{"id":2000,"date":"2022-01-20T15:18:51","date_gmt":"2022-01-20T15:18:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/?p=2000"},"modified":"2022-01-21T12:13:48","modified_gmt":"2022-01-21T12:13:48","slug":"interview-mit-anja-giger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/2022\/01\/20\/interview-mit-anja-giger\/","title":{"rendered":"Interview mit Anja Giger"},"content":{"rendered":"<p>An einem Dienstag Abend, war es mir m\u00f6glich ein Gespr\u00e4ch mit Anja Giger, einer Wissenschaftlichen Zeichnerin im Bereich der Medizin, zu f\u00fchren. Sie ist eine Zur\u00fcckhaltende und freundlich- strahlende Person. Ich habe mich gefreut, dass das Interview trotz Corona stattfinden konnte, auch wenn wir uns nicht pers\u00f6nlich sondern per Zoom unterhalten mussten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anja Giger hat vor ihrer k\u00fcnstlerischen Laufbahn eine Ausbildung zur Medizin Laborantin gemacht. Die Kunst hat sie aber schon immer interessiert. Sie sah es aber nicht f\u00fcr m\u00f6glich, selbst in dem Feld zu arbeiten. Um r\u00fcckblickend aber nichts bereuen zu m\u00fcssen, hat sie sich, trotz Zweifel an den eigenen F\u00e4higkeiten, am Vorkurs in Luzern beworben.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong><em>\u00abJa und dann haben sie mich aufgenommen.\u00bb<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Vorkurs hat sie aber noch 3 Jahre als Laborantin gearbeitet, um herauszufinden, was sie jetzt genau machen m\u00f6chte. Schlussendlich fiel ihre Wahl auf das wissenschaftliche Zeichnen.<\/p>\n<p>Trotz medizinischer Vorausbildung, fand sie w\u00e4hrend des Studiums das Interesse in der Arch\u00e4ologie und der Geschichte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Nach dem Studium bekam sie eine Anstellung bei der AO Foundation, bei welcher sie sich wiederum mit der Medizin befasste. Dort arbeitete sie f\u00fcr 6-7 Jahre und blieb dann auch weiterhin bei den medizinischen Illustrationen.<\/p>\n<p>Obwohl sie die Arch\u00e4ologie immer noch interessieren w\u00fcrde, ist es f\u00fcr sie besser, in ihrem Job im Inselspital Bern zu bleiben. Denn auch bei den medizinischen Illustrationen liegt ihr Interesse. Die Ungewissheiten, etwas nochmals von neuem anzufangen, sind ihr auch einfach zu gross.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anja Giger arbeitet fast ausschliesslich digital. Obwohl sie auch gerne physisch zeichnet und malt, ist es in der Arbeit nicht m\u00f6glich. Korrekturvorschl\u00e4ge und Ab\u00e4nderungen k\u00f6nnen digital nunmal besser und zeiteffizienter umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Heute arbeitet sie zu 70 Prozent im Inselspital Bern und zu 30 Prozent selbstst\u00e4ndig, wobei die selbst\u00e4ndigen Auftr\u00e4ge oft auch von der AO, ihrem fr\u00fcheren Arbeitgeber, stammen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><em><strong>\u00abIch bin auch nicht diejenige, welche sich gut<\/strong><\/em><em><strong>verkaufen kann.\u00bb<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Um von der selbstst\u00e4ndigen Arbeit Leben zu k\u00f6nnen, braucht man gute Verbindungen und ein gewisses Selbstvertrauen. Die selbstst\u00e4ndigen Auftr\u00e4ge sind f\u00fcr Anja aber mehr eine Abwechslung und sind zumindest im finanziellen Aspekt, <em><strong>\u00abnice to have, aber nicht zwingend n\u00f6tig.\u00bb<\/strong><\/em> Weshalb sie es mit dem vermarktenden Aspekt der Selbst\u00e4ndigkeit locker nimmt.<\/p>\n<p>R\u00fcckblickend findet sie es schade, dass man in der Ausbildung keine M\u00f6glichkeit hatte Verbindungen mit Arbeitgebern zu kn\u00fcpfen, welche einem sp\u00e4ter in der Arbeitswelt zugute kommen. Vor allem wenn man vor hat selbstst\u00e4ndig zu werden. Ausserdem fehlte ihr die Vorbereitung auf das Berufsleben.<\/p>\n<p><em><strong>\u00abWir haben irgendwie gelernt, sch\u00f6n zu zeichnen, aber nicht was es heisst, nachher damit zu arbeiten.\u00bb<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Sie empfiehlt jedem der diese M\u00f6glichkeiten hat und bekommt, auch so viel wie m\u00f6glich davon mitzunehmen. Die Vernetzung der Berufsfelder und das kn\u00fcpfen von Verbindungen ist etwas, das in der Arbeitswelt nicht untersch\u00e4tzt werden darf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Interview mit Anja Giger war f\u00fcr mich ein interessantes Gespr\u00e4ch. Einblicke und Gedanken von jemandem gezeigt zu bekommen und zu sehen \u00fcber welche verschiedenen Wege man schlussendlich auf die selbe Fachrichtung kommt war spannend.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mich nochmals ganz herzlich bei Anja Giger bedanken, dass sie sich Zeit genommen hat um mit mir zu sprechen und meine Fragen zu beantworten.<\/p>\n<p>Schaut doch gerne Auf ihrer Webseite vorbei!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/bilderkram.ch\">https:\/\/bilderkram.ch<\/a><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Zum Bild: Das Bild ist als Abschlussarbeit in einer 3D Weiterbildung entstanden. Das Hirn wurde aus MRI Scans &#8222;extrahiert&#8220; und dann u.a. in Cinema 4D weiter bearbeitet und texturiert.<\/p>\n<p>Die Arbeit hier noch als Videoform und das Making of (Sehr\u00a0Empfehlenswert)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/bilderkram.ch\/portfolio\/brain\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/bilderkram.ch\/portfolio\/brain\/<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-2010\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2022\/01\/brain2-237x300.jpg\" alt=\"\" width=\"356\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2022\/01\/brain2-237x300.jpg 237w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2022\/01\/brain2-809x1024.jpg 809w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2022\/01\/brain2-768x972.jpg 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2022\/01\/brain2-1214x1536.jpg 1214w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2022\/01\/brain2.jpg 1300w\" sizes=\"auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An einem Dienstag Abend, war es mir m\u00f6glich ein Gespr\u00e4ch mit Anja Giger, einer Wissenschaftlichen Zeichnerin im Bereich der Medizin, zu f\u00fchren. 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