Event: Ringvorlesung »Back to black? Das Black Mountain College […]« mit Jörg Scheller, 28.11.2017, Toni-Areal, 5.T09

Dienstags, 19 bis 21 Uhr im Hörsaal ZT 5.T09, Toni-Areal

Back to Black?
Das Black Mountain College: Ideen, Konzepte, Nachwirkungen

Das Black Mountain College (1933­ – 1956) geniesst einen legendären Ruf in der Kunstwelt. Vor allem in seinen Anfängen war es wesentlich geprägt von einer hoch motivierten Phalanx emigrierter Bauhaus-KünstlerInnen wie Josef und Anni Albers, Xanti Schawinski, Marcel Breuer, Walter Gropius u.a. Gelegen in der Peripherie von Asheville, North Carolina, entwickelte sich das College in kürzester Zeit zu einem Hort der Neo Avantgarde. KünstlerInnen, ArchitektInnen und SchriftstellerInnen wie John Cage, Buckminster Fuller, Katherine Litz, Robert Rauschenberg, Yvonne Rainer, Merce Cunningham und Charles Olson prägten das offene, interdisziplinäre und performative Klima in der Lehre und den berühmten Sommerakademien.

In Zeiten von Globalisierung, Digitalisierung und ge­sellschaftlichen wie auch politischen Umbrüchen, die Improvisationsgeschick und Komplexitätskompetenz erfordern, erlebt das Black Mountain College derzeit eine Renaissance. Es scheint, als böte es Lösungsansätze für die Herausforderungen der zunehmend hybriden Gegenwart. Vor diesem Hintergrund wirft die Vorlesungsreihe Schlaglichter auf die Geschichte, die Prinzipien und das Nachleben des Colleges: Inwiefern inspirierte das Black Mountain College die Gründung der Zürcher Hochschule der Künste? Welche pädago­gischen und philosophischen Theorien beeinflussten die am College praktizierte progressive, improvisatorische, experimentelle Lehre? Und lassen sich aus der spezifischen historischen Situation des Black Mountain College überhaupt Schlüsse auf die Gegenwart ziehen? Ist «Back to Black» Option oder Utopie?

3. Oktober
Hans-Peter Schwarz, Berlin / Zürich: Inspiration Black Mountain: Eine Spurensuche in der Vor- und Frühgeschichte der ZHdK
17. Oktober
Arvi Särkelä, Luzern: Kunst und Ästhetik des sozialen Lebens. John Deweys Philo­sophie der ästhetischen Erfahrung
31. Oktober
Andi Schoon, Bern: Showdown in der Dining Hall. Wie die US-Avantgarde der europäischen Moderne das Zepter entriss (mutmasslich am 16. August 1952)
14. November
Andrea Gleiniger, Zürich / Berlin: «Kunst und Technik eine neue Einheit» – vom Bauhaus zu Experiments in Art and Technology (E.A.T.) Das BMC als Katalysator.
28. November
Jörg Scheller, Zürich: Avantgarde und Avant-Pop. Zum Nachleben des Black Mountain College in der Popkultur
12. Dezember
Annette Jael Lehmann, Berlin: Reenactment Impossible? Collaboration and Community at Black Mountain College

Vorlesungsreihe Zürcher Hochschule der Künste, Herbstsemester 2017
Verantwortlich: Dr. Andrea Gleiniger (DDK) & Dr. Jörg Scheller (DKM)

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