{"id":1403,"date":"2021-01-20T14:58:12","date_gmt":"2021-01-20T14:58:12","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/?p=1403"},"modified":"2021-02-24T09:18:36","modified_gmt":"2021-02-24T09:18:36","slug":"der-weg-in-die-selbststaendigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/2021\/01\/20\/der-weg-in-die-selbststaendigkeit\/","title":{"rendered":"DER WEG IN DIE SELBSTST\u00c4NDIGKEIT"},"content":{"rendered":"<p><i>INTERVIEW MIT RAPHAEL GSCHWIND UND DOMINIQUE BERREL<\/i><\/p>\n<p>Ein kalter Montagnachmittag im Dezember. Ich mache mich auf den Weg nach Basel. Dort darf ich heute Abend zusammen mit Giovanna das B\u00fcro Berrel Gschwind besuchen und mir einen Einblick in ihr Arbeiten und ihren Werdegang in die Selbstst\u00e4ndigkeit verschaffen.\u00a0Raphael hat 2008 seinen Bachelor in wissenschaftlicher Illustration abgeschlossen und Dominique studierte Grafik an der F+F in Z\u00fcrich. Heute f\u00fchren sie zusammen das B\u00fcro und arbeiten in den Bereichen Grafik, Illustration und Animation.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Bereits w\u00e4hrend dem Studium hat Raphael in einem kleinen Trickfilmstudio gearbeitet und somit sein Interesse f\u00fcr Animation mit der Illustration verbinden k\u00f6nnen. Die beiden arbeiteten selbstst\u00e4ndig und begegneten sich in einem Gemeinschaftsatelier. Sie verstanden sich pers\u00f6nlich sehr gut und durch einige Kooperationsarbeiten wurde klar, dass sie gut zusammenarbeiten k\u00f6nnen. \u201eUnd denne het de Dominique mir e Ahtrag gmacht.\u201c Sie gr\u00fcndeten also 2015 zusammen das B\u00fcro Berrel Gschwind.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Viele handwerkliche F\u00e4higkeiten konnte Raphael aus dem Studium mitnehmen. Was die Buchhaltung oder sonstige administrative Bereiche der Selbstst\u00e4ndigkeit betrifft, musste er sich noch einiges aneignen und lernen. Es gibt nur sehr wenige festangestellte Illustratoren, weshalb die meistens als Freelancer t\u00e4tig sind. F\u00fcr sie war es der richtige Weg &#8211; die Selbstst\u00e4ndigkeit. Als Tipp f\u00fcr Studierende, die sich in Zukunft selbstst\u00e4ndig machen m\u00f6chten, sagen sie: \u201cEifach mache!\u201c Man soll sich von anf\u00e4nglichen Stolpersteinen nicht den Mut nehmen lassen. Denn Dominique und Raphael sehen in der Selbstst\u00e4ndigkeit einen grossen Vorteil gegen\u00fcber einer Festanstellung. Sich die Arbeit selber einteilen zu k\u00f6nnen, ist ihnen wichtiger als ein fixer Monatslohn. Mehr Risiko &#8211; daf\u00fcr viel mehr Freiheit.<\/p>\n<p>Mittlerweile besteht ihr Team aus vier bis maximal sieben Gestaltern und Gestalterinnen und<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>wenn n\u00f6tig, arbeiten sie zus\u00e4tzlich mit Freelancern zusammen. Die verschiedenen gemeinsamen Skills f\u00fchren zu einem breiten Kundenspektrum. Von K\u00fcnstlern und kleinen Kulturinstitutionen bis hin zu grossen Wirtschaftsunternehmen wie die UBS oder Lindt. Diese Breite sehen die beiden als grosse St\u00e4rke. So bestehe kein Klumpenrisiko, was bei einer Spezialisierung auf ein einzelnes Segment eher passieren kann.<\/p>\n<p>Das Netzwerk ist etwas vom wichtigsten. Gerade am Anfang wenn man wenig Referenzen vorzuzeigen hat, ist es sehr wichtig, Leute zu kennen, die wieder jemanden kennen, um Auftr\u00e4ge zu bekommen und sich so ein Portfolio aufzubauen. Ein offenes Denken, ein breites Interesse sowie ein eigener, wiedererkennbarer Stil sind weitere wichtige Punkte. Auch die aktive pers\u00f6nliche Akquise ist enorm wichtig. In den Augen von Raphael und Dominique sogar fast der bedeutendste Faktor. Pers\u00f6nlich bei potenziellen Kunden vorbeizugehen und die eigene Arbeit aufzuzeigen, ist bei ihnen meistens sehr erfolgreich. Manchmal muss man etwas hartn\u00e4ckig sein, aber keinesfalls zu aufdringlich. All das hilft einem, einen Kundenstamm aufzubauen, von denen einige immer wieder neue Projekte in Auftrag geben. Was sie bis jetzt nicht haben, ist ein Dauerauftrag. \u00dcber ein Magazin zum Beispiel, f\u00fcr das sie in regelm\u00e4ssigem Abstand Gestaltungen realisieren k\u00f6nnen, w\u00fcrden sie sich freuen. Das w\u00fcrde n\u00e4mlich f\u00fcr ein Festeinkommen sorgen.<\/p>\n<p>Um uns einen genaueren Einblick in ihre<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Arbeit zu geben, zeigen sie uns diverse Ausf\u00fchrungen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>ihrer Gestaltungen. Zum Beispiel die Kulturstadtpl\u00e4ne der Stadt Basel, eine Animationsarbeit f\u00fcr das Unispital und einen Auftrag zur Gewaltpr\u00e4vention bei Jugendlichen f\u00fcr die Stadtpolizei Basel.\u00a0Wer sich nun selbst ein Bild verschaffen m\u00f6chte, demjenigen empfehle ich, einmal ihre Webseite zu durchst\u00f6bern &#8211; <a href=\"http:\/\/www.berrelgschwind.ch\">berrelgschwind.ch<\/a>.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Abschliessend m\u00f6chte ich mich ganz herzlich bei Dominique und Raphael daf\u00fcr bedanken, dass sie sich Zeit genommen haben, unsere Fragen zu beantworten. Und auch vielen Dank f\u00fcr den w\u00e4rmenden Kaffee.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>INTERVIEW MIT RAPHAEL GSCHWIND UND DOMINIQUE BERREL Ein kalter Montagnachmittag im Dezember. Ich mache mich auf den Weg nach Basel. 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