{"id":3017,"date":"2025-01-17T15:42:54","date_gmt":"2025-01-17T15:42:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/?p=3017"},"modified":"2025-08-04T14:06:29","modified_gmt":"2025-08-04T14:06:29","slug":"von-gesichtern-zungen-und-tuschezeichnungen-ein-interview-mit-olivia-aloisi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/2025\/01\/17\/von-gesichtern-zungen-und-tuschezeichnungen-ein-interview-mit-olivia-aloisi\/","title":{"rendered":"Von Gesichtern, Zungen und Tuschezeichnungen \u2013 Ein Interview mit Olivia Aloisi"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400\">Die Illustratorin Olivia Aloisi begr\u00fcsst mich herzlich im Innenhof ihres Ateliers, das im Erlacherhof mitten in Basel liegt. Das Atelier, das sie liebevoll \u00abSchluuch\u00bb nennt und ihr auch als Ausstellungsplatz dient, teilt sie sich mit vier anderen Leuten. 2022 hat sie sich hier niedergelassen, um ihrer selbst\u00e4ndigen T\u00e4tigkeiten nachzugehen. Daneben arbeitet sie seit 2018 f\u00fcr Oculus. Olivias aktuelles Projekt <em>Der L\u00e4llek\u00f6nig \u2013 Wie Basel wieder lachen lernte<\/em>, ein Kinderbuch \u00fcber ein altes Basler Stadtwahrzeichen, erfreut sich in Basel an grosser Beliebtheit.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3019\" aria-describedby=\"caption-attachment-3019\" style=\"width: 188px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3019\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/tempImageTS9TLH-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"188\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/tempImageTS9TLH-225x300.jpg 225w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/tempImageTS9TLH-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/tempImageTS9TLH-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/tempImageTS9TLH-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/tempImageTS9TLH-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3019\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1: Olivias Atelier (\u00abSchluuch\u00bb)<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_3021\" aria-describedby=\"caption-attachment-3021\" style=\"width: 335px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3021\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/tempImagecJ7vx4-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"335\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/tempImagecJ7vx4-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/tempImagecJ7vx4-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/tempImagecJ7vx4-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/tempImagecJ7vx4-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/tempImagecJ7vx4-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 335px) 100vw, 335px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3021\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 2. Olivias Arbeitsplatz<\/figcaption><\/figure>\n<h4><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><strong>Auf Umwegen zum Erfolg<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Schon seit ihrer Kindheit ist das Zeichnen Olivias gr\u00f6sste Leidenschaft. Ihr war fr\u00fch klar, dass sie diese nicht nur in der Freizeit ausleben, sondern auch zu ihrem Beruf machen will. So entschied sie sich nach dem Absolvieren der Maturit\u00e4t, den gestalterischen Vorkurs an der heutigen ZHdK zu besuchen. Dort wurde Olivia auf die Fachklasse wissenschaftliche Illustration, den heutigen Studiengang Knowledge Visualization, aufmerksam. Sie empfand grosse Begeisterung f\u00fcr die wissenschaftlichen Illustrator*innen und liess sich direkt nach dem Vorkurs selbst zu einer ausbilden. 1996 schloss sie das Studium erfolgreich ab.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">In den ersten Jahren nach dem Abschluss schlug sich Olivia mit der F\u00fchrung eines kleinen Ladens f\u00fcr Kunst und Kunsthandwerk in Brugg und vereinzelten Malkursen durch. Im Versuch, mehr Geld zu verdienen, rutsche sie in die Informatik-Abteilung ab und arbeitete 1999-2005 als IT-Supporterin bei der SV Group. Erf\u00fcllung darin fand Olivia aber nicht. Eigentlich wollte sie doch etwas ganz anderes machen und nahm sich fest vor, ihren Traumberuf zu verfolgen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Der Sprung zur\u00fcck in die Illustration gelang Olivia unter Guido K\u00f6hler, ebenfalls ausgebildeter wissenschaftlicher Illustrator, der sie als Nachfolgerin seines vorherigen Mitarbeiters einstellte. Daneben arbeitete Olivia f\u00fcr die Ateliers Bunter Hund und Oculus, wo ihr zeitweise auch ein Atelierplatz zur Verf\u00fcgung stand. Heute ist sie nach wie vor bei Oculus angestellt. Bei Guido arbeitete sie 17 Jahre lang, bevor sie sich dazu entschied, den Schritt in die Selbst\u00e4ndigkeit zu wagen und ihr eigenes Atelier zu gr\u00fcnden. Zeitgleich erhielt sie den Auftrag, ein Kinderbuch zu illustrieren. Mittlerweile ist Olivia zu 50% selbst\u00e4ndig und macht in einem Pensum von 15-50% Auftr\u00e4ge f\u00fcr Oculus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><strong>Zwischen Nonfiction und Fiction<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Zu <\/span>Olivias beruflichen T\u00e4tigkeiten geh\u00f6rt auch der Portr\u00e4tkurs, den sie an der Schule f\u00fcr Gestaltung Basel gibt. Dabei steht nicht die realistische Wiedergabe des Gesichts, sondern dessen Ausdrucksst\u00e4rke im Vordergrund. Das menschliche Gesicht ist schon immer eines von Olivias Lieblingsmotiven zum Zeichnen gewesen. Bei langen Zugfahrten h\u00e4lt Olivia gerne Passagier*innen und deren Besonderheiten in ihrem Skizzenbuch fest. Ihr gef\u00e4llt, dass man beim Betrachten von anderen Leuten merkt, wie gross die Vielfalt von K\u00f6rpern und Gesichtern eigentlich ist. Die Ideal-Proportionen, die man im anatomischen Zeichnen gelernt hat, stimmen selten. Und gerade diese Gesichter, die nicht der Norm entsprechen, nimmt Olivia besonders gerne als Modell.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Nicht nur ausdrucksstarke Gesichter, sondern auch narrativ zeichnet Olivia gerne. Wenn sie frei arbeitet, kommen vielmals Bilder zustande, die als Szene Teil einer Geschichte sein k\u00f6nnten. Bei Oculus erh\u00e4lt sie daher oft Auftr\u00e4ge, denen Aspekte im Bereich Fiction innewohnen.\u00a0 F\u00fcr Olivia vermischen sich da die Grenzen zwischen den beiden Gebieten Nonfiction und Fiction. Denn Wissensvermittlung ist nicht geradlinig und kann daher auch narrativ gestaltet sein. Auch wenn Olivia sich ab und zu fragt, ob ihr der Studiengang Illustration Fiction an der HSLU besser gelegen h\u00e4tte, sch\u00e4tzt sie es sehr, dass sie in ihrem Studium viele Techniken gelernt hat, die sie heute zahlreich einsetzen kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><em>\u00abIch selbst finde \u2013 und h\u00f6re das auch von anderen \u2013, dass man mich nicht am Stil erkennt. Denn ich mache ja unterschiedliche Sachen. Das ist vielleicht die St\u00e4rke eines wissenschaftlichen Illustrators, dass er alles M\u00f6gliche kann.\u00bb<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Ein gutes Beispiel f\u00fcr Olivias Hang zur Narration ist der Inktober, an dem sie seit vielen Jahren ausnahmslos teilnimmt. Sie stellt sich gerne immer wieder der Herausforderung, jeden Tag im Oktober eine Tuschezeichnung zu machen. Das Thema gab sie sich jeweils selbst vor. Olivia gibt allerdings zu, dass die Inktober-Challenge sehr zeitaufw\u00e4ndig sein kann. Seit drei Jahren macht sie daher Flecken-Bilder: Im Verlauf des Tages werden ein Paar Flecken gemalt, die am Abend zu einer fertigen Zeichnung ausgearbeitet werden. So kann man den Fleck als Vorgabe nehmen und muss nicht lange \u00fcberlegen, was man zeichnen k\u00f6nnte. Diesen Vorgang beschreibt Olivia als <em>\u00abSpiel mit dem Zufall\u00bb<\/em>.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3029\" aria-describedby=\"caption-attachment-3029\" style=\"width: 167px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3029 \" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/Waschbaer_Ink-227x300.jpg\" alt=\"\" width=\"167\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/Waschbaer_Ink-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/Waschbaer_Ink.jpg 458w\" sizes=\"auto, (max-width: 167px) 100vw, 167px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3029\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 3: Inktober 2020<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_3033\" aria-describedby=\"caption-attachment-3033\" style=\"width: 168px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3033\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/Dame_Ink-227x300.jpg\" alt=\"\" width=\"168\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/Dame_Ink-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/Dame_Ink.jpg 458w\" sizes=\"auto, (max-width: 168px) 100vw, 168px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3033\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 4: Inktober 2022<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_3035\" aria-describedby=\"caption-attachment-3035\" style=\"width: 169px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3035\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/Putzen_Ink-227x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/Putzen_Ink-227x300.jpg 227w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/Putzen_Ink.jpg 458w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3035\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 5: Inktober 2023<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie Basel wieder lachen lernte<\/strong><\/p>\n<p>Olivias neustes Projekt ist das Kinderbuch <em>Der L\u00e4llek\u00f6nig \u2013 Wie Basel wieder lachen lernte<\/em>, das sie illustriert hat und im Oktober 2024 erschienen ist. Sie wurde vom Journalisten, Autor, Musiker und Filmregisseur Olivier Joliat, dem Schriftsteller des Buchs, direkt als Illustratorin angefragt. Der L\u00e4llek\u00f6nig (L\u00e4lli = Zunge) ist eine Basler Figur \u2013 i. d. R. ein Blechgesicht mit einem Mechanismus, der die Zunge raus- und rein und die Augen hin- und her bewegt \u2013, die erstmals im 17. Jahrhundert am Basler Stadttor auftauchte. An verschiedenen Stellen in Basel h\u00e4ngen seither L\u00e4llek\u00f6nige.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Obwohl Olivia f\u00fcr Auftr\u00e4ge gr\u00f6sstenteils digital arbeitet, gestaltete sie das gesamte Kinderbuch analog. Das Zuf\u00e4llige, dass das Analoge mit sich bringt, schien Olivia passender f\u00fcr ein Kinderbuch zu sein. Die Figuren und den Hintergrund malte sie separat und setzte sie dann mittels Photoshop zusammen. So konnte sie flexibel auf die Geschichte reagieren und sich mit Olivier effizient austauschen. Tats\u00e4chlich durfte Olivia zu einem gewissen Grad die Handlung mitgestalten, da sie ins Boot geholt wurde, als das Ende der Geschichte noch ausstand. Sie durfte sogar ihre ehemalige Katze Nuudeli verewigen, die wie Walter von <em>Wo ist Walter?<\/em> in jedem Bild vorkommt und letztendlich zu einer eigenst\u00e4ndigen Figur heranwuchs.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Dank Oliviers Beruf war <em>Der L\u00e4llek\u00f6nig<\/em> grossz\u00fcgig in den Medien wie der Zeitung, dem Radio und der Kultursendung auf Telebasel vertreten und kam allgemein in Basel sehr gut an.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3073\" aria-describedby=\"caption-attachment-3073\" style=\"width: 190px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-3073\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/Laelle_Cover-236x300.jpg\" alt=\"\" width=\"190\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/Laelle_Cover-236x300.jpg 236w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/Laelle_Cover.jpg 476w\" sizes=\"auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3073\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 6: Cover des Kinderbuchs<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_3075\" aria-describedby=\"caption-attachment-3075\" style=\"width: 339px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3075 \" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/Laelle_Seite-300x213.jpg\" alt=\"\" width=\"339\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/Laelle_Seite-300x213.jpg 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/Laelle_Seite-768x545.jpg 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2025\/01\/Laelle_Seite.jpg 852w\" sizes=\"auto, (max-width: 339px) 100vw, 339px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3075\" class=\"wp-caption-text\">Abb 7. Seite aus dem Kinderbuch<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><strong>In den Sternen liegt die Zukunft<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Trotz ihrer neuerlangten Selbst\u00e4ndigkeit entspricht es Olivia, in einem Team zu arbeiten. Das Atelier \u2013 in Olivias Fall Oculus \u2013 hat den direkten Kontakt zur Kundschaft und verteilt Auftr\u00e4ge gem\u00e4ss den St\u00e4rken der Mitarbeiter*innen. Viele alte Freund*innen aus der Ausbildung sind bei Oculus t\u00e4tig, so konnte Olivia, als ihr Atelierplatz noch in Z\u00fcrich lag, w\u00e4hrend des Arbeitens mit ihnen schwatzen. Es st\u00f6rt sie aber nicht, allein zu sein. <em>\u00abJetzt h\u00f6re ich Podcasts. Als ich in Z\u00fcrich war, lief der Podcast live\u00bb<\/em>, sagt Olivia lachend dazu.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Auch online ist Olivia gut repr\u00e4sentiert. Auf Instagram gibt sie regelm\u00e4ssig Einblicke in ihre aktuellen Projekte und macht bspw. auf Ausstellungen und Kurse von ihr aufmerksam. Daneben hat sie ihre Webseite, auf der sie sich illustra nennt, im Zuge der Selbst\u00e4ndigkeit auf Vordermann gebracht und so organisiert, dass sie sie laufend aktualisieren kann. Olivia betont, dass es wichtig ist, eine Onlinepr\u00e4senz, vor allem eine gut ausgearbeitete Webseite, zu haben, hinter der man stehen kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Ganz zum Schluss des Interviews zeigt sich Olivia dankbar, ihren Traumberuf aus\u00fcben zu d\u00fcrfen. Ihr ist bewusst, dass das nicht allen m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><em>\u00abWenn man privilegiert genug ist, den Beruf auszusuchen, den man gerne macht \u2013 auch wenn man bei gewissen Dingen vielleicht z. B. finanzielle Kompromisse eingehen muss \u2013 dann finde ich, dass man das w\u00e4hlen soll, was einen erf\u00fcllt. Schlussendlich ist man eben doch mehr im Gesch\u00e4ft als in der Freizeit. (\u2026) Nicht alle Menschen sind in der privilegierten Lage, dass sie das machen k\u00f6nnen, was ihnen gef\u00e4llt. Ich habe selber keine Kinder und darum muss ich einfach schauen, dass es f\u00fcr mich stimmt \u2013 allenfalls noch f\u00fcr den Partner. Aber ist schon etwas anders, wenn man Familie hat, dann denkt man ein St\u00fcck weit anders.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Mehr von Olivia Aloisi findet man hier:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>Webseite (illustra): <em><a href=\"https:\/\/illustra.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/illustra.ch<\/a><\/em><\/li>\n<li>Instagram: <em><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/olivia_aloisi_illustra\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.instagram.com\/olivia_aloisi_illustra\/<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Illustratorin Olivia Aloisi begr\u00fcsst mich herzlich im Innenhof ihres Ateliers, das im Erlacherhof mitten in Basel liegt. 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