{"id":141,"date":"2013-07-16T09:45:32","date_gmt":"2013-07-16T07:45:32","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/oeffentlich\/?p=141"},"modified":"2013-07-16T09:45:32","modified_gmt":"2013-07-16T07:45:32","slug":"hello-world","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/oeffentlich\/2013\/07\/16\/hello-world\/","title":{"rendered":"Hello World"},"content":{"rendered":"<p>Departement: Kunst &amp; Medien<br \/>\nVertiefung: Mediale K\u00fcnste<br \/>\nTyp: Diplomarbeit<br \/>\nAutor: Olivier Marti, 2008<\/p>\n<p>Hello World setzt sich mit Schreiben als performativem Akt auseinander. Die Welt, in der wir uns bewegen, bauen wir. Wir bauen, indem wir sprechend, schreibend, rechnend, programmierend Inneres \u00e4ussern, \u00c4usserliches verinnerlichen.<\/p>\n<p>Hello World untersucht in performativen Experimenten die Alphabetisierung mit der Schrift und der neuen Alphabetisierung Computer, mit folgenden drei Fragen: Wie werde ich sprachf\u00e4hig? Wie kann ich schreibend handeln? Was ist Schrift?<\/p>\n<p>Es gibt kein Zeichen ohne Medium. \u00dcbertragen werden die zwei Worte &#8222;Hello World&#8220; sowie deren einzelne Buchstaben &#8222;D, E, H, L, O, R, W&#8220; mit dem lateinischen Alphabet der nat\u00fcrlichen Sprachen und dem Algorithmus der formalen Sprache, der imperativen, strukturierten, prozeduralen sowie kompilierenden Programmiersprache C. An der Schnittstelle, im Dazwischen vom Compiler, einem unsichtbar im Hintergrund arbeitenden Programm des \u00dcbersetzens von der Sprache des Menschen in die des Computers zu einer ausf\u00fchrbaren Datei.<\/p>\n<p>Dabei lege ich f\u00fcr das Experimentieren mit Zeichenhandeln, das zirkulierende Referenz zwischen Worten und Welt hervorbringen kann, die Perspektive eines sich selbst beobachtenden und referenzierenden &#8222;Users&#8220; an. Sie soll keinen didaktischen Charakter haben, sondern aus einer k\u00fcnstlerisch, transformierenden Suchbewegung, in performativen Selbstversuchen angelegt sein.<\/p>\n<p>Die Installation Hello World f\u00fchrt in Texten, Monitoren, Magnetb\u00e4ndern und Tontafeln diesen Prozess vor, durch und aus. Der Kern der Arbeit ist eine Performance bei der mein K\u00f6rper als Medium &#8222;Hello World&#8220; in der C-Programmiersprache mit den F\u00fcssen schreibend, gleichsam einem rituellen Tanz, im \u00f6ffentlichen Raum kompiliert, ausf\u00fchrt und ausgibt.<\/p>\n<p>Mein performatives Zeichenhandeln soll die Rezipienten &#8222;\u2026 zum Zeugen machen, dass sprachliche \u00c4usserungen das, was sie bezeichnen, zugleich auch vollziehen und Worte zu Handlungen werden, die in die Welt eingreifen&#8220; (Sybille Kr\u00e4mer). Die Rezeption l\u00e4dt zu einem performativen Medien- oder Botengang im eigenen On- und Offline ein.<\/p>\n<p>Tags: Performance, Text<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Departement: Kunst &amp; Medien Vertiefung: Mediale K\u00fcnste Typ: Diplomarbeit Autor: Olivier Marti, 2008 Hello World setzt sich mit Schreiben als performativem Akt auseinander. Die Welt, in der wir uns bewegen, bauen wir. Wir bauen, indem wir sprechend, schreibend, rechnend, programmierend Inneres \u00e4ussern, \u00c4usserliches verinnerlichen. 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