{"id":468,"date":"2010-06-17T15:33:45","date_gmt":"2010-06-17T14:33:45","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/iaejournal\/?p=468"},"modified":"2018-03-05T16:57:25","modified_gmt":"2018-03-05T15:57:25","slug":"n1_praxis-in-der-kulturellen-bildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/iaejournal\/2010\/06\/17\/n1_praxis-in-der-kulturellen-bildung\/","title":{"rendered":"Art Education Research \u00b01"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Praxisforschung in der kulturellen Bildung : Kontexte, Methoden und Ergebnisse<\/strong><\/h1>\n<h3>Herausgeberinnen: Bernadett Settele, Nora Landkammer,<br \/>\nAnna Sch\u00fcrch, Danja Erni<\/h3>\n<div><strong>_ <\/strong><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<p><strong>EDITORIAL <\/strong><\/p>\n<p>Das Institute for Art Education erprobt in Forschungs- und Entwicklungsprojekten Verfahren zur Begleitung und Unterst\u00fctzung, aber auch Befragung und Kritik kultureller Bildungsprozesse aus der Perspektive der \u201eKritischen Freundin\u201c. Dabei steht es in einem internationalen Austausch mit Forscher_innen, die in ihrer Praxis \u00e4hnliche Herangehensweisen und Fragestellungen verfolgen.<\/p>\n<p>Wir freuen uns, dass die Texte der ersten Nummer von <em>Art Education Research<\/em> im Zeichen dieses Austausches stehen. Sie basieren auf Beitr\u00e4gen aus der ersten IAE Akademie, die im September 2009 an der Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste (ZHdK) stattfand. Die IAE Akademie ist ein Weiterbildungsangebot des Institute for Art Education. Es richtet sich an Mitarbeiter_innen der ZHdK und anderer Einrichtungen genauso wie an freiberuflich T\u00e4tige mit einem Forschungsinteresse im Bereich Art Education. Ziel der Veranstaltungen ist der Erwerb von Forschungskompetenzen in diesem Feld. Zum einen, um die Bef\u00e4higung der Teilnehmenden zu unterst\u00fctzen, eigenst\u00e4ndig Forschungsprojekte zu konzipieren und durchzuf\u00fchren. Zum anderen, um durch die F\u00f6rderung eines forschenden Habitus konkrete Wege der Verkn\u00fcpfung von Forschung und Vermittlungspraxis zu er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Die erste IAE Akademie gab einen Einblick in die Praxisforschung zur ausserschulischen kulturellen Bildung. Vier internationale G\u00e4ste trugen ihre Ans\u00e4tze zur Kombination k\u00fcnstlerischer, sozial- und erziehungswissenschaftlicher Verfahren in einer kritischen Haltung zur Wirkungsforschung vor und standen einen Tag lang zur Diskussion zur Verf\u00fcgung. Die erste Ausgabe von <em>Art Education Research <\/em>nimmt diese Diskussionen auf und macht sie einer gr\u00f6sseren Leser_innenschaft zug\u00e4nglich. Dazu wurden drei der vier Beitr\u00e4ge der Tagung zu Texten ausgearbeitet.<\/p>\n<p>Ausgangspunkte des von Dolores Smith (M\u00fcnster) vorgestellten Forschungsprojekts waren die Frage nach den Bedingungen eines gleichberechtigten Zugangs zu k\u00fcnstlerisch-kulturellen Bildungsangeboten f\u00fcr als \u201ebenachteiligt\u201c geltende Kinder und Jugendliche \u2013 vor allem solche mit Zuwanderungsgeschichte \u2013 und die Hypothese, Begegnungen \u00fcber strukturelle Benachteiligungslinien hinweg seien im Kontext k\u00fcnstlerischer Projekte leichter zu initiieren und als Bereicherung erfahrbar zu machen. Ihr Text schildert, wie sich diese erste Konzeption mit der Einf\u00fchrung eines Aktions- und Teamforschungsansatzes und einer sozial-konstruktivistischen Beobachtungstheorie ver\u00e4nderte und damit der Forschungsprozess selbst zu einem \u00dcbungsfeld f\u00fcr solche Begegnungen wurde.<\/p>\n<p>Emily Pringle (London) fasst \u00dcberlegungen zur Evaluation k\u00fcnstlerisch-partizipatorischer Bildungsprojekte zusammen, die aus ihrer Arbeit an der Serpentine Gallery und den Tate Galleries resultieren und macht sich Gedanken dar\u00fcber, wie wichtig es f\u00fcr die Forschung ist, sich einerseits den mit dem kulturpolitischen Ruf nach Wirkungsforschung verbundenen Legitimierungszw\u00e4ngen zu entziehen und andererseits gerade f\u00fcr prozessuale und offene kooperative Projekte neue Methoden der Evaluation zu entwickeln.<\/p>\n<p>Karin Schneider (Wien) greift \u00dcberlegungen aus dem Forschungsprojekt \u201escience with all senses \u2013 science and gender in the making\u201c auf, dessen Frage nach der Konstruktion von Wissen und Geschlecht in wissenschaftlich technischen Museen zur Entwicklung des Konzeptes (Dis)playing f\u00fchrte. Dieses nimmt Theorien der kritischen Museologie als Ausgangspunkt und erg\u00e4nzt sie um das aktive Moment der Besucher_in bei der Konstituierung des Displays. An Beispielen aus der Forschungs- und Vermittlungsarbeit an mehreren Wiener Museen f\u00fchrt die Autorin aus, wie eine Vermittlung als Besucher_innen-Forschung (im eigentlichen Wortsinn) zu denken w\u00e4re, die ihr Augenmerk auf Subjektivierungs- und Aktivierungsprozesse im musealen Raum und ihren Zusammenhang mit strukturellen Vorgaben von aussen richtet. Ziel ist, ein besseres Verst\u00e4ndnis dieser Prozesse und eine Sensibilit\u00e4t f\u00fcr widerst\u00e4ndige Aneignungen und Umdeutungen zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Ein Text zum vierten Beitrag der IAE Akademie \u00fcber die Begleitforschung der ZOOM Patenschaften zwischen Schulen und kulturellen Institutionen in Berlin kann leider nur vorangek\u00fcndigt werden: Aufgrund des gerade bevorstehenden Abschlusses des Projektes im Sommer 2010 befinden sich die Verantwortlichen im Auswertungsprozess. Wir m\u00f6chten daher auf den Abschlussbericht verweisen, der ab Herbst 2010 zum Download zur Verf\u00fcgung steht (<a href=\"http:\/\/www.kulturprojekte-berlin.de\/projekte\/patenschaften-kuenste-schule\/zoom-patenschaften\/\">Zoom Patenschaften<\/a>).<\/p>\n<p>Wir w\u00fcnschen eine anregende Lekt\u00fcre.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/iaejournal\/category\/n1_texte\/\">Zu den Texten<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Praxisforschung in der kulturellen Bildung : Kontexte, Methoden und Ergebnisse Herausgeberinnen: Bernadett Settele, Nora Landkammer, Anna Sch\u00fcrch, Danja Erni _ &nbsp; EDITORIAL Das Institute for Art Education erprobt in Forschungs- und Entwicklungsprojekten Verfahren zur Begleitung und Unterst\u00fctzung, aber auch Befragung und Kritik kultureller Bildungsprozesse aus der Perspektive der \u201eKritischen Freundin\u201c. 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