{"id":594,"date":"2011-11-30T12:35:17","date_gmt":"2011-11-30T12:35:17","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/reokkupation\/?page_id=594"},"modified":"2011-12-07T13:39:41","modified_gmt":"2011-12-07T13:39:41","slug":"aktionen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/reokkupation\/aktionen\/","title":{"rendered":"Aktionen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Performative Recherche im Stadtraum Z\u00fcrich zu der Frage \u201eWas is(s)t Z\u00fcrich?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>In der Woche vom 19. zum 23. September 2011 haben wir an verschiedenen Pl\u00e4tzen in Z\u00fcrich &#8211; in der Seefeldstrasse, am Marktplatz in \u00d6rlikon, am Bahnhof Wiedikon, in der Langstrasse und am Z\u00fcghusplatz &#8211; einen Ort kreiert, der zum Verweilen einl\u00e4dt, an dem wir eine Suppe gegen ein Gespr\u00e4ch getauscht haben, um mit den Menschen \u00fcber ihre Stadt zu diskutieren und nach Rezepten f\u00fcr Z\u00fcrich zu forschen.<\/p>\n<p>Zwischen 12 und vierzehn Uhr haben wir an einem typischen Z\u00fcrcher Marktstand zu Tisch gebeten und Suppe und Brot gereicht, w\u00e4hrend die Mittagstischteilnehmer mit Frank Rieniets dar\u00fcber diskutiert haben, ob Z\u00fcrich mit Konfekt, Haute Cuisine oder Sushi zu vergleichen sei, ob man es mit den Begriffen Ratatouille oder Tutti Frutti beschreiben k\u00f6nne oder doch eher eine Fastenkur mit Brot und Wasser anzuraten w\u00e4re. Tim Rieniets hat diese Gespr\u00e4che direkt live in visuelle Maps \u00fcber die Beschaffenheit Z\u00fcrichs transformiert. Zeitgleich hat Imanuel Schipper in Zweiergespr\u00e4chen die vorbeikommenden Passanten \u00fcber Z\u00fcrich interviewt und die Rezepte der B\u00fcrger auf Video archiviert.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p><strong>Pr\u00e4sentation der Forschungsergebnisse im Rahmen der Stadtinstallation \u201eAlles muss Weg \u2013 9 Tage urbaner Ausverkauf\u201c im Schiffbau<\/strong><\/p>\n<p>Eine Woche sp\u00e4ter haben wir die Erfahrungen und Erlebnisse von unserer performativen Stadtraumforschung \u201eWas is(s)t Z\u00fcrich?\u201c im Rahmen der Stadtinstallation \u201eAlles muss raus &#8211; 9 Tage urbaner Ausverkauf\u201c im Schiffbau des Schauspielhauses Z\u00fcrich als performative Marktinstallation pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>An vier verschiedenen St\u00e4nden konnten die Besucher am 29.9.2011 die in der vorigen Woche gesammeltem Rezepte in einem Rundlauf erleben: So wurden an einem Stand Sushi, Ratatouille, Konfekt, Brot, Berliner und Quartiergeist verk\u00f6stigt, an einem anderen das Gespr\u00e4chsformat der Mittagstische live miterlebt, am dritten ein eigener Beitrag zum Videoarchiv erstellt und an einem vierten die visuellen Maps der gesammelten Rezepturen diskursiv rezipiert. Zwischen jeder Runde haben sich Z\u00fcrich-Experten aus verschiedenen Disziplinen \u00e0 la speaker\u2018s corner auf ein Podest in der Mitte der kreisf\u00f6rmig angeordneten Marktst\u00e4nde geschwungen und Input in den \u00f6ffentlichen Raum gegeben: Meret Schlegel (Choreografin, Tanzhaus Z\u00fcrich) hat \u00fcber die Frage nachgedacht, wie sich Z\u00fcrich bewegt, Clemens Bellut (Philosoph, ZHdK), wie sich Z\u00fcrich andenken l\u00e4sst, Lino Sibelius (Leiter Haus der Farben), welche Farbe Z\u00fcrich hat, Jens Badura (Philosoph, ZHdK), was Z\u00fcrich ist, Simon Keller (Projektleiter f\u00fcr gesamtst\u00e4dtische Strategien im Team Stadt- und Quartiersentwicklung der Stadt Z\u00fcrich), was Z\u00fcrich sein k\u00f6nnte und Ray Herlitz (Gastronom), was Z\u00fcrich speist. Gemeinsam haben wir am Ende des Rundlaufs die auf Video archivierten Rezept angesehen.<\/p>\n<p><strong>N\u00e4chtliche Forschungssalons begleitend zum Festival Ciudades Paralelas<\/strong><\/p>\n<p>An sieben Abenden fanden im Festivalzentrum im Schiffbau Forschungssalons und \u00f6ffentliche Gespr\u00e4che statt. G\u00e4ste aus der Wissenschaft und Kultur trafen auf die K\u00fcnstler von Ciudades Paralelas, tauschten ihre Eindr\u00fccke und Gedanken zu den eben besuchten Orten aus und er\u00f6rterten diese spezielle Form der Theatervorstellung.<\/p>\n<p>24.6. Lukas B\u00e4rfuss (Autor, Schauspielhaus Z\u00fcrich) und Nikolaus M\u00fcller-Sch\u00f6ll (Theaterwissenschaftler, Uni Hamburg) sprechen mit Mariano Pensotti und Ligna<br \/>\n25.6. Martin Burckhardt (Philosoph, Berlin) und Christopher Dell (Musiker und Improvisationstheoretiker, Darmstadt) sprechen mit Christian Garcia<br \/>\n27.6. Andres Bosshard (Klangforscher und -komponist, Z\u00fcruch) und Philip Ursprung (Kunsthistoriker, ETH) sprechen mit Ant Hampton<br \/>\n28.6. Christopher Henning (Philosoph, Uni St. Gallen) und Clemens Bellut (Philosoph, ZHdK) sprechen mit Gerardo Naumann<br \/>\n29.6. Jens Badura (Philosoph, ZHdK) und Angeli Janhsen (Kunsthistorikerin, Uni Freiburg) sprechen mit Ligna und Lola Arias<br \/>\n30.6. Georg Christoph Tholen (Medien- und Kunstwissenschaftler, Uni Basel) und Patrick Primavesi (Theaterwissenschaftler, Uni Leipzig) sprechen mit Dominic Huber<br \/>\n1.7. Miriam Drewes (Theaterwissenschaftlerin, LMU, M\u00fcnchen) spricht mit Stefan Kaegi<\/p>\n<p><strong>Interdisziplin\u00e4rer Workshop<\/strong><\/p>\n<p>Einen Workshop f\u00fcr Studierende der ETH und ZHdK aus verschiedenen Fachrichtungen boten Tim Rieniets und Gabriela Muri f\u00fcr das Sommersemester 2011 an, der die Studierenden darauf vorbereiten sollte, an ausgew\u00e4hlten Stadtraum-Interventionen von Ciudades Paralelas mittels empirischer Forschungsmethoden Informationen zu sammeln, um Fragen zu beantworten wie: K\u00f6nnten Stadtraum-Interventionen gezielt eingesetzt werden, um \u00f6ffentliche R\u00e4ume in der Stadt aufzuwerten? Welche Interventionen w\u00e4ren am besten daf\u00fcr geeignet? Und wie m\u00fcssten st\u00e4dtische oder architektonische R\u00e4ume beschaffen sein, damit diese Interventionen ihre Wirkung entfalten k\u00f6nnen?<\/p>\n<p><strong>Laboratorium Szenografie<\/strong><\/p>\n<p>\u201eRem Koolhaas &amp; Bernhard Tschumi. A Conversation moderated by Stephan Tr\u00fcby with an introduction by Marc Ang\u00e9lil and Philip Ursprung.\u201c So der Titel des von Stephan Tr\u00fcby moderierten Gespr\u00e4ches zwischen den zwei Ikonen des performative turns in der Architektur.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag diskutierten wir in einem Workshop innerhalb des MAS Spatial Design (ZHdK) mit Impulsreferaten von Imanuel Schipper (Projektleiter Re\/Okkupation), <a href=\"http:\/\/www.gta.arch.ethz.ch\/staff\/anne-kockelkorn\/curriculum-vitae-en\">Anne Kockelkorn<\/a> (gta\/ETH), <a href=\"http:\/\/sublimeflesh.blogspot.com\/2005\/03\/hannes-mayer.html\">Hannes Mayer<\/a> (Archithese) und Johanna Dangel (wissenschaftliche Mitarbeiterin Re\/Okkupation) zu site-specific theater und performative turn.<a class=\"shutterset_\" title=\"Z\u00fcrich Seefeld, 19.9.2011\" href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/reokkupation\/wp-content\/blogs.dir\/327\/files\/was-isst-zurich\/dsc0062-kopie.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/reokkupation\/wp-content\/blogs.dir\/327\/files\/was-isst-zurich\/thumbs\/thumbs_dsc0062-kopie.jpg\" alt=\"dsc0062-kopie\" \/><\/a><a class=\"shutterset_\" title=\"Z\u00fcrich Seefeld, 19.9.2011 Mindmap\" href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/reokkupation\/wp-content\/blogs.dir\/327\/files\/was-isst-zurich\/dsc0067-kopie.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/reokkupation\/wp-content\/blogs.dir\/327\/files\/was-isst-zurich\/thumbs\/thumbs_dsc0067-kopie.jpg\" alt=\"dsc0067-kopie\" \/><\/a><a class=\"shutterset_\" title=\"Z\u00fcrich Seefeld, 19.9.2011 Mindmap\" href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/reokkupation\/wp-content\/blogs.dir\/327\/files\/was-isst-zurich\/dsc0024-kopie.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/reokkupation\/wp-content\/blogs.dir\/327\/files\/was-isst-zurich\/thumbs\/thumbs_dsc0024-kopie.jpg\" alt=\"dsc0024-kopie\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Performative Recherche im Stadtraum Z\u00fcrich zu der Frage \u201eWas is(s)t Z\u00fcrich?\u201c In der Woche vom 19. zum 23. 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