{"id":795,"date":"2014-03-18T13:21:16","date_gmt":"2014-03-18T11:21:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/?p=795"},"modified":"2014-04-07T14:55:20","modified_gmt":"2014-04-07T12:55:20","slug":"hochschultag-17-3-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/2014\/03\/18\/hochschultag-17-3-2014\/","title":{"rendered":"Hochschultag 2014 \u2013 Weltweit werden, 17.3.2014"},"content":{"rendered":"\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-795 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/DSC_5486.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/DSC_5486-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-875\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-875'>\n\t\t\t\tWendy Shaw\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/DSC_5521.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/DSC_5521-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-871\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-871'>\n\t\t\t\tThomas D. Meier\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/DSC_5530.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/DSC_5530-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-881\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-881'>\n\t\t\t\tDaniel Sp\u00e4ti\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/DSC_5490.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/DSC_5490-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-877\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-877'>\n\t\t\t\tHartmut Wickert\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/DSC_5426.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/DSC_5426-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-869\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-869'>\n\t\t\t\tTobi M\u00fcller\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/Q5oVwuFKkzRAbPso7k2jS5T7ksp-1546aeYDR1kZhro.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/Q5oVwuFKkzRAbPso7k2jS5T7ksp-1546aeYDR1kZhro-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-887\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-887'>\n\t\t\t\tHeike Pohl\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Es sitzen viele Politiker in den ersten Reihen an diesem Hochschultag, im grossen Vortragssaal nachmittags um f\u00fcnf. Mehrere von Ihnen haben gefeiert, als das Stimmvolk am 9. Februar die \u00abMasseneinwanderungsinitiative\u00bb knapp angenommen hat. Die Hochschulen sp\u00fcren die ersten Auswirkungen bereits. Denn die EU schliesst die Schweiz aus zwei wichtigen europ\u00e4ischen Bildungs- und Forschungsprogrammen aus. Man verhandle mit dem Bund, sagt Thomas D. Meier in seiner Er\u00f6ffnungsrede, um mit der EU eine L\u00f6sung zu finden. Rektor Meier weiss, warum er das Thema gleich anspricht. Erstens, weil sich Studierende und Dozierende Sorgen machen. Zweitens steht der aktuelle Hochschultag unter dem lange vor der Abstimmung gesetzten Titel: \u00a0\u00abWeltweit werden \u2013 Internationalisierung in den K\u00fcnsten und im Design.\u00bb Die Ironie ist der Aktualit\u00e4t geschuldet, und nat\u00fcrlich nicht Absicht.<\/p>\n<p>Gut vier Wochen nachdem die Schweiz mit einer Geste der Abschottung international Schlagzeilen gemacht hat, wirbt die ZHdK mit ihrer Internationalisierung und stellt den Begriff des \u00abWeltweit werden\u00bb in die Mitte ihres Selbstbildes. Vom Philosophen Jacques Derrida entlehnt, geht es der \u00abmondialisation\u00bb, wie \u00abweltweit werden\u00bb im Original heisst, um einen vergr\u00f6sserten M\u00f6glichkeitsraum. In diesem Raum gibt es keine vorherrschende Richtung im Sinne eines linearen Wissenstransfers von A nach B. In einem kulturwissenschaftlichen Rahmen gilt das als kolonial, was privatwirtschaftlich mitunter noch immer die Regel ist: Der Export von (auch geistigen) G\u00fctern, gepr\u00e4gt von einem klaren Machtgef\u00e4lle. Einige Grafiken an diesem Hochschultag legen ungl\u00fccklicherweise genau dies nahe: Viele farbige Punkte wandern von Z\u00fcrich aus \u00fcber die ganze Welt, eine Art Wissensvirus bef\u00e4llt den Globus, entwickelt in den Laboren an der Ausstellungsstrasse. In der Mitte der Weltkarte liegen die britischen Inseln, einstiges Zentrum der Kolonialgeschichte. Das ist der Auftakt zu dieser knapp zweist\u00fcndigen Pr\u00e4sentation zahlreicher Partnerschaften und vier konkreter Projekte. Als Festmusik h\u00f6ren wir ultramodernistische Kompositionen f\u00fcr Schlagwerk und Gesang, autonome Kunst aus dem alten Europa.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><strong>Weg vom Nabel der Welt<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt also widerspr\u00fcchliche Signale an diesem Vorabend, in denen die Hochschule ihre weltweite Positionierung in vielen Reden und kleinen Inszenierungen feiert. Es gibt die 120 Partnerschulen der ZHdK, mit denen man \u00abverbunden\u00bb sei, es gibt die vorgestellten Projekte wie \u00abBuilding Bridges\u00bb oder \u00abCommon Stage\u00bb, die schon im Titel das Gemeinsame betonen (dazu sp\u00e4ter), es gibt die klare Ansage des Rektors, Europa sei \u00abnicht mehr der Nabel der Welt\u00bb, und es gibt eine visuelle und musikalische Kommunikation.<\/p>\n<p>Am Morgen danach treffen wir uns zum Gespr\u00e4ch im Panoramasaal, im obersten Stock dieses supertrockenen Baus an der Ausstellungsstrasse, diesem dennoch so leichth\u00e4ndigen Monument der Schweizer Architekturmoderne, aus dem die ZHdK in den n\u00e4chsten Semesterferien ausziehen wird. Rektor Meier ist da, Heike Pohl als Leiterin der Hochschulkommunikation, Designdozent Daniel Sp\u00e4ti, der ein Chinaprojekt leitet, Hartmut Wickert, der dem Dossier Internationales vorsteht und das Departement Darstellende K\u00fcnste und Film leitet, und als Gast aus Bern ist Wendy Shaw angereist, eine US-amerikanisch-t\u00fcrkische Kunsthistorikerin und Kulturwissenschafterin. Als erstes sprechen wir dem Kaffeeautomaten gut zu. Dann reden wir ziemlich Klartext.<\/p>\n<p>Thomas D. Meier schmunzelt und sagt, er k\u00f6nne das meiste dieser Kritik nachvollziehen. Ausser was die Musik betreffe: Das letzte St\u00fcck, das franz\u00f6sische \u00abToucher\u00bb von Vinko Globokar, sei ja gerade eine Auseinandersetzung mit Galileo gewesen, auch davor habe es Rekurse auf Lichtenberg gegeben, also auf europ\u00e4ische Wissenschaftsgeschichte und ihre Welterfahrungen. Man habe vermeiden wollen, ein Thema wie Internationalisierung mit etwas World Music zu illustrieren. In der Tat, das w\u00e4re Kitsch gewesen, finde ich auch. Aber irgend etwas, das die kurz vorgestellten Projekte etwas sinnlicher fassbar macht, das die latente Phrasengefahr in den Diskursen \u00fcber Austauschprojekte mit Beispielen kontert? Und ist es sinnvoll, dass ich das nun in diesem Blog noch einmal entgegne, behalte ich so das letzte Wort? \u00abHe is keeping the power, he is a journalist\u00bb, witzelt Wendy Shaw am Ende des Gespr\u00e4ches halbernst. Alle lachen. Unten geht es zur Kommentarfunktion&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><strong>Wie anders muss der andere sein?<\/strong><\/p>\n<p>Man kann nicht eine Stunde lang \u00fcber eine paar Grafiken und die Musikauswahl reden, das bleiben interessante Marginalien, die etwas ber\u00fchren an den R\u00e4ndern, eine Diskussion anschieben, sie aber nicht stellvertretend f\u00fchren k\u00f6nnen. Im Zentrum stehen andere Fragen. Zum Beispiel jene nach dem Status der Differenz, oder wie fremd das Fremde sein muss, um von Internationalisierung sprechen zu k\u00f6nnen. \u00abIt\u2019s all about differences\u00bb, sagt ein amerikanischer Schauspielstudent im Einspieler zum Projekt Building Bridges. Stimmt das? Wenn die Leiterin der Tisch School of the Arts in New York sagt, bei Ihnen werde der Schauspieler zum Autor, zur Kreativkraft ausgebildet, denke ich: Ist das in Z\u00fcrich nicht genauso, hat mir dasselbe nicht bereits Hartmut Wickerts Vorg\u00e4nger ins Ger\u00e4t diktiert, vor rund 15 Jahren? Sind diese Differenzen mitunter bloss feine Unterschiede, die \u00fcberbewertet werden, um von einer Fremdheitserfahrung sprechen zu k\u00f6nnen, die den eigenen Horizont in Wahrheit gar nicht \u00fcberschreitet? Und wie sinnvoll ist es, das Gegen\u00fcber als Fremden zu konstruieren und ihn auch st\u00e4ndig fremd zu belassen?<\/p>\n<p>Hartmut Wickert erz\u00e4hlt von der Fahrt nach New York mit seinen Studierenden, vom anderen Kontext solcher Aussagen \u00fcber Autorschaft und Differenz. An der Tisch School haben die Leute einen diverseren Background als in Wickerts Departement. Autorschaft hat eine andere Konsequenz, die kulturellen und sozialen Differenzen sind in den Produkten besser sichtbar. Wendy Shaw, die lange in der T\u00fcrkei gearbeitet hat, aber in den USA aufgewachsen ist und ausgebildet wurde, er\u00f6rtet eine grundlegende Differenz: In den USA sei man, gerade an den Unis, schon lange zu einem pluralistischen Modell \u00fcbergegangen, zu einem Ansatz also, der die kulturellen Unterschiede respektiere oder sogar betone. Dies stehe im Gegensatz zu einer assimilativen Kultur, wie sie in der Schweiz noch immer mehrheitlich herrsche, so ihre Einsch\u00e4tzung. Deshalb sei es f\u00fcr Schweizer Studierende noch wichtiger als f\u00fcr andere, ausserhalb des Gewohnten zu studieren. \u00abLearn to fail\u00bb, sagt Wendy Shaw, das sei wichtig auf dem beruflichen Weg. Um mit Widerst\u00e4nden umgehen zu k\u00f6nnen, welche in der Schweiz oft von Perfektion kaschiert werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><strong>Raus aus diesem B\u00fcro<\/strong><\/p>\n<p>Leaving the comfort zone, die Komfortzone verlassen: Das kennt auch Thomas D. Meier, der nickt und sagt, das sei essenziell auch f\u00fcr seine Studierenden. Obwohl die meisten es kaum so formulieren w\u00fcrden und ihre Auslandstudienzeit eher nach Freizeitangeboten ausrichten w\u00fcrden. Wir lachen wieder. Und Daniel Sp\u00e4ti widerspricht. Seine Erfahrungen in China mit der \u00abNationalen Theaterakademie f\u00fcr chinesische Theaterkunst\u00bb seien andere. Klar komme es vor, dass touristische Impulse mitspielen in den Entscheidungen. Vor Ort trete dies in den Hintergrund. Die Zusammenarbeit in der Summer School ist zu intensiv, um da bloss ein bisschen Ferien zu machen. Sp\u00e4ti ist aber froh, wie Wickert auch, dass man als Dozent ein Druckmittel hat, diese Begegnungen in einzelnen Produkten manifestieren zu m\u00fcssen. Wickert sieht weiter einen gruppendynamischen Vorteil in solchen Austauschprojekten. In Z\u00fcrich sind einzelne Gruppen nach einer gewissen Zeit nur mehr schwer steuerbar, sie funktionieren in den gewohnten Bahnen. Wenn man sie mischt, sagt Wickert, sind die Gruppen pl\u00f6tzlich gepr\u00e4gt von Achtsamkeit, von einem Fokus auf das Thema.<\/p>\n<p>Und vielleicht werden dann Konflikte nicht so einfach auf Autorit\u00e4ten ausserhalb der Gruppe projiziert, sondern als eigene Schwierigkeiten erfahren. Schwierigkeiten der interkulturellen Kommunikation zum Beispiel, die Wendy Shaw \u00abdisturbances\u00bb nennt. Diese Widerst\u00e4nde kamen am Hochschultag selbst etwas zu kurz, oder wurden integriert von der Freude \u00fcber die Vernetztheit und vom Geniessen der kulturellen Differenz, beides vor allem touristische Reflexe.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\"><strong>Alles k\u00f6nnte auch anders sein<\/strong><\/p>\n<p>Francis M\u00fcller, Dozent Design, hat tags davor von \u00abKontingenzerfahrung\u00bb gesprochen, von der Einsicht der Studierenden, dass alles auch anders sein k\u00f6nne, die selbst an Summer Schools eintrete. Und Daniel Sp\u00e4ti verschwieg das Knarzen nicht, das solche Programme regelm\u00e4ssig produzieren: Es ist nicht immer nur ein Spass, auch wenn eine Studentin ihren Vortrag etwas unbedarft so begann: \u00abIch reise gerne!\u00bb.<\/p>\n<p>Am Ende des Werkstattgespr\u00e4chs diskutieren wir, wie man die Entwicklung der Internationalisierung an der ZHdK beschreiben kann. Es geht um den Weg, den einzelne Projekte gehen m\u00fcssen, wenn die Kennenlernphase vorbei ist und etwas mehr Alltag einkehrt, wenn etwas mehr Substanz oder ein vorzeigbares Produkt gefordert ist. Es hat Projekte gegeben, welche diese Phase nicht \u00fcberlebt haben. Es geht aber auch um die Geschichte der Gesamtstrategie der Hochschule. Tendenz: Die Projekte dauern l\u00e4nger, sind nicht gleich wieder vorbei, und dehnen sich auf Semesterl\u00e4nge aus wie Sp\u00e4tis \u00abCommon Stages.\u00bb Kann man von einer Intensivierung der einzelnen Projekte sprechen? Fr\u00fcher hat man jedenfalls rascher abgebrochen. Heute, sagt die Runde, wissen die andern vor allem auch mehr \u00fcber uns. Auch die \u00abandern\u00bb sind \u00abweltweit\u00bb geworden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.zhdk.ch\/index.php?id=hochschultag2014\">Webseite Hochschultag 2014<\/a><\/p>\n<p><strong><br \/>\nVIDEOSTATEMENTS: Nach jedem Werkstattgespr\u00e4ch haben die Beteiligten die Gelegenheit, ihre Eindr\u00fccke kurz selbst zu schildern. Leider gab es dieses Mal \u00a0technische Probleme mit dem Ton, wie erst nachtr\u00e4glich festgestellt wurde. Einzig das Videostatement von Thomas D. Meier liegt in akustisch brauchbarer Form vor. Die Statements der anderen Beteiligten posten wir hier in transkribierter Form als Text. Vielen Dank an die Diskutanden f\u00fcr Ihr Einverst\u00e4ndnis. Und mit der Bitte um Entschuldigung: Team Z+ und Tobi M\u00fcller.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Videostatement Thomas D. Meier, Rektor ZHdK:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Prof. Dr. Thomas D. Meier\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/89408170?dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"500\" height=\"281\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Transkribiertes Statement Wendy Shaw, Professin an der Universit\u00e4t Bern:<\/strong><\/p>\n<p>My name is Wendy Shaw and I am professor of world arts at the Center for Cultural Studies at the University of Bern.\u00a0I was invited here as an outside observer. What I found most interesting in the presentations yesterday\u00a0was the emphasis on process over product. Coming from outside, it was very different from what I expected, which would have been more about the products of cultural exchange.\u00a0What I learned was how the Hochschule thinks about its role for the participants and the students. The international programs seem to be less interested in traditional understandings of cultural exchange than in learning about how creativity is structured and how one can communicate across differences in process and practice. When people are put in intercultural situations, they are forced to face their own habits, they are forced into a certain discomfort which ends up being productive in stretching their limits. The encounter is less concerned with traditions or heritage as already packaged in cultural products so much as the habits that are put into discussion or into a relationship with the habits of others. That pushes them out of their comfort zone and gives them the potential to create different opportunities of creativity.<\/p>\n<p>What really came out then is that these exchange programs aren&#8217;t really about learning about other cultures. We have that anyhow, don&#8217;t we, with international tours and the internet? The issue is more how creativity can mean different things in different cultural and institutional environments.\u00a0In evaluating the programs, there are two things one has to think about. One, which is the obvious one, is how these programs enhance education. This is something difficult to measure, because the product is indirect &#8212; it manifests itself in broadening the boundaries of experience, and not so much in a directly legible mark of influence. The second way of looking at this is, in a world where we do access the rest of the world easily through marketed cultural project, it is even more important for artists to get behind the scenes and think of their global counterparts not through cultural difference but as potential partners. In this sense of enhancing networks and developing communication skills, these programs enrich the educational environment.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_809\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/Unknown-2.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-809\" class=\"size-thumbnail wp-image-809\" alt=\"Wendy Shaw\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/Unknown-2-150x150.jpeg\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/Unknown-2-150x150.jpeg 150w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/Unknown-2.jpeg 178w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-809\" class=\"wp-caption-text\">Wendy Shaw<\/p><\/div>\n<p><strong>Transkribiertes Statement Daniel Sp\u00e4ti, Dozent Design:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ich hatte die letzten f\u00fcnf Jahre die Gelegenheit, ein internationales Kooperationsprojekt zwischen der ZHdK und Chinesischen Partnern aufzubauen. Ich denke, dass solche langfristigen Partnerschaften sehr viel Sinn machen, weil man im Verlauf der Jahre wichtige Erfahrungen sammeln kann. Diese k\u00f6nnen dann in einem n\u00e4chsten Schritt nachhaltig genutzt werden, um langfristige Partnerschaften aufzubauen. Nach einer f\u00fcnfj\u00e4hrigen Aufbauphase kommen wir jetzt in ein n\u00e4chstes Stadium, in dem wir versuchen, ein Programm, welches bisher ein Sommerworkshop war, zu einem Semesterprogramm auszubauen.<\/p>\n<p>Die Absicht, das Programm auszudehnen und die Gelegenheit zu nutzen, es dabei zu vertiefen, liegt in der Erfahrung begr\u00fcndet, dass vier bis f\u00fcnf Wochen im Sommer eine gute und intensive Erfahrung durchaus zulassen, aber doch sehr schnell vorbeigehen. H\u00e4ufig wurde auch von Studierenden das Bed\u00fcrfnis ge\u00e4ussert, das Programm zu vertiefen. Mit dem Transfer des Projektes in den Zusammenhang des \u00abConnecting Spaces Z\u00fcrich Hongkong\u00bb haben wir auch ein produktives Umfeld, in dem sich mein Projekt \u00abCommon Stage\u00bb stabil und zukunftsweisend entwickeln kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_801\" style=\"width: 188px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/Unknown-4.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-801\" class=\"size-full wp-image-801\" alt=\"Daniel Sp\u00e4ti\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/Unknown-4.jpeg\" width=\"178\" height=\"178\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/Unknown-4.jpeg 178w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/Unknown-4-150x150.jpeg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 178px) 100vw, 178px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-801\" class=\"wp-caption-text\">Daniel Sp\u00e4ti<\/p><\/div>\n<p><strong>Transkribiertes Statement Hartmut Wickert, Leiter Departement Darstellende K\u00fcnste:<\/strong><\/p>\n<p>Der Hochschultag der Zhdk hatte das Thema \u00abWeltweit werden\u00bb. Mich interessiert das nicht nur qua Amt, weil ich der Leiter des Dossier Internationales und damit auch f\u00fcr die neu entwickelte Strategie der ZHdK verantwortlich bin, sondern auch pers\u00f6nlich als Leiter des Departementes Darstellende K\u00fcnste und Film. Aus meiner Sicht sind internationale Aktivit\u00e4ten f\u00fcr unsere Studierenden von substanzieller Bedeutung, was das positive Infragestellen eigener kultureller Standards und Begebenheiten anbelangt.<\/p>\n<p>Vor allem f\u00fcr Bereiche, die sich per se r\u00fcckbeziehen auf eine stark sprachlich und regional positionierte Kultur, ist die Infragestellung dieser Standards eine emminent wichtige, zukunftsgerichtete Aufgabenstellung. Wir haben gestern am Hochschultag verschiedene Projekte kennengelernt, die sich alle mit \u00e4hnlichen Fragestellungen besch\u00e4ftigen: mit der Kommunikation unterschiedlicher Kulturen, aber auch mit der Nutzbarmachung des Erkennens von Differenzen und von Spannungsverh\u00e4ltnissen. Insofern finde ich das f\u00fcr eine Kunsthochschule, die dabei ist, sich international zu positionieren, eine ganz wesentliche Aufgabe, die vielen Aktivit\u00e4ten, die an dieser Hochschule laufen, sichtbar und erkennbar zu machen und m\u00f6glichst auch zu b\u00fcndeln in einer \u00fcbergeordneten Strategie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_805\" style=\"width: 188px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/Unknown-1.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-805\" class=\"size-full wp-image-805\" alt=\"Hartmut Wickert\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/Unknown-1.jpeg\" width=\"178\" height=\"178\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/Unknown-1.jpeg 178w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/Unknown-1-150x150.jpeg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 178px) 100vw, 178px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-805\" class=\"wp-caption-text\">Hartmut Wickert<\/p><\/div>\n<p><strong>Transkribiertes Statement Heike Pohl, Leiterin Kommunikation ZHdK:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ich war Teil des Organisationskomitees des Hochschultages. Dieses Jahr lautete dessen Thema: \u00abWeltweit werden\u00bb. F\u00fcr mich war das heutige Gespr\u00e4ch mit Tobi M\u00fcller, unserem Observer-in-Residence, sehr interessant, weil ich durch ihn einen Blick auf den Hochschultag bekommen habe von jemandem, der sich nur an diesem einen Veranstaltungstag damit besch\u00e4ftigt hat. Mein Team und ich besch\u00e4ftigen uns seit \u00fcber einem Jahr mit dem Anlass, wir haben das alles organisiert und lange \u00fcberlegt, wen wir dazu einladen wollen.<\/p>\n<p>Der Anlass ist jedes Jahr aufs Neue ein Experiment, weil man nicht vorher \u00fcben kann. Es gibt soviele\u00a0 Beteiligte, und ich habe dieses Jahr wieder bemerkt, wie er von den Leuten lebt, die diesen Tag aktiv bestreiten, auch von ihrer Tagesform und von den Projekten. Ich bin sehr zufrieden mit \u00abWeltweit werden\u00bb und werde gewisse Inputs aus dem Gespr\u00e4ch von Tobi M\u00fcller weiterverfolgen. Zum Beispiel den Einwand, dass alles etwas zu glatt war und dass man von einer Kunsthochschule auch etwas st\u00f6rendere Elemente erwarten k\u00f6nnte.<\/p>\n<div id=\"attachment_849\" style=\"width: 188px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/CAIUVLQ8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-849\" class=\"size-full wp-image-849\" title=\"Heike Pohl\" alt=\"CAIUVLQ8\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/CAIUVLQ8.jpg\" width=\"178\" height=\"178\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/CAIUVLQ8.jpg 178w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/files\/2014\/03\/CAIUVLQ8-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 178px) 100vw, 178px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-849\" class=\"wp-caption-text\">Heike Pohl<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es sitzen viele Politiker in den ersten Reihen an diesem Hochschultag, im grossen Vortragssaal nachmittags um f\u00fcnf. Mehrere von Ihnen haben gefeiert, als das Stimmvolk am 9. Februar die \u00abMasseneinwanderungsinitiative\u00bb knapp angenommen hat. Die Hochschulen sp\u00fcren die ersten Auswirkungen bereits. Denn die EU schliesst die Schweiz aus zwei wichtigen europ\u00e4ischen Bildungs- und Forschungsprogrammen aus. Man [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1765,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[76],"tags":[],"class_list":["post-795","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/795","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1765"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=795"}],"version-history":[{"count":30,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/795\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":921,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/795\/revisions\/921"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=795"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=795"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/observer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=795"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}