{"id":151,"date":"2013-07-16T09:43:11","date_gmt":"2013-07-16T07:43:11","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/oeffentlich\/?p=151"},"modified":"2013-07-16T09:43:11","modified_gmt":"2013-07-16T07:43:11","slug":"all-tags","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/oeffentlich\/2013\/07\/16\/all-tags\/","title":{"rendered":"ALL TAGS"},"content":{"rendered":"<p>Departement: Master in Fine Arts<br \/>\nAutorinnen \/ Autoren: Marianne Landolt, Rene Lehner, Baggenstos\/Rudolf  <\/p>\n<p>In erster Linie verweist der Titel der Ausstellung, ALL TAGS, in die Richtung der Konfrontation mit dem Allt\u00e4glichen in der Kunst. Doch nicht nur der Titel, auch die Werke dieser Ausstellung sind aufgeladen mit den Fragen, welche in der zeitgen\u00f6ssischen Kunst nicht an Relevanz zu verlieren scheinen: Wo h\u00f6rt der Alltag auf und wo beginnt die Kunst? Was unterscheidet Kunst von \u201eNichtkunst\u201c? Nach welchen Kriterien entscheiden wir, ob wir einem Objekt den Kunstcharakter zu- oder absprechen? Und wie l\u00e4sst sich der Alltag selbst in Kunst verwandeln?<\/p>\n<p>Auf der zweiten Ebene bezieht sich das Wortspiel ALL TAGS auch auf die englische Bedeutung von \u201eall tags\u201c in Form von Markierung oder Zusatzinformation, und genau jene Markierungen oder Zusatzinformationen werden von den Kunstschaffenden Baggenstos\/Rudolf, Mariann Landolt und dem Comiczeichner Rene Lehner im jeweiligen Werk des Gegen\u00fcber vorgenommen und durch kollektive Prozesse in diversen Medien umgesetzt. Dies widerspiegelt sich auch im Gesamtbild der Ausstellung. Auf eine experimentelle Weise wird hier der Versuch unternommen, die Struktur und das klassische Setting einer Gruppenausstellung zu durchbrechen, indem die Werke durch das gemeinsame Aneignen und Umsetzen neue Ankn\u00fcpfungspunkte und Sichtweisen f\u00fcr die RezipientInnen erzeugen.<\/p>\n<p>Der Technik der Aneignung in der Kunst liegt aber etwas zugrunde, das sich nicht aneignen l\u00e4sst, und dies ist der Prozess der Aneignung selbst und genau dort er\u00f6ffnet sich das Spannungsfeld dieser Ausstellung und der gemeinsame Nenner der ansonsten durchaus heterogenen Arbeitsweisen. W\u00e4hrend das Duo Baggenstos\/Rudolf mit objets trouv\u00e9s arbeitet, welche sie immer ein wenig in der gewohnten Wahrnehmung modifizieren, oder die dem Objekt immanente Zwecksetzung in ihrer herk\u00f6mmlichen Nutzung subtil ab\u00e4ndern, bildet das Ready Made den kunsthistorische Ansatzpunkt von Mariann Landolts assoziativen Werken, welche sie aus dem \u00f6ffentlichen Raum entnimmt. Auch Lehner verarbeitet das Vorgefundene und Allt\u00e4gliche unentwegt in seinen Comics. Dennoch reagiert und interveniert er auf die Thematik ganz anders als die K\u00fcnstlerInnen. In dieser Form von Interaktion er\u00f6ffnen sich vollkommen neue Herausforderungen f\u00fcr die prozesshafte Arbeitsweise von Baggenstos\/Rudolf und Landolt und der narrativen, an Eindeutigkeit und Klarheit orientierten, Methode von Rene Lehner.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich untersucht auch Karin Kurzmeyer in ihrer Lecture \u201eAngebote f\u00fcr eine Stadt\u201c die oben genannten Fragen betreffend des Allt\u00e4glichen in der Kunst und potenziert somit die Auseinandersetzung innerhalb des experimentellen Spielfelds zwischen Prozess und kollektiver Aneignung.<\/p>\n<p>Text: Jana Vanecek <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zhdk.ch\/typo3temp\/pics\/35fc368465.jpg\" width=\"240\" height=\"170\" class=\"alignnone\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Departement: Master in Fine Arts Autorinnen \/ Autoren: Marianne Landolt, Rene Lehner, Baggenstos\/Rudolf In erster Linie verweist der Titel der Ausstellung, ALL TAGS, in die Richtung der Konfrontation mit dem Allt\u00e4glichen in der Kunst. 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