„Tür an Tür“ (AT) – Ausweitung der Schulzone
Entwicklungsprojekt an der Nürtingen-Grundschule
Kinder verbringen einen großen Teil ihrer Zeit in der Schule. Sie sind Expert_innen dieser Bildungseinrichtung: Sie kennen ihre Abläufe, Räume, Pausenzeiten, Lehrer_innen, Hierarchien, Prüfungen u.v.m. Wenn es darum geht Schule zu verändern und hinsichtlich ihrer Nutzungsweisen zu erweitern, ist es daher naheliegend zunächst zu fragen, in welcher Weise Kinder als Expert_innen in diese Veränderungsprozesse einbezogen werden können, damit ihr Wissen, ihre Wünsche und ihre Interessen wirksam werden. Dies zu tun ist das Anliegen von „Tür an Tür“. Mit künstlerischen Mitteln sollen die Schüler_innen der Nürtingen Grundschule in die konkrete Schulentwicklungsplanung involviert werden. Anlass dafür bietet ein Gebäude, das die Schule 2016 zusätzlich erhalten wird. Hier soll ein Ort für die gemeinsame Nutzung mit Akteur_innen des kulturellen Felds entstehen und die Zusammenarbeit zwischen Schule & Kultur in neue Dimensionen überführt werden. In welcher Weise, soll ebenso mit künstlerischen Mitteln im Rahmen eines Schulentwicklungsprojekts entfaltet werden. Um diesen Prozess gemeinsam zu gestalten hat die Schule die Berliner Niederlassung des Institutes for Art Education (IAE) nicht nur zur Mitarbeit eingeladen, sondern auch Räumlichkeiten in der Schule zu beziehen. Im Oktober 2014 ist das IAE dieser Einladung gefolgt und in eine Remise auf dem Schulhof gezogen. Ganz im Sinne der Praxisforschung findet hier eine erste Verschränkung von Forschung und Schulpraxis statt. Bis Ende 2015 entwickelt das IAE in Zusammenarbeit mit der Schulgemeinschaft und Akteuren aus dem kulturellen Feld ein tragfähiges Konzept für die Nutzung der neuen Räumlichkeiten. Das Vorhaben wird unterstützt vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.