{"id":316,"date":"2015-02-13T15:42:16","date_gmt":"2015-02-13T14:42:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/labormuelheim\/?page_id=316"},"modified":"2015-08-11T11:57:44","modified_gmt":"2015-08-11T09:57:44","slug":"city-telling-ruhr-4","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/labormuelheim\/labor-muelheim\/city-telling-ruhr-4\/","title":{"rendered":"City Telling Ruhr"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Projekt <em>City Telling Ruhr<\/em> l\u00e4sst die Stadt von ihren Bewohnern erz\u00e4hlen. Ihre Geschichten erschlie\u00dfen den Stadtraum diachron und synchron: Ver\u00e4nderungen und Funktionsweisen der Stadt werden erkennbar. Gesellschaftlicher Wandel geht dabei mit Entwicklungen der Sprache einher, soziale und kulturelle Differenzen schlagen sich nieder in unterschiedlichen Sprachen. Die Dynamik der Stadt wird in ihrer Sprachlichkeit erfahrbar. Das Projekt sammelt Geschichten, zeichnet diese auf und verkn\u00fcpft sie. Aus vielen Berichten Einzelner, aus deren sprachlichen &#8222;Realit\u00e4ten&#8220; entsteht eine Geschichte der Stadt, die Aspekte der Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft miteinschlie\u00dft. Unterschiedliches Sprechen \u00fcber die Stadt bringt deren Komplexit\u00e4t zum Vorschein. Die Performativit\u00e4t der eingefangenen Stimmen widerspiegelt den st\u00e4dtischen Aktionsraum, in dem eine Vielzahl von gesellschaftlichen Kr\u00e4ften wirksam wird. Die Recherche betrachtet Sprache als Indikator von Stadtentwicklung und betreibt ein offenes Labor, das die Bev\u00f6lkerung zum Erz\u00e4hlen, Zuh\u00f6ren und Diskutieren einl\u00e4dt. Die in der j\u00fcngeren Stadtentwicklung erkennbaren Strukturver\u00e4nderungen werden in den Sprachen der Bewohner manifest: Polylingualit\u00e4t sowie unterschiedliche Be- und Einschreibungen der Stadt treten zu Tage. Das Neben-, Mit- und Durcheinander, das sich im Sprechen der Menschen \u00e4ussert &#8211; in verschiedenen Sprachen, Dialekten und in der Jugendsprache -, verweist auf Orte und Handlungen, darauf wie eine multikulturelle Gesellschaft kommuniziert und funktioniert.<\/p>\n<p>Sprache und Stadt bestimmen Zugeh\u00f6rigkeit und setzen Grenzen, gleichzeitig unterlaufen sie dieselben: Ihre potentielle Offenheit und Ver\u00e4nderbarkeit machen sie zu kulturellen Motoren. So wie die Stadt als permanente Baustelle mit Renovierungen bestehender Strukturen und Erschlie\u00dfung neuer Stadtr\u00e4ume funktioniert, operiert die Sprache mit ihrer Tradierung des Informationsflusses, ihren kreativen Re- und Neuformulierungen. In der Sprache wird die Stadt immer wieder neu definiert, in ihrem Wandel und ihrer Vielfalt spiegelt sich die Gesellschaft.<\/p>\n<p>Tobias Gerber, Musiker, ZHdK<br \/>\nIngo Starz, Kunsthistoriker, ZHdK<\/p>\n<p><span style=\"color: #008e87\">SEE MORE:<\/span> <a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/labormuelheim\/?attachment_id=2106\">Audio-Collage<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Das Projekt City Telling Ruhr l\u00e4sst die Stadt von ihren Bewohnern erz\u00e4hlen. Ihre Geschichten erschlie\u00dfen den Stadtraum diachron und synchron: Ver\u00e4nderungen und Funktionsweisen der Stadt werden erkennbar. Gesellschaftlicher Wandel geht dabei mit Entwicklungen der Sprache einher, soziale und kulturelle Differenzen schlagen sich nieder in unterschiedlichen Sprachen. Die Dynamik der Stadt wird in ihrer Sprachlichkeit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2609,"featured_media":0,"parent":312,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-316","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/labormuelheim\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/316","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/labormuelheim\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/labormuelheim\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/labormuelheim\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2609"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/labormuelheim\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=316"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/labormuelheim\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/316\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2114,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/labormuelheim\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/316\/revisions\/2114"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/labormuelheim\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/312"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/labormuelheim\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=316"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}