{"id":2343,"date":"2023-01-17T09:30:29","date_gmt":"2023-01-17T09:30:29","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/?p=2343"},"modified":"2023-02-14T11:59:34","modified_gmt":"2023-02-14T11:59:34","slug":"interview-mit-jasmin-huber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/2023\/01\/17\/interview-mit-jasmin-huber\/","title":{"rendered":"Interview mit Jasmin Huber"},"content":{"rendered":"<p>Ich sitze mit Jasmin im Kafi Z im 6. Stock im Toni-Areal. Ich freue mich sehr Jasmin in diesem Interview n\u00e4her kennenzulernen.<\/p>\n<p><em>\u00abDazumal wo ni d\u00e4 bachelor abgschlosse han, bini usecho \u00ad und du hesch gfraget \u00abWi guet bisch vorbereitet gsi ufs bruefslebe?\u00bb\u2013 und dozmal, gell, isch im bachelor ni\u00e4 d sprach gsi vo: Wie macht mer en offerte? Wie hoch sind d Stunde as\u00e4tz? I ha kei ahnig gha vo nutzigsrecht und so. Das alles isch im Studium kei thema gsi. Won i 2008 abgschlosse ha isch es w\u00fcrkli eifach nu Handwerk gsi.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Sie erz\u00e4hlt mir, dass sie nach dem Bachelor Schwierigkeiten hatte als selbst\u00e4ndige Illustratorin Fuss zu fassen. Mit Flyern, die sie an verschiedenste Adressen verschickt hat, versuchte sie auf sich aufmerksam zu machen. Den ersten Auftrag erhielt sie dann vom Naturmuseum St.-Gallen, die auf ihren Flyer reagierten. Sie brauchten Illustrationen zu Wirbeltieren im Alpstein. Wie diese zustande kamen, wie sie gefunden wurden und wie sie urspr\u00fcnglich aussahen. Es gab immer wieder weitere kleinere Auftr\u00e4ge und auch eine Festanstellung als arch\u00e4ologische Zeichnerin f\u00fcr die Kantonsarch\u00e4ologie Aargau.<\/p>\n<p><em>\u00abDenn isch de Niki uf mi zuecho und h\u00e4t gseit er h\u00e4gi en uftrag f\u00fcr mich. (\u2026) Genau, dass er \u00f6per suecht wo chriesi-aquarell macht f\u00fcr es buechprojekt und h\u00e4t gmeint er w\u00fcr mir da de uftrag quasi geh, also \u00fcbermittle wenn i de master mache.\u00bb\u00a0<\/em><\/p>\n<p>So kam es, dass Jasmin im Jahr 2012 ihr Masterstudium begann.<\/p>\n<p><em>\u00abes isch dazumal guet gsi f\u00fcr mini arbet und s isch sehr wichtig gsi will si enorm sichtbar gsi isch. Dazumal\u2026 Also einersiits d ZHdK h\u00e4t mi recht pushed will si si guet gfunde h\u00e4nd und denn hani ch\u00f6ne e usstellig mache in Biel. Mini Bilder sind risig gross uf Plakat druckt worde und sind \u00fcberall ghanget. Das isch echt cool gsi.\u00bb\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Bei ihrer Masterarbeit \u00abZwischen Tradition und Moderne\u00bb handelt es sich um mehrere Kirschenillustrationen,\u00a0die in der Ausstellung \u00abBildergarten\u00bb f\u00fcr zwei Jahre in Biel ausgestellt wurden. Das Buch\u00a0&#8222;Chriesi: Kirschenkultur rund um Zugersee und Rigi&#8220; ist dann im Winter 2017 publiziert worden.<\/p>\n<p>Als ich Jasmin nach einem ihrer Lieblingsauftr\u00e4ge frage, erz\u00e4hlt sie mir, dass sie vor einem Jahr 40 Illustrationen f\u00fcr ein Heilkr\u00e4uterbuch erarbeiten konnte.<\/p>\n<p><em>\u00abDi (Illustrationen) sind aber au digital denn entstande. Digital gmalet und n\u00f6d aquarell will leider s budget n\u00f6d ganz glanget h\u00e4t. Aber ziit isch au mega knapp gsi und denn h\u00e4t s digitale au amel en vorteil. De (Auftrag) isch eigendlich \u00fcber beziehige inecho. De hani eigendlich \u00fcbermittlet becho vonere andere illustratorin. S isch f\u00fcr e drogerie-chetti. Di h\u00e4nd es buech usegeh und s isch e z\u00e4mm\u00e4arbet gsi mit enere grafikerin wo das buech gstaltet h\u00e4t und e lektorin und ich als illustratorin.\u00bb\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Sie erkl\u00e4rt mir, zuerst m\u00fcsse man die Nutzungsrechte mit dem Kunden vereinbaren, also den Kostenpunkt. Da es doch einige Illustratoren gibt, die Nutzungsrechte nicht verrechnen. Deshalb ist es oft eine grosse Aufkl\u00e4rungsarbeit dem Kunden zu erkl\u00e4ren, dass er nicht per se alles mit den gew\u00fcnschten Illustrationen machen kann, ohne daf\u00fcr zu zahlen. Hier gibt sie mir einen Tipp:<\/p>\n<p><em>\u00abI mache immer genaui Offerte woni w\u00fcrkli drischribe ich bruche so lang f\u00fcr Recherche, so vill f\u00fcr erschti skizze, layout, so vill f\u00fcr umsetzig, so vill f\u00fcr bilduf- und nachbereitig, so vill f\u00fcr korrektur\u00bb\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Nebst der Selbst\u00e4ndigkeit arbeitet Jasmin lange als Assistentin f\u00fcr den Bachelor Knowledge Visualization und heute als Leitungsassistenz im Institut f\u00fcr Designforschung. Dieser Job bringt ihr ein regelm\u00e4ssiges Einkommen und Austausch mit anderen Leuten, da sie sonst von zu Hause aus arbeitet.<\/p>\n<p>Auf meine Frage, was die nahe Zukunft bringt, \u00fcberrascht sie mich mit einem ganz neuen Thema.<\/p>\n<p><em>\u00ab\u00dcber di letschte paar jahr isch es extrem guet gloffe. Denn bin I schwanger worde letscht Jahr und ha grad es chind \u00fcbercho wo jetz vierehalb m\u00f6net alt isch. Also ganz chli und im moment isch mis ziel die selbst\u00e4ndigkeit ch\u00f6ne m\u00f6glichscht ufrecht z erhalte und gliichziitig die mamirolle uszf\u00fclle\u00bb\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Mit dieser neuen Herausforderung w\u00fcnsche ich Jasmin nat\u00fcrlich ganz viel Erfolg und bedanke mich an dieser Stelle nochmal f\u00fcr ihre Zeit und das Interview.<\/p>\n<p>Autorin: Liv Jehle<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich sitze mit Jasmin im Kafi Z im 6. Stock im Toni-Areal. Ich freue mich sehr Jasmin in diesem Interview n\u00e4her kennenzulernen. \u00abDazumal wo ni d\u00e4 bachelor abgschlosse han, bini usecho \u00ad und du hesch gfraget \u00abWi guet bisch vorbereitet gsi ufs bruefslebe?\u00bb\u2013 und dozmal, gell, isch im bachelor ni\u00e4 d sprach gsi vo: Wie &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":3393,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2343","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2343","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3393"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2343"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2343\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2351,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2343\/revisions\/2351"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2343"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2343"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2343"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}