{"id":605,"date":"2018-04-10T10:42:02","date_gmt":"2018-04-10T10:42:02","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/?p=605"},"modified":"2018-04-10T10:48:44","modified_gmt":"2018-04-10T10:48:44","slug":"interview-mit-raphael-volery","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/2018\/04\/10\/interview-mit-raphael-volery\/","title":{"rendered":"Interview mit Raphael Volery"},"content":{"rendered":"<p>Raphael und seine Partnerin begr\u00fcssen uns \u00e4usserst herzlich in ihrem gemeinsamen Atelier im Kreis 3. Kaum das wir eingetreten sind, befinden wir uns auch schon Mitten in einem interessanten Gespr\u00e4ch \u00fcber Illustrationen und Visualisierungen. <\/p>\n<p>1984 schloss Raphael die Fachklasse f\u00fcr wissenschaftliche Illustration an der damals sogenannten \u201eHochschule f\u00fcr Gestaltung und Kunst Z\u00fcrich\u201c ab. F\u00fcr ihn stand immer fest, dass er sich nach absolviertem Studium selbst\u00e4ndig machen m\u00f6chte. Seine ersten Auftragsarbeiten als selbst\u00e4ndigerwerbender waren arch\u00e4ologischer Natur. Danach folgten vermehrt Auftragsarbeiten f\u00fcr technische Illustrationen u. a. f\u00fcr ein Physiklehrmittel. Lachend erinnert sich Raphael an die spannenden physikalischen Experimente die eine Fachperson im Technorama ausf\u00fchrte und welche er fotografisch festhielt um diese anschliessend analog im DIN A4 Format abzuzeichnen.<br \/>\nRaphael hat den Sprung von einer rein analogen Arbeitsweise in die digitale problemlos gemeistert und sich autodidaktisch das Know-how f\u00fcr Programme wie Cinema 4D angeeignet. Heute sind 3D-Visualisierungen eine Kernkompetenz des Illustrators. Mit Begeisterung zeigt er uns an zwei Computerbildschirmen ein Projekt \u00fcber die r\u00e4umliche Entstehung und Besiedlung der Stadt Z\u00fcrich, welches er in Eigenregie erarbeitet. In einer Abfolge von hundertj\u00e4hrigen Abst\u00e4nden visualisiert er chronologisch die Stadtentwicklung. Die erste Darstellung zeigt die Stadt zur R\u00f6merzeit und geht aktuell weiter bis 1800. <\/p>\n<p>\u201eIch mag es etwas detailliert zu veranschaulichen, das es nicht mehr gibt, das es gegeben hat oder das es noch geben wird.\u201c <\/p>\n<p>Stress und Druck pr\u00e4gen seinen Arbeitsalltag. Auch das Privatleben und soziale Kontakte kommen gelegentlich aufgrund der Arbeit zu kurz. Langfristig planen sei eher schwierig, da er nie wissen k\u00f6nne wann er einen Auftrag erhalte. Auf die Frage ob man lerne k\u00f6nne mit dem Dauerstress umzugehen, antwortet Raphael achselzuckend, er glaube es geh\u00f6re einfach dazu. Trotz dem andauernden Kampf sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten zu k\u00f6nnen, sch\u00e4tzt er seine abwechslungsreiche T\u00e4tigkeit sehr. <\/p>\n<p>\u201eWenn du einen Auftrag kriegst, dann musst du zugreifen.\u201c<\/p>\n<p>Zuk\u00fcnftig w\u00fcrde er sehr gerne architektonische Visualisierungen umsetzen. Das Gebiet der Architektur fasziniert ihn sehr, jedoch fehlen ihm hierf\u00fcr die n\u00f6tigen Kontakte. Sich selber zu vermarkten findet er ein schwieriges Thema. Raphael berichtet, dass die Gewinnung von Neukunden gr\u00f6ssten Teils durch Empfehlungen von bereits bestehenden Kunden zustande komme. Viele Auftragsarbeiten entstehen durch pers\u00f6nliche Beziehungen und Kontakte. Zuverl\u00e4ssigkeit und die Einhaltung von Abgabeterminen sei ein ganz wichtiger Punkt in der Zusammenarbeit mit Kunden. <\/p>\n<p>\u201eOft ist dem Kunden die Qualit\u00e4t und der Detailreichtum weniger wichtig als die Einhaltung des vereinbarten Abgabetermins.\u201c<\/p>\n<p>Im weiteren Gespr\u00e4ch spricht Raphael das Thema Bildrecht an und informiert uns \u00fcber ProLitteris. Dies ist eine schweizerische Urheberrechtsgesellschaft f\u00fcr Literatur und bildende Kunst. Er r\u00e4t uns, dass wir uns bei dieser Gesellschaft ebenfalls registrieren sollen. <\/p>\n<p>\u201eKlaut dir jemand deine Bilder, kannst du dich bei der Rechtsabteilung von ProLitteris beraten lassen.\u201c<\/p>\n<p>Wir bedanken und ganz herzlich f\u00fcr das offene Gespr\u00e4ch und den Einblick, den uns Raphael in seinen Arbeitsalltag gew\u00e4hrte. <\/p>\n<p>www.raphael-volery.ch<br \/>\nwww.prolitteris.ch<\/p>\n<p>by Jean und Katja <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Raphael und seine Partnerin begr\u00fcssen uns \u00e4usserst herzlich in ihrem gemeinsamen Atelier im Kreis 3. Kaum das wir eingetreten sind, befinden wir uns auch schon Mitten in einem interessanten Gespr\u00e4ch \u00fcber Illustrationen und Visualisierungen. 1984 schloss Raphael die Fachklasse f\u00fcr wissenschaftliche Illustration an der damals sogenannten \u201eHochschule f\u00fcr Gestaltung und Kunst Z\u00fcrich\u201c ab. 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