Artist talk: »Mit Teufels Segen«, 18.10.2018, Toni-Areal, 5.T09

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 19.00h
Toni-Areal, Raum 5.T09

Zeal & Ardor

»Mit Teufels Segen«
African-American Spiritual und skandinavischer Black Metal sind Musikgenres, die vordergründig nichts miteinander zu tun haben. Ja, sie scheinen einander geradezu auszuschliessen. Manuel Gagneux hingegen kombiniert sie mit seinem Musikprojekt Zeal & Ardor. Die funkelnd dunklen Songs des Basler Musikers klingen so selbstverständlich, als habe immer schon viel Spiritual im Black Metal und viel Black Metal im Spiritual gesteckt. Vielleicht waren es ja nur die unterschiedlichen sozialen Milieus, die eine Synthese verhinderten? Nun ist sie auf jeden Fall vollzogen – mit durchschlagendem Erfolg. Was 2013 als Heimstudioprojekt begonnen hatte, ist heute eine international tourende Band. Bereits das zweite Studioalbum Devil is Fine (2016) wurde vom Rolling Stone Magazine unter die »Best Metal Records of 2016 so Far« gewählt, Stranger Fruit (2018) kletterte bis auf den zweiten Platz der Schweizer Charts. Im Gespräch mit Jörg Scheller (Departement Kunst & Medien) und Dennis Bäsecke-Beltrametti (Departement Musik) wird Gagneux aus seinem Alltag als Musiker berichten, über Formen der kulturellen Aneignung diskutieren sowie Einblicke in seine Kompositions- und Aufführungspraxis geben.

Eine Kooperation der Departemente Musik und Kunst & Medien

Hinweis: Temporärer Raum und Buchladen »151 Allmendstrasse«, 07.06.–28.07.2018, Allmendstrasse 151, Zürich

Sommerloch? – Vonwegen! – Am 6. Juni 2018 eröffnete der Projektraum

»151 Allmendstrasse«, den Lucie Kolb gemeinsam mit Ann-Kathrin Eickhoff betreibt. Über die Dauer von zwei Monaten (07.06.–28.07.2018) finden dort Lesungen, Vorträge und Filmvorführungen statt.

Ausgehend vom Book Mosaic (1990) des britischen Künstlers Stephen Willats wird die partizipative Installation »151 Allmendstrasse Mosaik« erarbeitet. Mehr dazu erfahrt ihr hier!
In Zusammenarbeit mit: ORAIBI + BECKBOOKS.
Beiträge von Jessica Aimufua, Kathrin Bentele, Nicolas Brulhart, continent., Annemarie Hösli, Milena Maffei, Philipp Messner, Christoph Schifferli, Geraldine Tedder, Ramaya Tegegne und Stephen Willats

151 Allmendstrasse
8041 Zürich
Freitags 17.00 – 20.00h, Samstags 14.00 – 18.00h und nach Vereinbarung
info@151allmendstrasse.ch

24. Juni 2018, 17.00h
Lesegruppe mit Ann-Kathrin Eickhoff und Philipp Messner. Anmeldung und Text unter: info@151allmendstrasse.ch

Merve Lowien, Weibliche Produktivkraft. Gibt es eine andere Ökonomie?, Berlin 1977.

19. Juni 2018, 18.00h
Gespräch mit Ramaya Tegegne und Elene Abashidze

5. Juli 2018, 19.00h
Filmscreening und Editions-Release mit Valentina Triet

19. Juli 2018, 19.00h
Filmscreening und Gespräch mit Nicolas Brulhart, Ann-Kathrin Eickhoff und Geraldine Tedder

28. Juli 2018, 18.00h
»Separatismus und Intersektionalität«, Gespräch mit Bea Schlingelhoff
Finissage, Grill ab 20.00h

»151 Allmendstrasse« ist ein temporärer Buchladen und Veranstaltungsraum in Zürich-Manegg initiiert von Ann-Kathrin Eickhoff und Lucie Kolb. Die angebotenen Bücher können auch vor Ort gelesen werden.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Der Raum ist barrierefrei.

Vortragsreihe BACK TO BLACK: Dieter Lesage zu »From Black Mountain to Artistic Research. The Academy’s Atlantic Crossings«, 26.04.2018, Toni-Areal, 5.T09

Liebe Studierende, liebe KollegInnen,

Den nächsten Vortrag im Rahmen der Vorlesungsreihe «Back to Black? Das Black Mountain College: Ideen, Konzepte, Nachwirkungen» hält:

am Donnerstag, den 26. April, 2018

Dieter Lesage (Brüssel/Berlin) unter dem Titel:

»From Black Mountain to Artistic Research. The Academy’s Atlantic Crossings«

Zeit: 19:00 Uhr
Ort: Hörsaal ZT 5.T09

Über zahlreiches Erscheinen freuen sich – wie immer – Jörg Scheller (DKM) und Andrea Gleiniger (DDK)


Revisiting Black Mountain

Open call: APN-Workshop »Thinking out loud« mit Hayahisa Tomiyasu, Aurélie Mermod, Gabrielle Schaad et al., 26.–28.04.2018, Toni-Areal, 2.A05 // Kunsthalle Zürich

Liebe Student*innen, Mitarbeiter*innen und Dozent*innen,

Schreibt uns und denkt laut mit. – Wir freuen uns auf Eure Anmeldungen!

Und laden herzlich zu einem dreitägigen Workshop Ende April (26.–28.04.2018) ein. Am Ausgangspunkt stehen 55 inter-medial orientierte Fotografien des japanischen Künstler*innen-Kollektivs Experimental Workshop (Jikken Kôbô, 1951–1957), die zwischen 1953 und 1954 als Titelblätter für vermischte Meldungen in der japanischen Wochenillustrierten Asahi Gurafu (APN Portfolios) angefertigt wurden.
Im Hinblick auf ein laufendes Publikationsprojekt der Edition Patrick Frey dient der Workshop dem gemeinsamen, explorativen Lernen, einem Dialog zwischen aktueller und historischer (avant-gardistischer) Kunstpraxis sowie dem Nachdenken über den theoretischen und praktischen Umgang mit situiertem Wissen jenseits medialer Fixierungen.
Der japanische Kunsthistoriker Kin’ichi Obinata (Kyûshû Sangyû University) und die in Paris lebende Kuratorin Mélanie Mermod werden den Workshop exklusiv begleiten.

Anmeldung und detailliertes Programm unter: apn.workshop@protonmail.com
Weitere Infos

Partner*innen dieses Workshops sind: Edition Patrick Frey Zürich, Kunsthalle Zürich, FotoMuseum Winterthur, ZHdK Dossier Internationales, École Nationale des Beaux Arts Lyon, Kiyoji Ohtsuji Archive Project Tokyo

(PDF download)

 

Event: Talk »Fremdmaterial« – mit Rapperin Sookee, Jörg Scheller et al., 19.04.2018, Toni-Areal, 5.K12

»Fremdmaterial« – Identität durch Fremdmaterial in der HipHop-Kultur

Donnerstag, 19. April 2018, 13.00h
Toni-Areal, Kunstraum, Ebene 5, 5.K12
Pfingstweidstrasse 96, Zürich

Sookee im Gespräch mit Jörg Scheller und Dennis Bäsecke-Beltrametti

Sampeln, Appropriieren, Kopieren, Zitieren und Remixen sind typisch für Rap und Hip-Hop. Doch es handelt sich nicht nur um musikalische Techniken. Die Verwendung von Fremdmaterial hat auch eine politische und ethische Dimension – ganz zu schweigen von einer juristischen. Eine Kultur des »Uncreative Writing« (Kenneth Goldsmith) hinterfragt Begriffe wie Originalität, Genie oder Kreativität, sofern man darunter Schöpfungen eines geheimnisvollen, isolierten Künstler-Ichs versteht. In der Politik könnten diesem »Ich« charismatische, vermeintlich einzigartige und unersetzliche Staatslenker entsprechen. Die Songs der queerfeministischen Berliner Rapperin Sookee machen diese Zusammenhänge deutlich – und tanzbar! Auf Basis von Samples, die schon mal dem Werk Johannes Brahms‘ entstammen, rappt sie unter anderem über Sexismus, Machismo und den gegenwärtigen Rechtsruck, aber auch über Selbstzweifel und persönliche Versäumnisse. Und natürlich geht es auch um die geteilte Kultur des HipHop selbst: »Also in dem Sinne, dass ich immer nur Gast bin / HipHop gehört mir nicht, das ist sinnloser Schwachsinn« (»Who owns HipHop«, vom Album Lila Samt, 2014).

Im Gespräch mit Jörg Scheller und Dennis Bäsecke-Beltrametti berichtet Sookee von ihrem Alltag als Musikerin im Spannungsfeld von Pop und Politik und beantwortet Fragen des Publikums.

In verschiedenen Formaten nähern sich die Gesprächspartner*innen dem Thema »Fremdmaterial in der Musik«.

Event: Tagung Departement Kunst & Medien »ÜBER LEBEN«, 26.–28.04.2018, Toni-Areal, 5.K09/5.K12

»ÜBER LEBEN« 

Wie leben KünstlerInnen? Haltungen, Erfahrungen, Strategien
How do artists live/survive? Positions, experiences, strategies

Departement Kunst & Medien / Alumni-Organisation netzhdk

26.-28. April 2018, ZHdK, Toni-Areal, 5.K09/5.K12
Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich

In Deutsch und Englisch / contributions in German are translated to English

Mit/With
Tizza Covi & Rainer Frimmel / Verena Dengler / Diedrich Diederichsen / Jürg Egli / Thomas Julier / Matthieu Laurette / Elizabeth Lebon / Thomas Locher / Martina Mächler / Angela Mc Robbie / Rosalie Schweiker & San Keller / Lisa Tan / Übermorgen (Lizvlx & Hans Bernhard) / Carey Young

Zum Programm
In der Tagung geht es um ein Doppeltes. Einerseits um Fragen, was ein gelebtes Leben bedeuten kann: Was heisst »leben« für mich als KünstlerIn? Welche Inhalte und Kriterien sind für mich entscheidend? Andererseits, und unauflöslich mit dieser Frage verbunden, ist die Frage nach dem »Überleben« – in ökonomischer, aber auch in psychischer, physischer und kultureller Hinsicht.
Mit anderen Worten: Welche Wünsche und Bedingungen, Voraussetzungen und Kompromisse, Krisen und Ernüchterungen, Entscheidungen und Zufälle bestimmen mein Leben als KünstlerIn?
»Über Leben« bringt KünstlerInnen und TheoretikerInnen unterschiedlicher Generationen und mit unterschiedlichen Biographien zusammen, über ihre Erfahrungen, Erkenntnisse und Modelle einer (selbstbestimmten) künstlerischen Existenz zu berichten.
In drei Formaten – Erfahrungsberichte von KünstlerInnen, wissenschaftliche Vorträge sowie künstlerische Arbeiten zum Thema  – eröffnet die Tagung Perspektiven auf heutige Herausforderungen und ermöglicht vertiefte Einblicke in künstlerische Lebensläufe und Lebensentwürfe.
Die zweistöckige Lobby versammelt Publikationen und präsentiert eine Auswahl von künstlerischen Arbeiten zum Thema.

About the program
The conference addresses two themes, as suggested by the play on words in its German title : »Über Leben« means »About life« whereas »Überleben« is »to survive.« What does »to live« mean for me as an artist? Which contents and criteria matter most?  On the other hand, and inextricably linked to the question the life one lives, is the issue of »survival« – in an economic, but also in a psychological, physical and cultural sense.
Thus, which desires and requirements, preconditions and compromises, disasters and disillusions, decisions and coincidences shape my life as an artist?
»Über Leben« invites artists and theorists from different generations and backgrounds to share their experiences, insights into and models of a (self-determined) artistic existence.
The conference opens up perspectives on the challenges facing artists today and provides deeper insights into artistic life stories and lifestyles using three formats: artists’ reports, academic lectures and artistic works on the subject.

The two-storied Lobby collects publications and presents a selection of art works on the topic.

(Download Booklet, PDF)
(Download Program, PDF)
(Download Flyer, PDF)

Event: Talk mit Benjamin Sommerhalder (Nieves), 10.04.2018, Toni-Areal, 2.A05

Dienstag, 10. April 2018
Toni-Areal, Viaduktraum 2.A05, 18.30h

Benjamin Sommerhalder (*1977 Aarau, lebt in Zürich) studierte Grafik an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich. 2001 gründete er den Verlag Nieves, der Künstlerbücher und Zines veröffentlicht und weltweit verkauft. Als Verleger und Gestalter wurde er bereits mit dem Jan-Tschichold-Preis und dem Preis der Peter-Kneubühler-Stiftung ausgezeichnet. 2016 erhielt er einen Swiss Art Award im Bereich Kritik/Edition/Ausstellung.

Im Rahmen eines Zine-Workshops organisiert von Nadia Graf, gibt Benjamin Sommerhalder Einblick in seine verlegerische Tätigkeit und stellt ausgewählte Zines vor.

Vorträge: »Back to Black?« die Zweite; Vorlesungsreihe zum Black Mountain College, 08.03.–24.05.2018, Toni-Areal, 5.T09

Vorlesung »Back to Black? – DAS BLACK MOUNTAIN COLLEGE:IDEEN, KONZEPTE, NACHWIRKUNGEN«, Folge 2

Verantwortlich: Dr. Andrea Gleiniger (DDK) und Dr. Jörg Scheller (DKM)

Das Black Mountain College (1933-1956) genießt einen legendären Ruf in der Kunstwelt. Vor allem in seinen Anfängen war es wesentlich geprägt von einer hoch motivierten Phalanx emigrierter Bauhaus-KünstlerInnen wie Josef und Anni Albers, Xanti Schawinski, Marcel Breuer, Walter Gropius u.a. Gelegen in der Peripherie von Asheville, North Carolina, entwickelte sich das College in kürzester Zeit zu einem Hort der Neo Avantgarde. KünstlerInnen, ArchitektInnen und SchriftstellerInnen wie John Cage, Buckminster Fuller, Katherine Litz, Robert Rauschenberg, Yvonne Rainer, Merce Cunningham und Charles Olson prägten das offene, interdisziplinäre und performative Klima in der Lehre und den berühmten Sommerakademien. In Zeiten von Globalisierung, Digitalisierung und gesellschaftlichen wie auch politischen Umbrüchen, die Improvisationsgeschick und Komplexitätskompetenz erfordern, erlebt das Black Mountain College derzeit eine Renaissance. Es scheint, als böte es Lösungsansätze für die Herausforderungen der zunehmend hybriden Gegenwart. Doch lassen sich aus der spezifischen historischen Situation des Black Mountain College überhaupt Schlüsse auf die Gegenwart ziehen? Ist «Back to Black» noch Option oder noch Utopie? Vor diesem Hintergrund setzen wir die im Herbstsemester 2017 begonnene Vorlesungsreihe fort und aktualisieren den Diskurs um das BMC im Hinblick auf Themen wie: sein Fortleben in freien, «autonomen» Schulen, zum Beispiel der F + F in Zürich; die Aktualität transdisziplinärer Projekte in Programmen künstlerischer Forschung; die Vorstellung aktueller Künstlerkonzepte sowie die wissenschafts- und techniktheoretische Reflexion des Verhältnisses von Kunst, Technik und Wissenschaft. Die Vorlesung findet jeweils Donnerstags, 19:00 Uhr im Hörsaal 5.T09 zu folgenden Terminen statt:

08. März: Annette Jael Lehmann, Reenactment Impossible? Collaboration and Community at Black Mountain College

29. März: Michael Hiltbrunner, DROP OUT OF ART SCHOOL. Bauhaus, Ulm, F+F, ZHdK – und was tun wir jetzt?

26. April: Dieter Lesage, From Black Mountain to Artistic Research. The Academy’s Atlantic Crossings

17. oder 24. Mai: Eva Diaz (angefragt)

Weitere Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Event: DKM talks »Enact. Empower?« – Gerald Raunig in Zusammenarbeit mit Nina Bandi, 05.12.2017, Toni-Areal, 5.T09

Dienstag, 5. Dezember 2017, Toni-Areal, 5.T09, 18.30h
Bitte kommt zahlreich, Frage- und Diskussions-freudig!

Gerald Raunig lebt und arbeitet zwischen Málaga und Zürich. Er ist Professor für Philosophie an der ZHdK, Mitgründer des European Institute for Progressive Cultural Policies (eipcp) und Redaktionsmitglied der multilingualen Plattform transversal texts (transversal.at). Zu seinen Publikationen zählen »DIVIDUUM. Maschinischer Kapitalismus und molekulare Revolution« (2015) und »Kunst und Revolution« (2. Auflage, 2017).

Seit den 1960er Jahren sucht die Kunst- und Kunsttheorie die Nähe zum politischen Aktivismus. Propagiert werden etwa queer-feministische oder postkoloniale Formen der künstlerischen Selbstäusserung und die nicht-hierarchische Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteur*innen. Oft handelt es sich dabei aber um eine Gratwanderung: Selbstorganisation ist längst Teil der kapitalistischen Ökonomien geworden. Und Partizipation verschleiert nicht selten soziale Ungleichheit und Abhängigkeiten in der globalisierten Welt. Wo bleiben also Freiräume für Kritik? Wo liegen Widersprüche und Potenziale für eine emanzipatorische künstlerische Praxis? Inwiefern und in welchem Rahmen lassen sich Machtverhältnisse verschieben?

Ausgehend von ihrer künstlerischen oder forschenden Tätigkeit stellten sich die Künstlerin Jasmina Metwaly (18.10.), die Schriftstellerin und Kunsthistorikerin Angela Dimitrakaki (28.10.), die Künstlerin Juliana Huxtable (1.11.), die Kritikerin Elisabeth Lebovici (13.11.)  im Rahmen von Abendveranstaltungen diesen Fragen. Sie präsentierten und reflektierten dabei nicht nur ihre jeweilige aktuelle Arbeit. Sie zeigten auch Fallstricke auf und führten die Grenzen der (Selbst-)Ermächtigung vor.

Eine Zusammenarbeit von Master Fine Arts, Bachelor Kunst & Medien und IFCAR Institute for Contemporary Art Research (Konzeption HS 17: Donatella Bernardi, Barbara Preisig, Gabrielle Schaad, Jörg Scheller, Christoph Schenker).

Kontakt: Gabrielle Schaad, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Bachelor Kunst & Medien, ZHdK

Hinweis: Vortrag von Fred Turner »Cybernetic democracy, then and now«, 30.11.2017,

Das Institut für Theorie des DKV lädt ein zur Veranstaltung

Critical Thinking: The Future of Judgement
Donnerstag, 30. November 2017, 18.00h, Hörsaal 3.K01
Keynote mit Fred Turner: »Cybernetic democracy, then and now«

Freitag, 1.12., 9.30 Uhr, Raum 5.K03
Strategy Workshop mit Einzelvorträgen und Diskussion

Die Veranstaltung Critical Thinking: The Future of Judgement steht in einer Reihe mit den Strategie-Workshops zur ‘Digital Culture’, die seit zwei Jahren an der Zürcher Hochschule der Künste durchgeführt werden. Sie befasst sich – nach der Frage des Smart Curating zwischen Mensch und Technologie und des Social Hacking als Verfahren der Unterbrechung und Unterlaufung institutioneller Prozesse mit der Zukunft der demokratischen Öffentlichkeit, des kritischen Denkens und der Urteilskraft im Zeichen sozialer Netzwerke. Sie steht zugleich unter dem Eindruck einer sich abzeichnenden Legitimationskrise des Internets und der digitalen Netzwerke. Stichworte dieser Krise bilden die Verbreitung von ‚alternativen Fakten‘, die sich verselbständigenden Informationsblasen,
das ‚dark net‘, die Erosion des Sozialen in den kommunikativen Medien (‚Hate Speech‘), das Verschwinden von Diskussionskulturen sowie die einseitige ökonomische Überformung der Netzwerke durch die neuen Machtstrukturen von Big Data.

Die Veranstaltung wird organisiert vom Institut für Theorie, Departement Kulturanalysen und Vermittlung, zusammen mit der Universität St. Gallen und der Universität Konstanz.
Gefördert wird die Veranstaltung von der Internationalen Bodenseehochschule IBH

Für Rückfragen und Anmeldungen stehen wir jederzeit zur Verfügung: katrin.stowasser@zhdk.ch


Zürcher Hochschule der Künste
Zurich University of the Arts

Departement Kulturanalysen und Vermittlung
Institut für Theorie

Katrin Stowasser-Rohrer M.A.
Wiss. Mitarbeiterin, Institutskoordination

Toni-Areal, Pfingstweidstr. 96, Postfach, 8031 Zürich
Telefon +41 43 446 6504, Fax +41 43 446 4539
Mobile +41 798705413
katrin.stowasser@zhdk.ch

www.zhdk.ch, https://www.zhdk.ch/institut-fuer-theorie-996

Event: »SARN (Swiss Artistic Research Network) Conference«, 08.–09.12.2017, Toni-Areal, Kaskadenhalle

SARN (Swiss Artistic Research Network) Conference
8–9 December 2017
Zurich University of the Arts ZHdK
Pfingstweidstrasse 96, CH-8005 Zurich
Kaskadenhalle

»Art Research Work«
When do you work? What are you paid for? How do infrastructures, apparatuses, and forms of life influence our work? How do we influence them? What don’t you capitalize in your life? Who determines funding policies? Does a PhD make one happy? Who is allowed to do research? How white is your research community? Where does your work stop? What goes into your CV? Which currencies does our work circulate in? How is your enterprise doing? How many projects can one pursue at the same time? Can «work done out of love» be paid for? How do we change our working conditions by talking about them?

With Amal Alhaag, Gabriyel Bat-erdene, Mirjam Bayerdörfer, Marina Belobrovaja, Flavia Caviezel, Teresa Chen, Hans Christian Dany, Camille Dumond, Eva Egermann, Benjamin Egger, Ipek Füsun, Priska Gisler, Maria Guggenbichler, Marianne Halter, Julie Harboe, Ronny Hardliz, Swetlana Heger, Frank Hesse, Michael Hiltbrunner, Hannah Horst, Luzia Hürzeler, Ursula Jakob, Pekka Kantonen, knowbotiq (Huebler / Wilhelm), Petra Köhle, Lucie Kolb, Franz Krähenbühl, Chantal Küng, Bojana Kunst, Rachel Mader, Federica Martini, Hansuli Matter, Cynthia Matumona, Tine Melzer, Doreen Mende, Maya Minder, Rena Onat, Siri Peyer, Barbara Preisig, Raju Rage, Irene Revell, Hannes Rickli, Christian Ritter, Romy Rüegger, Hinrich Sachs, Jovita dos Santos Pinto, Vincent Scarth, Johanna Schaffer, Christoph Schenker, Giaco Schiesser, Franziska Schutzbach, Markus Schwander, Milena Sentobe, Sarah Solderer, Cornelia Sollfrank, Anne-Catherine Sutermeister, Riikka Tauriainen, Zoe Tempest, Sophie Vögele, Valentina Vuksic and Ya Mu Wang

Program download (PDF, 208 KB)

For more information visit: www.sarn.ch

The Conference language is English and German. We offer whispered interpretation for English, German and French. If you have any questions about special admission for walking, seeing, sitting or hearing, please contact us in advance.

The event is open to the public and free of charge. Please register by November 30, 2017
under cynthia.matumona@zhdk.ch.


Please note:

All apéros and dinners hosted by »Gasthaus: Fermentation and Bacteria«. The vegetarian option is gluten- and lactose free, otherwise feel free to ask.

Additional activities proposed by SARN and its members:

SARN information desk: meet SARN members, browse SARN
publications, get information on SARN activities such as the SARN workshop at the 2017 Research Pavillon in Venice.

»Blackout«, an exhibition of the Artwork(ers) research project by ECAV.
With performances, discussions and printed matter at Corner College.
8 December 2017 – 28 January 2018
www.corner-college.com

For further questions please contact:
Barbara Preisig
IFCAR Institute for Contemporary Art Research
Zurich University of the Arts


barbara.preisig@zhdk.ch

www.zhdk.ch
www.ifcar.ch

Event: Curator’s talk mit Alistair Hudson »Institutional self criticism«, 24.11.2017, Toni-Areal, 5.K10

24. November 2017, 18.00h, 5. Stock 5.K10

Institutional Self Criticism. This presentation will tell the story of MIMA’s evolution under the rubric of the Museum 3.0 and tell this story as a parable of the wider transitions in art and politics from spectatorship to usership.

Alistair Hudson was appointed the Director of Middlesbrough Institute of Modern Art in October 2014.
His vision for mima is based on the concept of the Useful Museum, as an institution dedicated to the promotion of art as a tool for education and social change.

For the preceding ten years he was Deputy Director of Grizedale Arts in Coniston in the Lake District, which gained critical acclaim for its radical approaches to working with artists and communities, based on the idea that art should be useful and not just an object of contemplation.

Key projects in this time include Romantic Detachment, PS1/MoMA, New York; Happystacking, China, Instituto Mechanicos, Sao Paulo Bienal, the development of the Coniston Mechanics Institute, Cumbria and Confessions of the Imperfect: 1848 – 1989 – Now at the Van Abbe Museum, Eindhoven.

He was educated at Goldsmiths’ College 1988 – 1991 and has previously worked at the Anthony d’Offay Gallery London (1994-2000) and The Government Art Collection (2000-04) where, as Projects Curator, he devised a public art strategy for the new Home Office building with Liam Gillick and a series of commissions in diplomatic buildings around the world.

In 2015 he was a juror for the Turner Prize and instrumental in promoting Assemble for their work on the Granby Four Streets project in Toxteth.

He is co-director of the Asociación de Arte Útil with Tania Bruguera – an expansive international project and online archive that forms part of the Uses of Art programmes with the L’internationale confederation.

In February 2018 he will become Director of The Whitworth and Manchester Art Galleries.

Hosted by Postgraduate Programme in Curating CAS/ MAS ZHdK &
PhD in Practice in Curating

CAS/ MAS Postgraduate Programme in Curating
ZHdK Centre Further Education
PhD in Practice in Curating, ZHdK ICS
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96
Postfach, CH-8031 Zürich
8005 Zürich
Switzerland
www.curating.org

Event: Öffentliche DKM-Talk-Reihe »Enact. Empower?«, 18.10.–5.12.2017, Toni-Areal

»Enact. Empower?«

Öffentliche Veranstaltungsreihe des Departments Kunst & Medien ZHdK
Toni-Areal, Pfingstweidstr. 96, 8031 Zürich

Raum und Zeit siehe auch ZHdK-Agenda
Eintritt frei, (Vorträge in Englisch)

Seit den 1960er Jahren sucht die Kunst- und Kunsttheorie die Nähe zum politischen Aktivismus. Propagiert werden etwa queer-feministische oder postkoloniale Formen der künstlerischen Selbstäusserung und die nicht-hierarchische Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteur*innen. Oft handelt es sich dabei aber um eine Gratwanderung: Selbstorganisation ist längst Teil der kapitalistischen Ökonomien geworden. Und Partizipation verschleiert nicht selten soziale Ungleichheit und Abhängigkeiten in der globalisierten Welt. Wo bleiben also Freiräume für Kritik? Wo liegen Widersprüche und Potenziale für eine emanzipatorische künstlerische Praxis? Inwiefern und in welchem Rahmen lassen sich Machtverhältnisse verschieben?

Ausgehend von ihrer künstlerischen oder forschenden Tätigkeit stellen sich die Künstlerin Jasmina Metwaly (18.10.), die Schriftstellerin und Kunsthistorikerin Angela Dimitrakaki (28.10.), die Künstlerin Juliana Huxtable (1.11.), die Kritikerin Elisabeth Lebovici (13.11.) sowie der Philosoph Gerald Raunig (5.12.) im Rahmen von Abendveranstaltungen diesen Fragen. Sie präsentieren und reflektieren dabei nicht nur ihre jeweilige aktuelle Arbeit. Sie zeigen auch Fallstricke auf und führen die Grenzen der (Selbst-)Ermächtigung vor.

Eine Zusammenarbeit von Master Fine Arts, Bachelor Kunst & Medien und IFCAR Institute for Contemporary Art Research (Konzeption HS 17: Donatella Bernardi, Barbara Preisig, Gabrielle Schaad, Jörg Scheller, Christoph Schenker).

Kontakt: Gabrielle Schaad, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Bachelor Kunst & Medien, ZHdK

»Enact. Empower?«
Public talk series at the Department Art & Media, ZHdK
Toni-Areal, Pfingstweidstr. 96, 8031 Zürich; for free, (lectures in English)

Since the 1960s art and art theory have been approximating activism. Ever since, queer-feminist or postcolonial tactics, as well as non-hierarchic forms of collaboration of diverse actors, have been propagated. Yet, they often demarcate a thin line: Self-organization has long been absorbed into capitalist economies. And, participation often veils, rather than exposes, inequalities and power-structures within a globalized world. Hence, where is space left for critique? Where lie contradictions and potential for an emancipatory art practice? In which frame and to which extent do these circumstances allow for shifting power-relations, opening up space for action?

Picking up on their recent works and practice our guests Jasmina Metwaly, artist (18.10.), Angela Dimitrakaki, art historian and writer (28.10.), Juliana Huxtable, artist (1.11.), Elisabeth Lebovici, critic (13.11.), and Gerald Raunig, philosopher (5.12.), will confront and try to answer these questions self-reflectively. They will not only provide for actual insights, but show snares and boundaries of (self-)empowerment.

A collaboration of Master Fine Arts, Bachelor of Arts in Art & Media und IFCAR Institute for Contemporary Art Research (Curation FS 17: Donatella Bernardi, Barbara Preisig, Gabrielle Schaad, Jörg Scheller, Christoph Schenker).

ZHdK-Agenda

Contact: Gabrielle Schaad, Research Associate, Bachelor of Arts in Art & Media, ZHdK

Talk-Reihe: Mit Eran Schaerf u. a. »Dokumentarismen. Dokumentarische Strategien (in der Kunst) zwischen Inszenierung und Reflexion«, 02.10.–13.11.2017, Toni-Areal, 5.T09

Montags, 18.00h – 20.00h, 5.T09

Programm und Moderation: Sigrid Adorf und Sønke Gau
Master of Arts in Art Education | Master of Arts in Transdisziplinarität Positionen und Diskurse in den Künsten und im Design

Die aktuellen Debatten um Fake-News und die Rede von »alternativen Fakten« sind Ausdruck einer akuten Verunsicherung über den Wahrheitsgehalt von Nachrichten und Bildern in einer Zeit, in der offenkundig widersprüchliche Wahrheitsbehauptungen ungehindert nebeneinanderher existieren können. Sie steigern den Wunsch nach Dokumentationen, die belegen können, dass es sich so und nicht anders zugetragen hat. Dabei geraten auch die Ambivalenzen und Unschärfen des Dokumentarischen von neuem in den Blick: Der Anspruch objektiver Zeugenschaft und der Glaube an die Möglichkeit, diese medial festzuhalten sowie zu überliefern, treffen auf grundsätzliche Zweifel an der Abbildbarkeit von Realität und das Wissen um die Manipulierbarkeit von dokumen- tarischen Behauptungen. In diesem Spannungsfeld zu verorten sind auch Dokumentarismen im künstlerischen Feld, die mit dem Aufkommen der Videotechnologie in den 1970er-Jahren einen ersten Höhepunkt erlebten und seit den späten 1990er-Jahren derart vermehrte Aufmerksamkeit erfuhren, dass man mittlerweile von einem eigenen Genre sprechen kann. Hier fungieren doku- mentarische Ausdrucksmittel einerseits als Authentizitätsstrategie im Rahmen von marktkompa- tiblen Inszenierungen vermeintlicher sozialer oder politischer Relevanz. Andererseits tragen sie bei zur Generierung von Gegenöffentlichkeiten und re ektieren die mediale Konstruktion von Realität bzw. von Wahrheit und verweisen derart auf die Verknüpfung von Wissen und Macht. Im Rahmen der Vorlesungsreihe «Positionen und Diskurse in den Künsten und im Design» werden die Ambivalenzen von Dokumentarismen mit Gästen aus Theorie und Praxis aus unterschiedlichen Perspektiven erörtert und diskutiert.

Dokumentarismen-Flyer (PDF download, 41 KB)

Hinweis: Vortrag Prof. Dr. Sigrid Schade et al. »Marionetten in Sophie Taeuber-Arps Briefen«, 23.08.2017, Museum für Gestaltung – Schaudepot, Toni-Areal

Mittwoch, 23. August 2017, 18.00h

Mit dem Ankauf von ca. 450 unveröffentlichten Briefen und Ansichtskarten Sophie Taeuber-Arps durch die Zentralbibliothek Zürich hat sich die Quellenlage zur Schweizer Pionierin der konkreten Kunst grundlegend verändert. Das sich von 1905 bis 1942 erstreckende Konvolut ist Anlass zu einer Relektüre der kunsthistorischen Rezeption, die sich bisher fast ausschliesslich auf Erinnerungen von Hans Arp und weiteren Weggefährten bezog.

Das Forschungsprojekt fragt nach Sophie Taeuber-Arps Konzepten von Künstlerschaft, ihren Selbstverortungen zwischen angewandter, freier und darstellender Kunst, nach Abstraktionsverfahren sowie nach den Geschlechterzuschreibungen in deren Rezeption. Es sind Aufschlüsse über blinde Stellen der Erforschung des transdisziplinären Werks zu erwarten, besonders in Bezug auf Anstösse durch technische und mediale Innovationen. Die Forschung wird von einem Editionsprojekt begleitet.

Hinweis: Kontrovers »SVP und AfD – Die Schweiz als Vorbild der neuen Rechten«, 11.07.2017, Karl der Grosse, Zürich

19.00h, Erkerzimmer

SVP und AfD – Die Schweiz als Vorbild der neuen Rechten

Ob im Positionspapier von Pegida oder im Parteiprogramm der AfD – immer wieder taucht die Schweiz als Vorbild der neuen Rechten in Deutschland auf. AfD-Politiker wie Marc Jongen oder Alice Weidel fordern eine «Verschweizerung Deutschlands» – das Land gilt ihnen und vielen Rechten in Europa als Paradies.
Im Programm der AfD finden sich nicht nur nationale V olksabstimmungen, sondern auch viele Gesetzesvorhaben, die in der Schweiz schon lange Realität sind. Doch das Vorbild Schweiz lässt sich auch anders interpretieren: 30 Jahre Rechtspopulismus haben das Land zwar nach rechts rücken lassen, aber auch erfolgreiche Strategien gegen die Rechten etabliert. Für die Bundestagswahlen im September 2017 könnten sich also nicht nur die Rechten, sondern auch ihre Gegner von der Schweiz inspirieren lassen.
Charlotte Theile, Schweiz-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung, hat über diese Vorbildrolle der Schweiz das Buch «Ist die AfD noch zu stoppen?» geschrieben, das Ende Juni im Rotpunktverlag erscheint. Sie diskutiert mit Jörg Scheller (Kulturwissenschaftler und Dozent ZHdK).

Moderation: Philipp Loser (Tages-Anzeiger)

Eintritt frei. Eine Kooperation mit dem Rotpunktverlag

Hinweis: Mini-Symposium »ZUMBUCHMACHEN«, 12.05.2017, Kunstraum Kreuzlingen & Tiefparterre, Kreuzlingen

16.00h
Kunstraum Kreuzlingen & Tiefparterre
Bodanstrasse 7a
8280 Kreuzlingen
mit Nils Röller und anderen:

Den Titel des Mini-Symposiums im Kunstraum Kreuzlingen schreiben wir in Grossbuchstaben ohne Zwischenräume. Wir nutzen die Vorteile der Graphik, um eine Zone zwischen Kunst und Kapital zu bezeichnen: Dem Kapital als Vermögen von Künstlerinnen und Künstlern, sich auszudrücken und Arbeiten zu veröffentlichen. Dazu gehört das Herstellen und Publizieren von Büchern. Es absorbiert Kräfte und setzt Kräfte frei. Demgegenüber steht das finanzielle Kapital, ohne das Bücher nicht vervielfacht, gedruckt und verlegt werden können. Die Finanzierung ist eine Bedingung für die Verbreitung von Büchern und ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.
Das Mini-Symposium ZUMBUCHMACHEN stellt Bücher und Papierarbeiten von Künstlerinnen und Künstlern der Zürcher Hochschule der Künste vor. Diese haben sich mit dem Medium des Buchs an der Grenze zum Kunstobjekt und mit Klassikern wie dem „Tractatus“ oder „Moby Dick“ in Seminaren und Projekten von Nils Röller beschäftigt. Die Produktion von Büchern mittels Büchern, die andere hergestellt haben, ist ein Relais zum dem Buch „Scenes from Every Land“ von Peter Stoffel der ebenfalls am Symposion teilnehmen wird. Über das Herstellen von Büchern als Verleger und Sammler wird an dem Symposion Felix Müller (VEXER-Verlag) sprechen. Aus der Sicht des Sammlers wird Dirk Meinzer (Hamburg) zu hören sein, als Wissenschaftlerin und Kennerin des Werks von Peter Stoffel nimmt Ulrike Meyer Stump (Zürich) am Gespräch teil. Der Philosoph Nils Röller stellt das Thema des Symposions vor und moderiert. ZUMBUCHMACHEN ist eine Zusammenarbeit zwischen Richard Tisserand (Kunstraum Kreuzlingen) und Nils Röller (ZHdK). Im Rahmen des Mini-Symposiums sind Arbeiten zu sehen von Jon Wirthner, Nora Gailer, Mona Neubauer, Dominic Neuwirth, Rina Heritsialonina, Joëlle Tobler, Andreas Hänggi, Bücher aus der Sammlung von Dirk Meinzer, vom Vexer Verlag und der Edition Fink ergänzen die Präsentation.

Urike Meyer Stump, Collegium Helveticum, Zürich
Ulrike Meyer Stump ist Autorin von zahlreichen Beiträgen in Ausstellungskatalogen und Fachzeitschriften mit einem Schwerpunkt auf dem Werk von Karl Blossfeldt, sowie der zeitgenössischen Schweizer Fotografie und der Geschichte des Fotobuchs.
Als Mitglied der Eidg. Fotokommission des Bundesamtes für Kultur (2004-2011) und externe Expertin für Fotografie bei der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia (seit 2012) ist sie zudem in der Kulturförderung tätig.

Dirk Meinzer, Künstler und Sammler, Hamburg
Kunst machen sei für ihn in wie Seufzen: ein zwingendes, nicht zu unterdrückendes Bedürfnis, das allein Erleichterung verspricht. Dabei kam Dirk Meinzer (geb. 1972 in Karlsruhe) nicht auf direktem Weg zur Kunst, sondern nahm erst 1997, nach Umwegen über die Betriebswirtschaftslehre und die Philosophie, das Studium an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg bei Claus Böhmler auf.

Josef Felix Müller, Vexer Verlag, St. Gallen
Der VEXER Verlag wurde 1985 als Kunstprojekt gegründet von Josef Felix Müller. Als Erweiterung vom Schweizer Hauptsitz eröffnete Vera Ida Müller, ebenso Künstlerin und Verlegerin 2014 das Vexer Verlag Büro Berlin. Josef Felix Müller und Vera Ida Müller verstehen ihre verlegerische Tätigkeit als Teil ihrer eigenen künstlerischen Auseinandersetzung, als eine Art Fortschreibens der eigenen Fragestellungen durch den Austausch mit künstlerischen Positionen. Die Motivation liegt darin, inhaltliche Fragen durch ein gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern konzipiertes, multiplizierbares Produkt zu entwickeln, adäquat umzusetzen und zu vermitteln. Für die Realisierung der Projekte zeichnet ein grosser Pool von freien Mitarbeiterinnen verantwortlich aus den Bereichen Gestaltung, Lektorat und Korrektorat, Fotografie, Werbung etc. Seit 1985 sind im Vexer Verlag über 150 Editionen entstanden in den Bereichen: Kunst, Video, Musik, Fotografie, Performance, Multiples, Literatur, Monografien und Künstlerbücher.

Georg Rutishauser, Edition Fink,
 Verlag für zeitgenössische Kunst, Zürich
Das erste von ihm gestaltete Buch ist 1989 im Vexer Verlag erschienen. Später sind weitere Buchprojekte in anderen Verlagen – und seit 1994 in der eigenen edition fink – dazu gekommen, darunter auch drei Publikationen von Peter Stoffel. Verschiedene Einzeltitel aus dem Programm des Verlages wurden national und international als Schönste Bücher geehrt und 2008 ist die edition fink mit dem Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim ausgezeichnet worden.

Nils Röller, Professor für Medien- und Kulturtheorie an der ZHdK
2002 veröffentlichte er online den Roman SMS macht Liebe. Seit 2006 ist er Herausgeber des Journals für Kunst, Sex und Mathematik (gemeinsam mit Barbara Ellmerer und Yves Netzhammer (www.journalfuerkunstsexundmathematik.ch). Nils Röller erhielt 2014 den Schillerpreis der Zürcher Kantonalbank für „Roth der Grosse“ (Wien: Klever, 2014). Regelmässig stellt er Buchprojekte von Studierenden aus in der Schaustelle (MIZ-ZHdK;http://zett.zhdk.ch/index.php/2016/03/16/welt-als-buch … ). Veröffentlichungen von ihm sind u.a.: Bittermeer (Wien: Klever, 2017); Über Kräfte – Eine Untersuchung des Journals für Kunst, Sex und Mathematik (gemeinsam mit Barbara Ellmerer und Yves Netzhammer, Berlin: Merve, 2014); Roth der Große (Wien: Klever, 2013)Ein Buch – was ist das eigentlich? Was geschieht, wenn ein «fremdes» Buch mit dem Interesse betrachtet wird, ein eigenes Buch herzustellen? Diese Fragen wurden in zwei Lehrveranstaltungen des Bachelors Design aufgenommen. Sie führten zu Objekten, die waren 2016 in der Schaustelle des Medien- und Informationszentrums (MIZ) im Toni-Areal zu sehen.

Peter Stoffel, Künstler (*1972, Herisau AR), lebt und arbeitet in Genf
2015 Nordwestpassage, Kunstmuseum Solothurn –
Publikationen:
2015 Nordwestpassage, edition fink, Zürich
2008 Scenes from every land, edition fink, Zürich
2006 Pampas de Sacramento, edition fink, Züric

Event: Screening von Fabrizio Terranovas Film, 09.05.2017, Toni-Areal, 2.A05

18.00h, 2. Floor, Room 2.A05
»Cat cradle with Donna Haraway«

An evening of screenings on the occasion of Fabrizio Terranova’s film »Donna Haraway: Story telling for earthly survival«

Donna Haraway is a prominent scholar in the field of science and technology, a feminist, and a science-fiction enthusiast who works at building a bridge between science and fiction. She became known in the 1980s through her work on gender, identity, and technology, which broke with the prevailing trends and opened the door to a frank and cheerful trans species feminism. Haraway is a gifted storyteller who paints a rebellious and hopeful universe teeming with critters and trans species, in an era of disasters. Brussels filmmaker Fabrizio Terranova visited Donna Haraway at her home in California, living with her – almost literally, for a few weeks, and there produced a quirky film portrait. Terranova allowed Haraway to speak in her own environment, using attractive staging that emphasized the playful, cerebral sensitivity of the scientist. The result is a rare, candid, intellectual portrait of a highly original thinker.
http://earthlysurvival.org

Fabrizio Terranova, who lives and works in Brussels, is a film-maker, activist, dramaturge, and teacher at erg (École de recherche graphique) in Brussels, where he launched and co-runs the master’s programme in Récits et expérimentation/Narration spéculative (Narrations and experimentation/ Speculative narration). Terranova is the author of Josée Andrei, An Insane Portrait, an experimental documentary that was turned into a book published by Les Editions du souffle. He is also a founding member of DingDingDong – an institute to jointly improve knowledge about Huntington’s disease. He has recently published the article “Les Enfants du compost” in the joint publication Gestes spéculatifs (Les Presses du réel, 2015).

Program:
6.00 PM
THE SEA HORSE,
Jean Painlevé, 1934
6.30 PM
DONNA HARAWAY: STORY TELLING FOR EARTHLY SURVIVAL,
Fabrizio Terranova, 2016
Apéro
8.30 PM
STRING FIGURES WITH CRITTER FLICKS ON YOUTUBE: TYING KNOTS WITH DONNA HARAWAY
A playful compilation of Youtube links and other videos, taken from the profuse and joyful exchanges that developed between Donna Haraway and Fabrizio Terranova while working on the film. Animation shorts of militant cows, anti-globalization preaches, GoPro cameras strapped to aquatic animals, anti-Trump folk songs… as rituals of resistance and dance against the horror and stagnation.
Hosted by BA Art & Media

Event: Gespräch mit Prof. Dr. Philipp Sarasin, 05.04.2017, Toni-Areal, 5.K12

19.00 – 20.30h, 5.K12
»Künstlerische und wissenschaftliche Zugänge zur Geschichte«

Am nächsten Mittwoch, den 5. April ist Philipp Sarasin, Professor für Geschichte der Neuzeit und Schweizer Geschichte am Historischen Seminar der Universität Zürich zu Gast an der ZHdK. Das öffentliche Gespräch mit dem Titel »Künstlerische und wissenschaftliche Zugänge zur Geschichte« findet im Rahmen einer Projektwoche des Bachelors Kunst und Medien des Masters Transdisziplinarität statt. Weitere Informationen über den Referenten findet ihr hierProf. Irene Vögeli, Co-Leitung Master Transdisziplinarität

»Künstlerische und wissenschaftliche Zugänge zur Geschichte:
Ein Gespräch mit Philipp Sarasin zu Technopolitics«

Die Gegenwart scheint die Geschichte verschluckt zu haben. Ständig werden wir mit Neuem konfrontiert. Gleichzeitig erscheint unser eigenes Leben als einzigartig, mehr die Folge individueller Entscheidungen als von kollektiven Prozessen. Das Grosse und Ganze ist zersplittert in viele Fragmente, und den grossen Narrativen wird misstraut, weil sie nur allzu leicht als partiell und ausschliessend empfunden werden. Aber auch die überraschendsten Ereignisse haben eine lange Vorgeschichte, und wir alle sind nach wie vor geprägt von der Epoche, in der wir leben.
»Technopolitics« ist ein künstlerisches Forschungsprojekt, das sich mit dem Verhältnis von singulärem kulturellem Handeln und strukturellen gesellschaftlichen Veränderungen beschäftigt. Zu diesem Zweck wird zurückgegriffen auf die älteste Form der Geschichtsschreibung, die Chronologie, in Form einer graphischen Timeline, die 1900 beginnt und in über 500 Einträgen die Entstehung der Informationsgesellschaft auf verschiedensten Ebenen aufzeichnet. Ziel aber ist nicht die Entwicklung einer neuen grossen Narration. Vielmehr bietet die Technopolitics-Timeline einen offenen Rahmen, in dem verschiedene Perspektiven nebeneinander Platz haben und sichtbar werden und der laufend neue Fragen generiert und ins Gespräch bringt.

Event: Artist talk mit CAConrad, 20.03.2017, Toni-Areal, 3.E08

19.00h, 3. Floor, Room 3.E08

This talk is part of
FLOWERS DREAMING THE ELEVATION ALLEGIANCE
CACONRAD IN ZURICH, 16–20 MARCH 2017
»Flowers Dreaming the Elevation Allegiance« is a programme of events focusing on the work of CAConrad, organised by Matthew Hanson and Ludovica Parenti, curators of RETO, the exhibition space of the ZHdK MFA. More information on the programme and CA’s workshop on (soma)tic poetry rituals can be found here.

CAConrad’s childhood included selling cut flowers along the highway for his mother and helping her shoplift. He is the author of numerous collections of poetry, including ECODEVIANCE: (Soma)tics for the Future Wilderness (Wave Books, 2014); Philip Seymour Hoffman (were you high when you said this?) (Worms Press, 2014); A Beautiful Marsupial Afternoon: New (Soma)tics (Wave Books, 2012); Advanced Elvis Course (Soft Skull Press, 2009) and The Book of Frank (Chax Press, 2009). His forthcoming book ‚While Standing in Line For Death‘ will be released by Wave Books in September, 2017. Infomation about his books, essays, and details on the documentary The Book of Conrad can be found at http://CAConrad.blogspot.com/
»CAConrad always argues (from the inside of his poems) for a poetry of radical inclusivity while keeping a very queer shoulder to the wheel. His kind of queerness strikes me as nonpolarizing, not intentionally but because of the fullness of his exposition, a kind of gigantism that seems to me to be most deeply informed by love, and a tenderness for the ravages and tumult of existence.« Eileen Myles
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