{"id":2884,"date":"2017-10-24T12:30:52","date_gmt":"2017-10-24T12:30:52","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/?p=2884"},"modified":"2019-07-03T15:43:45","modified_gmt":"2019-07-03T15:43:45","slug":"2884","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/2017\/10\/24\/2884\/","title":{"rendered":"GETRIEBEnes DESIGN"},"content":{"rendered":"<p>SPEZIFIKATIONEN<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-5506 size-full\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Spec_PX92.png\" alt=\"\" width=\"1789\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Spec_PX92.png 1789w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Spec_PX92-300x101.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Spec_PX92-1200x402.png 1200w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Spec_PX92-768x258.png 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Spec_PX92-220x74.png 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 1789px) 100vw, 1789px\" \/><\/p>\n<p>KONTEXT<br \/>\nDie Bypass Schere PX92 ist ein Produkt der finnischen Firma FISKARS. Dieses Unternehmen besteht bereits seit dem Jahr 1649 und ist somit eines der \u00e4ltesten Unternehmen der westlichen Welt. FISKARS wandelte sich von einem Eisenunternehmen zu einer modernen Firma, welche stets Innovationen vorantrieb. Beispielhaft ist in diesem Zusammenhang die Schere \u201eOrange Classic\u201c zu nennen, welche eine der ersten ergonomischen Scheren aus Kunststoff war. Neue Mechanismen und Materialien f\u00fcr allt\u00e4gliche Produkte zu testen scheint bei FISKARS Tradition zu haben und genau das spiegelt sich auch in ihrem Gartenscheren-Sortiment wider.<\/p>\n<div id=\"attachment_3504\" style=\"width: 1210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3504\" class=\"size-medium wp-image-3504\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Scissors-History-Greyscaled-1200x673.png\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"673\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Scissors-History-Greyscaled-1200x673.png 1200w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Scissors-History-Greyscaled-300x168.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Scissors-History-Greyscaled-768x431.png 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Scissors-History-Greyscaled-220x123.png 220w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Scissors-History-Greyscaled.png 1339w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><p id=\"caption-attachment-3504\" class=\"wp-caption-text\">Courtesy FISKARS<\/p><\/div>\n<p>FORMAL\u00c4STHETIK<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3508\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA251040-1200x900.png\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"900\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA251040-1200x900.png 1200w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA251040-300x225.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA251040-768x576.png 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA251040-220x165.png 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr das Objekt wurde eine klare Linienf\u00fchrung gew\u00e4hlt und es wurden starke Kontraste zwischen den Farbt\u00f6nen eingesetzt. Auf den Einsatz von Geraden wurde verzichtet, stattdessen sind alle Konturen und Elemente geschwungen, wodurch die Form eine dynamische \u00c4sthetik aufweist. Durch die Anwendung eines kr\u00e4ftigen orangen Farbtons erh\u00e4lt das Objekt eine gewisse Dominanz und kontrastiert dadurch auch mit seinem typischen Umfeld.<\/p>\n<p>SYMBOLFUNKTIONEN<br \/>\nDie dynamische \u00c4sthetik des Objekts l\u00e4sst Assoziationen mit Designs aus dem Automotive-Bereich zu. Durch die ausschliessliche Anwendung von Splines zur Formgebung ist dieser Vergleich naheliegend, da diese Kurvenz\u00fcge ihren Ursprung in der Automobil-Branche haben und die Gestaltung eines Fahrzeuges ohne Splines heute undenkbar scheint. Auch die Farbgebung des Objekts erinnert an sportive Transportation-Designs wie etwa KTM Motorr\u00e4der.<\/p>\n<p>Eine andere m\u00f6gliche Assoziation w\u00e4re mit der Tierwelt m\u00f6glich: Die Klingen k\u00f6nnten als Schnabel interpretiert werden und die Innensechskantschraube als Auge. Durch diese Betrachtungsweise kommt das Objekt visuell einem exotischen Vogel, wie etwa einem Tucan, nahe.<\/p>\n<p>ZIELGRUPPE<br \/>\nDie Design-Theoretikerin Uta Brandes hat bei einem Vortrag an der ZHdK (Dienstagabendveranstaltung vom 24.10.2017) erw\u00e4hnt, dass FISKARS neben HILTI eine der Firmen w\u00e4re, welche eine Product Identity gew\u00e4hlt h\u00e4tte, die spezifisch f\u00fcr M\u00e4nner ausgelegt sei. Die Designsprache sei im Allgemeinen aggressiv und w\u00fcrde Macht ausstrahlen und w\u00e4re deshalb typisch m\u00e4nnlich konnotiert. Wenn man diesem Klischee-Denken unterworfen ist, so scheint diese Behauptung auch zu stimmen, denn die Firma bewirbt ihre Produkte tendenziell mit technischen Begriffen wie Power, Gear und FiberComp. Jedoch sind diese Klischees lediglich in den K\u00f6pfen eines Teils unserer Gesellschaft verankert, wodurch es permanent zu einer divergierenden Behandlung respektive Erwartungshaltung kommt, nur aufgrund des Geschlechts einer Person. Durch die kontinuierliche Reproduktion geschlechtsnormierender Inhalte werden Rollenbilder weiter verst\u00e4rkt, weshalb an dieser Stelle darauf verzichtet wird. Stattdessen wird eine allgemeinere Aussage getroffen: Die typische Designsprache von FISKARS, die auch bei der PX92 gew\u00e4hlt wurde, spricht mit h\u00f6herer Wahrscheinlichkeit Menschen an, die technikaffin sind. Dies begr\u00fcndet sich daraus, dass viele Designs von FISKARS komplexe mechanische Details aufweisen, die bei technisch versierten Menschen durchaus Begeisterung ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Als weitere Eigenschaft kommen Personen in Frage, die Wert auf Effizienz legen und den beworbenen &#8222;PowerGear X mit 3x mehr Leistung&#8220; wertsch\u00e4tzen w\u00fcrden, da sie entweder weniger Kraft aufwenden wollen oder mehr Arbeit verrichten k\u00f6nnen wollen als mit herk\u00f6mmlichen Scheren. Da die Rezyklierbarkeit bei dem Produkt sehr beschr\u00e4nkt ist (siehe Kapitel Nachhaltigkeit) werden Menschen mit \u00f6kologisch-progressiven Denken als Zielgruppe tendenziell ausgeschlossen.<\/p>\n<p>VERPACKUNG<br \/>\nDie Verpackung der Gartenschere besteht aus bedruckter Pappe und einer Kunststoff-Umh\u00fcllung aus PET. Auf der Packung wurden diverse Produktinformationen aufgedruckt, welche die Vorteile des Objektes hervorheben sollen respektive f\u00fcr den Nutzer relevante Details kommuniziert (Hand-Gr\u00f6sse und maximaler Durchmesser des Schnittgutes). Das Testen der Funktionsweise und der Haptik des Produktes ist m\u00f6glich ohne das Objekt aus der Verpackung zu entnehmen.<\/p>\n<p>Des Weiteren kann man die Bypass Schere vollst\u00e4ndig aus der Umh\u00fcllung l\u00f6sen, ohne die Verpackung selbst zu besch\u00e4digen. Daraus l\u00e4sst sich schliessen, dass der Hersteller mehr Wert auf das Testing des Kunden legt als auf etwaige Diebstahlsicherungen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4928\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Animation_Test_in_Package.gif\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" \/><\/p>\n<p>Ein weiterer Vorteil der Kunststoff-Umh\u00fcllung ist die m\u00f6gliche Wiederverwendbarkeit dieser als Schutz f\u00fcr die Klingen respektive f\u00fcr die Umgebung. Zus\u00e4tzlich befindet sich in der Umh\u00fcllung ein Loch, welches f\u00fcr eine Aufh\u00e4ngung zur Lagerung der Schere z.B. in einem Gartenschuppen geeignet w\u00e4re.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4966\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261223-1200x427.png\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261223-1200x427.png 1200w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261223-300x107.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261223-768x273.png 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261223-220x78.png 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<p>ALLT\u00c4GLICHER GEBRAUCH &amp; TESTING<br \/>\nBeim Testing wurde unter anderem gepr\u00fcft, ob die Schere den angegebenen Spezifikationen gerecht wird. Beim Schneiden von frischem Gr\u00fcn bis 20mm Durchmesser erf\u00fcllte die Schere problemlos die Angaben. Bez\u00fcglich den ergonomischen Vorteilen der Schere wurden Meinungen und Eindr\u00fccke von einigen Testpersonen eingeholt, jedoch wurde auf eine ausf\u00fchrliche Umfrage mit entsprechend grossem Stichprobenumfang zugunsten von anderen Themen verzichtet. Die Schere f\u00fcr das Testing ist f\u00fcr Rechtsh\u00e4nder und weisst Gr\u00f6sse M auf, dennoch kann auch eine Person mit kleineren H\u00e4nden sie nutzen. Dies jedoch nur mit der Einschr\u00e4nkung, dass die Schere im voll ge\u00f6ffneten Zustand schlecht in der Hand liegt,\u00a0 da die Finger den Rollgriff nur noch schlecht umfassen k\u00f6nnen. Bei gr\u00f6sseren H\u00e4nden wurde die L\u00e4nge der Griffe bem\u00e4ngelt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3552\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA251022_Greyscale-1200x1144.png\" alt=\"\" width=\"336\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA251022_Greyscale-1200x1144.png 1200w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA251022_Greyscale-300x286.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA251022_Greyscale-768x732.png 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA251022_Greyscale-220x210.png 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 336px) 100vw, 336px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-3550\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA251020_Greyscale-1200x900.png\" alt=\"\" width=\"427\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA251020_Greyscale-1200x900.png 1200w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA251020_Greyscale-300x225.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA251020_Greyscale-768x576.png 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA251020_Greyscale-220x165.png 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 427px) 100vw, 427px\" \/><\/p>\n<p>Die Ergonomie des Rollgriffes wurde von den Testpersonen vorwiegend positiv aufgenommen, jedoch empfanden einige den Bewegungsablauf zun\u00e4chst ungewohnt, meinten jedoch, dass sie sich schnell daran gew\u00f6hnen w\u00fcrden. Teilweise wurde bem\u00e4ngelt, dass der Getriebemechanismus sich w\u00e4hrend des \u00d6ffnens und Schliessens unangenehm anf\u00fchlt, da er mit der Hand in Kontakt kommt. Jedoch wurde dies als minim bewertet und w\u00e4re im Allgemeinen akzeptabel.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3500 size-full\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Animation_Rollgriff_Fast_1000x750.gif\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" \/><\/p>\n<p>AUSTAUSCH DER ERSATZTEILE<br \/>\nUm die Klinge oder die Feder auszutauschen muss zun\u00e4chst die Innensechskantschraube gel\u00f6st werden. Danach k\u00f6nnen alle Komponenten voneinander getrennt werden, jedoch besteht das Risiko, dass sich die Feder l\u00f6st, wodurch die Verlustgefahr gross ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5366\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261237-1200x900.png\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"900\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261237-1200x900.png 1200w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261237-300x225.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261237-768x576.png 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261237-220x165.png 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<p>Der Zusammenbau der Einzelteile ist aufgrund der Feder ebenso schwierig, da sie gestaucht werden muss und gleichzeitig die anderen Komponenten korrekt positioniert werden m\u00fcssen. Es besteht demnach sowohl bei der Demontage als auch bei der Montage Verlustgefahr der Feder.<\/p>\n<p>Positiv zu vermerken ist die geringe Anzahl an Teilen, wodurch das Objekt sehr \u00fcbersichtlich wirkt. Die Zerlegung und der Zusammenbau werden dadurch vereinfacht.<\/p>\n<p>MECHANISMEN<\/p>\n<p>GETRIEBEMECHANISMUS<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5046\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261076-1200x633.png\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"633\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261076-1200x633.png 1200w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261076-300x158.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261076-768x405.png 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261076-220x116.png 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><br \/>\nIm Folgenden wird unterschieden zwischen dem statischen Griff und dem dynamischen Griff (Rollgriff). Der statische Griff ist mit dem inneren Teil eines Kegelradgetriebesegments versehen, w\u00e4hrend der dynamische Griff \u00fcber den \u00e4usseren Gegenspieler verf\u00fcgt.<\/p>\n<div id=\"attachment_3526\" style=\"width: 266px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3526\" class=\"wp-image-3526 size-full\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Involute_wheel.gif\" alt=\"\" width=\"256\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Involute_wheel.gif 256w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Involute_wheel-220x220.gif 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><p id=\"caption-attachment-3526\" class=\"wp-caption-text\">Evolventenverzahnung Quelle: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zahnrad#Verzahnungsarten, abgerufen am 27.10.2017<\/p><\/div>\n<p>Bei der Verzahnung handelt es sich um eine verj\u00fcngte Evolventenverzahnung. Die Verj\u00fcngung erm\u00f6glicht eine Rotationsbewegung des Rollgriffes, welche der Greifbewegung der menschlichen Hand \u00e4hnlich ist. F\u00fchrt man einen Schnitt aus, so bleibt der statische Griff in Ruhe, w\u00e4hrend der dynamische Griff die Rotation durchf\u00fchrt. Simultan zu dieser Rotationsbewegung schliesst sich die Klinge, da das Zahnradsegment des Rollgriffes mit dem orangefarbenem Kopfst\u00fcck verbunden ist und somit die Bewegung an die antihaftbeschichtete Klinge weitergibt. F\u00fcr die Ausf\u00fchrung dieser Bewegung ist \u2013 auch ohne Geh\u00f6lz zwischen den Klingen &#8211; Kraft von N\u00f6ten, da w\u00e4hrend der Durchf\u00fchrung die Schraubfeder elastisch verformt wird. Dies hat den Vorteil, dass sich die Klinge automatisch wieder \u00f6ffnet, wenn man den Griff wieder l\u00f6st, da die gespannte Schraubenfeder wieder nach dem entspannten Zustand strebt. Der automatisierte \u00d6ffnungsmechanismus wird von einem Endanschlag gestoppt. Als Endanschlag dient hierbei die unbeschichtete Klinge, welche das orange Kopfst\u00fcck blockiert.<\/p>\n<p>ARRETIERUNG<br \/>\nDurch Arretierung werden die Klingen geschlossen gehalten um die Bypass Schere zu sichern. Dadurch wird die Verletzungsgefahr reduziert und ein optimierter Transport erm\u00f6glicht. Die Arretierung erfolgt mit einem Schieber, welcher am statischen Griff angebracht ist. Im geschlossenen Zustand der Klinge wird die Arretierung durchgef\u00fchrt, indem man den Feststeller mit dem rechten Daumen nach vorne (zu den Klingen) schiebt. Der arretierte Zustand wird mittels eines Lock-Symbols, welches im nicht-arretierten Zustand unter dem Schieber verborgen ist, zus\u00e4tzlich visualisiert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4976 size-full\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261145.png\" alt=\"\" width=\"2346\" height=\"2550\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261145.png 2346w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261145-300x326.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261145-1104x1200.png 1104w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261145-768x835.png 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261145-220x239.png 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 2346px) 100vw, 2346px\" \/><\/p>\n<p>Durch einen Blick zwischen die beiden Griffe der Schere wird die Funktion des Schiebers ersichtlich: Es wird bei der Arretierung ein Riegel, der direkt mit dem Schieber verbunden ist, \u00fcber das orange Kopfst\u00fcck geschoben. Aufgrund dieser Verriegelung kann sich die Feder nicht mehr ausdehnen und verharrt im gespannten Zustand.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-5016\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/Animation_Arretierung.gif\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" \/><\/p>\n<p>Bei einer detaillierten Betrachtung der Schere f\u00e4llt auf, dass der Schieber auch in den arretierten Zustand gebracht werden kann, obwohl die Klingen nicht geschlossen sind. F\u00fcr diesen theoretisch ungewollten Zustand wurde folgende L\u00f6sung gew\u00e4hlt: Der Riegel und das orange Kopfst\u00fcck wurden auf einer Seite verrundet, so dass beim Schliessen der Griffe das orange Kopfst\u00fcck \u00fcber den Riegel gleitet und einrastet.<\/p>\n<p>MATERIALIT\u00c4T<\/p>\n<p>Die Klingen der PX92 bestehen beide aus Stahl, wobei die schwarze Schneidklinge zus\u00e4tzlich eine Kunststoffbeschichtung aus PTFE (Polytetrafluorethylen) aufweist. Diese Beschichtung bildet eine sehr glatte Oberfl\u00e4che, wodurch die Reibung reduziert wird. Die Innensechskant-Schraube, welche zur Montage der Klingen dient, besteht ebenfalls aus Stahl. Ein weiteres Element aus Stahl ist die Schraubenfeder, welche vom statischen Griff umgeben ist und somit kaum sichtbar ist.<\/p>\n<p>Alle anderen Elemente der Bypass Schere bestehen aus Kunststoff respektive aus einem Faserverbundwerkstoff. Der orange Teil des statischen Griffes ist gummiert um einen verbesserten Grip zu gew\u00e4hrleisten. Auf dem statischen Griff befindet sich der Recycling-Code 7 (Andere Kunststoffe), wodurch eine pr\u00e4zise Aussage \u00fcber den verwendeten Kunststoff nicht m\u00f6glich ist. Das Material wurde von FISKARS patentiert unter dem Namen\u00a0FiberComp\u00ae (FIBERglass COMPosite, Glasfaser Verbundwerkstoff). Dabei handelt es sich laut Herstellerangaben um eine Vermengung eines Duroplasten mit Glasfasern. Durch die Compoundierung des Kunststoffes mit Glasfasern ergeben sich f\u00fcr das Eigenschaftsprofil des Materials diverse Vorteile, etwa reduzierte Dichte (geringeres Gewicht) und erh\u00f6hte Festigkeit. Des Weiteren bleibt fertigungstechnisch die M\u00f6glichkeit des Spritzgiessens erhalten, wodurch eine kosteng\u00fcnstige Massenproduktion m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>NACHHALTIGKEIT &amp; QUALIT\u00c4T<br \/>\nAufgrund der Verwendung eines Faserverbundwerkstoffes bestehend aus einem Duromer und Glasfasern ist ein zweiter Formgebungsprozess aktuell ausgeschlossen. Die PTFE Beschichtung auf der Klinge stellt f\u00fcr die Rezyklierung ebenfalls ein Problem dar, da die spezialisierten Anlagen f\u00fcr die Wiederverwertung keinen hohen Verbreitungsgrad haben. Lediglich die unbehandelten metallischen Komponenten der Schere k\u00f6nnten wieder eingeschmolzen werden. Alle anderen Bestandteile der Schere werden bestenfalls thermisch verwertet oder werden (im schlechteren Fall) deponiert.<\/p>\n<p>Theoretisch k\u00f6nnte man die Nutzung solcher schwer rezyklierbaren Materialien rechtfertigen, wenn die Lebensdauer des Produktes ausserordentlich hoch w\u00e4re. Jedoch kam es bereits nach kurzer Zeit des Gebrauchs der Schere zu ersten Abnutzungserscheinungen: Da die unbehandelte Stahlklinge als Endanschlag f\u00fcr das orange Kopfst\u00fcck dient, kommt es\u00a0 bei jeder vollst\u00e4ndigen \u00d6ffnung der Schere zu Verschleisserscheinungen des Faserverbundwerkstoffes. Des Weiteren besteht das Innengewinde f\u00fcr die Innensechskantschraube ebenfalls aus dem Faserverbundwerkstoff was sich mit hoher Wahrscheinlichkeit negativ auf die Lebensdauer des Produkts auswirkt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5060\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261158-1200x505.png\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"505\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261158-1200x505.png 1200w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261158-300x126.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261158-768x323.png 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261158-220x93.png 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<p>Positiv ist bez\u00fcglich Nachhaltigkeit die M\u00f6glichkeit der Bestellung von Ersatzteilen zu nennen, jedoch sind nur Ersatzklingen und Ersatzfedern vom Hersteller erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich der Qualit\u00e4t wirken sich noch weitere kleinere Faktoren negativ aus: Der Schieber f\u00fcr die Arretierung hat im offenen Zustand zu viel Spiel und wirkt dadurch instabil. Die gleiche Problematik zeigt sich beim Rollgriff im arretierten Zustand.<\/p>\n<p>Als weiteres Qualit\u00e4tskriterium wurde die Sichtbarkeit des Schmiermittels im Getriebe genannt. Jedoch kam es hier zu divergierenden Meinungen, da es von einigen Personen als un\u00e4sthetisch wahrgenommen wurde, w\u00e4hrend andere es als funktional und damit qualitativ hochwertig empfanden. Um hier eine Schlussfolgerung zu erm\u00f6glichen w\u00e4re ein h\u00f6herer Stichprobenumfang n\u00f6tig.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5056\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261152-1200x741.png\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"741\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261152-1200x741.png 1200w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261152-300x185.png 300w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261152-768x474.png 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261152-220x136.png 220w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/files\/2017\/10\/PA261152.png 1526w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<p>SICHERHEIT<br \/>\nDie PX92 hat, wie alle anderen getesteten Gartenscheren, offene und spitz zulaufende Klingen. Es ist &#8211; abgesehen von der Arretierung &#8211; kein Schutz vorhanden, der die Verletzungsgefahr reduzieren w\u00fcrde. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnte man sich theoretisch bei der Arbeit mit der Schere die Finger im Getriebemechanismus einklemmen, jedoch wird dieses Risiko als sehr gering eingesch\u00e4tzt, da keine Testperson dies bem\u00e4ngelte.<\/p>\n<p><em>Anmerkung: <\/em><br \/>\n<em>Alle Fotografien wurden von der Autorin aufgenommen, ausser wenn in der Bildunterschrift anders vermerkt.\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SPEZIFIKATIONEN KONTEXT Die Bypass Schere PX92 ist ein Produkt der finnischen Firma FISKARS. Dieses Unternehmen besteht bereits seit dem Jahr 1649 und ist somit eines der \u00e4ltesten Unternehmen der westlichen Welt. FISKARS wandelte sich von einem Eisenunternehmen zu einer modernen<span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span> <span class=\"read-more\"><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/2017\/10\/24\/2884\/\">Read more &#8250;<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":3453,"featured_media":3360,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2884","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2884","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3453"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2884"}],"version-history":[{"count":96,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2884\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7349,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2884\/revisions\/7349"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2884"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2884"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/produktanalyse\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2884"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}