{"id":992,"date":"2020-01-14T08:19:51","date_gmt":"2020-01-14T08:19:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/?p=992"},"modified":"2020-01-14T08:19:51","modified_gmt":"2020-01-14T08:19:51","slug":"interview-mit-karin-widmer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/2020\/01\/14\/interview-mit-karin-widmer\/","title":{"rendered":"Interview mit Karin Widmer"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-994\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Karin-Bild-Gericht-300x130.jpg\" alt=\"\" width=\"697\" height=\"302\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Karin-Bild-Gericht-300x130.jpg 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/praxisjournal\/files\/2020\/01\/Karin-Bild-Gericht.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 697px) 100vw, 697px\" \/><\/p>\n<p>Wir befinden uns in Wabern, Bern. Das Atelier von Karin ist genauso wie man sich eins vorstellt. An den W\u00e4nden h\u00e4ngen zahlreiche Illustrationen und Notizen, auf dem Pult liegen angefangene Arbeiten und ein Glas mit gr\u00fcnverf\u00e4rbtem Wasser. Es sei klein aber fein hier meint sie zu Beginn.<\/p>\n<p>Angefangen habe sie mit einer Ausbildung als Grafikerin an der Schule f\u00fcr Gestaltung in Bern und arbeitete danach beim Zytglogge-Verlag, ebenfalls in Bern.<\/p>\n<p><strong><em>&#8222;Die Stelle bekam ich durch einen guten Zufall. Ich habe Franz Hohlers Kurzgeschichten \u00abDie R\u00fcckeroberung\u00bb illustriert und habe daraus eine Art Graphic Novel gemacht. Diese habe ich dann dem Verlag gezeigt und die hatten Freude daran.&#8220; <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Nach 5 Jahren machte sie sich dann selbst\u00e4ndig. Anfangs habe sie noch nicht viele Auftr\u00e4ge bekommen, aber das kam dann mit der Zeit. Zu Beginn hat sie Arbeiten an verschiedene Zeitungen und Verlage verschickt und wenn sie Gl\u00fcck hatte, kamen ein paar Anrufe zur\u00fcck. Irgendwann hat man sein Netz aufgebaut, da sei ein aktives Anfragen nicht mehr n\u00f6tig.<\/p>\n<p><strong><em>&#8222;Jetzt gibt es immer was zu tun. Da muss man sich keine Sorgen machen.&#8220;<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ihre Auftr\u00e4ge reichen von CD-Covers und Zeitungsillustrationen bis hin zu Gerichtszeichnungen und Kinderb\u00fcchern. Bevorzugt benutzt sie daf\u00fcr eine Mischtechnik aus analogem und digitalem Arbeiten. Zeichnungen werden gescannt, freigestellt und dann auf Photoshop in verschiedenen Ebenen eingeteilt. So sei sie bez\u00fcglich Kundenw\u00fcnsche flexibler.<\/p>\n<p>Auf die Frage wie sie mit den Kunden im Kontakt stehe antwortet sie, dass es ganz unterschiedlich sei. Die einen wollen immer auf dem Laufenden sein. Andere hingegen meinen &#8222;Mach eifach mol&#8220; und wollen erst am Schluss das Resultat ansehen. Berechnen tue sie dann grunds\u00e4tzlich nach Stunden. Durch Erfahrung weiss sie nun mehr oder weniger wie lange ein Auftrag braucht. Sie schreibt dann eine Offerte und f\u00fcgt noch hinzu, dass \u00c4nderungsw\u00fcnsche nach Stundenlohn obendrauf berechnet werden. Manchmal m\u00fcsse man aber eine andere L\u00f6sung finden und Dinge streichen oder pauschal berechnen.<\/p>\n<p>Ob es einen Aspekt in der Illustratorenszene hier in der Schweiz g\u00e4be, bei der sie finde: &#8222;Da gibt\u2019s noch Luft nach oben&#8220;?<\/p>\n<p>Hmmm. Sie stelle nur fest, dass die Schweiz momentan einen bestimmten Stil an Kinderbuchillustrationen bevorzugt. Ihrer Meinung nach ist der ein bisschen Franz\u00f6sisch, comicm\u00e4ssig.<\/p>\n<p>&#8222;<strong><em>Ich selber bewege mich eher im englischen Bereich, so wie man dort vor 100 Jahren noch illustriert hat. Vielleicht sogar schon eher antimodisch. Die Kunsthochschule in Luzern hat einen bestimmten Stil, der sehr gefragt ist und den man sofort erkennt. Gerade bei den Kinderb\u00fcchern ist das so.&#8220;<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Sie finde es fehle aber an Bilderb\u00fcchern f\u00fcr Erwachsene in der Schweiz. Da sind andere L\u00e4nder wie z.B England schon viel weiter.<\/p>\n<p>Und die letzte Frage:<\/p>\n<p><strong><em>Bist du zufrieden mit deinem Beruf?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Also wenn du mich jetzt so fragst, merke ich gerade, dass ich wahnsinnig zufrieden bin (lacht). Manchmal braucht es einfach jemanden der zu mir kommt und mich fragt. Im Alltag vergesse ich noch schnell was f\u00fcr ein riesen Gl\u00fcck ich habe und motze mal hie und da.<\/p>\n<p><em>Nochmals einen Herzlichen Dank an Karin Widmer f\u00fcr dieses freundliche und interessante Gespr\u00e4ch!<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hookillus.ch\/karin_widmer.html\">http:\/\/www.hookillus.ch\/karin_widmer.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir befinden uns in Wabern, Bern. 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