Artist talk: »Mit Teufels Segen«, 18.10.2018, Toni-Areal, 5.T09

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 19.00h
Toni-Areal, Raum 5.T09

Zeal & Ardor

»Mit Teufels Segen«
African-American Spiritual und skandinavischer Black Metal sind Musikgenres, die vordergründig nichts miteinander zu tun haben. Ja, sie scheinen einander geradezu auszuschliessen. Manuel Gagneux hingegen kombiniert sie mit seinem Musikprojekt Zeal & Ardor. Die funkelnd dunklen Songs des Basler Musikers klingen so selbstverständlich, als habe immer schon viel Spiritual im Black Metal und viel Black Metal im Spiritual gesteckt. Vielleicht waren es ja nur die unterschiedlichen sozialen Milieus, die eine Synthese verhinderten? Nun ist sie auf jeden Fall vollzogen – mit durchschlagendem Erfolg. Was 2013 als Heimstudioprojekt begonnen hatte, ist heute eine international tourende Band. Bereits das zweite Studioalbum Devil is Fine (2016) wurde vom Rolling Stone Magazine unter die »Best Metal Records of 2016 so Far« gewählt, Stranger Fruit (2018) kletterte bis auf den zweiten Platz der Schweizer Charts. Im Gespräch mit Jörg Scheller (Departement Kunst & Medien) und Dennis Bäsecke-Beltrametti (Departement Musik) wird Gagneux aus seinem Alltag als Musiker berichten, über Formen der kulturellen Aneignung diskutieren sowie Einblicke in seine Kompositions- und Aufführungspraxis geben.

Eine Kooperation der Departemente Musik und Kunst & Medien

Hinweis: »Archivgeschichten« mit Lucie Kolb, 29.09.2018, Kunsthalle Bern

Samstag,  29. September 2018, 13.00 – 15.00h
Archiv, Kunsthalle Bern

Ausschnitt aus einem Zeitungsartikel des Tagesanzeigers vom 7. Juli 1970, Pressearchiv Kunsthalle Bern

mit Anmeldung bis zum Vortag: info@kunsthalle-bern.ch
Helvetiaplatz 1
3005 Bern

Das Angebot der Archivgeschichten geht den möglichen Geschichten nach, die im reichhaltigen Archiv der 100-jährigen Kunsthalle Bern schlummern. Die Reihe lädt zum Erkunden ein. Was für Dokumente gibt es im Archiv und was können sie uns erzählen? Im Zentrum steht ein praxisnaher Umgang mit den Archivalien.

Lucie Kolb, Künstlerin und Dozentin (BA Kunst & Medien, ZHdK), hat für die zweite Ausgabe der Archivgeschichten die Ausstellung Experiment F+F ausgewählt, die in der Kunsthalle Bern im Sommer 1970 gezeigt wurde. Die Ausstellung zielte auf eine Dokumentation des experimentellen Ansatzes der Klasse F+F („Farbe+Form“), die von 1965 bis zu ihrer Auflösung 1970 an der damaligen Zürcher Kunstgewerbeschule bestand und aus der 1971 die private F+F Schule für experimentelle Gestaltung hervorging.

Die Ausstellung, an der ehemalige Studierende und Dozierende beteiligt waren, versuchte das Thema der Kunstausbildung in den Ausstellungsraum zu bringen. Damit leistete sie einen Beitrag zu einer öffentlichen Diskussion über den Charakter von Kunstschulen. Diese Diskussion ist auch heute noch aktuell. Stehen in diesem Zusammenhang weiterhin nicht nur Lerninhalte sondern auch Fragen nach der Organisation, bzw. dem institutionellen Rahmen zur Debatte. Experiment F+F ist für die heutige Diskussion nicht zuletzt auch deshalb interessant, weil sie ein Verhältnis von Kunsthochschule und Ausstellungsbetrieb erprobt, das nicht auf dem Prinzip des Wettbewerbs beruht.

Gemeinsam werden wir uns im Workshop die entsprechenden Archivdokumente anschauen. Wie lässt sich das Ereignis auf der Grundlage der vorhandenen Quellen rekonstruieren und was sagen uns die unterschiedlichen Dokumente darüber hinaus zum Rahmen der angesprochenen Diskussion zum Zeitpunkt der Ausstellung?
Die Ergebnisse des Nachmittags münden in eine kleine Publikation, die Lucie Kolb verfasst und in der sie das zusammengestellte Material kontextualisiert. Die Publikation wird für alle zugänglich im Kunsthalle Bern Online Archiv veröffentlicht.

Das Angebot wird von Lucie Kolb und Julia Jost (Kunstvermittlung Kunsthalle Bern) geleitet.
Es findet im Archiv der Kunsthalle Bern statt. Die Platzzahl ist daher beschränkt, bitte melden Sie sich unter info@kunsthalle-bern.ch an.
Preis, inkl. Eintritt in die aktuelle Ausstellung Harald Szeemann: Museum der Obsessionen und kleine Pausenverpflegung: 15 CHF

Hinweis: »Training in Unterwerfungskompetenz«, 25.09.2018, Raum*Station Zürich

Treffen für Kulturarbeiter_innen in der Raum*Station jeden letzten Dienstag im Monat

Unter dem Namen »Training in Unterwerfungskompetenz« 1 wird die RaumStation an jedem letzten Dienstag im Monat zu einem Treffpunkt mit Bar von und für Kulturproduzent_innen, Künstler_innen, Prekarisierten, Mehrfach-Belasteten und Überarbeiteten. In respektvollen, solidarischen Rahmen kann über unbezahlte Arbeit, prekäre Praktikas, Selbstausbeutung, Selbstprekarisierung und Vereinzelung geflucht, verschwört und in Aktion getreten werden.

Am 25. September, 2018, 19.00h

stellt sich das Format vor und lädt zum Mitdiskutieren und anschliessendem Grill ein. Für Bar und Salat ist gesorgt, was auf den Grill soll, bitte selber mitbringen. Der Vereinzelung und dem Konkurrenzkampf entgegen: gemeinsam für eine solidarische Künstler_innengemeinschaft. Für das schöne Leben.
Wir freuen uns auf euch!

https://www.youtube.com/watch?v=KTpwFetmJo4

RAUM::STATION
Stationsstrasse 21
8003 Zürich

Hinweis: Debatte »Kulturförderung und ihre Zukunft«, 11.09.2018, Opernhaus Zürich

Auch wenn Du noch im Studium bist – Kulturförderung betrifft uns!
Drum nichts wie hin, mithören und vor allem mitdiskutieren:

Dienstag, 11. September 2018, 19.00 – 22.00h

Opernhaus Zürich
Falkenstrasse 1
8008 Zürich

Die öffentliche Kulturförderung befindet sich im Umbruch. Im Jahre 2015 hat die Mehrheit des Kantonsrates entschieden, dass nur noch das Opernhaus und das Theater Kanton Zürich aus regulären Staatsmitteln finanziert werden. Alle anderen Kultursparten werden über den Lotteriefonds gespiesen. Diese Fördermittel sind bis Ende 2021 zugesichert. Wie es danach weitergeht, ist ungewiss. Diesen Herbst stellt das Parlament die Weichen für die langfristige Kulturförderung im Kanton Zürich.

Es ist also höchste Zeit den Politiker*innen auf den Zahn zu fühlen und von ihnen zu erfahren, wo der Kulturkanton Zürich hinsteuert. Macht Euch gefasst auf eine spannende Kulturdebatte im Epizentrum der Zürcher Hochkultur. Der Eintritt ist frei.

Programm
19.00h Türöffnung
19.30h Beginn
Impulsreferate: Michael Elsener / Laura de Weck / Thomas Haemmerli
20.00h Podium
Jacqueline Fehr, Regierungsrätin SP
Barbara Franzen, Kantonsrätin FDP
Rochus Burtscher, Kantonsrat SVP
Martin Neukom, Kantonsrat Grüne
Christoph Ziegler, Kantonsrat GLP
Simon Hesse, Vertreter Initiativkomitee
«Film- und Medienförderungsgesetz»
22.00h Ende

Facebook

Hinweis: Ausstellung »do, undo, redo (decolonial thoughts)« von und mit Marilyn Umurungi, Nina Emge, et al., 01.–22.09.2018, Les Complices*, Zürich

Eröffnung: Samstag, 1. September 2018, 19.00 – 22.00h

Les Complices*
Anwandstrasse 9
CH–8004 Zürich

Ausgehend von einer in uns allen vorhandenen Vorstellung des »racial other« wird der Frage nachgegangen, wie wir innere rassistische Strukturen, bzw. innere rassistische Objekte ausbilden. Wie bestimmen wir Kultur oder vielmehr das Recht an Kultur? Ab wann kippt eine Referenzierung in eine falsche Darstellung oder gar rassistische Praxis und was genau ist denn so falsch an kultureller Aneignung? Die Ausstellung bewegt sich in drei Abschnitten von der theoretischen zur experimentellen Ebene rund um das Thema Kulturelle Aneignung. WER spricht über WEN und WIE? Mit gesammelten Objekten lädt die Theoretikerin Marilyn Umurungi in Einzelführungen zum Dialog über das komplexe Zusammenspiel von Werten, sozialen Erwartungen und politischen Kräften ein. Mit der Sound-Installation der Künstlerin Nina Emge spitzt sich die Frage über den kontroversen Kulturbegriff zu. Ihre organische Installation gründet auf Recherchen über die Frage nach der kulturellen Identität. Beginnend als einzelner, greifbarer und identifizierbaren, wandelt sich der Ton in einen mehrstimmigen und vibrierenden Klangkörper.

Konzept und Idee: Marilyn Umurungi, princess d, Gökçe Ergör
Mit Arbeiten von: Marilyn Umurungi und Nina Emge

Öffnungszeiten Ausstellung:
Mi, 5. September 14.00 – 18.00h
Sa, 8. September 12.00 – 16.00h
Mi, 12. September 12.00 – 16.00h
Sa, 15. September 17.00 – 21.00h
Mi, 19. September 14.00 – 18.00h
Sa, 22. September 12.00 – 16.00h

Hinweis: »Denkpool III/V: Archive des Ephemeren und ‘wilde‘ Archive«, 18.08.2018, Progr, Bern

Samstag, 18. August 2018, 10.30 – 16.30h
PROGR Bern, Mitteltrakt, 3. Stock, Raum 369
Waisenhausplatz 30, 3011 Bern

Anmeldung bis 16.08.2018 an olivia.jaques@zhdk.ch

Programm
Der Denkpool III/V: Archive des Ephemeren und «wilde» Archive widmet sich dem Thema Archivierung von Performancekunst in »wilden« Archiven sowie den damit verbundenen Herausforderungen, Sammlungsstrategien und Aufbewahrungsperspektiven.

Wir untersuchen Fragen hinsichtlich »wilder« Archive aus künstlerischer und archivpraktischer Sicht wie folgende:
Welche Geschichten erzählen ausser-institutionelle, »wilde« Archive von Performancekunst?
Welches Potential liegt in ihnen im Vergleich zu den Narrativen institutioneller Archive?
Welche Strategien können erdacht werden, um »wilde« Archive bzw. Teile davon langfristig zu bewahren? Welche Aktivitäten müssen hierzu angegangen werden?
Welche Ordnungsstrukturen sind in »wilden« Archiven wiederzufinden?
Wie können institutionelle Archive sich etwas davon abschauen?
Aber auch vice versa: Was können sich »wilde« Archive für ihre eigene Bewahrungspraxis von Institutionen abschauen?

Der Denkpool umfasst Inputreferate und einen gemeinsamen Austausch:
10.30 – 11.00: Ankunft, Kaffee und Begrüssung; was bisher geschah
11.00 – 11.30: Michael Hiltbrunner: Selbstdokumentation vs. Rekonstruktion – Performancekunst von Peter Trachsel in seinem eigenen Archiv
11.30 – 12.00: Sibylle Omlin (BONE Performance Art Festival Bern): 20 Jahre Künstler*innen, Kurator*innen, Archive… mediale und performative Situationen. (Mitarbeit: Peter Zumstein, Marina Porobic, Bernhard Huwiler, Valerian Maly)
12:00 – 12.15: Joëlle Valterio: Programm PPP 2018 im Kontext von «wilden» Archiven
12.15 – 13.15: Mittag (Picknick organisiert von der Projektgruppe)
13.15 – 13.45: Patrick de Rham und Olivia Jaques im Gespräch zu Performancekunst und der Absenz ihrer Archive in der Westschweiz
13.45 – 14.45: Ausflug in »République Géniale« / Kunstmuseum Bern zu Frieder Butzmann: Fluxukalische Gesänge
15.00 – 15.45: Tischgespräche (Austausch in kleinen Gruppen zu spezifischen Fragestellungen)
15.45 – 16.30: Schlussrunde im Plenum, Zusammenfassung und Wünsche

Zur Vorbereitung bitten wir Euch Fragen oder Wünsche zu notieren und mitzubringen, die Eure Bedürfnisse oder Erwartungshaltung an »Performance-Archive« festhalten.

Dank für die Zusammenarbeit gilt dem PPP (Progr Performance Plattform), die am 19.8.18, 12.00 – 18.00h ein Programm mit Performances im Rahmen von »Kurator*innen kuratieren Künstler*innen, die kuratieren« zeigt: Es werden nicht nur spannende Performances kuratiert und gezeigt, sondern man kann gleich miterleben wie Archive live und wild produziert werden. Mit Judith Huber | Axelle Stiefel; Dominik Lipp | Daniel Häller; Mirzlekid | Lilian Frei; Pascale Favre | Thomas Schunke.
Treffpunkt: 12h im PROGR Innenhof, zu den Details geht’s hier

Für die Bereitstellung der Räume und Infrastruktur danken wir der Hochschule der Künste Bern HKB MA CAP Performance Art.

Kontextinformation
Der Denkpool III/V ist Teil einer ganzen Reihe von Denkpools, die im Rahmen des PANCH- Projektes »Archive des Ephemeren« 2018/2019 realisiert werden. Ziel dieser Reihe ist es, die spezifischen Bedingungen der Performancekunst sowie bereits existierende Anwendungsbeispiele zu sammeln und zu evaluieren, wie eine schweizweite Vernetzung der beteiligten Akteur*innen aussehen könnte.
Die Denkpool-Serie knüpft an frühere PANCH- und Forschungsaktivitäten an, wie etwa an das Forschungsprojekt »Archiv Performativ« (ZHdK 2010-2012) oder an die Denkpools von 2016 im Progr Bern und im Kaskadenkondensator Basel.
Zentrales Anliegen der Denkpools ist es, Performancekünstler*innen Raum für Wünsche, Anregungen und Bedürfnisse einzuräumen und mit Institutionen und ihren Vorhaben ins Gespräch zu kommen.
Wir freuen uns auf anregende Diskussionen, vielfältige Sichtweisen und ein lebendiges Aushandeln dessen, was Performance heute sein kann und wie sie sich künftigen Generationen überliefert sehen möchte.

Ausblick
01.-03.11.2018:
Symposium »Archive des Ephemeren. Denken, Praktizieren, Vernetzen – eine Debatte zur Zugänglichkeit von Performancekunst in der Schweiz« (Denkpool IV/V; République Géniale / Kunstmuseum Bern)

2019:
Archive des Ephemeren und Auswertung (Denkpool V/V)

Organisiert von der AG Performative Archive: Pascale Grau, Olivia Jaques, Tabea Lurk, Valerian Maly, Margarit von Büren, Julia Wolf. Mit Unterstützung des Bundesamtes für Kultur

Hinweis: »Residency« von und mit Martina Mächler, 02.–31.08.2018, Raum*Station, Zürich

about numbers
positions
competition
and possibilities for exchange

Da es höchstwahrscheinlich heiss bleiben wird, wäre es schön zusammenzukommen. Zum Grillen, Spazieren, Baden, Lesen, Besprechen, Diskutieren, gemeinsamem Übernachten.

Lass uns über Zahlen sprechen, durch die wir uns ausdrücken oder beschrieben werden.
Lass uns über künstlerische Positionen sprechen, sowie nach alternative Bezeichnungen suchen, die nicht so sehr auf etwas Festgesetztes, auf Fremdbeschreibung beruhen.
Lass uns über Bewerbungen sprechen. Lass uns über Absagen und Zusagen sprechen und darüber, was mit den Ideen dann passiert ist.
Lass uns über Bewerbungszahlen und Besucherzahlen und deren Auswirkung auf Inhalte und Entscheidungen sprechen.
Lass uns über Förderstrukturen und Modelle sprechen. Lass uns über Abhängigkeiten sprechen.
Lass uns über mögliche Formen des Austauschs und Lernen sprechen.

Das Programm bleibt spontan und offen für Vorschläge. Es wird fortlaufend aktualisiert.
Während dem Zeitraum der Residency wird Martina Mächler mehrheitlich in der Raum*Station sein. Sie freut sich über Besuche und Gespräche.
Um sicher zu sein, dass sie da ist, kannst du ihr gerne schreiben oder anrufen (+41 79 465 04 53).

It’s hot outside and I’ve been measuring myself for a while now. I have been measured for even longer.
I still remember how in grammar school I once achieved the best grade possible in the half-yearly report
I remember the outrage the ETH ranking in 2009 caused at my high school, since we were ranked at the bottom ten of schools.
I was hopeful that it was a chance for change, not fully grasping the problems that came along with its methodology.
I always tried to run faster, jump higher and throw farther.
Recently I found myself still on top of the all-time ranking of the sports club I used to compete for in javelin throwing (400 gram).
Now I only run and throw things if it’s really needed. Honestly, I’ve never been a huge fan of competition, but I still participate.
Partly, because I am so used to it and it seems to be the most logical thing to do.
-Martina Mächler

Hinweis: Feministische Radiotage »Claim the waves!«, 19.–22.07.2018, Radio LoRa 97,5 MHz

Pascale Schreibmüller, die am »Claim the waves« den Workshop zu inklusivem Sprechen gibt, wird vom Westdeutschen Rundfunkt dazu interviewt – live zu hören am Donnerstag, den 19. Juli 2018, zwischen 12.00 –13.00h im Webstream vom WDR oder später zum nachhören.

Radio als Bewegung. Radio als Ausdrucksform. Radio als Kunst. Radio als Wissensaustausch. Radio als Mittel sich zu organisieren. Radio als Instrument feministischer Bewegungen? Claim the waves!

Was hat Feminismus mit Radio zu tun? Wer macht die Nachrichten? Aus welcher Perspektive berichte ich? Was setzen wir der Malestreamberichterstattung entgegen? Kann Musikproduktion feministisch sein? Wie können wir das Medium Radio selbstorganisiert nutzen, um feministische Perspektiven, Klänge und Töne zu verbreiten?

Claim the waves! Feministische Radiotage Zürich.
Ein Festival, eine Konferenz, ein Treffen. Ein Ort zum sich austauschen, diskutieren, auseinandersetzen, ausprobieren, lernen und produzieren. Workshops und Diskussionen für Radiomacher*innen* und solche, die es werden wollen: Studiotechnik / Stimmtraining / Interview / Recherche / elektronische Musikproduktion / Feminist DJing / Antisexistischer Sprachgebrauch / Live-Übertragung / Antirassismus in der Radiopraxis / Feministischer Journalismus / …

Was passiert, wenn Frauen*Lesben*Trans* Inter*Genderqueers* vier Tage lang das Mikrophon ergreifen?

www.lora.ch | https://claimthewaves.noblogs.org/

Jetzt online! Dokumentation der Diplomausstellung Bachelor Kunst & Medien 2018!

Habt ihr es diesmal doch nicht zur Diplomausstellung 2018 des Bachelors Kunst & Medien, ZHdK geschafft oder nicht alles gesehen?

Hier könnte ihr Euch in aller Ruhe die Arbeiten ansehen, die vom 8. bis zum 20. Juni 2018 im Toni-Areal ausgestellt waren:

Dania Michel, SORRY WE’RE OPEN, 2018, (Diverse Materialien), 500 x 500 cm

Hinweis: Temporärer Raum und Buchladen »151 Allmendstrasse«, 07.06.–28.07.2018, Allmendstrasse 151, Zürich

Sommerloch? – Vonwegen! – Am 6. Juni 2018 eröffnete der Projektraum

»151 Allmendstrasse«, den Lucie Kolb gemeinsam mit Ann-Kathrin Eickhoff betreibt. Über die Dauer von zwei Monaten (07.06.–28.07.2018) finden dort Lesungen, Vorträge und Filmvorführungen statt.

Ausgehend vom Book Mosaic (1990) des britischen Künstlers Stephen Willats wird die partizipative Installation »151 Allmendstrasse Mosaik« erarbeitet. Mehr dazu erfahrt ihr hier!
In Zusammenarbeit mit: ORAIBI + BECKBOOKS.
Beiträge von Jessica Aimufua, Kathrin Bentele, Nicolas Brulhart, continent., Annemarie Hösli, Milena Maffei, Philipp Messner, Christoph Schifferli, Geraldine Tedder, Ramaya Tegegne und Stephen Willats

151 Allmendstrasse
8041 Zürich
Freitags 17.00 – 20.00h, Samstags 14.00 – 18.00h und nach Vereinbarung
info@151allmendstrasse.ch

24. Juni 2018, 17.00h
Lesegruppe mit Ann-Kathrin Eickhoff und Philipp Messner. Anmeldung und Text unter: info@151allmendstrasse.ch

Merve Lowien, Weibliche Produktivkraft. Gibt es eine andere Ökonomie?, Berlin 1977.

19. Juni 2018, 18.00h
Gespräch mit Ramaya Tegegne und Elene Abashidze

5. Juli 2018, 19.00h
Filmscreening und Editions-Release mit Valentina Triet

19. Juli 2018, 19.00h
Filmscreening und Gespräch mit Nicolas Brulhart, Ann-Kathrin Eickhoff und Geraldine Tedder

28. Juli 2018, 18.00h
»Separatismus und Intersektionalität«, Gespräch mit Bea Schlingelhoff
Finissage, Grill ab 20.00h

»151 Allmendstrasse« ist ein temporärer Buchladen und Veranstaltungsraum in Zürich-Manegg initiiert von Ann-Kathrin Eickhoff und Lucie Kolb. Die angebotenen Bücher können auch vor Ort gelesen werden.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Der Raum ist barrierefrei.

Event: Führung durch die »Diplomausstellung Bachelor Kunst & Medien«, 15.06.2018, Toni-Areal, 5.K10

Freitag, 15. Juni 2018, 12.30h
Toni-Areal, Kunstraum, 5. Stock, 5.K10

Führung durch die »Diplomausstellung des Bachelors Kunst & Medien 2018« mit:
Judith Welter (Direktorin des Kunsthauses Glarus, Dozentin und Co-Kuratorin der Diplomausstellung)

Vortragsreihe BACK TO BLACK: Dieter Lesage zu »From Black Mountain to Artistic Research. The Academy’s Atlantic Crossings«, 26.04.2018, Toni-Areal, 5.T09

Liebe Studierende, liebe KollegInnen,

Den nächsten Vortrag im Rahmen der Vorlesungsreihe «Back to Black? Das Black Mountain College: Ideen, Konzepte, Nachwirkungen» hält:

am Donnerstag, den 26. April, 2018

Dieter Lesage (Brüssel/Berlin) unter dem Titel:

»From Black Mountain to Artistic Research. The Academy’s Atlantic Crossings«

Zeit: 19:00 Uhr
Ort: Hörsaal ZT 5.T09

Über zahlreiches Erscheinen freuen sich – wie immer – Jörg Scheller (DKM) und Andrea Gleiniger (DDK)


Revisiting Black Mountain

Event: Talk »Fremdmaterial« – mit Rapperin Sookee, Jörg Scheller et al., 19.04.2018, Toni-Areal, 5.K12

»Fremdmaterial« – Identität durch Fremdmaterial in der HipHop-Kultur

Donnerstag, 19. April 2018, 13.00h
Toni-Areal, Kunstraum, Ebene 5, 5.K12
Pfingstweidstrasse 96, Zürich

Sookee im Gespräch mit Jörg Scheller und Dennis Bäsecke-Beltrametti

Sampeln, Appropriieren, Kopieren, Zitieren und Remixen sind typisch für Rap und Hip-Hop. Doch es handelt sich nicht nur um musikalische Techniken. Die Verwendung von Fremdmaterial hat auch eine politische und ethische Dimension – ganz zu schweigen von einer juristischen. Eine Kultur des »Uncreative Writing« (Kenneth Goldsmith) hinterfragt Begriffe wie Originalität, Genie oder Kreativität, sofern man darunter Schöpfungen eines geheimnisvollen, isolierten Künstler-Ichs versteht. In der Politik könnten diesem »Ich« charismatische, vermeintlich einzigartige und unersetzliche Staatslenker entsprechen. Die Songs der queerfeministischen Berliner Rapperin Sookee machen diese Zusammenhänge deutlich – und tanzbar! Auf Basis von Samples, die schon mal dem Werk Johannes Brahms‘ entstammen, rappt sie unter anderem über Sexismus, Machismo und den gegenwärtigen Rechtsruck, aber auch über Selbstzweifel und persönliche Versäumnisse. Und natürlich geht es auch um die geteilte Kultur des HipHop selbst: »Also in dem Sinne, dass ich immer nur Gast bin / HipHop gehört mir nicht, das ist sinnloser Schwachsinn« (»Who owns HipHop«, vom Album Lila Samt, 2014).

Im Gespräch mit Jörg Scheller und Dennis Bäsecke-Beltrametti berichtet Sookee von ihrem Alltag als Musikerin im Spannungsfeld von Pop und Politik und beantwortet Fragen des Publikums.

In verschiedenen Formaten nähern sich die Gesprächspartner*innen dem Thema »Fremdmaterial in der Musik«.

Event: Tagung Departement Kunst & Medien »ÜBER LEBEN«, 26.–28.04.2018, Toni-Areal, 5.K09/5.K12

»ÜBER LEBEN« 

Wie leben KünstlerInnen? Haltungen, Erfahrungen, Strategien
How do artists live/survive? Positions, experiences, strategies

Departement Kunst & Medien / Alumni-Organisation netzhdk

26.-28. April 2018, ZHdK, Toni-Areal, 5.K09/5.K12
Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich

In Deutsch und Englisch / contributions in German are translated to English

Mit/With
Tizza Covi & Rainer Frimmel / Verena Dengler / Diedrich Diederichsen / Jürg Egli / Thomas Julier / Matthieu Laurette / Elizabeth Lebon / Thomas Locher / Martina Mächler / Angela Mc Robbie / Rosalie Schweiker & San Keller / Lisa Tan / Übermorgen (Lizvlx & Hans Bernhard) / Carey Young

Zum Programm
In der Tagung geht es um ein Doppeltes. Einerseits um Fragen, was ein gelebtes Leben bedeuten kann: Was heisst »leben« für mich als KünstlerIn? Welche Inhalte und Kriterien sind für mich entscheidend? Andererseits, und unauflöslich mit dieser Frage verbunden, ist die Frage nach dem »Überleben« – in ökonomischer, aber auch in psychischer, physischer und kultureller Hinsicht.
Mit anderen Worten: Welche Wünsche und Bedingungen, Voraussetzungen und Kompromisse, Krisen und Ernüchterungen, Entscheidungen und Zufälle bestimmen mein Leben als KünstlerIn?
»Über Leben« bringt KünstlerInnen und TheoretikerInnen unterschiedlicher Generationen und mit unterschiedlichen Biographien zusammen, über ihre Erfahrungen, Erkenntnisse und Modelle einer (selbstbestimmten) künstlerischen Existenz zu berichten.
In drei Formaten – Erfahrungsberichte von KünstlerInnen, wissenschaftliche Vorträge sowie künstlerische Arbeiten zum Thema  – eröffnet die Tagung Perspektiven auf heutige Herausforderungen und ermöglicht vertiefte Einblicke in künstlerische Lebensläufe und Lebensentwürfe.
Die zweistöckige Lobby versammelt Publikationen und präsentiert eine Auswahl von künstlerischen Arbeiten zum Thema.

About the program
The conference addresses two themes, as suggested by the play on words in its German title : »Über Leben« means »About life« whereas »Überleben« is »to survive.« What does »to live« mean for me as an artist? Which contents and criteria matter most?  On the other hand, and inextricably linked to the question the life one lives, is the issue of »survival« – in an economic, but also in a psychological, physical and cultural sense.
Thus, which desires and requirements, preconditions and compromises, disasters and disillusions, decisions and coincidences shape my life as an artist?
»Über Leben« invites artists and theorists from different generations and backgrounds to share their experiences, insights into and models of a (self-determined) artistic existence.
The conference opens up perspectives on the challenges facing artists today and provides deeper insights into artistic life stories and lifestyles using three formats: artists’ reports, academic lectures and artistic works on the subject.

The two-storied Lobby collects publications and presents a selection of art works on the topic.

(Download Booklet, PDF)
(Download Program, PDF)
(Download Flyer, PDF)

Performances: Study group »Performance« BKM lädt ein, 03.04.2018, Toni-Areal, 6.K04

Dienstag, 3. April 2018, Toni-Areal, 6.K04, ab 12:30h

12:30 
Torné, Maëlle
»This is a performance« 
(at the entrance cafe) 

13:00 
Breathing exercises at the room 

13:40
Time manipulation exercise
(during this session there will be small breaks and discussion) 

14:45 
Brantschen, Olivia 
»Ephemerals« 

15:00 
Break 

15:15 
Raja, Aysha
»Dear Diary« 

15:30 
Time manipulation exercise
(this session will be without pauses) 

16:30 
Break 

17:00 
Luca Buechler 
»Play« 

17:30 
Langer, Milena
»Planting Subjects«

17:40 
Sutter, Saskia
»Decontroller« 

17:45 
Svidron, Martin
»Turning Face« 

18:00
Zotter, Daniel Alejandro
»Goodnight Caribbean» 

18:15
Herrle, Kishana
»Lemon in Yellow« 

18:30 
Space/Scale exercise:

Raja, Aysha 
Herrle, Kishana
Torné, Maëlle
Brantschen, Olivia
Svidron, Martin
Langer, Milena
Zotter, Daniel Alejandro

19:00 
Discussion
Presentation of the Performance Study Group Blog 
Future Plans

Drinks and/or food until 20:30-21:00

For more information contact:
daniel.zotter@zhdk.ch
georgia.sagri@zhdk.ch

Hinweis: Buchpräsentation »Ökologien der Sorge«, 17.01.2018, Raumstation, Zürich

Ökologien der Sorge
Buchpräsentation – Mittwoch, 17. Januar 2018, 19.00h

raum÷station
stationsstrasse 21
8003 zürich
raumstation.cc

Tobias Bärtsch, Daniel Drognitz, Sarah Eschenmoser, Michael Grieder, Adrian Hanselmann, Alexander Kamber, Anna-Pia Rauch, Gerald Raunig, Pascale Schreibmüller, Nadine Schrick, Marilyn Umurungi, Jana Vanecek (Hg.)

»Die Abwertung der Sorge ist nicht weit entfernt von der Abwertung der Umwelt, von einer Gesellschaft, die die Umwelt zerstört, von der Negation der Körper.« (Precarias a la Deriva)

Ohne Sorge keine Liebe, keine Arbeit, keine Freude, keine Kunst, kein Leben. Die Gegenwart aus der Perspektive translokaler Sorgearbeit zu betrachten, heißt einen vielschichtigen, weitreichenden Gegensatz hervorzukehren: Wenig steht der kapitalistischen Logik dermaßen stark entgegen, wie die vielfältigen Schichten der Sorge. Gerahmt von den militanten Untersuchungen der Precarias a la Deriva und den ökosophischen Überlegungen Félix Guattaris unternimmt der vorliegende Band eine Reise durch queer-feministische, aktivistische und theoretische Räume gegenwärtiger Ökologien der Sorge.

Mit Texten von Manuel Callahan und Annie Paradise, Emma Dowling, Feel Tank Chicago, Félix Guattari, Isabell Lorey, Precarias a la Deriva, Maria Puig de la Bellacasa und Francesco Salvini.


transversal.at

Event: DKM talks »Enact. Empower?« – Gerald Raunig in Zusammenarbeit mit Nina Bandi, 05.12.2017, Toni-Areal, 5.T09

Dienstag, 5. Dezember 2017, Toni-Areal, 5.T09, 18.30h
Bitte kommt zahlreich, Frage- und Diskussions-freudig!

Gerald Raunig lebt und arbeitet zwischen Málaga und Zürich. Er ist Professor für Philosophie an der ZHdK, Mitgründer des European Institute for Progressive Cultural Policies (eipcp) und Redaktionsmitglied der multilingualen Plattform transversal texts (transversal.at). Zu seinen Publikationen zählen »DIVIDUUM. Maschinischer Kapitalismus und molekulare Revolution« (2015) und »Kunst und Revolution« (2. Auflage, 2017).

Seit den 1960er Jahren sucht die Kunst- und Kunsttheorie die Nähe zum politischen Aktivismus. Propagiert werden etwa queer-feministische oder postkoloniale Formen der künstlerischen Selbstäusserung und die nicht-hierarchische Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteur*innen. Oft handelt es sich dabei aber um eine Gratwanderung: Selbstorganisation ist längst Teil der kapitalistischen Ökonomien geworden. Und Partizipation verschleiert nicht selten soziale Ungleichheit und Abhängigkeiten in der globalisierten Welt. Wo bleiben also Freiräume für Kritik? Wo liegen Widersprüche und Potenziale für eine emanzipatorische künstlerische Praxis? Inwiefern und in welchem Rahmen lassen sich Machtverhältnisse verschieben?

Ausgehend von ihrer künstlerischen oder forschenden Tätigkeit stellten sich die Künstlerin Jasmina Metwaly (18.10.), die Schriftstellerin und Kunsthistorikerin Angela Dimitrakaki (28.10.), die Künstlerin Juliana Huxtable (1.11.), die Kritikerin Elisabeth Lebovici (13.11.)  im Rahmen von Abendveranstaltungen diesen Fragen. Sie präsentierten und reflektierten dabei nicht nur ihre jeweilige aktuelle Arbeit. Sie zeigten auch Fallstricke auf und führten die Grenzen der (Selbst-)Ermächtigung vor.

Eine Zusammenarbeit von Master Fine Arts, Bachelor Kunst & Medien und IFCAR Institute for Contemporary Art Research (Konzeption HS 17: Donatella Bernardi, Barbara Preisig, Gabrielle Schaad, Jörg Scheller, Christoph Schenker).

Kontakt: Gabrielle Schaad, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Bachelor Kunst & Medien, ZHdK

Hinweis: Jörg Scheller im ZETT-Magazin zum Thema »More is more«

Den gesamten Artikel findet ihr im neuen ZETT, auch online

Jens Risch, Seidenstück I, 2000-2004, 1000m Seidenzwirn weiss, sechsfach geknotet, ca. 100 Risse,
9 x 8 x 6 cm, Sammlung MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main, fotografiert von Jörg Baumann

Hinweis: Vortrag von Fred Turner »Cybernetic democracy, then and now«, 30.11.2017,

Das Institut für Theorie des DKV lädt ein zur Veranstaltung

Critical Thinking: The Future of Judgement
Donnerstag, 30. November 2017, 18.00h, Hörsaal 3.K01
Keynote mit Fred Turner: »Cybernetic democracy, then and now«

Freitag, 1.12., 9.30 Uhr, Raum 5.K03
Strategy Workshop mit Einzelvorträgen und Diskussion

Die Veranstaltung Critical Thinking: The Future of Judgement steht in einer Reihe mit den Strategie-Workshops zur ‘Digital Culture’, die seit zwei Jahren an der Zürcher Hochschule der Künste durchgeführt werden. Sie befasst sich – nach der Frage des Smart Curating zwischen Mensch und Technologie und des Social Hacking als Verfahren der Unterbrechung und Unterlaufung institutioneller Prozesse mit der Zukunft der demokratischen Öffentlichkeit, des kritischen Denkens und der Urteilskraft im Zeichen sozialer Netzwerke. Sie steht zugleich unter dem Eindruck einer sich abzeichnenden Legitimationskrise des Internets und der digitalen Netzwerke. Stichworte dieser Krise bilden die Verbreitung von ‚alternativen Fakten‘, die sich verselbständigenden Informationsblasen,
das ‚dark net‘, die Erosion des Sozialen in den kommunikativen Medien (‚Hate Speech‘), das Verschwinden von Diskussionskulturen sowie die einseitige ökonomische Überformung der Netzwerke durch die neuen Machtstrukturen von Big Data.

Die Veranstaltung wird organisiert vom Institut für Theorie, Departement Kulturanalysen und Vermittlung, zusammen mit der Universität St. Gallen und der Universität Konstanz.
Gefördert wird die Veranstaltung von der Internationalen Bodenseehochschule IBH

Für Rückfragen und Anmeldungen stehen wir jederzeit zur Verfügung: katrin.stowasser@zhdk.ch


Zürcher Hochschule der Künste
Zurich University of the Arts

Departement Kulturanalysen und Vermittlung
Institut für Theorie

Katrin Stowasser-Rohrer M.A.
Wiss. Mitarbeiterin, Institutskoordination

Toni-Areal, Pfingstweidstr. 96, Postfach, 8031 Zürich
Telefon +41 43 446 6504, Fax +41 43 446 4539
Mobile +41 798705413
katrin.stowasser@zhdk.ch

www.zhdk.ch, https://www.zhdk.ch/institut-fuer-theorie-996

Event: Ringvorlesung »Back to black? Das Black Mountain College […]« mit Jörg Scheller, 28.11.2017, Toni-Areal, 5.T09

Dienstags, 19 bis 21 Uhr im Hörsaal ZT 5.T09, Toni-Areal

Back to Black?
Das Black Mountain College: Ideen, Konzepte, Nachwirkungen

Das Black Mountain College (1933­ – 1956) geniesst einen legendären Ruf in der Kunstwelt. Vor allem in seinen Anfängen war es wesentlich geprägt von einer hoch motivierten Phalanx emigrierter Bauhaus-KünstlerInnen wie Josef und Anni Albers, Xanti Schawinski, Marcel Breuer, Walter Gropius u.a. Gelegen in der Peripherie von Asheville, North Carolina, entwickelte sich das College in kürzester Zeit zu einem Hort der Neo Avantgarde. KünstlerInnen, ArchitektInnen und SchriftstellerInnen wie John Cage, Buckminster Fuller, Katherine Litz, Robert Rauschenberg, Yvonne Rainer, Merce Cunningham und Charles Olson prägten das offene, interdisziplinäre und performative Klima in der Lehre und den berühmten Sommerakademien.

In Zeiten von Globalisierung, Digitalisierung und ge­sellschaftlichen wie auch politischen Umbrüchen, die Improvisationsgeschick und Komplexitätskompetenz erfordern, erlebt das Black Mountain College derzeit eine Renaissance. Es scheint, als böte es Lösungsansätze für die Herausforderungen der zunehmend hybriden Gegenwart. Vor diesem Hintergrund wirft die Vorlesungsreihe Schlaglichter auf die Geschichte, die Prinzipien und das Nachleben des Colleges: Inwiefern inspirierte das Black Mountain College die Gründung der Zürcher Hochschule der Künste? Welche pädago­gischen und philosophischen Theorien beeinflussten die am College praktizierte progressive, improvisatorische, experimentelle Lehre? Und lassen sich aus der spezifischen historischen Situation des Black Mountain College überhaupt Schlüsse auf die Gegenwart ziehen? Ist «Back to Black» Option oder Utopie?

3. Oktober
Hans-Peter Schwarz, Berlin / Zürich: Inspiration Black Mountain: Eine Spurensuche in der Vor- und Frühgeschichte der ZHdK
17. Oktober
Arvi Särkelä, Luzern: Kunst und Ästhetik des sozialen Lebens. John Deweys Philo­sophie der ästhetischen Erfahrung
31. Oktober
Andi Schoon, Bern: Showdown in der Dining Hall. Wie die US-Avantgarde der europäischen Moderne das Zepter entriss (mutmasslich am 16. August 1952)
14. November
Andrea Gleiniger, Zürich / Berlin: «Kunst und Technik eine neue Einheit» – vom Bauhaus zu Experiments in Art and Technology (E.A.T.) Das BMC als Katalysator.
28. November
Jörg Scheller, Zürich: Avantgarde und Avant-Pop. Zum Nachleben des Black Mountain College in der Popkultur
12. Dezember
Annette Jael Lehmann, Berlin: Reenactment Impossible? Collaboration and Community at Black Mountain College

Vorlesungsreihe Zürcher Hochschule der Künste, Herbstsemester 2017
Verantwortlich: Dr. Andrea Gleiniger (DDK) & Dr. Jörg Scheller (DKM)

Hinweis: Performance von und mit Stefanie Knobel »Oh my silly, silly, silly mind!«, 21.10.2017, Helmhaus, Zürich

Zwei weitere Performance-Samstagnachmittage von »Oh my silly, silly, silly mind!«

am kommenden Samstag, den 21.10. und am Samstag, den 04.11. (jeweils 11-17:30 Uhr, Choreografie, Loop 60’) und zur gleichnamigen Installation bei Eine Ausstellung für Dich (noch bis zum 19.11.17, Helmhaus Zürich)

Wir freuen uns über euer Kommen!
Stefanie, Samrat, Nina, Tabea, Anna, Désirée
http://sk-ein.ch/

Hinweis: Podiumsdiskussion »Was Ausserirdische uns über T0_N1 erzählen können«, 17.10.2017, Toni-Areal, Bibliothek MIZ

Dienstag, 17. Oktober 2017, 19.15h, Bibliotheken und Archive, Ebene 5

Verehrte Studierende, Herren und Damen!

Abendliche Podiumsdiskussion im gemütlichen Bibliotheksraum im Toni-Areal ein: »Was Ausserirdische uns über T0_N1 erzählen können«

Bibliotheken und Archive, Ebene 5
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96,
CH-8005 Zürich

Wir wagen uns auf eine Expedition ins schattenseitige T0_N1 und wollen den untrüglichen Anzeichen für die Existenz von Robotern, Monstern und Aliens auf den Grund gehen, um erste Erkenntnisse mit der Öffentlichkeit zu teilen und über das weitere Vorgehen mit folgenden Gästen zu diskutieren:

Bea Schlingelhoff (Künstlerin, Leiterin Bachelorkonferenz Praxis BA Kunst & Medien ZHdK)
Philipp Theisohn (Literaturwissenschaftler; SNF-Professur Deutsches Seminar UZH; Conditio Extraterrestris)
Tim Klauser (Architekt; wissenschaftlicher Mitarbeiter gta ETH Zürich)
Nadja Schmid + Björn Leo Bock (Studierende; MAE Curatorial Studies ZHdK; Konzept T0_N1)

Gesprächsleitung: Gabrielle Schaad (Kunsthistorikerin; wissenschaftliche Mitarbeiterin BA Kunst & Medien ZHdK und gta ETH Zürich)

Das Toni-Areal erinnert mit seiner futuristischen Anmutung an Raumschiffe aus dem Science-Fiction-Kosmos – und bis ins Fundament ist der modernen Architektur eine rational-funktionalistische Fabrik-DNA eingeschrieben. Es ist ein riesiger Moloch, ein wahres Monstrum von einem Gebäude. Ein solitäres Universum mitten in der Stadt Zürich, Hort von immersiver Klarheit und gläserner Transparenz.

Können hier andere (ästhetische, soziale, politische) Handlungsräume entstehen, wenn man das Areal (als Architektur, politisch-sozioökonomisches, ideologisches Konzept und Mikrokosmos oder „Gemeinschaft von 5000 NutzerInnen“) von seinen dominanten Assoziationen (etwa der Molkerei-Geschichte oder dem Zürcher Standort) löst, um es durch vielstimmige, fiktionale (utopische und dystopische) Erzählungen in neue Zusammenhänge zu bringen?

Freundliche Grüsse! Wir treffen uns in naher Zukunft…

Nadja + Björn
===============================================
nadja.schmid@zhdk.ch
bjoern.bock@zhdk.ch

MAE Curatorial Studies

Event: Öffentliche DKM-Talk-Reihe »Enact. Empower?«, 18.10.–5.12.2017, Toni-Areal

»Enact. Empower?«

Öffentliche Veranstaltungsreihe des Departments Kunst & Medien ZHdK
Toni-Areal, Pfingstweidstr. 96, 8031 Zürich

Raum und Zeit siehe auch ZHdK-Agenda
Eintritt frei, (Vorträge in Englisch)

Seit den 1960er Jahren sucht die Kunst- und Kunsttheorie die Nähe zum politischen Aktivismus. Propagiert werden etwa queer-feministische oder postkoloniale Formen der künstlerischen Selbstäusserung und die nicht-hierarchische Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteur*innen. Oft handelt es sich dabei aber um eine Gratwanderung: Selbstorganisation ist längst Teil der kapitalistischen Ökonomien geworden. Und Partizipation verschleiert nicht selten soziale Ungleichheit und Abhängigkeiten in der globalisierten Welt. Wo bleiben also Freiräume für Kritik? Wo liegen Widersprüche und Potenziale für eine emanzipatorische künstlerische Praxis? Inwiefern und in welchem Rahmen lassen sich Machtverhältnisse verschieben?

Ausgehend von ihrer künstlerischen oder forschenden Tätigkeit stellen sich die Künstlerin Jasmina Metwaly (18.10.), die Schriftstellerin und Kunsthistorikerin Angela Dimitrakaki (28.10.), die Künstlerin Juliana Huxtable (1.11.), die Kritikerin Elisabeth Lebovici (13.11.) sowie der Philosoph Gerald Raunig (5.12.) im Rahmen von Abendveranstaltungen diesen Fragen. Sie präsentieren und reflektieren dabei nicht nur ihre jeweilige aktuelle Arbeit. Sie zeigen auch Fallstricke auf und führen die Grenzen der (Selbst-)Ermächtigung vor.

Eine Zusammenarbeit von Master Fine Arts, Bachelor Kunst & Medien und IFCAR Institute for Contemporary Art Research (Konzeption HS 17: Donatella Bernardi, Barbara Preisig, Gabrielle Schaad, Jörg Scheller, Christoph Schenker).

Kontakt: Gabrielle Schaad, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Bachelor Kunst & Medien, ZHdK

»Enact. Empower?«
Public talk series at the Department Art & Media, ZHdK
Toni-Areal, Pfingstweidstr. 96, 8031 Zürich; for free, (lectures in English)

Since the 1960s art and art theory have been approximating activism. Ever since, queer-feminist or postcolonial tactics, as well as non-hierarchic forms of collaboration of diverse actors, have been propagated. Yet, they often demarcate a thin line: Self-organization has long been absorbed into capitalist economies. And, participation often veils, rather than exposes, inequalities and power-structures within a globalized world. Hence, where is space left for critique? Where lie contradictions and potential for an emancipatory art practice? In which frame and to which extent do these circumstances allow for shifting power-relations, opening up space for action?

Picking up on their recent works and practice our guests Jasmina Metwaly, artist (18.10.), Angela Dimitrakaki, art historian and writer (28.10.), Juliana Huxtable, artist (1.11.), Elisabeth Lebovici, critic (13.11.), and Gerald Raunig, philosopher (5.12.), will confront and try to answer these questions self-reflectively. They will not only provide for actual insights, but show snares and boundaries of (self-)empowerment.

A collaboration of Master Fine Arts, Bachelor of Arts in Art & Media und IFCAR Institute for Contemporary Art Research (Curation FS 17: Donatella Bernardi, Barbara Preisig, Gabrielle Schaad, Jörg Scheller, Christoph Schenker).

ZHdK-Agenda

Contact: Gabrielle Schaad, Research Associate, Bachelor of Arts in Art & Media, ZHdK

Event: Gespräch »Kann Kunst die Welt retten? Oder muss die Welt die Kunst retten?«, 12.10.2017, Toni-Areal, 4.T39

Donnerstag, 12. Oktober, 18.00h, Atelier Curatorial Studies 4.T39

CURATORIAL THINKING:

»Kann Kunst die Welt retten? Oder muss die Welt die Kunst retten?«
Rückschau und Analyse der documenta14 (Kassel 2017)
mit Dr. Christian Saehrendt

Hinweis: Buchpräsentation »Appetite for the magnificent. Von Aquarien«, 07.10.2017, Buchhandlung Kunstgriff, Zürich

Samstag, 7. Oktober 2017, 14.00 – 16.00h

Edition Patrick Frey & Buchhandlung Kunstgriff
laden ein zur Buchpräsentation von

Tania Willen, David Willen (Bild) und Jörg Scheller (Text)

Buchhandlung Kunstgriff
Limmatstrasse 270
8005 Zürich
facebook

News: Jörg Scheller in der WOZ (am 14.09.2017) »Schwermetall«

»Sich zu etwas Lächerlichem zu bekennen ist existenzbejahend.«

Religionswissenschaftlerin Anna-Katharina Höpflinger und Kunstwissenschaftler Jörg Scheller erforschen den Heavy Metal:

Ein Gespräch über Wellness, Religionsersatz und atomstrombetriebene Kritik an der Moderne (Interview: David Hunziker)

Publikation: 2 x Nils Röller im Buchformat – »Bittermeer« und Gesprächsbeitrag »Zur Genealogie des MedienDenkens«

Nils Röller
Bittermeer – Mare amoroso

168 S. 12,5×18. Klappenbroschur
€ 20,-
ISBN 978-3-903110-23-6
Wien: Klever, 2017

Aus dem Vorwort von »Bittermeer«
Die Sicht auf die Alpen weicht verspiegelten Fenstern, dazwischen werden Kräne aufgebaut und wieder demontiert. Die Baumassnahmen in Zürichs Europaallee werden durch Rammen eingeleitet. Nachts wird Beton zwischen den Gleisen gesägt. Bei dem Versuch, die Geräusche der Umgebung zu beschreiben, beginnt eine Übersetzungsbewegung. Sie führt zur Beschäftigung mit den Rhythmen von Gedichten, ihren Wellenbewegungen. Ist das Gleisfeld vor dem Hauptbahnhof ein Meer? Das Heute verschiebt sich täglich, stündlich. In Gedanken nennt sich das hoffnungsvoll Schiff, was sich beim Übersetzen bildet. Die Vorstellungen lassen sich stabilisieren mit dem, was konkret da ist: Tisch, Fenster, Papier, Computer. Wie konkret kann ein Computer sein? Ist er in ein Geflecht von Vorschriften eingebunden, das vergleichbar ist mit dem Text des Mare amoroso, der zwar in Standardwerken, auch in Taschenbüchern vorliegt, aber nicht endgültig fixiert ist? Der Text spricht von der Liebe als Meer in einer Zeit, als die Schifffahrt dynamisiert wurde. Über den Verfasser ist nichts bekannt. Eine Autorin? Eine Isolde? Sie wird im Text erwähnt, während der Name Tristan von einem Schreiber, der sich auch als Erläuterer verstand, hinzugefügt wurde.
Beim Übersetzen wird ein Textgefährt, das in einer Sprache wie in einem Gewässer schwimmt, in ein anderes überführt. Dabei wird der Text den Verhältnissen entsprechend umgerüstet. Wer übersetzt, grenzt Gebiete ab, in denen Textschiffe schwimmen. Die Unterscheidung zwischen den Wellen, die von Schiffen gebildet werden, und den Wellenbewegungen, Strömungen, Windverhältnissen im Zeichengebiet, stellt den Übersetzenden auf die Probe. Er wird zum Vehikel, Mischmobil.

Florian Hadler u. Daniel Irrgang (Hg.)
Zur Genealogie des MedienDenkens

640 Seiten, 17 x 24 cm, broschiert
€ 34, 80
ISBN 978-3-86599-312-0
Berlin: Kadmos, 2017

Siegfried Zielinski im Gespräch mit: Hans Belting, Knut Ebeling, Thomas Elsaesser, Wolfgang Ernst, VALIE EXPORT, Boris Groys, Sybille Krämer, Geert Lovink, Joachim Paech, Claus Pias, Hans Ulrich Reck, Hans-Jörg Rheinberger, Nils Röller, Otto Rössler, Florian Rötzer, Elisabeth von Samsonow, Henning Schmidgen, Peter Weibel und Hartmut Winkler.

Klappentext von »Zur Genealogie des MedienDenkens«
Die Publikation zu einer Genealogie des MedienDenkens versteht sich als eine unbedingt unvollständige und offen gebliebene Suche nach den Entwicklungen wissenschaftlicher und künstlerischer Diskurse über das, was Medien waren, sind und sein können. Sie nimmt ihren Ausgang bei den Gesprächen, die Siegfried Zielinski im »Forum zur Genealogie des MedienDenkens« von 2012 bis 2014 an der Universität der Künste Berlin mit seinen Gästen geführt hat und wird weitergeführt durch kommentierende Beiträge. Es ist ein Versuch, das zu greifen, was sich in den letzten Jahrzehnten in den Universitäten und mannigfaltigen Laboren der Gegenwart als Mediendenken herausgebildet hat. Die Publikation umfasst die beiden bisher im UdK-Verlag erschienenen Bände und ergänzt sie um weitere Gespräche.

Hinweis: Vortrag Prof. Dr. Sigrid Schade et al. »Marionetten in Sophie Taeuber-Arps Briefen«, 23.08.2017, Museum für Gestaltung – Schaudepot, Toni-Areal

Mittwoch, 23. August 2017, 18.00h

Mit dem Ankauf von ca. 450 unveröffentlichten Briefen und Ansichtskarten Sophie Taeuber-Arps durch die Zentralbibliothek Zürich hat sich die Quellenlage zur Schweizer Pionierin der konkreten Kunst grundlegend verändert. Das sich von 1905 bis 1942 erstreckende Konvolut ist Anlass zu einer Relektüre der kunsthistorischen Rezeption, die sich bisher fast ausschliesslich auf Erinnerungen von Hans Arp und weiteren Weggefährten bezog.

Das Forschungsprojekt fragt nach Sophie Taeuber-Arps Konzepten von Künstlerschaft, ihren Selbstverortungen zwischen angewandter, freier und darstellender Kunst, nach Abstraktionsverfahren sowie nach den Geschlechterzuschreibungen in deren Rezeption. Es sind Aufschlüsse über blinde Stellen der Erforschung des transdisziplinären Werks zu erwarten, besonders in Bezug auf Anstösse durch technische und mediale Innovationen. Die Forschung wird von einem Editionsprojekt begleitet.

Check it out: Das neue Vorlesungsverzeichnis Bachelor Kunst & Medien, ZHdK im HS 2017 ist online!

Vorlesungsverzeichnis Herbstsemester 2017

Allan Ruppersberg, (Who’s afraid of the new now?), 1988, aus der Serie Preview, Lithographie: Blatt, 56,2 × 35,1 cm, Whitney Museum of American Art, New York

Hinweis: Kontrovers »SVP und AfD – Die Schweiz als Vorbild der neuen Rechten«, 11.07.2017, Karl der Grosse, Zürich

19.00h, Erkerzimmer

SVP und AfD – Die Schweiz als Vorbild der neuen Rechten

Ob im Positionspapier von Pegida oder im Parteiprogramm der AfD – immer wieder taucht die Schweiz als Vorbild der neuen Rechten in Deutschland auf. AfD-Politiker wie Marc Jongen oder Alice Weidel fordern eine «Verschweizerung Deutschlands» – das Land gilt ihnen und vielen Rechten in Europa als Paradies.
Im Programm der AfD finden sich nicht nur nationale V olksabstimmungen, sondern auch viele Gesetzesvorhaben, die in der Schweiz schon lange Realität sind. Doch das Vorbild Schweiz lässt sich auch anders interpretieren: 30 Jahre Rechtspopulismus haben das Land zwar nach rechts rücken lassen, aber auch erfolgreiche Strategien gegen die Rechten etabliert. Für die Bundestagswahlen im September 2017 könnten sich also nicht nur die Rechten, sondern auch ihre Gegner von der Schweiz inspirieren lassen.
Charlotte Theile, Schweiz-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung, hat über diese Vorbildrolle der Schweiz das Buch «Ist die AfD noch zu stoppen?» geschrieben, das Ende Juni im Rotpunktverlag erscheint. Sie diskutiert mit Jörg Scheller (Kulturwissenschaftler und Dozent ZHdK).

Moderation: Philipp Loser (Tages-Anzeiger)

Eintritt frei. Eine Kooperation mit dem Rotpunktverlag

Laufend: Diplomausstellung Bachelor Kunst & Medien, ZHdK, 09.–18.06.2017, Toni-Areal

Letzten Donnerstag eröffnete die Diplomausstellung 2017 mit zahlreichen Besucher*innen im Toni-Areal. Danke an alle, die dabei waren.

Die Arbeiten der diesjährigen Absolvent*innen sind noch bis und mit Sonntag, 18. Juni 2017 zu sehen!

Übersichtsplan, Bachelor Kunst & Medien (PDF Vorschau, 720 KB)

Event: Vernissage »Diplomausstellung Bachelor Kunst & Medien, ZHdK«, 08.06.2017, Toni-Areal

Vernissage: 8. Juni 2017, ab 17.00h
Ausstellung: 9. bis 18. Juni 2017, 12.00 -20.00h

Siehe ZHdK-Agenda

Event: MA Fine Arts »Fabulations«, 19.05.2017, Toni-Areal, 3.E08, 5.K06, 5.K12

Ab 18.00h

Jeremy Ayer, (Following the footsteps), 2017

Fabulieren ist im europäischen Diskurs ein Verfahren, ferne Welten zu denken, zu klassifizieren und vor allem zu imaginieren. In leichten Abweichungen von dieser Dominanz ist die Technik des Fabulierens oftmals die einzige Möglichkeit, Tatsachen, die sich scheinbar nicht erfassen lassen, weil sie zu abstrakt, nicht sichtbar oder sprachlos sind, möglichst exakt darzustellen. Solche vielfach als phantasmisch wahrgenommenen Repräsentationen dienen der Produktion von Mythen und der Hervorbringung sozialer Imaginationen. Dadurch können sie sowohl zu Prozessen der Gewalt, wie im Falle von rassistischen Konstruktionen, als auch – in Form eines kreativen Fiktionalisierens – zur ermächtigenden Befreiung aus der Dominanz von Archiven und Historizitäten führen (etwa in den literarischen critical fabulations des Feminismus oder den documentary fabulations im politischen Film).

MFA Praxisseminar begleitet von Christian Hübler, Philip Matesic, Gerald Raunig und Yvonne Wilhelm.
 
Projektraum / 3.E08, 18.00 – 22.00h
Moving through Feminist (String-) Figures, writing, stealing and listening to text fragments, stories and sounds of our worldmaking practices, accompanied by non-human kinship, technical equipment and musical instruments, our group will occupy the given space in an expanded improvisation. We will try to get bound up in a „spiral dance“, taking the goddesses and especially the arrogance of anthropos down towards the underworlds of what Donna Haraway calls the chuthulucene. Just another story, next to thousands of others.

mit Ann Caroline Baur, Magda Drozd, Vanessa Heer, Susanne Hefti and Sarah Züst
 
Aktionsraum / 5.K06, 18.00 – 22.00h 
A line with no start and no end. Approaching the space as a conclusion of a path which started from a common outline in each others’ work and ended with the consciousness of becoming a mixed vision devoted to a certain kind of randomness. Our work started from problematic notions such as Swissness, Identity, or Common sense and led us to a state in which research materials on the matter and final artworks are positioned on the same level. The authorship is lost and the curation of the line is hold by someone who is a complete outsider and will articulate rhythm and emphasis of the exhibited works.

mit Jeremy Ayer, Marco Fedele di Catrano, Susanne Steiger, Milva Stutz and Salvatore Vitale
 
Kunstraum / 5.K12, 18.00 – 22.00h 

Nomadische Aphorismen Werkstatt
Die Durchquerung, Durchschiffung der subsistenziellen Territorien mit sozialen Textmaschinen. Haptische, umherschweifende Tippbewegungen saugen wellend Ankopplungen, Abkopplungen rhythmisch auf und lassen sie mechanisch in die technische Schreibmaschine fliessen. Kollaborativ im umfassendsten Sinn werden Autorinnen, Textfragmente, Dinge und Affekte durch Zeiten und Räume hindurchgeschleift, angezettelt und losgelassen.
 
(re-)presentation (re-)fabulated
aus einem fluiden, aus kommunikation entstandenen, archivartigen strang von erzählungen, ideen und vermeintlichen realitätsrepräsentationen, -darstellungen oder -abbildungen generiert sich ein kleiner auszug. fabulation nicht nur als übergreifende, allumfassender gegenweltentwurf, sondern auch als ausflüchte im vermeintlich kleinen, bestehenden und bekannten. gewissermassen als tagtraum, der kaum einen augenblick dauert, als eskapistische episode oder als fantasie eines, wenngleich nur marginal, besseren hier und jetzt.

mit Cliff Bruckmann, Michael Grieder, Adrian Hanselmann, Max Heinrich, Matthias Lichti and Dominic Neuwirth

The revolution will not be shared online
Performance mit Desirée Gnaba und Cécile Müller, Runa Zazai, Vanessa Meijer

Getränkebar ab 18.00h im oder vor dem Kunstraum / 5.K12

Event: Screening von Fabrizio Terranovas Film, 09.05.2017, Toni-Areal, 2.A05

18.00h, 2. Floor, Room 2.A05
»Cat cradle with Donna Haraway«

An evening of screenings on the occasion of Fabrizio Terranova’s film »Donna Haraway: Story telling for earthly survival«

Donna Haraway is a prominent scholar in the field of science and technology, a feminist, and a science-fiction enthusiast who works at building a bridge between science and fiction. She became known in the 1980s through her work on gender, identity, and technology, which broke with the prevailing trends and opened the door to a frank and cheerful trans species feminism. Haraway is a gifted storyteller who paints a rebellious and hopeful universe teeming with critters and trans species, in an era of disasters. Brussels filmmaker Fabrizio Terranova visited Donna Haraway at her home in California, living with her – almost literally, for a few weeks, and there produced a quirky film portrait. Terranova allowed Haraway to speak in her own environment, using attractive staging that emphasized the playful, cerebral sensitivity of the scientist. The result is a rare, candid, intellectual portrait of a highly original thinker.
http://earthlysurvival.org

Fabrizio Terranova, who lives and works in Brussels, is a film-maker, activist, dramaturge, and teacher at erg (École de recherche graphique) in Brussels, where he launched and co-runs the master’s programme in Récits et expérimentation/Narration spéculative (Narrations and experimentation/ Speculative narration). Terranova is the author of Josée Andrei, An Insane Portrait, an experimental documentary that was turned into a book published by Les Editions du souffle. He is also a founding member of DingDingDong – an institute to jointly improve knowledge about Huntington’s disease. He has recently published the article “Les Enfants du compost” in the joint publication Gestes spéculatifs (Les Presses du réel, 2015).

Program:
6.00 PM
THE SEA HORSE,
Jean Painlevé, 1934
6.30 PM
DONNA HARAWAY: STORY TELLING FOR EARTHLY SURVIVAL,
Fabrizio Terranova, 2016
Apéro
8.30 PM
STRING FIGURES WITH CRITTER FLICKS ON YOUTUBE: TYING KNOTS WITH DONNA HARAWAY
A playful compilation of Youtube links and other videos, taken from the profuse and joyful exchanges that developed between Donna Haraway and Fabrizio Terranova while working on the film. Animation shorts of militant cows, anti-globalization preaches, GoPro cameras strapped to aquatic animals, anti-Trump folk songs… as rituals of resistance and dance against the horror and stagnation.
Hosted by BA Art & Media

Hinweis: Theory Tuesday mit Melanie Matthieu, Riikka Tauriainen und Philip Matesic, 02.05.2017, Kunsthalle Zürich

 20.00h

For this Theory Tuesdays session Melanie Matthieu and Riikka Tauriainen have selected the essay «The Carrier Bag Theory of Fiction» by Ursula Le Guin from the book «Dancing at the Edge of the World» (Grove Press, 1989). The essay and session will be in English (more information).

Salon: »Bier und Kuchen (und Kunst)«, 19.04.2017, Toni-Areal, 3.F10

20.00h, Toni-Areal, 3.F10

Die, die uns sicher ihre Werke zeigen werden:
Zahra Atifi / Magda Drozd / Bálint Liptay / Jonathan Daza Ospina / Rosamund Eliza Van der Westhuizen

Zum kennenlernen bring’ einen Stick mit deinen Arbeiten oder Kunstwerken mit – easy als ein update während wir Bier trinken.

B&K&K is a contemporary form of the traditional ‚Salon‘. An event to enjoy contemporary art within the frames of a friendly and household-like setting. The visitors are not just having a look at artworks, but can converse about it, get to know each other and the artists while eating homemade cookies and drinking beer. It is a reshaped ‚Salon‘ not only because it is held regularly once a month, aiming to share the most up-to-date works of artists, but because of the transdisciplinary approach of curation. Each event includes different types of presenters from other realms of art: visual arts presentations and films, performances, portfolio reviews, life classical and contemporary music.

Event: Gespräch mit Prof. Dr. Philipp Sarasin, 05.04.2017, Toni-Areal, 5.K12

19.00 – 20.30h, 5.K12
»Künstlerische und wissenschaftliche Zugänge zur Geschichte«

Am nächsten Mittwoch, den 5. April ist Philipp Sarasin, Professor für Geschichte der Neuzeit und Schweizer Geschichte am Historischen Seminar der Universität Zürich zu Gast an der ZHdK. Das öffentliche Gespräch mit dem Titel »Künstlerische und wissenschaftliche Zugänge zur Geschichte« findet im Rahmen einer Projektwoche des Bachelors Kunst und Medien des Masters Transdisziplinarität statt. Weitere Informationen über den Referenten findet ihr hierProf. Irene Vögeli, Co-Leitung Master Transdisziplinarität

»Künstlerische und wissenschaftliche Zugänge zur Geschichte:
Ein Gespräch mit Philipp Sarasin zu Technopolitics«

Die Gegenwart scheint die Geschichte verschluckt zu haben. Ständig werden wir mit Neuem konfrontiert. Gleichzeitig erscheint unser eigenes Leben als einzigartig, mehr die Folge individueller Entscheidungen als von kollektiven Prozessen. Das Grosse und Ganze ist zersplittert in viele Fragmente, und den grossen Narrativen wird misstraut, weil sie nur allzu leicht als partiell und ausschliessend empfunden werden. Aber auch die überraschendsten Ereignisse haben eine lange Vorgeschichte, und wir alle sind nach wie vor geprägt von der Epoche, in der wir leben.
»Technopolitics« ist ein künstlerisches Forschungsprojekt, das sich mit dem Verhältnis von singulärem kulturellem Handeln und strukturellen gesellschaftlichen Veränderungen beschäftigt. Zu diesem Zweck wird zurückgegriffen auf die älteste Form der Geschichtsschreibung, die Chronologie, in Form einer graphischen Timeline, die 1900 beginnt und in über 500 Einträgen die Entstehung der Informationsgesellschaft auf verschiedensten Ebenen aufzeichnet. Ziel aber ist nicht die Entwicklung einer neuen grossen Narration. Vielmehr bietet die Technopolitics-Timeline einen offenen Rahmen, in dem verschiedene Perspektiven nebeneinander Platz haben und sichtbar werden und der laufend neue Fragen generiert und ins Gespräch bringt.

Hinweis: Screening Andrei Tarkovski »Stalker«, 04.04.2017, Toni-Areal, Kino Toni

Für alle, die den Klassiker noch nie auf Grossleinwand gesehen haben!

Di 04.04.2017 19:00
Stalker – Andrei Tarkovski, UdSSR 1979 
2h 43min, OV Russisch, Englische UT
19:00 – 21:45 im Kino Toni

Im dystopischen Russland entstand durch eine Katastrophe eine hermetisch abgeriegelte strahlenverseuchte Zone, in der Wunder zu wirken scheinen. Gerüchten zufolge beherbergt diese Zone einen Raum, der tiefste Wünsche wahr werden lässt. Der „Stalker“, ein spiritueller Reiseführer durch die Zone, wird von einem Schriftsteller und einem Wissenschaftler angeheuert, sie zu diesem Raum zu bringen. Tarkovsky macht aus dieser Prämisse nicht nur guten Sci-Fi, sondern eine hypnotische Parabel, deren meditative Bilder sich für lange Zeit ins Gedächtnis brennen.
Hosted by Klub Kuleshov
Eintritt extern CHF 5.-
Eintritt für ZHdK und ZHAW Angehörige gratis

Event: Talk mit T.J. Demos, 31.03.2017, Toni-Areal, 3.K13

Friday, 31 March 2017, 18.30 – 20.00h, Room 3.K13
»Against the Anthropocene: The many names of resistance«

Drawing on his forthcoming book, Against the Anthropocene: Visual Culture and Environment Today (Sternberg Press), T.J. Demos will examine creative models of cultural practice modeling alternatives to the human exceptionalism, anthropocentrism, and technoscientific rationality of the Anthropocene thesis. Rather than uncritically endorsing and recirculating the terminology, conceptualization, and practice of Anthropocene ideology, radical artistic and activist practitioners are exploring multi-species ontologies, experimental and multidisciplinary pedagogies, eco-sexual economies, and forms of institutional liberation, doing so under a variety of names.

This talk is hosted by the MFA program at ZHdK and is made possible thanks to a collaboration with Charlotte Matter, University of Zurich (MA Kunstgeschichte im globalen Kontext). Rory Rowan, University of Zurich (Political Geography Research Unit), will moderate the Q&A following the lecture, in cooperation with art historian Emily Scott, who teaches at the ETH. Special thanks to Ursula Biemann.

Publikation: »Paratexte. Scharnier zwischen Produktion, Vermittlung und Rezeption«

Barbara Preisig, Judith Welter und Lucie Kolb (Hgs.): »Paratexte. Scharnier zwischen Produktion, Vermittlung und Rezeption, Zürich, Diaphanes, (erscheint am 22.05.2017).

Wir sind heute mit Werkformen konfrontiert, die in Form von Einladungskarten, Ausstellungskatalogen, Zeitschriften, Webseiten usw. in Erscheinung treten oder die, scheinbar losgelöst vom Werk, nur noch in Erzählungen weiter bestehen. Heute können Kunstwerke nicht mehr unabhängig von ihrem Rezeptionskontext gelesen werden, und Formate der Vermittlung selbst sind in die künstlerische Produktion eingegangen. An der Schnittstelle von Rezeption, institutioneller Rahmung und künstlerischem Format angesiedelt, verschränken sich in ihrer Gestaltung und Konzeption oftmals künstlerische, kuratorische und theoretische Praktiken. In diesem Buch werden paratextuelle Phänomene in der Kunst diskutiert und gleichzeitig dieser von Gérard Genette entlehnte Begriff auf seine methodischen Möglichkeiten für die Analyse zeitgenössischer künstlerischer Praxis hin untersucht.

Mit Beiträgen von Lucie Kolb, Barbara Preisig, Judith Welter, Beatrice von Bismarck, Annette Gilbert, Eva Kernbauer, Antje Krause-Wahl und Rachel Mader