{"id":503,"date":"2018-02-06T20:59:37","date_gmt":"2018-02-06T20:59:37","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/?p=503"},"modified":"2018-02-07T15:57:41","modified_gmt":"2018-02-07T15:57:41","slug":"interview-mit-gregor-forster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/2018\/02\/06\/interview-mit-gregor-forster\/","title":{"rendered":"INTERVIEW MIT GREGOR FORSTER"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-509\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2018\/02\/7c8d3398-a106-4d25-8f52-58c15e0a79d6_rw_1920-1024x738.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"692\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2018\/02\/7c8d3398-a106-4d25-8f52-58c15e0a79d6_rw_1920-1024x738.jpg 1024w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2018\/02\/7c8d3398-a106-4d25-8f52-58c15e0a79d6_rw_1920-300x216.jpg 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2018\/02\/7c8d3398-a106-4d25-8f52-58c15e0a79d6_rw_1920-768x554.jpg 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2018\/02\/7c8d3398-a106-4d25-8f52-58c15e0a79d6_rw_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong><em>\u201eWer wot scho n\u00f6d bis is hohe Alter im eigete Atelier mit Sunneschy uf de Glaze und em Bleistift i die <\/em><\/strong><strong><em>Hand sis Lebenswerk vollende?\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">So, mehr oder weniger, t\u00f6nt Gregor Forster\u2019s Einstellung &#8211; er hat 2015 das Studium Scientific Visualization an der ZHdK abgeschlossen &#8211; mit der er sehr optimistisch und motiviert als Illustrator unterwegs ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><em>\u201eDu\u00a0<\/em><em>hast nie ausgelernt, kannst jeden Tag etwas Neues dazulernen und dich immer weiterentwickeln. Das ist <\/em><em>das Tolle an unserem Beruf.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Bereits w\u00e4hrend dem Studium und speziell danach hat Gregor sich immer weiter sein Portfolio zusammengestellt, welches seine Pers\u00f6nlichkeit und seine Interessen widerspiegelt.\u00a0Urspr\u00fcnglich kommt sein Drang zum Zeichnen aus der Welt der Animation. Der Look von Zeichentrickfilmen\u00a0hat ihn schon immer fasziniert, besonders interessierten ihn Bildkompositionen und das Spiel zwischen\u00a0Licht- und Farbwelten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Nach dem Vorkurs in Luzern wollte Gregor Forster eigentlich auch Animation studieren. \u00a0Jedoch empfahlen ihm seine damaligen Dozenten die wissenschaftliche Illustration, weil er immer so genau und vor allem durch Beobachten gezeichnet hat. So ist er schliesslich zum VSV an der ZHdK gekommen. Gregor Forster merkte dann aber, dass die traditionelle wissenschaftliche Illustration nicht sein gr\u00f6sstes Interesse ist und hat darum mit Hilfe von Onlinekursen und Workshops aus der Animationsindustrie sein Wissen und K\u00f6nnen erweitert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Gleich nach dem Studium absolvierte er f\u00fcr f\u00fcnf Monate Zivildienst als Arch\u00e4ologischer Ausgr\u00e4ber und Grabungszeichner im Aargau. Es war aber eher eine monotone Arbeit, vor allem viel messen und wenig zeichnen. Anschliessend machte er f\u00fcr vier Monate ein Praktikum bei Guido K\u00f6hler &amp; Co. Dort bekam er Einblicke in die wissenschaftliche Illustration, Infografiken und Layouts.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Seit Mai 2016 hat er eine 20% Festanstellung bei Oculus Illustration GmbH als wissenschaftlicher Illustrator, wo es eine klare Arbeitsaufteilung gibt: Die Chefs generieren Auftr\u00e4ge, halten den Kontakt mit den Kunden und stellen die Konzepte auf. Gregor Forster ist f\u00fcr die Ausf\u00fchrung zust\u00e4ndig und arbeitet in dem Stil, der verlangt oder vorgegeben wird. Gleichzeitig begann er als selbst\u00e4ndiger Illustrator in seinem eigenen Namen zu arbeiten und wird von einer englischen Illustration-Agentur international vertreten. So kommt er immer wieder zu sehr interessanten und abwechslungsreichen Auftr\u00e4gen. Einige Beispiele sind: Illustrationen f\u00fcr Magazine, Men\u00fckarten, Getr\u00e4nkelabels und Illustrationen f\u00fcr ein Kinder-Sachbuch. Dabei wechselt er zwischen wissenschaftlicher Illustration und freier Illustration.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Da Gregor Forster noch relativ frisch vom Studium kommt, interessierten mich vor allem die Fragen, welches die gr\u00f6ssten H\u00fcrden oder Schwierigkeiten nach dem Studium waren oder vielleicht immer noch sind. Und inwiefern uns das Studium auf die Berufswelt vorbereitet. Er erkl\u00e4rte mir, dass der gr\u00f6sste Unterschied zwischen Studium und der Berufswelt stressige Deadlines, der Zeit- und Gelddruck sind. Im Studium hast du Zeit zum Tr\u00f6deln, kannst ausprobieren, Fehler machen und auch einmal bei einem Projekt versagen. Bei einem Auftrag kannst du das nicht. Passiert dir ein Fehler, kannst du nochmals von Neuem beginnen, darfst es dem Kunden aber nicht verrechnen. Du musst eine Offerte einhalten und wenn du es in dieser Zeit nicht schaffst, musst du entweder mit dem Kunden eine neue Offerte aushandeln oder dein Stundenlohn f\u00e4llt. Zudem ist es schwierig abzusch\u00e4tzen, wie viel Wert eine Illustration hat und wie viel man daf\u00fcr verlangen darf\/kann. Auf diese Dinge wirst du im Studium wenig vorbereitet. Fiktive Auftr\u00e4ge oder \u00dcbungen bringen wenig Projekterfahrungen mit. Du hast noch keinen Sinn f\u00fcr den Preis. Hilfreich w\u00e4re, wenn der Dozent sagen k\u00f6nnte, wie hoch seine Offerte ausf\u00e4llt, w\u00fcrde es sich bei dem Projekt um einen richtigen Auftrag handeln. So h\u00e4ttest du eine Grundlage zum Vergleichen. Weitere H\u00fcrden nach dem Studium waren, herauszufinden wof\u00fcr sich Kunden interessieren oder wie Kunden auf einen aufmerksam werden und wie man sich selber gut vermarkten kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Zum Abschluss einige Tipps von Gregor Forster:<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><em>\u201eMach schon w\u00e4hrend dem Studium deine eigenen <\/em><em>Sachen und Projekte in deinem Stil, mit denen du dein Portfolio f\u00fcllen kannst. So sieht es nicht aus wie <\/em><em>jedes andere Studentenportfolio. Lege nur Arbeiten ins Portfolio, die dir Freude und Spass bereiteten und <\/em><em>die du gerne nochmals machen w\u00fcrdest. Weiterbildungen sind sehr wichtig und sei offen f\u00fcr Neues, damit <\/em><em>du in keiner Sackgasse endest.\u00a0Projekte, bei welchen du anfangs Angst hast und denkst, dass du diese nicht meistern <\/em><em>kannst, sind die\u00a0Besten. Sie bringen dich weiter. Wenn du von Beginn an schon weisst, dass du das hinkriegst, gibt es <\/em><em>keine\u00a0H\u00fcrden zu \u00fcberwinden und wenig pers\u00f6nliches Verbesserungspotential. Nach \u201eAngstprojekten\u201c hast du <\/em><em>immer etwas dazu gelernt.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Ich bedanke mich aufrichtig bei Gregor Forster f\u00fcr das spannende Gespr\u00e4ch und seine Bereitschaft, mir Einblick in sein Berufsleben gegeben zu haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gregorforster.com\">http:\/\/www.gregorforster.com<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-519\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2018\/02\/7769c155-ca42-42ee-bffa-9c1aaa917d2c_rw_1920-1-662x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"662\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2018\/02\/7769c155-ca42-42ee-bffa-9c1aaa917d2c_rw_1920-1-662x1024.jpg 662w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2018\/02\/7769c155-ca42-42ee-bffa-9c1aaa917d2c_rw_1920-1-194x300.jpg 194w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2018\/02\/7769c155-ca42-42ee-bffa-9c1aaa917d2c_rw_1920-1-768x1188.jpg 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2018\/02\/7769c155-ca42-42ee-bffa-9c1aaa917d2c_rw_1920-1.jpg 1523w\" sizes=\"auto, (max-width: 662px) 100vw, 662px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-515 size-large\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2018\/02\/7c48833f-7934-4dcf-bb43-c32f70b5037a_rw_1920-724x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"724\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2018\/02\/7c48833f-7934-4dcf-bb43-c32f70b5037a_rw_1920-724x1024.jpg 724w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2018\/02\/7c48833f-7934-4dcf-bb43-c32f70b5037a_rw_1920-212x300.jpg 212w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2018\/02\/7c48833f-7934-4dcf-bb43-c32f70b5037a_rw_1920-768x1086.jpg 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2018\/02\/7c48833f-7934-4dcf-bb43-c32f70b5037a_rw_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 724px) 100vw, 724px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; \u201eWer wot scho n\u00f6d bis is hohe Alter im eigete Atelier mit Sunneschy uf de Glaze und em Bleistift i die Hand sis Lebenswerk vollende?\u201c So, mehr oder weniger, t\u00f6nt Gregor Forster\u2019s Einstellung &#8211; er hat 2015 das Studium Scientific Visualization an der ZHdK abgeschlossen &#8211; mit der er sehr optimistisch und motiviert &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":3779,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-503","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/503","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3779"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=503"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/503\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":537,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/503\/revisions\/537"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=503"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=503"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=503"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}