{"id":1605,"date":"2017-03-29T15:19:42","date_gmt":"2017-03-29T14:19:42","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/iaejournal\/?p=1605"},"modified":"2018-03-05T17:33:34","modified_gmt":"2018-03-05T16:33:34","slug":"aer13-2017-un_universitaet-un_university_editorial","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/iaejournal\/2017\/03\/29\/aer13-2017-un_universitaet-un_university_editorial\/","title":{"rendered":"Art Education Research \u00b013"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Un_Universit\u00e4t \/ Un_University<\/strong><\/h1>\n<h3>HERAUSGEBER_INNEN: Ricarda Denzer und Jo Schmeiser<\/h3>\n<h3>&nbsp;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<h3>_<\/h3>\n<h4><em><strong>Stell einen Staubsauger an und lies die n\u00e4chste Geschichte laut in den L\u00e4rm des Motors hinein. Vielleicht verstehst du dann dein eigenes Wort nicht mehr, aber du sp\u00fcrst deine Stimme im Hals und im Mund.*<\/strong><\/em><\/h4>\n<p>_<\/p>\n<h2>Un_1<\/h2>\n<p>Im April 2016 veranstalteten wir unter dem Titel <em>Un_University \/ Un_Universit\u00e4t<\/em> eine Plattform an der Universit\u00e4t f\u00fcr angewandte Kunst in Wien. Als Lehrende der Abteilung TransArts und als K\u00fcnstlerinnen, die interdisziplin\u00e4r und diskursiv arbeiten, sind wir gewohnt, klassische Grenzen zwischen den Disziplinen und Methoden infrage zu stellen. Dabei geht es nicht nur um k\u00fcnstlerisches Forschen oder um Gesellschaftskritik, sondern vor allem um das gemeinsame Denken und lustvolle Herstellen von neuen k\u00fcnstlerischen Ausdrucksformen und soziopolitischen Zusammenh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>In verschiedenen Sprech- und Auff\u00fchrungsformaten \u2013 Keynotes, Podiumsdiskussionen, Demonstrationen, Vortr\u00e4gen, Screenings und Workshops \u2013 setzten sich bei <em>Un_University \/ Un_Universit\u00e4t<\/em> K\u00fcnstler_innen, Autor_innen, Lehrende und Studierende mit Formen der Lehre und des Lernens auseinander. Wir dokumentieren hier eine Auswahl ihrer Beitr\u00e4ge zur Plattform und erg\u00e4nzen sie um Texte und Bilder von weiteren, eigens f\u00fcr dieses e-Journal geladenen Positionen: Jamika Ajalon, Fouad Asfour, Sabine Bitter &amp; Helmut Weber, Eva Egermann, Simon Harder, Elke Krasny, Annette Krauss, Brandon LaBelle, Marlene Lahmer, Yen Noh, Roee Rosen, Jianan Qu, R\u00fabia Salgado, Studio Without Master, Nora Sternfeld, die \u00abUniversit\u00e4t der Ignorant_innen\u00bb, Hong-Kai Wang.<\/p>\n<p><em>Un_University \/ Un_Universit\u00e4t<\/em> setzt sich mit Formen der Lehre und des Lernens in- und ausserhalb von (Kunst-)Universit\u00e4ten auseinander. Wie pr\u00e4gen akademische Formate der Wissensvermittlung die Lehrinhalte? Wie k\u00f6nnen diese Formate aus der Perspektive k\u00fcnstlerischen Arbeitens neu betrachtet werden? Und welche Formate, welche Sicht- und Herangehensweisen werden anderswo, auch abseits akademischer Kontexte entwickelt? Der Unterstrich im Titel markiert eine kritische Denkbewegung von der Negation zur Affirmation und <em>vice versa<\/em>. Die Lehre an der (Kunst-)Universit\u00e4t wird mit k\u00fcnstlerischen Mitteln reflektiert. Wir diskutieren Formen des un_universit\u00e4ren Denkens, Sprechens, H\u00f6rens und Lesens und erfinden neue. Inner- und ausseruniversit\u00e4re Kontexte und Institutionen werden daraufhin befragt, welche gesellschaftskritischen Wissensproduktionen sie erm\u00f6glichen oder auch verunm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Es findet ein <em>kollektives H\u00f6ren<\/em> statt \u2013 auf der Ebene der Strukturen, der Lehrmodelle und der k\u00fcnstlerischen Methoden: Sprechen, Lesen, K\u00f6rper und Raum, Sprache und Text werden zu Objekten und Medien (audio-)visuellen Engagements. Lehre und Lernen als <em>kollektives<\/em> <em>H\u00f6ren<\/em> h\u00e4ngt mit einer Politik des Hinh\u00f6rens zusammen, um die Frage stellen zu k\u00f6nnen: Was sind die Bedingungen eines solchen H\u00f6rens?<\/p>\n<p>Das Ohr mischt sich in die Position des erkennenden Auges und der angreifenden Hand ein und es ist mit der Sprache verbunden. Wir schauen uns das Konzept des H\u00f6rens und der Stimme, wie bei Doris Kolesch und Sybille Kr\u00e4mer in <em>Ach Stimme<\/em> beschrieben, als performatives Ph\u00e4nomen an. Als sinnliche Wahrnehmungen im Raum. Als Bewegung zwischen dem Hier und Dort, dem Innen und Aussen, dem Sinnlichen und Sinnhaften. Die Stimme gibt einerseits die symbolische Bedeutung der W\u00f6rter wieder, sie verweist also auf etwas, w\u00e4hrend sich gleichzeitig etwas in der Stimme zeigt, das sich nicht sagen l\u00e4sst, der K\u00f6rper der Sprechenden zum Beispiel.<\/p>\n<p>Das <em>kollektive H\u00f6ren<\/em> basiert auf einer <em>Politik der \u00d6rtlichkeit und Verortung<\/em>, wie Encarnaci\u00f3n Guti\u00e9rrez Rodr\u00edguez sie vorgeschlagen hat. Ausgehend von der Erkenntnis, dass \u00abwir\u00bb in einer asymmetrischen und hierarchisch organisierten Gesellschaft oder Welt leben, kann das Wahrnehmen und Anerkennen anderer Orte und Kontexte der Wissensproduktion fruchtbare Debatten und Kooperationen hervorbringen. Aber es wirft auch die schwierige Frage auf, wer \u00fcberhaupt daran teilnehmen kann und wer davon profitiert? Kritische Herangehensweisen m\u00fcssen immer auch neue Formen und Strukturen entwickeln, die einer Vielfalt und Vielzahl von Menschen Zugang erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>_<\/p>\n<h4><strong><em>Setz in die Geschichte vom Kuchen deinen Namen anstelle von&nbsp;<\/em><\/strong><em><strong>\u00ab<\/strong><\/em><strong><em>Kuchen\u00bb oder sag&nbsp;<\/em><\/strong><em><strong>\u00ab<\/strong><\/em><strong><em>ich\u00bb daf\u00fcr.*<\/em><\/strong><\/h4>\n<p>_<\/p>\n<h2>Un_2<\/h2>\n<h4><em><strong>What we know without knowing \/ Anti-Lecture \/ (Unrehearsed)<\/strong><\/em><\/h4>\n<p><em>Jamika Ajalon<\/em><br \/>\nRD: <em>Unrehearsed<\/em> k\u00f6nnte bedeuten, ohne Sicherheiten zu handeln.<br \/>\nJS: <em>What we know without knowing<\/em> h\u00e4ngt davon ab, wer diesen Satz sagt, aus welcher gesellschaftlichen Position.<\/p>\n<h4><em><strong>Unhiding the body \/ Decolonial options \/ Undecided sound<\/strong><\/em><\/h4>\n<p><em>Fouad Asfour<\/em><br \/>\nJS: <em>Unhiding the body<\/em> heisst, es sich zu erlauben, mit Gef\u00fchlen sichtbar zu werden, nicht nur mit dem Denken.<br \/>\nRD: <em>Undecided Sound<\/em> klingt nach der M\u00f6glichkeit, nicht von vornherein etwas auszuschliessen.<\/p>\n<h4><strong><em>Die abgeschlossene Gestalt der Universit\u00e4t infrage stellen \/ Asynchrone Wissensr\u00e4ume \/ Ungleichzeitigkeit<\/em><\/strong><\/h4>\n<p><em>Sabine Bitter &amp; Helmut Weber<\/em><br \/>\nJS: Das Konzept der <em>asynchronen Wissensr\u00e4ume<\/em> stellt vergangene und gegenw\u00e4rtige Geschichten nebeneinander, ihre m\u00f6gliche Gleichberechtigung und die Debatten und Verhandlungen dar\u00fcber, welche Geschichte wann, warum, von wem durchgesetzt wurde und wird, lassen sich an einer konkreten architektonischen Form zeigen.<br \/>\nRD: <em>Asynchrone Wissensr\u00e4ume<\/em> aufzuzeigen und zu schaffen ist ein wichtiger Aspekt k\u00fcnstlerischer Arbeit, der es erm\u00f6glicht, komplexe und neue Zusammenh\u00e4nge zu thematisieren.<\/p>\n<h4><strong><em>Normative Narrative verlassen \/ Krankheit als Waffe \/ Un\/Sichtbarkeit<\/em><\/strong><\/h4>\n<p><em>Eva Egermann<\/em><br \/>\nRD: Bei den Begriffen <em>Un\/Sichtbarkeit<\/em> stellt sich die Frage nach der freiwilligen oder unfreiwilligen <em>Un\/Sichtbarkeit<\/em>. Was wiederum voraussetzt, <em>normative Narrative<\/em> verlassen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nJS: <em>Normative Narrative<\/em> kann ich nur <em>verlassen<\/em>, wenn ich begreife wie ich in sie eingebunden bin, und das kann ich meiner Erfahrung nach nur dann, wenn andere es mir zeigen, sagen, beibringen.<\/p>\n<h4><strong><em>Stimmlosigkeit als Resultat gesellschaftlicher Gewalt \/ Raum f\u00fcr das bedrohlich Verdr\u00e4ngte schaffen \/ Probe<\/em><\/strong><\/h4>\n<p><em>Simon Harder<\/em><br \/>\nRD: Das reizvolle an der <em>Probe<\/em> ist f\u00fcr mich die Vorstellung einer offenen Form, eines Ereignisses, das im Moment der Wahrnehmung eigentlich schon der Hauptakt ist.<br \/>\nJS: Die <em>Probe<\/em> als Form erm\u00f6glicht es, einem Experiment zuzuschauen und es gleichzeitig zu reflektieren.<\/p>\n<h4><strong><em>Porosit\u00e4t \/ Gegenhandeln \/ Das Nicht-Gemeinsame im Gemeinsamen \u00fcben<\/em><\/strong><\/h4>\n<p><em>Elke Krasny<\/em><br \/>\nRD: <em>Porosit\u00e4t<\/em> beschreibt eine sich durch (\u00e4ussere) Einwirkung \u00e4ndernde Materialit\u00e4t und die dadurch entstandene M\u00f6glichkeit einer Durchl\u00e4ssigkeit in zwei Richtungen: etwas wird eingelassen oder etwas tritt nach aussen.<br \/>\nJS: Institutionelle <em>Porosit\u00e4t<\/em> entsteht durch das Abgeben, Umverteilen und Ausserkraftsetzen von Privilegien, durch kollektive Enthierarchisierung und Neustrukturierung.<\/p>\n<h4><em><strong>Ent\u00fcben \/ Unlearning busyness \/ Unquestioned routines<\/strong><\/em><\/h4>\n<p>Annette Krauss<br \/>\nJS: Die eigene <em>busyness<\/em>, Gesch\u00e4ftigkeit, \u00fcberhaupt wahrzunehmen und nach ihrer Bedeutung zu fragen, ist schon sehr viel.<br \/>\nRD: <em>Ent\u00fcben<\/em> klingt danach, dass die Dinge oder Handlungen immer auch anders sein k\u00f6nnten. Etwas nicht mehr zu k\u00f6nnen oder zu wissen, schafft m\u00f6glicherweise neue Perspektiven.<\/p>\n<h4><strong><em>Dissident imagination \/ Shelter for political homelessness \/ Collective making<\/em><\/strong><\/h4>\n<p><em>Brandon LaBelle<\/em><br \/>\nRD: <em>Dissident imagination<\/em> und <em>shelter for political homelessness<\/em> dr\u00fccken Formen eines politischen Handelns aus, die wir selbst durch die eigene Vorstellungskraft mitbestimmen und f\u00fcr die wir noch einen Ort schaffen m\u00fcssen.<br \/>\nJS: Einen Raum f\u00fcr <em>politisch Heimat- bzw. Obdachlose<\/em> denken, entwerfen, gestalten \u2013 daran m\u00f6chte ich mich beteiligen!<\/p>\n<h4><strong><em>Unterrichtssprache \/ Working language \/ \u00dcbersetzung<\/em><\/strong><\/h4>\n<p><em>Marlene Lahmer<\/em><br \/>\nJS: <em>Unterrichtssprache\/Working Language<\/em> interpretiere ich so, dass es in jeder Unterrichtssituation um die Kritik an einer vorgesetzten Sprache gehen kann, mehr noch: um die Arbeit an einer gemeinsamen, egalit\u00e4r bestimmten.<br \/>\nRD: Wessen Stimme h\u00f6re ich in der <em>\u00dcbersetzung<\/em>?<\/p>\n<h4><strong><em>Archival mind versus curatorial mind \/ Collective action \/ Non-privileged materials<\/em><\/strong><\/h4>\n<p><em>Yen Noh<\/em><br \/>\nRD: Bei <em>non-privileged materials<\/em> muss ich an die <em>Undefined Objects<\/em> im Archiv des Technischen Museums in Wien denken. Diese UDOs sind Materialien und Gegenst\u00e4nde, deren (fr\u00fchere) Funktion noch nicht zugeordnet werden konnte.<br \/>\nJS: Ein <em>archival mind<\/em>, ein archivarisches Hirn ist eine sch\u00f6ne Metapher zur <em>kollektiven Aktivierung<\/em> der ungenutzten Regionen in unseren K\u00f6pfen.<\/p>\n<h4><strong><em>Inexistente B\u00fccher \/ Fiktion als Methode \/ Opposition<\/em><\/strong><\/h4>\n<p><em>Roee Rosen<\/em><br \/>\nJS: <em>Fiktion als Methode<\/em> erlaubt in der Praxis eine sehr lustvolle Form der Gesellschaftskritik.<br \/>\nRD: <em>Fiktion als Methode<\/em> und <em>Opposition<\/em> stellen f\u00fcr mich die M\u00f6glichkeit in den Raum, auch in politischen Ausnahmezust\u00e4nden und Extremsituationen immer noch Handlungsm\u00f6glichkeiten zu schaffen.<\/p>\n<h4><strong><em>A passive way of actively exchanging \/ I am related to this chair \/ Do you let the object look back?<\/em><\/strong><\/h4>\n<p><em>Jianan Qu<\/em><br \/>\nJS: <em>I am related to this chair<\/em> ist eine geschickte Strategie zur Reflexion von Selbst und Gesellschaft.<br \/>\nRD: <em>A passive way of actively exchanging<\/em> setzt voraus, dass ein Nichthandeln schon ein Handeln ist.<\/p>\n<h4><strong><em>Str\u00e4nde der hegemonialen Gesellschaft besetzen \/ Ausseruniversit\u00e4re Erwachsenenbildung \/ Enttechnokratisierung der Universit\u00e4t<\/em><\/strong><\/h4>\n<p><em>R\u00fabia Salgado<\/em><br \/>\nRD: Den <em>Strand<\/em> besetzen und Treibgut finden ist mein Bild dazu. Oder k\u00f6nnte man durch das Anerkennen von Zufall die Technokratisierung der Universit\u00e4t unterlaufen?<br \/>\nJS: Die <em>Enttechnokratisierung<\/em> der Universit\u00e4t k\u00f6nnte diese im Handumdrehen in einen belebten und beliebten gegenhegemonialen <em>Strand<\/em> verwandeln.<\/p>\n<h4><strong><em>Sounding ventriloquism \/ Head and belly \/ Not in and not out, but entangled with school<\/em><\/strong><\/h4>\n<p><em>Studio Without Master<\/em><br \/>\nRD: Beim Sprechen die Hierarchie zwischen <em>head and belly<\/em> aufzul\u00f6sen und als Metapher und Vorschlag zu lesen, institutionelle Hierarchien anders zu denken, dazu stelle ich mir folgende Szene vor: <em>Head and belly<\/em> einer kopflosen Figur, die ihren Kopf unter den Arm neben dem Bauch geklemmt hat, f\u00fchren einen regen Dialog in einer Sprache, die nach brummenden, schmatzenden, grummelden, schnalzenden oder glucksenden Ger\u00e4uschen klingt.<br \/>\nJS: <em>Sounding ventriloquism<\/em> l\u00e4sst verinnerlichte Autorit\u00e4ten <em>kakophonisch<\/em> erklingen \u2013 Regeln, Gesetze, Traditionen werden im Hin und Her von <em>Kopf und Bauch<\/em> erst bewusst, dann deplatziert und dadurch neue Handlungsspielr\u00e4ume von unten er\u00f6ffnet.<\/p>\n<h4><strong><em>Post-repr\u00e4sentatives Vermitteln \/ Verhandeln mit der Realit\u00e4t \/ Para-institutionelle Praxen<\/em><\/strong><\/h4>\n<p><em>Nora Sternfeld<\/em><br \/>\nJS: <em>Mit der Realit\u00e4t verhandeln<\/em> gef\u00e4llt mir, weil es beobachtet, was ist, und zugleich einen M\u00f6glichkeitsraum gestaltet.<br \/>\nRD: <em>Mit der Realit\u00e4t zu verhandeln ist auch ein Bestandteil meiner k\u00fcnstlerischer Arbeit.<\/em><\/p>\n<h4><strong><em>Wissen kauen und wiederkauen \/ Niemand ist \u00abtabula rasa\u00bb&nbsp; \/ Ignorieren ist machtvoll<\/em><\/strong><\/h4>\n<p><em>Die \u00abUniversit\u00e4t der Ignorantinnen\u00bb&nbsp;<\/em>&nbsp;<br \/>\nJS: Niemand ist <em>\u00abtabula rasa\u00bb<\/em>&nbsp;verweist auf Geschichte\/n, die uns zu Profiteur_innen und Vertreter_innen von Herrschaftsverh\u00e4ltnissen machen, aber auch auf zuk\u00fcnftige M\u00f6glichkeiten einer <em>grenzen\u00fcberschreibenden<\/em> Praxis an der Universit\u00e4t \u2013 auf eine strukturelle <em>Haltung der Wechselseitigkeit<\/em>: Wer lernt, wer lehrt und wer wertet was von wem wie und warum?<br \/>\nRD: <em>Wissen kauen und wiederkauen<\/em> provoziert die Vorstellung, dass die Verdauung schon im Mund beginnt, das Wissen sozusagen nicht einfach nur geschluckt wird.<\/p>\n<h4><strong><em>Listening as a mode of organizing sociality \/ What emerges in the silence of &#8230; \/ Performative H\u00f6rsitzung<\/em><\/strong><\/h4>\n<p><em>Hong-Kai Wang<\/em><br \/>\nJS: <em>Smashed to Pieces in the Still of the Night \/ Zerschmettert in St\u00fccke in der Stille der Nacht:<\/em> Diese Lyrics von Lawrence Weiner und der Schriftzug auf einem Flakturm der Nazis in Wien f\u00e4llt mir zur Frage ein, <em>was in der Stille von \u2026 entsteht<\/em>, die Auseinandersetzung mit den Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart.<br \/>\nRD: Sound hat eine deterritoriale Kraft, <em>Listening as a mode of organizing sociality<\/em> dr\u00fcckt f\u00fcr mich daher auch die politische Dimension des H\u00f6rens aus.<\/p>\n<h4>_<\/h4>\n<h4><em><strong>Die folgende Geschichte ist besonders sch\u00f6n, wenn du beinahe nichts davon verstehst. Zum Beispiel, wenn jemand, der oder die im Nebenzimmer sitzt, sie dir halblaut vorliest. Du h\u00f6rst nur den Klang der Stimme, das R\u00e4uspern und Husten und err\u00e4tst vielleicht ein Wort dann und wann, \u00abessen\u00bb, und sp\u00e4ter vielleicht noch \u00abHaus\u00bb oder \u00abAntwort\u00bb. Wenn die Person im Nebenzimmer \u00fcber die Geschichte lacht, kannst du ruhig mitlachen: Die Geschichte ist lustig.*<\/strong><\/em><\/h4>\n<h3>Download Editorial in english:&nbsp;<a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/iaejournal\/files\/2017\/03\/AER13_editorial_20170330_engl.pdf\">AER13_editorial_20170330_engl<\/a><\/h3>\n<p>_<\/p>\n<p>Anmerkung:<br \/>\n<em>* Wir bedanken uns bei Fouad Asfour f\u00fcr den wunderbaren Hinweis auf das Buch: Dieser Hund hei\u00dft Himmel von J\u00fcrg Schubiger. Zitate auf Seite 42, 13 und 25.<\/em><\/p>\n<p>_<\/p>\n<p><a title=\"Texte\" href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/iaejournal\/category\/aer13_texte\/\">&gt;&gt; Zu den Texten<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/iaejournal\/category\/aer13_demonstrations\/\">&gt;&gt; Zu den Demonstrations<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/iaejournal\/category\/aer13_call\/\">&gt;&gt; Zum Call<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/iaejournal\/category\/aer13_statements\/\">&gt;&gt; Zu<\/a><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/iaejournal\/category\/aer13_statements\/\"> de<\/a><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/iaejournal\/category\/aer13_statements\/\">n<\/a><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/iaejournal\/category\/aer13_statements\/\"> Statements<\/a><\/p>\n<div>\n<p>_<\/p>\n<p class=\"p1\"><strong><span class=\"s1\">Herausgeber_innen #13: Un_University<br \/>\n<\/span><\/strong><span class=\"s1\">Ricarda Denzer, Jo Schmeiser<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><strong><span class=\"s1\">Herausgeberin Art Education Research<br \/>\n<\/span><\/strong><span class=\"s1\">Carmen M\u00f6rsch<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><strong><span class=\"s1\">Redaktion<br \/>\n<\/span><\/strong><span class=\"s1\">Jo Schmeiser, Bernadette Sch\u00f6nangerer<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><strong><span class=\"s1\">\u00dcbersetzung<br \/>\n<\/span><\/strong><span class=\"s2\">Nicholas Grindell<a href=\"http:\/\/www.grindell.de\/\"><span class=\"s3\"><br \/>\n<\/span><\/a><\/span><span class=\"s2\">Anna Kowalska: <a href=\"mailto:annakkow@yahoo.com\"><span class=\"s3\">annakkow@yahoo.com<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><strong><span class=\"s1\">Layout Texte<br \/>\n<\/span><\/strong><span class=\"s1\">Anne Gruber<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Die Herausgeber_innen danken Nora Landkammer, Richard Ferkl, Ulrike Holper, Barbara Putz-Plecko, Gerald Bast sowie allen Autor_innen, Mitwirkenden und vor allem den universit\u00e4ren Einrichtungen, die diese Publikation finanziert haben:<br \/>\n<\/span><span class=\"s1\">Institute for Art Education, ZHdK<br \/>\n<\/span><span class=\"s1\">Rektorat der Universit\u00e4t f\u00fcr angewandte Kunst Wien<br \/>\n<\/span><span class=\"s1\">Abteilung TransArts, Universit\u00e4t f\u00fcr angewandte Kunst Wien<br \/>\n<\/span><span class=\"s1\">Abteilung Kunst und kommunikative Praxis, Universit\u00e4t f\u00fcr angewandte&nbsp;<\/span><span class=\"s1\">Kunst Wien<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1em\">_<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Un_Universit\u00e4t \/ Un_University HERAUSGEBER_INNEN: Ricarda Denzer und Jo Schmeiser &nbsp; &nbsp; &#8220; order_by=&#8220;sortorder&#8220; order_direction=&#8220;ASC&#8220; returns=&#8220;included&#8220; maximum_entity_count=&#8220;500&#8243;] _ Stell einen Staubsauger an und lies die n\u00e4chste Geschichte laut in den L\u00e4rm des Motors hinein. 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