{"id":3200,"date":"2015-01-06T20:05:03","date_gmt":"2015-01-06T18:05:03","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/?p=3200"},"modified":"2016-07-26T14:52:42","modified_gmt":"2016-07-26T12:52:42","slug":"chuck-morris-feminine-fun-studies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/2015\/01\/06\/chuck-morris-feminine-fun-studies\/","title":{"rendered":"Chuck Morris: Feminine Fun Studies"},"content":{"rendered":"<p>Beitrag von Lucie Tuma, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Bachelor Theater, Vertiefung Dramaturgie, DDK und\u00a0Cecilie Ullerup Schmidt<\/p>\n<p>Chuck Morris ist ein Duo im Bereich Theorie, Choreografie und Performance. Es ist als Langzeitbeziehung \u00fcber die n\u00e4chsten 30 Jahre angelegt und bedeutet die kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Figur des Zwillings, mit dem Doppelk\u00f6rper als einer spezifischen Art des Kollektivs und mit dem Versuch, die individuelle Identit\u00e4t der K\u00fcnstlerin aufzul\u00f6sen. Mit jeder neuen Arbeit lernt das Duo etwas, das es bis anhin nicht konnte. Chuck Morris wurde 2008 am Institut f\u00fcr Angewandte Theaterwissenschaft in Giessen (D) von Cecilie Ullerup Schmidt und Lucie Tuma gegr\u00fcndet. <em>Feminine Fun Studies <\/em>ist seine dritte Arbeit.<\/p>\n<p>In <em>Feminine Fun Studies<\/em> lernt Chuck Morris lustig zu sein. Es gibt Menschen, denen als eines der ersten Attribute ihr Charme, ihre gute Laune, ein gewisses Etwas im demzufolge ontologisch begr\u00fcndeten Lustig-Sein zugesprochen wird. Zu diesen Menschen geh\u00f6rte Chuck Morris bis anhin nicht. Attribute, die diesem Duo gegen\u00fcber unmittelbar ausgesprochen wurden, w\u00e4ren: Klug, jung, sch\u00f6n, weiblich. In der umgekehrten Reihenfolge, meistens, gefolgt von ambitioniert und vielleicht, zwanghaft. Von da aus hat Chuck festgestellt, dass ihm etwas fehlt: der sogenannte \u2039boys bonus\u203a. <!--more-->Menschen mit \u2039boys bonus\u203a wickeln einen um den Finger, sie sind l\u00e4ssig, leicht nachl\u00e4ssig, schlagfertig, ganz sich selbst und geniessen Narrenfreiheit. Mit dem biologischen Alter hat dies wenig zu tun. <em>Boys stay boys forever<\/em>, viele nutzen diesen Bonus bis ins hohe Alter. Nun steckt im Lachen ja ein gewisser Kontrollverlust und so erm\u00f6glicht Lustig-Sein eine nicht unwesentliche Teilhabe an Macht.<\/p>\n<p>In seiner Aneignung von Witz hat das Duo die Charmanten beobachtet und von den Lustigen geklaut, Charisma untersucht und sich seiner Produktion angenommen. <em>Feminine Fun Studies<\/em> ist sowohl die Behauptung des nun witzig gewordenen Duos, als auch eine andauernde Studie: nur w\u00e4hrend der Performance kann \u00fcberpr\u00fcft werden, wie \u00abLustig-Sein\u00bb operiert, wann auf welche Art und Weise es funktionieren k\u00f6nnte. Das Risiko des Ausbleibens von Lachern ist der Haken an dieser wunderbaren Technologie, hier ist Technologie im Sinne einer Technologie des Selbst gemeint (Michel Foucault), als Subjektivierungsachse und In-Beziehung-Setzen zum Anderen: unser Lustig-Sein entsteht ausschliesslich im Raum zwischen uns und denjenigen, die zum Lachen gebracht werden \u2013 oder eben nicht. Und gibt es vielleicht doch so etwas wie eine Ontologie des Lustig-Seins? So oder anders, f\u00fcr das Duo bedeutet es erstmal: <em>learning while doing<\/em>. Chuck kann nur mit und vor Publikum lustig werden. Das Paradoxon des Kontrollverlusts scheint auf Situationskomik und Spontaneit\u00e4t hinzuweisen. Man k\u00f6nnte meinen, es handle sich um ein Talent und sei in diesem Sinne nicht lernbar. Die Aufmerksamkeit f\u00fchrt Chuck weg vom Talent zum Technologiebegriff, zu einem Setting des Witzes und hin zu einer Praxis, die unterschiedliche Taktiken findet, wie Lustig-Sein nun gelernt und ge\u00fcbt werden k\u00f6nnte. Woraus besteht dieser charmante Rest, der sich einer auf Ursache und Wirkung zur\u00fcckgehende Definition entzieht, der uns losprusten l\u00e4sst, der als Lacher im Raum zwischen uns landet? Sicherlich, es ist eine konstellative Angelegenheit. Timing, Rhythmus, Tempo, kleine Gesten des Z\u00f6gerns, ein Augenblitzen, die \u00fcberraschende und spezifische K\u00f6rperlichkeit, Intonation, Kost\u00fcm, Musik in der richtigen Lautst\u00e4rke, Wiederholung \u2013 Anordnungen von Material. All dies deutet nun aber auf einen Bereich hin, in dem sich Chuck Morris gut auskennt: Komposition, Choreografie, Inszenierung. Das Setting ist ein h\u00f6chst soziales, dieses Mal und wohl immer. Kein Trick ist zu billig, kein Objekt zu simpel, kein Material zu offensichtlich: nicht Lustig-Sein um jeden Preis, aber bereit, den Preis f\u00fcr das herzw\u00e4rmende Potenzial von Gel\u00e4chter zu zahlen. <em>Becoming fools, on all levels<\/em>.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/77291391\" width=\"700\" height=\"394\" frameborder=\"0\" title=\"Feminine Fun Studies\" webkitallowfullscreen mozallowfullscreen allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Auf einer gr\u00fcnen h\u00fcgeligen Landschaft schl\u00e4ft eine junge sch\u00f6ne Blondine, apricotfarbenes Kleid, weicher Stoff und wallendes Haar. Warmes Sonnenlicht scheint auf ihr helles Gesicht. Sanftes Vogelgezwitscher, Grillen zirpen, Fr\u00f6sche quaken. Hinten im Halbdunkel taucht die Silhouette einer Br\u00fcnette am Fenster auf: enganliegendes schwarzes Kleid, kalter Zigarettenrauch, ein klarer Mond am Himmel. Grossstadt, Motoren, Sirenen, Stimmengewirr, knackendes Eis im Whiskeyglas.<\/p>\n<p>Mit diesem dichotomen Klischee er\u00f6ffnet Chuck Morris <em>Feminine Fun Studies<\/em> und markiert, welches Gep\u00e4ck ein weibliches weisses Duo mitunter mit auf eine B\u00fchne bringt. Die ersten zwanzig Minuten des Abends sind hyperrealistisches Filmset, Tableau Vivant, H\u00f6rspiel. Bespielt wird ein anhaltender Alptraum, der als Sprungbrett in einen Abend dient, wo nichts davon f\u00fcr den Rest des Abends wieder eine Rolle spielen wird. Ab hier treten andere K\u00f6rper, andere K\u00f6rperlichkeiten, andere Welten auf den Plan. Als Protagonist tanzt ein gigantischer roter Samtvorhang. Einer Dramaturgie der Unterbrechung folgend strukturiert sich die Arbeit um heterogenes Material, treibt das Nummernprinzip der Revue auf die Spitze und bringt Referenzen aus Vaudeville, Popkultur und Akademia neben Avantgardeklassikern und Cartoon bis in zu kaum lesbaren Zusammenh\u00e4ngen, deren affektive Wirkung den Weg zur Semiotik endg\u00fcltig versperrt. Dosengel\u00e4chter. Ein nicht unwesentlicher Sidekick ist dabei die Musikerin und Medienk\u00fcnstlerin Julia Krause, die das Ganze akustisch rahmt, die eng mit dem Vorhang zusammenarbeitet und immer wieder in den Abend interveniert, bis hin zur eigenen Solo Nummer als <em>OneWomanOrchestra.<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_3230\" aria-describedby=\"caption-attachment-3230\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/FFS-02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3230\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/FFS-02.jpg\" alt=\"FFS 02\" width=\"850\" height=\"565\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/FFS-02.jpg 4134w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/FFS-02-300x199.jpg 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/FFS-02-1024x680.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3230\" class=\"wp-caption-text\">Feminine Fun Studies (2013)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Duo breitet eine Studie auf dem schmalen Grad des Humors aus und bringt das Lustig-Sein dahin, wo man es nicht vermutet: zum weiblichen Geschlecht.\u00a0Die Frauen- und Geschlechterforschung hat fetischisierte Frauenbilder wie die <em>Heilige <\/em>und die <em>Hure<\/em>, <em>Femme fatale <\/em>und die <em>Unschuld vom Lande<\/em>, <em>Blondine <\/em>und <em>Br\u00fcnette <\/em>dekonstruiert und die vorgebliche Unergr\u00fcndlichkeit des weiblichen Geschlechts in Frage gestellt. Der Diskurs des Komischen jedoch blieb hierbei marginal. Feminist_innen haben den Objektstatus von weiblichen K\u00f6rpern und Frauen als Gegenstand des Verlachens thematisiert. Frauen wurden Komikproduzentinnen und eroberten sich einen Teil des Komikermarktes, wie etwa Hella von Sinnen, Anke Engelke oder Sarah Silverman. Der M\u00e4nnerwitz wurde installiert und wird in Zeitschriften wie EMMA gepflegt. \u00abWas macht frau, wenn ein Mann im Zickzack durch ihren Garten l\u00e4uft? Weiterschie\u00dfen.\u00bb<\/p>\n<p>Statt nun allein dem m\u00e4nnlich identifizierten Komiker weiblich zu besetzen und der Rehabilitierung des Verlachens von M\u00e4nnern Vorschub zu leisten, schl\u00e4gt <em>Feminine Fun Studies <\/em>die Erforschung des Potenzials des Komischen im weiblichen Geschlecht vor. Hierbei steht die mythische Figur der Baubo Pate. Baubo ist eine G\u00f6ttin der eleusinischen Mysterien, die Amme der Demeter und personifizierte Vulva. Baubo bringt die \u2013 wegen der Entf\u00fchrung ihrer Tochter Persephone durch Hades in die Unterwelt \u2013 untr\u00f6stliche Demeter zum Lachen, indem sie vor dieser ihr Geschlecht entbl\u00f6sst. Diese ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigte Geste der Baubo interessiert Chuck Morris im Zusammenhang mit dem Dionysoskult und den Phallostr\u00e4gern der attischen Kom\u00f6die. Auch wenn im christlich gepr\u00e4gten Abendland Baubo zumeist die R\u00e4tselhaftigkeit des weiblichen Geschlechts festschreiben sollte, so steht die Pr\u00e4sentation der Vulva ebenso in einem komischen Zusammenhang, wie die des Phallos. Mit dieser komischen Funktion des weiblichen Geschlechts nun tritt Chuck Morris den weiblichen wie feministischen Frauenbildern und K\u00f6rperdiskursen entgegen.<\/p>\n<p>Dabei werden gewohnte Formate des Komischen gew\u00e4hlt: Stand-up, Parodie, Trickfilm-Pointen und Vaudeville-Nummern. Gerahmt von einem roten Samtvorhang, erinnert die Show an den Kontext von Variet\u00e9, Zirkus und Kleinkunst. In Aneignung dieses Handwerks betreibt Chuck Morris Studien des <em>feminine fun<\/em>, indem sie dieses mit bauboesker Gestik kreuzt. In solcherlei Versuchsanordnungen treffen Pin-ups auf Pups-Posen, macht die <em>Vagina dentata <\/em>Gymnastik, wird Witze-Erz\u00e4hlen zur klitoralen Schreib\u00fcbung und die Vulva zum Zentrum von Ausdruckstanz. Chuck Morris flirtet mit den Pointen m\u00e4nnlicher Gewalt der Trickfilme und kitzelt den Humor aus der weiblichen Tanzavantgarde der 20er und der feministischer Performances der 70er Jahre. Chuck Morris singt ein Gegenlied auf <em>feminine fun<\/em>. <em>Feminine Fun Studies <\/em>betreibt mit Ernst das Studium des Quatschmachen und Bl\u00f6delns, immer im Bewusstsein um die soziologischen Aspekte des Lachens \u2013 und fordert so den schmalen Grad des Humors heraus. Mit den Worten der Theaterkritikerin Esther Boldt heisst es dann: \u00abKlischeetr\u00e4chtige Frauenbilder wurden zum Ausgangspunkt einer komischen, klugen und befreienden Revue und der weibliche K\u00f6rper in einem Akt der Wiederaneignung zur Pointe\u00bb (tanz \u2013\u00a0Das Jahrbuch 2014 : 153).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Literatur:<\/p>\n<ul>\n<li>Esther Boldt: Die Hoffnungstr\u00e4ger Chuck Morris, in: tanz \u2013\u00a0Das Jahrbuch 2014, Berlin 2014, S. 153.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Feminine Fun Studies<\/em><br \/>\nvon und mit: Chuck Morris Musik: Julia Krause Dramaturgie: Friederike Thielmann<br \/>\nLicht: David Nicolas Abad Produktion: Luisa Grass Male Gaze: Max-Philip Aschenbrenner, Maximilian Haas, Ren\u00e9 Kruse, White on White Beratung B\u00fchne &amp; Kost\u00fcm: Karin Gille Kost\u00fcmassistenz: Sara Smed Fotografie: Caroline Palla Grafik: Tomas Brader<br \/>\nKoproduktion:\u00a0Chuck Morris mit Bora Bora Aarhus, Caf\u00e9Teatret K\u00f8benhavn, Gessnerallee Z\u00fcrich, S\u00fcdpol Luzern, Sophiensaele Berlin, Samara Network<br \/>\nUnterst\u00fctzt durch: Stadt Kultur Z\u00fcrich, Kanton Z\u00fcrich \u2013 Fachstelle Kultur, Danish Arts Council, Pro Helvetia \u2013 Schweizer Kulturstiftung, Ernst G\u00f6hner Stiftung, Kultur Kontakt Nord, Fondation Nestl\u00e9 pour l&#8217;Art<\/p>\n<p>Nach Auff\u00fchrungen in Z\u00fcrich, Luzern, Berlin, Kopenhagen, Stockholm und Malm\u00f6 hat das Theater Bora Bora in Arhus (DK) Chuck Morris eingeladen <em>Feminine Fun Studies<\/em> am 14. M\u00e4rz 2015 erneut zu zeigen. Im September 2015 wird Chuck Morris\u2019 neue Arbeit DIALOG (AT) Premiere bei S\u00fcdpol Luzern feiern. Noch im Entstehungsprozess wird sich das Duo diesmal mit dem Dialog als rhetorischer Figur und philosophischem Konzept besch\u00e4ftigen \u2013 wortlos.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3204\" aria-describedby=\"caption-attachment-3204\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/souvereines-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3204\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/souvereines-01.jpg\" alt=\"souvereines 01\" width=\"850\" height=\"684\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/souvereines-01.jpg 734w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/souvereines-01-300x242.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3204\" class=\"wp-caption-text\">souvereines (2011)<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_3208\" aria-describedby=\"caption-attachment-3208\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/souvereines-undressed-ech-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3208\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/souvereines-undressed-ech-01-1024x571.jpg\" alt=\"Exif_JPEG_PICTURE\" width=\"850\" height=\"474\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/souvereines-undressed-ech-01-1024x571.jpg 1024w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/souvereines-undressed-ech-01-300x167.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3208\" class=\"wp-caption-text\">souvereines undressed (2010)<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_3222\" aria-describedby=\"caption-attachment-3222\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/siebenschoenchen-03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3222\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/siebenschoenchen-03.jpg\" alt=\"siebenschoenchen 03\" width=\"850\" height=\"558\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/siebenschoenchen-03.jpg 3898w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/siebenschoenchen-03-300x197.jpg 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/files\/2015\/01\/siebenschoenchen-03-1024x672.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3222\" class=\"wp-caption-text\">siebenschoenchen (2008)<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00c4ltere Arbeiten von Chuck Morris:<br \/>\n2008 untersuchte Chuck Morris sein Verh\u00e4ltnis zum Begriff der Avantgarde unter der Frage eines post-revolution\u00e4ren \u2039und was nun?\u203a. In einem Setting von Langeweile und Unterlassen als Handlung \u00fcbertrug es in <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/55156206\" target=\"_blank\"><em>siebenschoenchen <\/em><\/a>(2008) Filmtechnologien auf choreografische Verfahren. In <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/55156206\" target=\"_blank\"><em>souvereines<\/em><\/a> wurde Chuck Morris 2010 durch eine souver\u00e4ne Geste zur <em>kommenden K\u00f6nigin<\/em> gekr\u00f6nt und f\u00fchrte den doppelten K\u00f6rper der K\u00f6nigin auf. Nun fand das Duo mit <em>Feminine Fun Studies<\/em> das diametrale Gegenbild dazu im Narren. Dieser Statusverlust kn\u00fcpft an eine substanzielle Besch\u00e4ftigung mit Darstellungen von Macht an und siedelt das doppelk\u00f6pfige Wesen in ihrem Zentrum an.<\/p>\n<p>Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.chuck-morris.org\" target=\"_blank\">www.chuck-morris.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"post-excerpt\">Beitrag von Lucie Tuma, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Bachelor Theater, Vertiefung Dramaturgie, DDK und\u00a0Cecilie Ullerup Schmidt Chuck Morris ist ein Duo im&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1425,"featured_media":3202,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[76,4],"tags":[234742,234740,234744,282],"class_list":["post-3200","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-projekte","tag-boys-bonus","tag-humor","tag-talent","tag-theater"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3200","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1425"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3200"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3200\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3312,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3200\/revisions\/3312"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3202"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3200"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3200"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/genderverhandeln\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3200"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}