{"id":1070,"date":"2020-01-14T15:14:12","date_gmt":"2020-01-14T15:14:12","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/?p=1070"},"modified":"2020-01-23T10:05:15","modified_gmt":"2020-01-23T10:05:15","slug":"arbeitsraeume","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/2020\/01\/14\/arbeitsraeume\/","title":{"rendered":"Arbeitsr\u00e4ume"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1080 alignleft\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Kirsche-Knonauer-2013.jpg\" alt=\"\" width=\"145\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Kirsche-Knonauer-2013.jpg 1311w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Kirsche-Knonauer-2013-215x300.jpg 215w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Kirsche-Knonauer-2013-733x1024.jpg 733w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Kirsche-Knonauer-2013-768x1073.jpg 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Kirsche-Knonauer-2013-1100x1536.jpg 1100w\" sizes=\"auto, (max-width: 145px) 100vw, 145px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1072 alignleft\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Kirschen-Prozesse01-2013-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"151\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Kirschen-Prozesse01-2013-scaled.jpg 1920w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Kirschen-Prozesse01-2013-225x300.jpg 225w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Kirschen-Prozesse01-2013-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Kirschen-Prozesse01-2013-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Kirschen-Prozesse01-2013-1536x2048.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 151px) 100vw, 151px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich treffe Jasmin Huber bei ihr zu Hause &#8211; wir setzen uns an ihren grossen B\u00fcrotisch, von wo aus sie arbeitet. Ein Kalender von Maria Sybilla Merian steht, an die Wand gelehnt, auf dem Tisch und auf der anderen Seite des Zimmers ragt ein grosses B\u00fcchergestell bis an die Decke. Wir beginnen unser Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Jasmin hat zuerst eine Lehre als Textilentwerferin gemacht, bevor sie das Bachelorstudium Scientific Visualization begonnen hat. Sie erz\u00e4hlt, vor allem die botanischen Aquarelle haben sie schon w\u00e4hrend der Zeit als Textilentwerferin sehr fasziniert &#8211; sie wollte das auch lernen: <em>\u2039\u2039Ich ha s`Studium doh eigentlich vor allem gmacht weg em Aquarelliere.\u203a\u203a<\/em><\/p>\n<p>Ihre Bachelorarbeit entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut f\u00fcr Systematische Botanik der Universit\u00e4t Z\u00fcrich. F\u00fcr eine Ausstellung im Botanischen Garten entstand Jasmins erstes richtiges Aquarell, welches die Best\u00e4ubungsstrategie der einheimischen Orchidee <i>Ophrys sphegodes<\/i> zeigt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der Kontakt zum Institut entstand schon w\u00e4hrend der Studienzeit \u00fcber ein Praktikum. Im Praktikum wurde Jasmin damals ein regelm\u00e4ssiges Auftragsvolumen auch f\u00fcr die Zukunft versprochen &#8211; nach dem Studium konnte sie jedoch nur einen Auftrag f\u00fcr das Institut realisieren, danach brach der Kontakt ab.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der Schritt aus dem Studium in die Selbstst\u00e4ndigkeit ist schwer. Um Auftr\u00e4ge zu erhalten, schrieb Jasmin viele\u00a0Institute und Museen in der Schweiz an und schickte ihnen Flyer mit ihren Arbeiten. Daraus resultierte dann ein\u00a0Auftrag f\u00fcr das Naturmuseum in St. Gallen, eine Rekonstruktion des Urhais <i>Cretoxyrhina<\/i>. Kleine Auftr\u00e4ge aus dem Familien- und Freundeskreis kamen dazu, aber das reichte finanziell nicht aus.<\/p>\n<p>Jasmin suchte eine Anstellung &#8211; und fand sie in der Kantonsarch\u00e4ologie Aargau. Sie arbeitete in der Arch\u00e4ologie f\u00fcr zweieinhalb Jahre.<br \/>\nAls sie \u00fcber die Fachrichtung eine Anfrage f\u00fcr die Illustration eines Buches \u00fcber Kirschen erhielt, wusste sie, dass das genau ihr Thema ist. Der einzige Haken war, f\u00fcr das Projekt gab es nur ein kleines Budget, welches nicht ausgereicht h\u00e4tte, die Stunden f\u00fcr die Herstellung eines herk\u00f6mmlichen Aquarells abzudecken. So entschied sich Jasmin, zur\u00fcck an die ZHdK zu gehen und die Kirschenaquarelle zu ihrem Masterprojekt zu machen. Dabei entwickelte sie eine Technik, bei der sie digitale Vorzeichnungen auf Aquarellpapier drucken und sp\u00e4ter analog verfeinern konnte. Dabei bleibt die Qualit\u00e4t und Langlebigkeit des Aquarells bestehen, das Verfahren wird jedoch etwas beschleunigt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Diese Technik nutzt Jasmin heute regelm\u00e4ssig. Auch wenn ihre Arbeiten haupts\u00e4chlich analog umgesetzt sind, entstehen die linearen Vorzeichnungen immer digital im Photoshop und werden dann auf Aquarellpapier gedruckt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Kunden finden Jasmin vor allem \u00fcber ihre Website oder \u00fcber Auftr\u00e4ge, die sie f\u00fcr andere Kunden gemacht hat.\u00a0Viele Kunden kommen zu ihr f\u00fcr die Aquarellumsetzungen &#8211; sie w\u00fcnscht sich jedoch manchmal, zur\u00a0Abwechslung andere Techniken f\u00fcr die Arbeiten verwenden zu k\u00f6nnen. Wenn sie genug Zeit hat, schickt sie den Kunden zum Teil zwei Entw\u00fcrfe in verschiedenen Techniken oder Stilen; oft entscheidet sich die Kundschaft\u00a0schlussendlich dann jedoch trotzdem f\u00fcr das Aquarell.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><em>\u2039\u2039S`w\u00e4r scho sch\u00f6n, zw\u00fcsched dure mal \u00f6ppis anders z`mache&#8230; Wobi ich scho sehr gern aquarelliere!\u203a\u203a<\/em> <span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Jasmin erz\u00e4hlt, dass sie auch nach dem Studium immer einen Fuss in der Fachrichtung Knowledge Visualization behalten hat &#8211; neben der Selbstst\u00e4ndigkeit war Jasmin f\u00fcnf Jahre lang Unterrichtsassistentin bei Knowledge Visualization. Danach wechselte sie als Leitungsassistentin ans Institut f\u00fcr Designforschung, unterst\u00fctzt die Fachrichtung jedoch immer noch mit einem kleinen Pensum.<\/p>\n<p><em>\u2039\u2039Knowledge Visualization isch f\u00fcr mi au immer es Stuck Heimat gsi, es Stuck Familie.\u203a\u203a<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/em><\/p>\n<p>Zwar arbeitet Jasmin in ihrer Selbstst\u00e4ndigkeit alleine, f\u00fcr sie ist es aber sehr wichtig, den Kontakt mit verschiedenen IllustratorInnen zu pflegen. Jasmin ist im Vorstand von \u2039Illustratorinnen und Illustratoren Schweiz\u203a, sowie bei \u2039aeims\u203a dabei, und hat auch \u00fcber die ZHdK und das Studium viel Kontakt zu anderen GestalterInnen, mit denen sie, von Gestaltungsideen bis zu Offerten f\u00fcr Kunden, vieles besprechen kann.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&#8211;<\/p>\n<p>Jasmin hat nun auch eine Ausbildung f\u00fcr Hochschulp\u00e4dagogik gemacht und gibt jeweils im Herbst an sechs\u00a0Samstagen einen Zeichnungskurs f\u00fcr Jugendliche. Sie m\u00f6chte sich in Zukunft ein zweites Standbein in der Lehre\u00a0aufbauen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Nach dem Interview zeigt Jasmin mir noch ihr Lieblingsbuch, ein Buch \u00fcber zeitgen\u00f6ssisches botanisches Aquarell, und die Originale der Aquarellzeichnungen ihrer Masterarbeit &#8211; die mich wirklich faszinieren. Den Bus verpasse ich, aber das hat sich gelohnt! Jasmin f\u00e4hrt mich zum Bahnhof.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mich ganz herzlich bei Jasmin Huber f\u00fcr das Gespr\u00e4ch und die ausf\u00fchrlichen Antworten auf meine Fragen bedanken!<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Es war spannend, einen kleinen Einblick in ihr Arbeiten erhalten zu d\u00fcrfen. Ich nehme viele neue Eindr\u00fccke mit und ihren Ratschlag, dass man seine Erfahrungen zwar selber machen muss, aber der Austausch mit anderen immer sehr wichtig ist und man unbedingt immer fragen sollte &#8211; das hilft.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.jasminhuber.ch\">www.jasminhuber.ch<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1076 aligncenter\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Schaubild-Schaedlinge01-2018.jpg\" alt=\"\" width=\"670\" height=\"523\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Schaubild-Schaedlinge01-2018.jpg 1200w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Schaubild-Schaedlinge01-2018-300x234.jpg 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Schaubild-Schaedlinge01-2018-1024x799.jpg 1024w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Schaubild-Schaedlinge01-2018-768x599.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 670px) 100vw, 670px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Ich treffe Jasmin Huber bei ihr zu Hause &#8211; wir setzen uns an ihren grossen B\u00fcrotisch, von wo aus sie arbeitet. 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