Einführung

Art Education Research °3

Queer und DIY im Kunstunterricht

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EINFÜHRUNG

Queer und DIY im Kunstunterricht

Bernadett Settele

Art Education Research Nr. 3 verfolgt das Ziel, Anregungen aus der „queer theory“ und den Kulturwissenschaften aufzunehmen. Diese Ausgabe soll als „Schulbuch“ Vorschläge für die schulische Kunstvermittlung formulieren – unter Verwendung anderer Praktiken und Strategien als jenen, die sich als hochkulturelle Kulturformen etabliert und kanonisiert haben, und mit dem Fokus auf andere Theorien, Themen und Praktiken.
Queer und DIY im Kunstunterricht war zunächst der Titel eines Netzwerkmoduls der Zürcher Hochschule der Künste für über 80 Studierende in den Masterstudiengängen für Art Education aus Basel, Bern, Luzern und Zürich. Im Bestreben, im Nachgang zu dieser Lehrveranstaltung ein Lehrmittel herauszubringen, das Umgangsweisen mit den Themenfeldern Geschlecht/Sexualität/Körper und Do it yourself (DIY) für die Schule umformuliert und beschreibt, wurden die Referent_innen des Moduls um Beiträge angefragt.
Drei Materialpakete mit Bild und Text stehen – als Lehrmittel und zur Selbstbildung – nun online zur Verfügung: zu Zines (Elke Zobl) und Crafting (Sonja Eismann) sowie als Feministische Materialien für den Kunstunterricht (trafo.K). Dies wird ergänzt durch ein Glossar (trafo.K) und die Materialien zum Selbststudium, die sich den vier Themen Repräsentation, Performativität, Dekonstruktion/Zweifel sowie Sprache und Gewalt widmen (Anna Schürch, Nora Landkammer, Danja Erni, Bernadett Settele). Ein weiterer Beitrag stellt einige Überlegungen zu sogenannten „schwierigen Themen“ aus der Perspektive der Schule an (Danja Erni).
DIY, deutsch: „mach es selbst“, ist heute eine geläufige Bezeichnung für Bau- und Hobbymärkte, bezeichnet aber hier eine subkulturelle Praxis, die Anknüpfungspunkte für Konsumkritik, Ökologie und die Bildung selbstbestimmter Zusammenhänge bietet. Mit den beiden Themen (Fan-)Zine – selbst hergestellten und für den Eigengebrauch vertriebenen Print- oder Netzzeitschriften – und Crafting – der neuen Welle teils sozial engagierter Handarbeits-Zirkel – schlagen wir zwei Praxisformen aus der Subkultur für die schulische Kunstvermittlung vor. Ein drittes Gebiet ist das der feministischen, kritischen, Kunst. Alle drei bieten sich als kollektive Handlungsform für die Beschäftigung mit dem Persönlichen oder Privaten, aber auch dem Politischen und Gesellschaftlichen an, oder, kurz: mit Ästhetik und Ethik und der Verbindung von Form und Inhalt. DIY bezeichnet häufig kreative Tätigkeiten, die mit einfachen und billigen Mitteln zu verwirklichen sind, aber auch eine hohe Komplexität und Professionalität erreichen können, die fähig sind, Personen zu begeistern und temporäre oder länger andauernde neue Assoziationsformen zu bilden. Aus der Punkbewegung kommend wie die Zines, oder aus anderen Bereichen angeeignet wie das Crafting, stellen sie heute eine vielfältige kreative Ausdrucksweise dar.
Das Konzept DIY beruht auf der Herstellung und Aneignung von ästhetischer, sozialer und politischer Handlungsmacht (in Kunst wie in der Subkultur). Im Fokus auf das Selbermachen und im Verlassen des Bereichs des Hochkulturellen und der kanonisierten „Kunst“, die traditionell als Zuständigkeitsbereich von Kunstunterricht gesehen wurde, schliessen wir mit diesen Vorschlägen teils an die Argumentation kritischer kunstpädagogischer Konzepte („visuelle Kommunikation“) an. Mit einem wichtigem Unterschied: Wir beschränken uns nicht auf die „Kritik“ massenkultureller Phänomene, sondern beziehen uns vielmehr auf subkulturelle und (queer-)feministische Entgegnungen dazu. Nicht die Analyse anderen Materials, sondern die Erarbeitung eigener Ausdrucksformen steht damit im Vordergrund. Diese besitzen in der Perspektive von queer und DIY selbst eine gesellschaftskritische Komponente und stellen somit die Möglichkeit dar, sich über „Bildnerisches Gestalten“ mit Gesellschaft auseinanderzusetzen und diese mitzugestalten.
Die Autor_innen bieten umfassende Materialien, in denen sie die Konzepte, ihre Hintergründe und Geschichte(n) erläutern und Projektvorschläge für die Unterrichtspraxis an die Hand geben.

Was heisst „queer“?

„Queer“, der zweite titelgebende Begriff, ist schwierig zu fassen, ohne eine voreilige Definition zu leisten, die diesem schillernden, anti-identitären und anti-disziplinären Konzept gerecht würde. Queer kann zum einen ein Synonym für schwul/lesbisch[1] sein und bezeichnet damit Themen, Motive oder auch eine gewisse „(queer) sensibility“ in der Kunst, in der Identitäts-, Zugehörigkeits- und Begehrensfragen verhandelt werden.
Zugleich aber ist es auch der Name für eine allgemeinere und interdisziplinäre Herangehensweise an die Dinge, ein Denksystem, das jede Form der Benennung und Bedeutungsgebung, der Kategorisierung betrifft und – auch wenn das seine Grundthemen sind – nicht beim menschlichen „verqueren“ Begehren oder Geschlecht Halt macht. „Queer theory“ stellt vielmehr die Kategorien und Identitäten selbst infrage, vor deren Folie „Abweichung“ oder „Andersheit“ festgestellt werden. Sie dient der akademischen Theorie als kritisches Werkzeug zur Analyse diskursiver und visueller Bedeutungsproduktion und zur Kritik der damit verbundenen Ausschlüsse und falscher identitärer Gewissheiten.[2] Queere Politik und queere Analysen basieren auf einer Kritik der Heteronormativität; als der binären und auf („anders-“)geschlechtliches Begehren ausgerichteteten Matrix, auf der Subjekte gebildet werden (Butler 1990, 1991). Die Binäritäten (wie etwa männlich/weiblich) sind häufig genug mit Wertungen verbundenen (besser/schlechter, „normal“/anders) – es sind Kategorisierungen, die hegemoniale und minoritäre Subjektpositionen schaffen und zu denen sich jedes Subjekt verhalten muss, will es „anerkennbar“ werden.
In die Geschlechterforschung wurde der Begriff zunächst als Einsatz gegen identitäre (Politik-)Konzepte und Seinsweisen eingebracht (de Lauretis 1991). Nicht nur die Geschlechtszugehörigkeit, gender, sondern auch das Geschlecht, sex, und das Begehren sind vielfältig. „Queer“ betont die Diskontinuität der Verbindung von sex – gender – Begehren – Identität. Geschlecht, Körper und Sexualität werden in der queer theory „als Instrumente und zugleich Effekte bestimmter moderner Bezeichnungs-, Regierungs- und Normalisierungsverfahren begriffen […] d.h. Geschlecht und Sexualität liegen der Kultur nicht voraus, sondern sind gleichursprünglich mit ihr.“ (Hark 2009: 309)

Warum Schule „queeren“?

Im Zuge der Persönlichkeitsentwicklung (und Subjektwerdung) von Jugendlichen sind Geschlecht und Sexualität wichtige – aber schwierige – Themen; wir müssen uns dessen bewusst sein, dass die Stabilität, die klare Geschlechts- und Körperentwürfe sowie Begehrensformen geben, für Menschen wichtig sein kann. Zugleich gibt es im schulischen wie im ausserschulischen Alltag von Kindern und Jugendlichen viele – zu viele – Mobbingfälle und zu wenig Verständnis für das (behauptete) Anderssein (behaupteter) einzelner. Die Übereinkünfte über das, was „Normalität“ ist, sind gemeinschaftsbildend zur einen Seite und ausschliessend zur anderen. In letzter Zeit rückten Fälle physischer und psychischer Gewalt sowie Selbstmorde und Selbstverletzung junger Schwuler und Lesben, junger Transgenders* und queerer Personen in die Medien (vgl. u.a. die Kampagne „it gets better project“, die Jugendlichen Zuspruch gibt, das eigentliche Leben aber zugleich auf die Zeit nach der Schulzeit verschiebt[3]). Schule ist ein Raum, in dem die soziale Kontrolle durch Gleichaltrige besonders hoch ist. In Verbindung mit dem vermehrten Sichtbarwerden anderer Lebensweisen steht wohl auch die Häufung homo- und transphober, und weiterhin auch sexistischer, Schimpfwörter, die der Selbstvergewisserung gegenüber anderen als „normal“ dienen. Dabei sind 10% der Menschen schwul oder lesbisch – für viele davon ist dies bereits als kleines Kind klar, für die allermeisten spätestens in der Pubertät –, jede/r Tausendste ist genetisch oder hormonell bedingt intersexuell, und eine recht hohe Zahl von Menschen sind keine „typischen“ Vertreter_innen „ihres“ oder irgendeines Geschlechtes.[4] Ein wirksamer und etwas angestaubter, aber dennoch aktueller Einspruch gegen geschlechtliche Essentialismen ist, dass vermutlich fast niemand die „Idealbilder“ erfüllt. Die Frage, von wievielen Geschlechtern eigentlich auszugehen sei, ist mehr als berechtigt und wurde schon, je nach Kategoriensystem, mit den unterschiedlichsten Zahlen (keinem, drei, sieben, dreizehn, etwas über 5 Millionen, etc.) beantwortet. Eigentlich gibt es das „reine“ Geschlecht, so, wie es konstruiert wird, nicht, aber es wird nach wie vor als wirkmächtiger Ausgrenzungsmechanismus eingesetzt.
Eine queere Kritik ist also nötig, und sie trifft mitten in den Schulalltag. Wieso schlagen wir dieses schwierige Thema gerade für den Kunstunterricht vor? Müsste nicht generell eine „queere Pädagogik“ eingefordert werden?

Warum queer im Kunstunterricht?

Hier ist noch einmal auszuholen, oder zumindest hinzuzufügen, dass sich queer theory neben Geschlecht und Sexualität auch mit anderen Themen beschäftigt hat, mit den Körpern und ihrer mentalen und physischen „Gesundheit“, mit „Ethnizität“, mit „Affekten“, mit Repräsentation und der Frage nach einer nicht-identitären Zukunft. Queer theory deckt auch in den Literatur-, Kultur- und Sozialwissenschaften Essentialismen hinter dem vorgeblich „Natürlichen“ auf und schärft den Blick auf Ausschlüsse und minoritäre Positionen, denen die gesellschaftliche Anerkennung verwehrt blieb – und sie berührt darin den Bereich des Kulturellen bzw. des Visuellen und Künstlerischen.
Zugleich liegt eine Besonderheit dieser queeren „Theorie“ darin, bestehende Grenzen nicht nur zwischen Disziplinen, sondern auch zwischen akademischen und nicht-akademischen Bereichen, Theorie und Praxis, zurückzuweisen. Queer theory und mit ihr der dekonstruktive (oder Queer-)Feminismus betont die Zusammengehörigkeit von Theoriebildung und Praxis, von Wissen und Tun, Akademie und Aktivismus und liefert darin Ansatzpunkte für eine politische und kulturelle Bildung (für die wir im Kunstunterricht einen möglichen Ort sehen).
Ein wichtiges Argument in der Debatte um queer ist und war die Performativität (entgegen einer Expressivität) von Geschlecht und anderer, kultureller, ethnischer, lebensanschaulicher, etc. Selbstentwürfe und Kategorien. Die damit verbundenen Praktiken sind nicht „Ausdruck von“ etwas, sondern stellen das behauptet Vorgängige erst her. Den Äusserungen von Geschlecht liege keine „Geschlechtsidentität“ zugrunde, formulierte es Judith Butler. Durch die sich wiederholenden Akte der performativen (Selbst-)Definition würden jedoch zugleich die Bedingungen diktiert, nach denen Subjekte überhaupt sichtbar werden können. In der Wiederholung als ständigem Zitieren der normativen Regeln stellten sie die Norm – und damit ihre eigenen Seinsbedingungen – (mit) her: Diese ist in einer gewissen Weise kontingent und konstruiert, und zugleich doch auch unhintergehbar.: Butler betont die soziale Wirkmächtigkeit von „gender“ und fragt nach Möglichkeiten eines „un-doing gender“ (Butler 2004) in diskursiven und nicht-diskursiven Praktiken, in der Sprache und im Handeln.
Nicht von ungefähr bieten Performance-Kunst und Body Art, die oft auf der Thematisierung und Verschiebung von vorgeblich normalen Akten und Handlungen basieren und sich mit dem (vergeschlechtlichten) Körper beschäftigen, daran mannigfache Beispiele und Anschlussmöglichkeiten.
Auch visuelle Künstler_innen setzen sich mit den jeweils aktuellen Theoriekonzepten auseinander und greifen diese in ihren Arbeiten auf. Aktuelle „queere“ Konzepte stellen damit für Vieles in der zeitgenössischen Kunst eine Verständnisbasis her, weil sie direkt in Auseinandersetzung mit ihnen produziert wurde, und Kunst oder visuelle Kultur dient der Theorie als Beispiel und Anregung für ihre Studien.[5]
Anschlussfähige Fragen für queer im Kunstunterricht werden von Theoretiker_innen im Bereich der kritischen Kunstwissenschaft ihrer Analyse der visuellen Kultur formuliert, wenn sie nach der Rolle von Bildlichem und Medialem bei der Konstruktion vermeintlicher Eindeutigkeiten und Zugehörigkeiten fragen (vgl. u.a. Johanna Schaffer oder die Zeitschrift FKW). Eine produktive Ausgangsfragestellung für den Kunstunterricht könnte etwa sein, wie „andere“, nicht-schliessende Repräsentationen hergestellt werden könnten, die die Normalität unterlaufen („queeren“). Aktuelle queere Konzepte können so in mehrfacher Hinsicht eine Folie für die Formulierung schulischer Projekte und eigener Arbeiten darstellen, thematisch, als Herangehensweise oder Strategie, etc. Und der Kunstunterricht kann sich aussagekräftiger Beispiele aus der Kunst bedienen, um „andere“ Bilder, Konzepte und Strategien ins Spiel bringen. Mit der Kunst kann zudem auf ein Medium zurückgegriffen werden, das dazu prädestiniert ist, einen Umgang mit essentiellen Themen zu finden. Wie tief sich Schüler_innen im Kunstunterricht thematisch involvieren wollen und können, können sie selbst bestimmen.
Ich hoffe, dass mit diesen Ausführungen zweierlei umrissen ist, erstens, wie dringlich es ist, Formen der Anwendung für die nicht-präskriptiven Konzepte von queer (Baumgartinger/Frketić 2009) in einer für die Subjektwerdung zentralen Institution, der Schule, zu finden. Geschlechtersensible Pädagogik verfehlt es aufzuzeigen, dass (und wie) Geschlechter gemacht werden und bietet keine Möglichkeiten, aus der Zweigeschlechtlichkeit zu entkommen. Ein Ignorieren der Tatsache, dass „andere“ Körper und Lebensweisen schon in der Schule bestehen und ohne Diskriminierung möglich sein müssen, ist unsinnig und gefährlich. Der Bildungsauftrag einer queeren Pädagogik besteht darin, zu produktiven Umgangsweisen mit Andersheiten und Mannigfaltigkeiten in jeder Hinsicht zu finden. Dies bedeutet, den zweifelhaften Konsens darüber, was „normal“ ist – aber auch, was „gesund“, „schön“, „beliebt“ ist, aufzubrechen und dominanten Subjektpositionen entgegenwirkend eine Neuaushandlung von Normalität zu beginnen.
Und zum zweiten hoffe ich, verdeutlicht zu haben, dass es lohnend sein könnte, das Potenzial von queer gerade in seiner Verbindung zum Kunstunterricht und zur Kunst auszuloten. Weil Kunst sich ähnlicher Strategien bedient, aber auch, weil sie ein verwandtes Medium zur Auseinandersetzung darstellen kann.
Zuletzt möchte ich noch einmal auf die Zusammenstellung der Ausgabe eingehen. Alle Materialien sind mit einer „queeren“, das heisst, anti-essentialistischen Dimension und geschlechter-kritischen Position, angetreten, die auch die Durchquerung anderer Kategorien einschliesst. Für die Beiträge zu DIY, zu Zines und Crafting, gilt, dass sie sowohl den Kanon dessen, was „Kunst“ ist, als auch die vergeschlechtlichten Vorgaben möglicher Rollen und Tätigkeiten thematisieren und (kollektive) Praktiken vorschlagen, die ausserhalb solcher wirkmächtiger Normen liegen. Die beiden titelgebenden Konzepte, „queer“ und „DIY“, sind so in doppelter Hinsicht miteinander verbunden: Denn allen Bestandteilen ist auch gemeinsam, dass sie zur Selbsttätigkeit aufrufen – zur Bildung von Arbeitsgruppen, zur Zine-Produktion, zur Kritik, zur Kunst. Aber nicht als kreative Selbstvergewisserung, die allein im Atelier stattfände, sondern mit der Forderung, überkommene Vorstellungen und Kategorisierungen zu „queeren“. Damit ist immer ein DIY verbunden, nicht zuletzt als Arbeit am Selbst. Und an der Kunst. Und vielleicht eben auch: am Kunstunterricht.
Viel Spass bei der Lektüre und der Anwendung. Wenn Sie Rückmeldungen oder Anregungen haben, freue ich mich unter bernadett.settele[at]zhdk.ch auf Zuschriften.
Herzlichen Dank an die Kolleg_innen vom IAE, Anna Schürch, Nora Landkammer und Danja Erni, für die produktiven Beiträge und Diskussionen, an Stephan Fürstenberg für das Korrektorat, sowie besonders an Carmen Mörsch als Herausgeberin der Reihe Art Education Research, die mir die Herausgabe dieser Nummer übertragen hat. Verweisen möchte ich auf FLAKS[6], die Forschungsstelle für Künste an Schulen, die sich unter anderem um den Einbezug von Positionen gegenwärtiger Kulturproduktion in den Unterricht bemüht, sowie auf den Newsletter des Institute for Art Education (bestellen unter iae[at]zhdk.ch).

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LITERATUR

Baumgartinger, Persson Perry/Frketić, Vlatka (2009): „Schule verqueeren?!“. In: Eva Egermann/Anna Pritz (Hg.): classworks, Wien: Löcker, S. 145–156.

Butler, Judith (1991): Das Unbehagen der Geschlechter, Frankfurt/M.: Suhrkamp.

Butler, Judith (1995): Körper von Gewicht, Frankfurt/M.: Suhrkamp.

Butler, Judith (2004): Undoing Gender, New York: Routledge.

FKW: FrauenKunstWissenschaft. Halbjährlich, Marburg: Jonas Verlag.

Hark, Sabine (2009): „Queer Studies“. In: Christina von Braun/Inge Stephan (Hg.): Gender@Wissen, Wien: Böhlau.

Hartmann, Jutta (2004): „Dekonstruktive Perspektiven auf das Referenzsystem von Geschlecht und Sexualität. Herausforderungen der Queer Theory“. In: Edith Glaser/Dorle Klika/Annedore Prengel (Hg.): Handbuch Gender und Erziehungswissenschaft, Bad Heilbrunn: Klinkhardt, S. 255–271.

Jagose, Annamarie (2001): Queer Theory. Berlin: Querverlag.

de Lauretis, Theresa (1991): „Queer Theory. Lesbian and Gay Sexualities“. In: differences. A Journal of Feminist Cultural Studies, 3(2).

Schaffer, Johanna (2008): Ambivalenzen der Sichtbarkeit. Über die visuellen Strukturen der Anerkennung. Bielefeld: Transkript.


[1] Der Begriff „queer“ hat als Adjektiv eine grosse Verbreitung in der schwul-lesbischen Party- und Eventkultur erfahren, die ihn als eine weitgehend unproblematische Selbstbezeichnung nutzt und damit der anti-identitären Dimension nicht (immer) gerecht wird. Diese Ebene ist hier folglich weniger gemeint, wenn von „queer“ gesprochen wird.
[2] Aus dieser Diskussion heraus entstand der vielschichtigere, nicht-identitäre Sammelbegriff „lgbtq“ (für lesbian–gay–bisexual–transgender–queer bzw. -questioning) für unterschiedliche Begehrensformen und Geschlechtszugehörigkeiten. Parallel werden heute auch „queer/trans“, „transgender“ oder „trans*“ benutzt. Vgl. auch das Glossar von trafo.K für eine Diskussion der Begrifflichkeiten um queer und die queer theory. Download: http://iae-journal.zhdk.ch/no-3/glossar.
[3] http://www.itgetsbetter.org/.
[4] Für eine Bildungsarbeit in Schulen zu queer und transgender vgl. http://www.genderedintelligence.co.uk/about.php.
[5] Zum Wechselspiel von Kunst und Theorie vgl. etwa die (vielen bekannten) Arbeiten von Cindy Sherman oder die weniger verbreiteten von Zoe Leonard, beides Künstler_innen, die sogenannte „weibliche“ Subjektivitäten und ihre Sichtbarmachung durch unterschiedliche Zeiten und Medien untersuchten.
[6] Vgl. http://iae.zhdk.ch/iae/deutsch/forschung-entwicklung/projekte/flaks-forschungslabor-fuer-kuenste-an-schulen/, Kontakt: danja.erni[at]zhdk.ch und anna.schuerch[at]zhdk.ch.

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