{"id":381,"date":"2013-07-16T12:13:55","date_gmt":"2013-07-16T10:13:55","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/oeffentlich\/?p=381"},"modified":"2013-07-16T12:13:55","modified_gmt":"2013-07-16T10:13:55","slug":"what-the-hack","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/oeffentlich\/2013\/07\/16\/what-the-hack\/","title":{"rendered":"What the Hack?"},"content":{"rendered":"<p><a href='http:\/\/www.zhdk.ch\/index.php?id=10216'>ZHdK:\u00a0MAS Cultural Media Studies<\/a>.<\/p>\n<p>Master Cultural Media Studies<br \/>\nTyp: Studienprojekt<\/p>\n<p>Autorinnen\/ Autoren: Val\u00e9rie Jaccard, Iris Ritter, Mariann Thalmann<\/p>\n<p>Unser Projekt war gepr\u00e4gt von immer wieder neuen Ans\u00e4tzen, sozusagen einem rollenden Prozess. Nach einem ersten Brainstorming einigten wir uns auf eine Arbeit im \u00f6ffentlichen Raum: &#8222;Gehackte&#8220; Verkehrsschilder, z. B. Verbotstafeln f\u00fcr Finanzhaie auf dem Paradeplatz und sahen die Grafik schon vor unserem inneren Auge&#8230; Diese Ideen wurden jedoch verworfen, da sie nicht &#8222;neu&#8220; waren.<br \/>\n\u00dcber die Diskussion unsinniger Verkehrswege und baulicher Verbrechen gelangten wir zum Fussg\u00e4nger- und Velotunnel zwischen Enge und Wiedikon. Eine unbewachte, gerade, circa 350m lange und 2.5m breite R\u00f6hre, f\u00fcnf dr\u00f6hnende Gehminuten vom Ein- bis zum Ausgang. Der Ort des Projektes war gefunden und mit dem Medium Film sollte seine Bedrohlichkeit gezeigt werden.<br \/>\nDiese Idee wurde wieder fallen gelassen, denn der \u00f6ffentlichen Raum bedeutet nicht f\u00fcr Frauen die gr\u00f6sste Gefahr (das ist nach wie vor ihr Zuhause), sondern f\u00fcr junge M\u00e4nner zwischen 15 und 25 Jahren.<br \/>\nWeiter wurde, um eine Umnutzung des Systems zu konstruieren, aus dem Unort gedanklich ein Ort f\u00fcr Sport und Spiel: z.B. f\u00fcr einen 100m-Lauf im Tunnel, mit Sportlern, Publikum und Reportern. Ein Projekt, das einen grossen Aufwand bedeutet h\u00e4tte. Die Idee verschlankte sich auf eine Joggerin, die im Tunnel gegen sich selbst rennt und gewinnt. Eine Schauspielerin wurde engagiert, ein Kameramann des Schweizer Fernsehens beigezogen. Am Abend des Briefings konnte die zentrale Frage: was, warum und wof\u00fcr hacken wir? noch immer nicht beantwortet werden und somit wurde auch diese Idee \u00fcber Bord geworfen.<\/p>\n<p>\u00dcber die im Tunnel allgegenw\u00e4rtigen Sprayereien und die gruppenintern unterschiedlichen Haltungen dazu kristallisierte sich ein Konflikt heraus, der uns neu motivierte.<\/p>\n<p>Wir realisierten einen Handyfilm, der eine nachgestellte, illegale Sprayaktion im Fussg\u00e4ngertunnel zeigt. Zentral f\u00fcr den Hack war, dass der Film an die Handys der Kommilitoninnen und Kommilitonen geschickt werden sollte. Da dies nicht bei allen Handytypen m\u00f6glich war, steht der Film nun unter YouTube zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Das Prozessuale unserer Konzeptarbeit wird nicht mit einem best\u00e4ndigen Mittel dargestellt, sondern mit etwas Verg\u00e4nglichem, dem Rasierschaum. Und der Spruch WHAT THE HACK? (Was soll&#8217;s mit dem Hacken?) \u2013 in Anlehnung an das englische &#8222;What the heck?&#8220; (Was zum Teufel?) \u2013 hackt auf der sprachlichen Ebene die Aufgabe, w\u00e4hrend er auf der visuellen Ebene umgesetzt wird. Einerseits wird im Text die Rhetorik des Sprayens aufgenommen als eine Absage an das Vorgegebene (hier die Aufgabenstellung, dort der Status quo). Andererseits verdeutlicht dies auch inhaltlich unsere kritischen Positionen, die wir uns erarbeitet haben. Die einen fanden, dass die Gesellschaftskritik, wie sie im Cultural Hacking praktiziert wird, keinen Raum l\u00e4sst f\u00fcr Alternativen und Visionen, also keine konstruktive Kritik darstellt, andere fanden, dass die Position des Vorspielens des Cultural Hackings inakzeptabel ist, da zu betr\u00fcgerisch und verdeckt.<\/p>\n<p>Aufgrund der verg\u00e4nglichen Natur unserer Aktion wurde eine Dokumentation n\u00f6tig, um sie pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen. Im Internet fanden wir viele Handyfilme zum Entstehungsprozess von Sprayereien. Ausserdem wird so der Touch der illegalen Aktion besser transportiert, was den Hack als Pointe verdeutlicht. Wir stellen die illegale Sprayaktion nach. Diese Dramaturgie wird bestimmend und daraus ergibt sich ein authentischer Look &amp; Feel f\u00fcr unsere mediale Arbeit: O-Ton, Plansequenz, keine &#8222;Retakes&#8220; und nat\u00fcrlich das Handy als Kamera, was auch die gew\u00fcnschten entsprechenden Auswirkungen auf die Bildf\u00fchrung hatte.<\/p>\n<p>Uns ist wichtig, unseren reflektierten Umgang mit der Aufgabenstellung auf eine humorvolle Art und Weise weiterzugeben. Sollte jemand geschmunzelt haben, so haben wir unser Ziel erreicht mit unserer Botschaft: What the Hack!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ZHdK:\u00a0MAS Cultural Media Studies. 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