{"id":1471,"date":"2021-01-21T07:36:07","date_gmt":"2021-01-21T07:36:07","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/?p=1471"},"modified":"2021-04-16T06:11:06","modified_gmt":"2021-04-16T06:11:06","slug":"eine-symbiose-zwischen-rechtsmedizin-technik-und-design","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/2021\/01\/21\/eine-symbiose-zwischen-rechtsmedizin-technik-und-design\/","title":{"rendered":"EINE SYMBIOSE \u2013 ZWISCHEN RECHTSMEDIZIN, TECHNIK UND DESIGN"},"content":{"rendered":"<h6>Das Interview mit Eloisa Aldomar musste \u00fcber Zoom stattfinden, da Corona ein physisches Treffen nicht erlaubte. Dieser Zustand konnte das Vergn\u00fcgen aber nicht mindern. Da ich mich selber f\u00fcr neue Technologien und medizinische Themen interessiere, schien sie mir die perfekte Gespr\u00e4chspartnerin zu sein.<\/h6>\n<h6>Im anf\u00e4nglichen Austausch \u00fcber die Werdeg\u00e4nge erfahre ich, dass auch Eloisa eine Quereinsteigerin ist. Urspr\u00fcnglich ist Sie gelernte Informatikerin und arbeitete 13 Jahre als Datenbank-Applikationsentwicklerin einer Unternehmensmanagementl\u00f6sung f\u00fcr KMUs, zuletzt im Branchenbereich Life Science und Medizintechnik.<\/h6>\n<h6>Nach dem Prop\u00e4deutikum (Vollzeitsemester) bewarb sie sich an der ZHdK bei der Fachrichtung Knowledge Visualization. Sie wollte unbedingt einen Studienplatz. Als die Zusage f\u00fcr das Studium kam, hat Eloisa ihren Job gek\u00fcndigt und sich auf das neue Abenteuer eingelassen. Ihr Plan, ihre Leidenschaften Informatik und Design beruflich miteinander zu verbinden, ist ihr sehr gut gelungen. Diese Symbiose spiegelt sich in ihren Bachelor- und Master-Diplomarbeiten wieder.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5 style=\"text-align: center\"><i>\u00abNicht zu wissen, wo es mich im Studium oder beruflich hinf\u00fchrt, macht mich sehr unsicher. Das ist gleichzeitig jedoch auch sehr spannend.\u00bb<\/i><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6>Eloisas Abschlussarbeiten haben mich auf sie aufmerksam gemacht. Ihre BA-Diplomarbeit \u00abpost mortem\u00bb befasst sich mit der virtuellen Autopsie in der Rechtsmedizin. Eloisa ging der Frage nach, wie gestalterische Eingriffe in ein Visualisierungsprogramm f\u00fcr die klinische Diagnostik die forensischen Befunde verst\u00e4ndlicher und wissenschaftlich korrekt vermittelt werden k\u00f6nnen. Auch ein pathologisch ungeschultes Auge soll weiterf\u00fchrende Erkenntnisse aus der Betrachtung der Bildrekonstruktion gewinnen k\u00f6nnen. Daraus entstanden eindr\u00fcckliche computertomografische 3D-Rekonstruktionen.<\/h6>\n<h6>Nach ihrer pr\u00e4mierten BA-Diplomarbeit hatte sie die M\u00f6glichkeit, mit einem forschungsorientierten Masterstudium ihr erlangtes Wissen zu vertiefen. Sie arbeitete weiterhin mit dem Institut f\u00fcr Rechtsmedizin IRM der Universit\u00e4t Z\u00fcrich zusammen. Der Schwerpunkt dieser Kooperation lag in der Erkenntnis-Visualisierung.<\/h6>\n<h6>Eloisa war von der Verbindung zwischen ihrer Arbeit und der Wissenschaft schon immer fasziniert. Sie war lediglich offen gegen\u00fcber den Kooperationspartnern und wagte sich, als alleinige Interessierte ihrer Klasse, an das Projekt heran. Die inhaltlichen Themen ihrer BA- und MA-Diplomarbeit hat sie mit ihrem Kooperationspartner gemeinsam besprochen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5 style=\"text-align: center\"><i>\u00abIch hatte keine BA-Referenzarbeiten zur Ansicht f\u00fcr meine Thesis.\u00bb<\/i><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6>F\u00fcr Eloisa war das spannende Gebiet Neuland. Pl\u00f6tzlich unterlag sie der Schweigepflicht, da sie mit vertraulichen Daten arbeitete. Auch musste sie vor Ort beim Kooperationspartner in Z\u00fcrich arbeiten, da die Software f\u00fcr die klinische Diagnostik nur beim Institut als Client-Server-Installation zur Verf\u00fcgung stand.<\/h6>\n<h6>Drei Jahre nach ihrem BA-Abschluss 2017 hat das IRM einen zweiten Teil ihrer BA-Diplomarbeit in einer Publikation ver\u00f6ffentlicht. Eloisa findet es wichtig, dass Co-Autorenschaft von Designern in solchen wissenschaftlichen Publikationen erw\u00e4hnt werden.<\/h6>\n<h6><\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><i>\u00abWas f\u00fcr die Illustratoren Auftr\u00e4ge sind, sind f\u00fcr mich die Kooperationsprojekte und die wissenschaftlichen Publikationen.\u00bb<\/i><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6>Aktuell ist Eloisa auf der Suche nach Kooperationspartnern, um ihre Forschungsaufbauprojektidee von 2020 zu konkretisieren und daraus ein Forschungsprojekt in der eigenen Fachrichtung zu starten. Sie recherchiert nach Fragestellungen, die sich mit bildgebenden Verfahren, prim\u00e4r in der Medizin aber auch in der Industrie, besch\u00e4ftigen. Ihr erlangtes Wissen (Informatik &amp; Design) m\u00f6chte sie miteinbeziehen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h6>\n<h6>Hat Eloisa W\u00fcnsche f\u00fcr die Zukunft?\u00a0Ihr n\u00e4chstes Ziel ist eine eigene Homepage zu erstellen. Sie m\u00f6chte Zeit f\u00fcr eigene Projekte haben und so ihr Portfolio weiterf\u00fchren.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h6>\n<h6>Liebe Eloisa, vielen Dank f\u00fcr das spannende und sehr inspirierende Gespr\u00e4ch.<\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1861 size-full\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2021\/01\/knowledge-visualization-MA_Validierung_Eloisa-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1600\" height=\"1180\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2021\/01\/knowledge-visualization-MA_Validierung_Eloisa-1.jpg 1600w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2021\/01\/knowledge-visualization-MA_Validierung_Eloisa-1-300x221.jpg 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2021\/01\/knowledge-visualization-MA_Validierung_Eloisa-1-1024x755.jpg 1024w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2021\/01\/knowledge-visualization-MA_Validierung_Eloisa-1-768x566.jpg 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2021\/01\/knowledge-visualization-MA_Validierung_Eloisa-1-1536x1133.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><\/p>\n<h6><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/masterkvis\/eloisa-aldomar\/\">https:\/\/blog.zhdk.ch\/masterkvis\/eloisa-aldomar\/<\/a><\/h6>\n<h6><i>1. MA-Diplomarbeit &#8211; <\/i><i>Experimente zur additiven Farbmischung in der VRT: 3D-Rekonstruktionen von farbcodierten Knochengewebestrukturen<\/i><\/h6>\n<h6><i>2. MA-Diplomarbeit \u2013 <\/i><i>Validierung der optimierten Software-Presets: 3D-Rekonstruktionen des Sch\u00e4dels von f\u00fcnf repr\u00e4sentativen Fallstudien mit Haarriss-Sch\u00e4delfrakturen als Falschfarbendarstellung. Durch die Kontrastverst\u00e4rkung werden Strukturen in der darzustellenden Datenqualit\u00e4t deutlich visuell erkennbar. Die optimierten Transferfunktionen als gespeicherte Software-Presets erm\u00f6glichen bei einer fraktal abnehmenden immer d\u00fcnner werdenden Frakturspalte (Berstungsfraktur) das unsichtbar Gemessene sichtbar zu machen.<\/i><\/h6>\n<h4><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Interview mit Eloisa Aldomar musste \u00fcber Zoom stattfinden, da Corona ein physisches Treffen nicht erlaubte. Dieser Zustand konnte das Vergn\u00fcgen aber nicht mindern. 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