{"id":1469,"date":"2021-01-21T10:53:57","date_gmt":"2021-01-21T10:53:57","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/?p=1469"},"modified":"2021-02-25T08:53:31","modified_gmt":"2021-02-25T08:53:31","slug":"zu-besuch-bei-daniel-mueller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/2021\/01\/21\/zu-besuch-bei-daniel-mueller\/","title":{"rendered":"Zu Besuch bei Daniel M\u00fcller"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3192 jetpack-lazy-image jetpack-lazy-image--handled alignleft\" src=\"http:\/\/illumueller.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/wissen4_wasser.jpg\" alt=\"aus \u00abGeschichten vom Wasser\u00bb\" width=\"294\" height=\"438\" data-attachment-id=\"3192\" data-permalink=\"https:\/\/illumueller.ch\/globi-verlag\/wissen4_wasser\/\" data-orig-file=\"https:\/\/illumueller.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/wissen4_wasser.jpg\" data-orig-size=\"900,764\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"wissen4_wasser\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/illumueller.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/wissen4_wasser-300x255.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/illumueller.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/wissen4_wasser.jpg\" data-lazy-loaded=\"1\" \/><\/p>\n<p>Es ist Donnerstagnachmittag, ich sitze im 2er Tram Richtung Schlieren und bin auf dem Weg zum Atelier von Daniel M\u00fcller, das praktisch direkt neben dem Letzigrundstadion liegt. Gemeinsam mit einigen anderen Gestaltern hat er sich hier seinen Arbeitsplatz eingerichtet.<\/p>\n<p>Daniel M\u00fcller besuchte in Luzern den Vorkurs und studierte danach Wissenschaftliche Illustration in Z\u00fcrich. Ihm war eigentlich schon immer klar, dass er das machen m\u00f6chte. Schon als Kind besuchte er die Diplomausstellungen und bewunderte die vielf\u00e4ltigen Arbeiten.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abIch ha das umbedingt welle, eigentlich immer scho.\u00bb<\/p><\/blockquote>\n<p>Im letzten Jahr des vierj\u00e4hrigen Studiums an der Schule f\u00fcr Gestaltung in Z\u00fcrich mietet er gemeinsam mit Karin Seiler ein B\u00fcro. Dort stellt er seine Abschlussarbeit fertig und findet sich nach dem Studium inmitten der selbstst\u00e4ndigen Arbeit wieder. Auf die Frage ob der Einstieg in das aktive Berufsleben schwer gewesen sei, meint er, in den ersten Jahren arbeite man viel. Es sei aber immer wieder etwas gekommen, es war sehr fordernd. Oft \u00fcber pers\u00f6nliche Begegnungen, er machte kleine Auftr\u00e4ge f\u00fcr Freunde oder Bekannte und baute sich so ein Feld von Kunden auf. Es war kein Gef\u00fchl von ich steige ein, sondern man hatte immer wieder die Gelegenheit etwas zu machen.<\/p>\n<p>Meistens kommen Kunden auf ihn zu und stellen Anfragen, so entstanden verschiedenste Projekte. Zum Beispiel B\u00fccher, Arbeiten f\u00fcr Museen, Magazine, 3D Sachen und vieles mehr. Neue Medien und kreative Ideen begeistern ihn und er sagt, es ist toll, Neues auszuprobieren.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abWenn e chli Ufregig debi isch, isch aregend.\u00bb<\/p><\/blockquote>\n<p>Durch Neues entwickelt man sich weiter, meint er. Man soll aber f\u00fcr sich herausfinden was f\u00fcr einen funktioniert und gesund ist. Ungewissheit sei Teil des Selbstst\u00e4ndigseins, und da muss jeder f\u00fcr sich herausfinden was richtig ist.<\/p>\n<p>Die Kunden sind meistens wiederkehrend, die Arbeit basiert auf gegenseitiger Treue, bringt man gute Ergebnisse, kommen die Kunden auch zur\u00fcck. So hat er zum Beispiel im V\u00f6lkerkundemuseum in Z\u00fcrich zu einer Ausstellung einen Wald aus Karton gebastelt und schlussendlich durfte er im Treppenhaus noch eine Palme malen, die \u00fcber mehrere Stockwerke ragt. Das sei zuerst auch ein wenig einsch\u00fcchternd gewesen \u00abwas wenns ez falsch isch\u00bb, aber man soll sich einfach darauf einlassen und Neues ausprobieren. Die Palme ist bis heute im V\u00f6lkerkundemuseum zu besichtigen.<\/p>\n<p>Am liebsten zeichnet Daniel Menschen und Tiere, vor allem Hunde. Aber auch Kartongebastel mache viel Spass. Produziert wird haupts\u00e4chlich analog, mit dem Tablet am Computer arbeitet er praktisch nie. Er braucht das Material, darum malt und zeichnet er immer auf Papier und scannt das schlussendlich ein.<\/p>\n<p>Auf die Frage ob es etwas gibt was Angst macht, oder eine H\u00fcrde darstellt war die Antwort klar \u00abAutos, die verstahni gar n\u00f6d, ich weiss nie wo d&#8217;R\u00e4dli sind.\u00bb\u00a0 Aber auch Fahrr\u00e4der fallen ihm schwer, das Verst\u00e4ndnis fehle. Es sei ich auch schwer mit etwas weiterzumachen, das er selber h\u00e4sslich findet. Gegen so eine Blockade, m\u00fcsse man sich einfach zusammenreissen und durchhalten. Schauen, was kommt, und da man ja dran arbeitet kommt dann schon irgendetwas. Dranbleiben und durchbeissen und vielleicht kommt ja sogar etwas total tolles und neues dabei raus.<\/p>\n<p>Als schlussendlichen Rat an alle, die in den Beruf einsteigen m\u00f6chten, meint er, man solle \u00fcberall K\u00f6der auswerfen und offen f\u00fcr M\u00f6glichkeiten sein. Offen bei Leuten einwerfen, dass die M\u00f6glichkeit da ist. Kein Auftrag ist zu klein. Am Anfang sei es auch wichtig, m\u00f6glichst zuverl\u00e4ssig zu sein und Vertrauen aufzubauen. Ebenfalls wichtig sei, herauszufinden, was einem gef\u00e4llt.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abSchlussendlich chasch nu i dem Bereich lebe wo der au Spass macht.\u00bb<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich bedanke mich bei Daniel M\u00fcller f\u00fcr das tolle Gespr\u00e4ch!<\/p>\n<blockquote><p>&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n<p>https:\/\/www.illumueller.ch<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"border wp-image-1669 jetpack-lazy-image jetpack-lazy-image--handled aligncenter\" src=\"http:\/\/illumueller.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/titelseite.jpg\" alt=\"SRG SSR Nutzerbilanz\" width=\"401\" height=\"680\" data-attachment-id=\"1669\" data-permalink=\"https:\/\/illumueller.ch\/srg-ssr-nutzerbilanz\/titelseite\/\" data-orig-file=\"https:\/\/illumueller.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/titelseite.jpg\" data-orig-size=\"900,1273\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"titelseite\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/illumueller.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/titelseite-212x300.jpg\" data-large-file=\"https:\/\/illumueller.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/titelseite.jpg\" data-lazy-loaded=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist Donnerstagnachmittag, ich sitze im 2er Tram Richtung Schlieren und bin auf dem Weg zum Atelier von Daniel M\u00fcller, das praktisch direkt neben dem Letzigrundstadion liegt. 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