{"id":595,"date":"2013-07-20T10:28:47","date_gmt":"2013-07-20T08:28:47","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/oeffentlich\/?p=595"},"modified":"2013-08-20T10:34:38","modified_gmt":"2013-08-20T08:34:38","slug":"stadtlabor-luzern-atmosphaere-untersuchungen-zu-einem-begriff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/oeffentlich\/2013\/07\/20\/stadtlabor-luzern-atmosphaere-untersuchungen-zu-einem-begriff\/","title":{"rendered":"StadtLabor Luzern \u2013 Atmosph\u00e4re. Untersuchungen zu einem Begriff."},"content":{"rendered":"<p>Ein Projekt von Elisabeth Blum<br \/>\nTyp: Forschungsprojekt des Instituts Design2context<\/p>\n<p><strong>StadtLabor Luzern<\/strong> hat in einem Zeitraum von zwanzig Monaten Erfahrungen mit atmosph\u00e4rischen Wirkungen architekto\u00adnischer Objekte und st\u00e4dtische R\u00e4ume erforscht. Bei der Beschreibung von Orten, Objekten und R\u00e4umen verl\u00e4sst man sich ja in der Regel auf metrisches Vermessen, auf historische, kunstwissenschaftliche, technische und andere Informationen. Doch was ist es, das dar\u00fcber hinaus unsere k\u00f6rperliche, emotionale, mentale, imaginative Erfahrung im Raum bestimmt?<\/p>\n<p>Ziel des Projekts war, den theoretisch unscharfen, jedoch in der praktischen Erfahrung mit Architektur und st\u00e4dtischem Leben immer wieder auftretenden Begriff Atmosph\u00e4re in Videointerviews pr\u00e4ziser zu fassen. In ihren Ausf\u00fchrungen entfalten 29 Experten \u00fcber 700 Aspekte des Atmosph\u00e4rischen. Sie sprechen dar\u00fcber \u2666 welche Wahrnehmungen und Erfahrungen sich anhand konkreter Orte, Objekte und R\u00e4ume aufdecken und formulieren lassen \u2666 wie atmosph\u00e4rische Wirkungen zustande kommen und wovon sie abh\u00e4ngen \u2666 wie sich allt\u00e4gliche r\u00e4umliche Komplexit\u00e4t \u2013 die \u00dcberlagerung realer und mentaler, geschichtlicher und gestalterischer Schichten \u2013 lesen und interpretieren l\u00e4sst.<\/p>\n<p>StadtLabor Luzern zielt nicht auf Vollst\u00e4ndigkeit oder eine abschliessende Darstellung, sondern auf eine Sammlung exemplarischer F\u00e4lle, die Kriterien f\u00fcr atmosph\u00e4rische Wirkungen liefern.<\/p>\n<p>StadtLabor Luzern m\u00f6chte das fachliche wie f\u00e4cher\u00fcbergreifende \u00f6ffentliche Gespr\u00e4ch \u00fcber architektonische und st\u00e4dtebauliche Interventionen beleben, neue Spielr\u00e4ume f\u00fcr Lesarten des R\u00e4umlichen, aber auch f\u00fcr Entwurfs- und Inszenierungsm\u00f6glichkeiten schaffen und so die Kultur der Wahrnehmung und Gestaltung r\u00e4umlicher Erfahrungen erweitern. Das Projekt will damit einen Beitrag leisten zu einer affektiven Kultur allt\u00e4glicher Raumerfahrungen.<\/p>\n<p>StadtLabor Luzern hat seine Resultate im Herbst 2008 in einer promenade urbaine pr\u00e4sentiert: 31 Videointerviews an 17 Stationen in der Stadt. Architekten, Historiker, Filmemacher, K\u00fcnstler, Kunstwissenschaftler, Denkmalpfleger und andere \u201aFachleute des Hinsehens\u2019 sprechen \u00fcber ihre individuelle Sicht von architektonischen Objekten und st\u00e4dtischen R\u00e4umen, reflektieren ihre Wahrnehmungen an prominenten wie verborgenen Orten der Stadt, \u00e4ussern sich zu ihren eigenen theoretischen und \u00e4sthetischen Analysen, Konzepten und Erfahrungen, gehen Spuren der Erinnerung nach.<\/p>\n<p>StadtLabor Luzern. Die hier vorgelegten sieben Thesen, die ihnen zugeordneten Themenfelder und die Belegstellen aus den Videointerviews sind Ergebnis der zweiten Auswertungsstufe. Ziel der ersten Stufe (Videointerviews) war die Aufspaltung des komplexen Begriffs \u201aAtmosph\u00e4re\u2019 in m\u00f6glichst viele, pr\u00e4zis entfaltete Argumente, die mit Hilfe einer inhaltlichen Schnitttechnik in den Zwischentiteln der Videos bezeichnet sind. Etwa 10 Prozent von ihnen sind den Thesen hier zugeordnet. Dieses Booklet ist zugleich eine Anleitung f\u00fcr die dritte Stufe der Auswertung, die wir hiermit in die H\u00e4nde der Leserinnen und Leser legen.<\/p>\n<p><strong>Der Begriff \u2018Atmosph\u00e4re\u2019 als unscharfe r\u00e4umliche Konstruktion<\/strong><\/p>\n<p>Der Begriff ben\u00f6tigt einen Spielraum f\u00fcr all das Konkrete, was seiner Klassifikation unterliegen soll.<br \/>\n<em>Hans Blumenberg, Theorie der Unbegrifflichkeit<\/em><\/p>\n<p>Eine Untersuchung, die von einem Allerweltsbegriff wie \u201aAtmosph\u00e4re\u2019 ausgeht, darf von der Erwartung ausgehen, diesen irgendwann definieren zu k\u00f6nnen. Schon eher sollte ein solcher Begriff als komplexe r\u00e4umliche wie gedankliche Konstruktion betrachtet werden, \u00e4hnlich einer unscharfen Wolke, deren Dimensionen und Figuren sich nur \u00fcber zahlreiche \u201ascharfe Schnitte\u2019 erschliessen lassen, wie sie in unseren Videointerviews in mehr als 700 Zwischentiteln festgehalten sind.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/stadtlaborluzern\/\" target=\"_blank\">LINK ZUR PROJEKTSEITE<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Projekt von Elisabeth Blum Typ: Forschungsprojekt des Instituts Design2context StadtLabor Luzern hat in einem Zeitraum von zwanzig Monaten Erfahrungen mit atmosph\u00e4rischen Wirkungen architekto\u00adnischer Objekte und st\u00e4dtische R\u00e4ume erforscht. Bei der Beschreibung von Orten, Objekten und R\u00e4umen verl\u00e4sst man sich ja in der Regel auf metrisches Vermessen, auf historische, kunstwissenschaftliche, technische und andere Informationen. 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