindest einen Teil davon zu &#8222;bewohnen&#8220;, der sich nicht\nmehr wie sein eigener anf\u00fchlt? <\/p>\n\n\n\n<p>Wie in Collodis ber\u00fchmtem M\u00e4rchen will\nPinocchio ein &#8222;normales&#8220; Kind werden, und mit seiner Entschlossenheit\nund Reinheit des Geistes schafft er es, diese Ver\u00e4nderung zu erreichen, w\u00e4hrend\ner seine Zerbrechlichkeit mit L\u00fcgen verdeckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Menschen mit Behinderungen erleben\ndieses Gef\u00fchl durch h\u00f6here Gewalt und werden als zerbrechliche Kategorie\ndefiniert. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber ist es dasselbe, zerbrechlich zu\nsein wie schwach zu sein? Vielleicht auch nicht. <\/p>\n\n\n\n<p>Zu lernen, mit der eigenen Fragilit\u00e4t\numzugehen, kann zu einer St\u00e4rke, einem Mehrwert werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Entdecke die zerbrechliche Seite von\nuns selbst, ob physisch oder mental, und verwandle sie in etwas Unerwartetes,\nK\u00fcnstlerisches. <\/p>\n\n\n\n<p>Am K\u00f6rper arbeiten, die eigene\nZerbrechlichkeit hervorheben, andere Seins- und Seinsformen erleben, das\nScheinbare in das verwandeln, was es sein k\u00f6nnte. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Labor zielt darauf ab, das\nBewusstsein der Teilnehmer*innen daf\u00fcr zu sch\u00e4rfen, dass die Einbeziehung von\nK\u00fcnstler*innen mit Behinderungen in den Bereich der darstellenden K\u00fcnste eine\nBereicherung sowohl im k\u00fcnstlerischen als auch im menschlichen und sozialen\nBereich darstellt und die noch bestehenden Stereotypen \u00fcberwindet.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Freie Republik HORA \u2013 Ein Workshop<\/h1>\n\n\n\n<p><em>Nele Jahnke &amp; Gianni Blumer<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Freie Republik HORA ist ein Langzeitexperiment, in dem verschiedenste\nFormen der Macht\u00fcbergabe, der Macht\u00fcbernahme, der Entthronungen und\nEnteignungen passierten und die Frage gestellt wurde, ob es jemanden braucht\nder den \u201eAnderen\u201c sagt, wo es langgeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurden kollektive und solit\u00e4re Formen der Verantwortungs\u00fcbernahme, des\nVerhandelns und Bestimmens sowie andere Formen des Zusammenarbeitens sowohl\nausprobiert als auch untersucht, um herauszufinden, mit welchen praktischen\n\u00dcbungen (und nicht nur mittels verbalen Verhandlungen) wir uns diesen Themen\nn\u00e4hern k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gianni Blumer, Ensemblemitglied und Regisseur beim Theater HORA, und Nele Jahnke, Regisseurin und Co-K\u00fcnstlerische Leiterin vom Theater HORA, waren seit dem Beginn von Freie Republik HORA (2013) dabei und m\u00f6chten im Rahmen dieses Workshops verschiedene Verfahren aus dem Freie Republik HORA-Prozess vorstellen und diese mit den Teilnehmer*innen praktisch ausprobieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R\u00e4tsel der Repr\u00e4sentation: Behinderung und Dramaturgie im Jahr 2018 Prof. Carrie Sandahl Carrie Sandahl zieht eine Bilanz der letzten 20 Jahre des Behinderten-Theaters auf internationaler Ebene und identifiziert wichtige &#8222;darstellerische R\u00e4tsel&#8220; im Bereich Behinderung und Dramaturgie. 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