{"id":2164,"date":"2019-05-21T09:30:04","date_gmt":"2019-05-21T07:30:04","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/mizaktuell\/?p=2164"},"modified":"2021-05-18T19:10:07","modified_gmt":"2021-05-18T17:10:07","slug":"digital-balance-brauchen-wir-eine-digitale-diaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/mizaktuell\/archive\/2164","title":{"rendered":"\u00abDigital Balance\u00bb: Brauchen wir eine digitale Di\u00e4t?"},"content":{"rendered":"\n<p>Wer kennt das nicht? Permanent am Smartphone, immer erreichbar, laufend am Multi-tasking, st\u00e4ndig und gerade deshalb auch nie pr\u00e4sent \u2013 und dabei total gestresst und ausgebrannt. Und das soll die viel gelobte digitale Zukunft sein? <\/p>\n\n\n\n<p>Dass dies nicht so sein muss, und wie \u00abDigitalit\u00e4t\u00bb anders gelebt werden kann, zeigte <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/sarah.genner.cc\/\" target=\"_blank\">Sarah Genner<\/a> im ersten Workshop in der Reihe \u00abDestination Digital\u00bb, der dem Thema \u00abDigital Balance\u00bb gewidmet war. <\/p>\n\n\n\n<p>\u00ab<strong>Brauchen wir eine digitale Di\u00e4t?<\/strong>\u00bb: Die Frage steht ja heute sozusagen im Raum und wird auch gerne gleich spontan bejaht. Wohl kein Wunder, wenn Umfrageergebnisse zeigen, dass sich beinahe die H\u00e4lfte der Studierenden und jungen Berufst\u00e4tigen f\u00fcr Internetzugang statt f\u00fcr ihren Geruchssinn entscheiden w\u00fcrde, wenn sie w\u00e4hlen m\u00fcssten. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"262\" height=\"300\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/mizaktuell\/files\/2019\/05\/20190430_DigitalBalance_Sprechblasen_Geruch-262x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2172\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/mizaktuell\/files\/2019\/05\/20190430_DigitalBalance_Sprechblasen_Geruch-262x300.jpg 262w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/mizaktuell\/files\/2019\/05\/20190430_DigitalBalance_Sprechblasen_Geruch-768x881.jpg 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/mizaktuell\/files\/2019\/05\/20190430_DigitalBalance_Sprechblasen_Geruch.jpg 797w\" sizes=\"auto, (max-width: 262px) 100vw, 262px\" \/><figcaption>Fazit einer Teilnehmerin<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Im Workshop wurde die Thematik dann aber sehr viel\ndifferenzierter durchleuchtet. So wurde bewusst, dass \u00abDigitalit\u00e4t\u00bb nicht erst\nseit gestern unsere Welt auf den Kopf stellt, sondern genaugenommen bereits auf\ndie Lochkarten an den automatisierten Webst\u00fchlen in der ersten H\u00e4lfte des\nvorvergangenen Jahrhunderts zur\u00fcckgeht. Auch die sehr weit verbreitete Angst,\ndass mit der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt Jobs wegfallen werden,\nscheint bei genauerer Betrachtung unbegr\u00fcndet: Klar, die Digitalisierung hat\ngrosse Umw\u00e4lzungen nach sich gezogen und wird dies auch weiterhin tun.\nHistorisch betrachtet hat Automatisierung jedoch immer zu mehr \u2013 statt weniger\n\u2013 Arbeitspl\u00e4tzen gef\u00fchrt. Und auch wenn wir (fast) alle hin und wieder unter\nder st\u00e4ndigen Verf\u00fcgbarkeit leiden, empfinden die allermeisten ihr Smartphone in\nerster Linie als Bereicherung.<\/p>\n\n\n\n<p>So wurde im Workshop dann auch thematisiert, wie man konkret eine gute \u00ab<strong>Digital Balance<\/strong>\u00bb schaffen kann. Dabei wurde sehr schnell klar, dass die strikte Unterscheidung zwischen \u00abvirtueller\u00bb und \u00abechter\u00bb Welt, zwischen \u00abdigital\u00bb und \u00abreal\u00bb heute eigentlich kaum mehr Sinn macht: das Digitale ist l\u00e4ngst ein Teil unserer \u00abrealen\u00bb Welt. Trotzdem braucht es f\u00fcr die Anwendung dieser Technologien vielleicht noch Regeln, die sich noch nicht g\u00e4nzlich etabliert haben. K\u00f6nnen meine Kolleg*innen erwarten, dass ich abends noch meine Emails lese? Muss man immer sofort auf Spontannachrichten antworten? D\u00fcrfen mich meine Angeh\u00f6rigen w\u00e4hrend der Arbeitszeit anrufen? etc. Patentrezepte gibt es hier nat\u00fcrlich keine; es wurde aber klar, wie wichtig es ist, diese Fragen offen und immer wieder zu diskutieren und gemeinsam auszuhandeln.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/mizaktuell\/files\/2019\/05\/190430_ZHdK_DigitalBalance_Teil02_komprimiert-1024x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2168\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/mizaktuell\/files\/2019\/05\/190430_ZHdK_DigitalBalance_Teil02_komprimiert-1024x1024.png 1024w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/mizaktuell\/files\/2019\/05\/190430_ZHdK_DigitalBalance_Teil02_komprimiert-150x150.png 150w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/mizaktuell\/files\/2019\/05\/190430_ZHdK_DigitalBalance_Teil02_komprimiert-300x300.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/mizaktuell\/files\/2019\/05\/190430_ZHdK_DigitalBalance_Teil02_komprimiert-768x768.png 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/mizaktuell\/files\/2019\/05\/190430_ZHdK_DigitalBalance_Teil02_komprimiert-510x510.png 510w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/mizaktuell\/files\/2019\/05\/190430_ZHdK_DigitalBalance_Teil02_komprimiert.png 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Graphic Recording aus dem Workshop von Lalita Brunner (<a href=\"http:\/\/www.berrelgschwind.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">www.berrelgschwind.ch<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Brauchen wir \u2013 oder brauche ich \u2013 also eine digitale Di\u00e4t?\nDies ist nach dem Workshop vielleicht nicht einmal die richtige Frage. F\u00fcr ein\ngutes, erf\u00fclltes, engagiertes Leben im digitalen Zeitalter braucht es n\u00e4mlich\nnicht so sehr eine \u00abdigitale Di\u00e4t\u00bb oder gar einen totalen \u00abEntzug\u00bb; wichtig\nw\u00e4re vielmehr die bewusste Auseinandersetzung und die sinnvolle Nutzung der\ndigitalen Technologien. Niemand muss zwingend auf \u00abDi\u00e4t\u00bb &#8211; aber jeder und jede\nmuss seine eigene pers\u00f6nliche \u00abDigital Balance\u00bb finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Interessiert? Mehr Infos zu dem Thema, eine Coffee Lecture und Deine ganz pers\u00f6nliche \u00abMyDigitalBalance\u00bb-Challenge gibt es demn\u00e4chst <a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/mizaktuell\/archive\/category\/destination-digital\">hier<\/a> \u2013 also stay tuned!<\/p>\n\n\n\n<p>Literaturtipp: Sarah Genner: ON|OFF. Risks and Rewards of the Anytime-Anywhere Internet. vdf Hochschulverlag Z\u00fcrich, 2017. ISBN 978-3-7281-3799-9. <a href=\"https:\/\/opac.nebis.ch\/ediss\/20172970.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Open Access (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Open Access<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer kennt das nicht? Permanent am Smartphone, immer erreichbar, laufend am Multi-tasking, st\u00e4ndig und gerade deshalb auch nie pr\u00e4sent \u2013 und dabei total gestresst und ausgebrannt. Und das soll die viel gelobte digitale Zukunft sein? 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