{"id":1003,"date":"2018-02-09T15:51:27","date_gmt":"2018-02-09T15:51:27","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/revisit\/?p=1003"},"modified":"2021-05-06T10:06:17","modified_gmt":"2021-05-06T10:06:17","slug":"teaching-experiments","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/revisit\/teaching-experiments\/","title":{"rendered":"Teaching Experiments"},"content":{"rendered":"<p><strong>Montag, 14. Mai, 14 Uhr bis Freitag, 18. Mai 2018, 17 Uhr<\/strong><\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong><strong>Teaching Experiments \u2013 Lernprozesse als transformative Praxis.<br \/>\n<\/strong>Workshop-Blockwoche mit \u00f6ffentlichen Vortr\u00e4gen<\/p>\n<p>Anmeldung zu den Workshops unter:<br \/>\n<a href=\"mailto:gabrielle.schaad@zhdk.ch\">gabrielle.schaad@zhdk.ch<\/a>, <a href=\"mailto:mail@sandraoehy.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mail@sandraoehy.com<\/a><\/p>\n<p><strong>Mitwirkende:<\/strong><br \/>\n<strong><a href=\"http:\/\/ciriacidislehnerer.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Savvas Ciriacidis<\/a> <\/strong>(Architekt, Dozent HSLU, Z\u00fcrich)<br \/>\n<strong><a href=\"https:\/\/www.zhdk.ch\/person\/165942\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anne Gruber<\/a><\/strong> (Kunstp\u00e4dagogin \/ Wiss. Mitarbeiterin im Forschungsprojekt \u00abKalk\u00fcl und Kontingenz\u00bb am IAE ZHdK, Z\u00fcrich)<br \/>\n<strong><a href=\"https:\/\/biennials.ch\/home\/ProjectDetail.aspx?ProjectId=23\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lea Grunder<\/a><\/strong> (Architektin, Co-Teamleiterin Schweizer Pavillon Venedig 2016, Z\u00fcrich) &amp;<a href=\"https:\/\/biennials.ch\/home\/ProjectDetail.aspx?ProjectId=23\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Christian Kerez<\/a> (Professor f\u00fcr Architektur und Entwurf, ETH Z\u00fcrich, Berlin)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=jj5ijjqTD2o\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Raphael Hefti<\/strong><\/a> (K\u00fcnstler, Z\u00fcrich und London)<br \/>\n<strong><a href=\"https:\/\/www.gta.arch.ethz.ch\/personen\/tim-klauser\/curriculum\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tim Klauser<\/a><\/strong> (Architekt, Institut f\u00fcr Geschichte und Theorie der Architektur, ETH Z\u00fcrich, K\u00f6ln und Z\u00fcrich)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.williamforsythe.com\/installations.html?&amp;no_cache=1&amp;detail=1&amp;uid=66\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Julian Richter<\/strong><\/a> (Studio Director William Forsythe \/ Choreographic Objects, Frankfurt)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.goethe.de\/de\/uun\/auf\/tut.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Susanne Traub<\/strong><\/a> (Leiterin Tanz und Performance,Stv. Leiterin Bereich Tanz und Theater, Goethe-Institut Zentrale, M\u00fcnchen)<\/p>\n<p><strong>Das Programm:<\/strong><\/p>\n<p><em>MONTAG, 14. MAI<\/em><br \/>\n<strong>14\u201316 Uhr Einf\u00fchrung \u00abTeaching Experiments \u2013 Performing Textures\u00bb<\/strong> mit Gabrielle Schaad und Sandra Oehy<br \/>\nOrt: Museum f\u00fcr Gestaltung Z\u00fcrich \/ Schaudepot \/ Vermittlungsraum<\/p>\n<p><em>DIENSTAG, 15. MAI<\/em><br \/>\n<strong>9\u201313 Uhr \u00abPerforming Infrastructure \u2013 Camping mit Tim\u00bb: Workshop mit Tim Klauser<\/strong><br \/>\nDie Stadt als Haus, das Haus als Stadt, das TONI als Stadt der tausend Planeten und R\u00e4ume. Mit einer performativen Expedition durch den Unterbau des Tonis erwandern wir dessen Infrastrukturzonen, die uns miteinander verbinden und die Logistik des allt\u00e4glichen Lebens beherrschen.<br \/>\nTreffpunkt zum Start: Museum f\u00fcr Gestaltung Z\u00fcrich \/ Schaudepot \/ Vermittlungsraum<br \/>\n<strong>14\u201316 Uhr \u00abPerforming Contingency\u00bb : Workshop mit Anne Gruber<\/strong><br \/>\nIm Workshop wird anhand von Erfahrungsberichten aus dem Forschungsprojekt \u00abKalk\u00fcl und Kontingenz\u00bb darauf eingegangen, welche Konsequenzen sich mit diesem Bildungsverst\u00e4ndnis f\u00fcr die kunstp\u00e4dagogische Arbeit ergeben k\u00f6nnen und in welchem Zusammenhang \u201aUnterricht\u2018 und \u201aExperiment\u2018 dabei stehen. Dazu werden Methoden aus der Praxisforschung vorgestellt und ausprobiert, mit denen sich eine Aufmerksamkeit f\u00fcr \u201aDifferenzen\u2019 innerhalb eines Experiments entwickeln kann.<br \/>\nOrt: Museum f\u00fcr Gestaltung Z\u00fcrich \/ Schaudepot \/ Vermittlungsraum<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline\"><strong>16\u201317 Uhr Pr\u00e4sentation und offener Roundtable<\/strong> <\/span><br \/>\n\u00abScores and Contingency\u00bb von und mit <strong>Anne Gruber<\/strong> (Kunstp\u00e4dagogin \/ Wiss. Mitarbeiterin im Forschungsprojekt \u00abKalk\u00fcl und Kontingenz\u00bb am IAE, ZHdK, Z\u00fcrich)<br \/>\nWelche Konsequenzen ergeben sich f\u00fcr das Unterrichten und das Lernen, wenn wir davon ausgehen, dass Bildungsprozesse unverf\u00fcgbar und nicht planbar sind?<br \/>\nOrt: Museum f\u00fcr Gestaltung Z\u00fcrich \/ Schaudepot \/ Raum Design Studio Prozesse<\/p>\n<p><em>MITTWOCH, 16. MAI<\/em><br \/>\n<strong>9\u201313 Uhr \u00abPerforming Incident\u00bb: Workshop mit Lea Grunder<\/strong><br \/>\nLea Grunders und Christian Kerez\u2019 gemeinsame Experimente werfen folgende Fragen auf: Wie \u00fcberlagern sich Zufall, Gestaltungswille und physikalische Verhaltensweisen von Materialien so, dass sie keine eindeutige Referenz mehr zulassen? Wie entwerfe ich einen komplexen architektonischen Raum, den ich selber nicht mehr interpretieren kann? Auf der Suche nach \u00abincidental space\u00bb arbeiten wir mit verschiedensten Materialien, Masst\u00e4ben und Techniken, um unsere Vorstellung von Raum zugleich zu weiten und zu sch\u00e4rfen.<br \/>\nOrt: Museum f\u00fcr Gestaltung Z\u00fcrich \/ Schaudepot \/ Vermittlungsraum<br \/>\n<strong>14\u201317 Uhr \u00abPerforming Choreographic Objects\u00bb: Workshop mit Julian Richter<\/strong><br \/>\nRichter realisiert seit 2003 die \u00abChoreographischen Objekte\u00bb von William Forsythe. Die Arbeiten entstehen f\u00fcr Museen, Skulpturenparks, Biennalen; in White Cube R\u00e4umen, Fabrikhallen und im \u00f6ffentlichen Raum. Der Workshop untersucht Aufgabe, Prozess und Resultat bei der Entstehung der Werke.<br \/>\nOrt: Museum f\u00fcr Gestaltung Z\u00fcrich \/ Schaudepot \/ Vermittlungsraum<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>17\u201319 Uhr \u00f6ffentliche Abendvortr\u00e4ge und Diskussion<\/strong><\/span><br \/>\n17:00 \u2013 17:25 Uhr \u00abIncidental Space\u00bb mit <strong>Lea Grunder<\/strong> (Architektin, Co-Teamleiterin Schweizer Pavillon, Architekturbiennale Venedig 2016, Z\u00fcrich) &amp; <strong>Christian Kerez<\/strong> (Professor f\u00fcr Architektur und Entwurf, ETH Z\u00fcrich)<br \/>\n17:30 \u2013 17:55 Uhr \u00abNon-Thinking Bodies\u00bb von<strong> Julian Gabriel Richte<\/strong>r (Studio Director William Forsythe \/ Choreographic Objects, Frankfurt)<br \/>\n18:00 \u2013 18:25 Uhr \u00abPerforming Architecture\u00bb von <strong>Susanne Traub<\/strong> (Leiterin Tanz und Performance, Stv. Leiterin Bereich Tanz und Theater, Goethe-Institut Zentrale, M\u00fcnchen)<br \/>\n18:30 \u2013 19:00 Uhr <strong>Schlussdiskussion moderiert von Sandra Oehy<\/strong><br \/>\nOrt: Museum f\u00fcr Gestaltung Z\u00fcrich \/ Schaudepot \/ Raum Design Studio Prozesse<\/p>\n<p><em>DONNERSTAG, 17. MAI<\/em><br \/>\n<strong>9\u201316 Uhr \u00abPerforming Ready-Mades\u00bb: Workshop mit Savvas Ciriacidis<\/strong><br \/>\nNichts fordert die Autorschaft mehr heraus und stellt den damit verbundenen kreativen Prozess fundamentaler in Frage als das Ready-Made. Wir besch\u00e4ftigen uns mit der Idee des Ready-Made bezogen auf die Architektur.<br \/>\n(Mittagspause irgendwann dazwischen)<br \/>\nOrt: Museum f\u00fcr Gestaltung Z\u00fcrich \/ Schaudepot \/ Vermittlungsraum<br \/>\n<strong>14\u201318 Uhr Zusammenschluss mit Workshop \u00abPerforming Incident\u00bb<\/strong> mit <strong>Lea Grunder <\/strong>(Fortsetzung Mittwoch Morgen)<br \/>\nOrt: Museum f\u00fcr Gestaltung Z\u00fcrich \/ Schaudepot \/ Vermittlungsraum<\/p>\n<p><em>FREITAG, 18. MAI<\/em><br \/>\n<strong>9\u201313 Uhr \u00abPerforming Acoustics and Optics\u00bb: Workshop mit Raphael Hefti<\/strong><br \/>\nDer K\u00fcnstler nimmt die Teilnehmer mit auf eine Reise ins Auge. Im spektakul\u00e4ren Orgelraum des Toni-Areals treffen die Instrumente des Optikers auf meditative \u00dcbung des Organisten. Gemeinsam mit einem Augenspezialisten erkunden wir Apparaturen der Wahrnehmung.<br \/>\nOrt: Toni-Areal, Orgelsaal (Konzertsaal 2), ZT 7.K06<br \/>\n<strong>14\u201316 Uhr Abschluss Fanzine-Produktion<\/strong><br \/>\nOrt: Museum f\u00fcr Gestaltung Z\u00fcrich \/ Schaudepot \/ Vermittlungsraum<br \/>\n<strong>17 Uhr Vernissage Fanzine<\/strong><br \/>\nOrt: Eingangshalle Toni-Areal \u00abTeaching Experiments\u00bb Ausstellungs-Booth<\/p>\n<p><strong>Kontakt &amp; Information:<\/strong><br \/>\n<a href=\"mailto:mail@sandraoehy.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mail@sandraoehy.com<\/a><br \/>\n<a href=\"mailto:gabrielle.schaad@zhdk.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gabrielle.schaad@zhdk.ch<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Organisiert von Gabrielle Schaad und Sandra Oehy<br \/>\nDKM, BA Kunst &amp; Medien<\/p>\n<hr>\n<p><strong>Teaching Experiments \u2013<\/strong> <strong>Lernprozess als transformative Praxis<br \/>\n<\/strong>Dieses Format bringt Studierende aus der gesamten Hochschule und externe G\u00e4ste w\u00e4hrend einer Woche zu jeweils halb- bis ganzt\u00e4tigen Workshops zusammen. Wir erproben verschiedene Lehr- und Lernhaltungen, um sie in ihrem institutionellen Rahmen kritisch zu diskutieren.<\/p>\n<p><strong>Julian Gabriel Richter<br \/>\n<\/strong>realisiert seit 2003 die&nbsp;Choreographischen Objekte&nbsp;von William Forsythe. Die Arbeiten entstehen f\u00fcr Museen, Skulpturenparks, Biennalen; in White Cube R\u00e4umen, Fabrikhallen und im \u00f6ffentlichen Raum. Der Workshop untersucht Aufgabe, Prozess und Resultat bei der Entstehung der Werke. Die Keynote besch\u00e4ftigt sich mit aktivem Nichtdenken und der Rolle des K\u00f6rpers bei der Produktion und Installation der&nbsp;Choreographischen Objekte.<\/p>\n<p><strong>Anne Gruber<br \/>\n<\/strong>Transformative Bildungstheorien gehen davon aus, dass Lernprozesse vor allem dann erm\u00f6glicht werden k\u00f6nnen, wenn Routinen des Wahrnehmens, Denkens&nbsp;und Handelns irritiert und unterbrochen werden \u2013 also in Momenten, in denen eine Differenz zu dem Bekannten und Erwarteten entsteht. Solche Prozesse entziehen sich jedoch der Planbarkeit und&nbsp;lassen sich nur schwer steuern. Welchen Zusammenhang gibt es zwischen dieser Vorstellung von \u201aLernen\u2018 und m\u00f6glichen \u201aErkenntnissen\u2019 innerhalb des verbreiteten Begriffs der \u201ak\u00fcnstlerischen Forschung\u2018?&nbsp;Im Workshop wird anhand von Erfahrungsberichten aus dem Forschungsprojekt \u201aKalk\u00fcl und Kontingenz\u2018 darauf eingegangen, welche Konsequenzen sich mit&nbsp; diesem&nbsp;Bildungsverst\u00e4ndnis f\u00fcr die kunstp\u00e4dagogische Arbeit ergeben k\u00f6nnen und in welchem Zusammenhang \u201aUnterricht\u2018 und \u201aExperiment\u2018 dabei stehen. Dazu werden Methoden aus der Praxisforschung&nbsp;vorgestellt und ausprobiert, mit denen sich eine Aufmerksamkeit f\u00fcr&nbsp;\u201aDifferenzen\u2019 innerhalb eines Experiments entwickeln kann.<\/p>\n<p><strong>Raphel Hefti<br \/>\n<\/strong>nimmt die Teilnehmer mit auf eine Reise ins Auge. Im spektakul\u00e4ren Orgelraum des Toni-Areals treffen die Instrumente des Optikers auf meditative \u00dcbung des Organisten. Gemeinsam erkunden wir Apparaturen der Wahrnehmung.<\/p>\n<p><strong>Tim Klauser<\/strong><br \/>\nDie Stadt als Haus, das Haus als Stadt, das TONI als Stadt der tausend Planeten und R\u00e4ume. Mit einer performativen Expedition durch den Unterbau des Tonis erwandern wir dessen Infrastrukturzonen die uns&nbsp;miteinander verbinden und die Logistik des allt\u00e4glichen Lebens beherrschen. Wir bewegen uns rhythmisch zwischen den verborgenen Zonen der Abfall-, Luft-, Elektrizit\u00e4ts-, Wasser-, Daten- und&nbsp;Wohnraumversorgung, zirkulieren im \u00d6kosystem des Tonis durch dessen Netzwerk aus Erschlie\u00dfungsstr\u00e4ngen und Aufweitungen, und k\u00f6nnen schlie\u00dflich anhand der Infrastruktur, welche weder abgeschlossen ist&nbsp;noch Objektcharakter besitzt, eine alternative Stadtgeschichte erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p><strong>Savvas Ciriacidis \/ Alex Lehnerer \/ Susanne Traub<br \/>\n<\/strong>Nichts fordert die Autorschaft mehr heraus und stellt den damit verbundenen kreativen Prozess fundamentaler in Frage als das Ready-Made. Wir besch\u00e4ftigen uns mit der Idee des Ready-Made bezogen auf die Architektur.<\/p>\n<p><strong>Armin Linke&nbsp;<\/strong>m\u00f6chte unbedingt dabei sein, weiss aber erst kurz vor Workshopbeginn, ob er zum Aufbau nach Venedig muss.<\/p>\n<p><strong>Lea Grunder \/ Christian Kerez<br \/>\n<\/strong>In Grunders und Kerez\u2019s Experiment wird folgenden Fragen nachgegangen:<br \/>\nWie \u00fcberlagern sich Zufall, Gestaltungswille und physikalische Verhaltensweisen von Materialien so, dass sie keine eindeutige Referenz mehr zulassen? Wie entwerfe ich einen komplexen architektonischen Raum, den ich selber nicht mehr interpretieren kann? Auf der Suche nach incidental space arbeiten wir mit verschiedensten Materialien, Masst\u00e4ben und Techniken, um unsere Vorstellung von Raum zugleich zu weiten und zu sch\u00e4rfen. Die Keynote stellt die Grundfragen des Workshops in einen gr\u00f6sseren Kontext.<\/p>\n<p><strong>Gabrielle Schaad<\/strong> (*1982) ist freie Kunstkritikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im BA Kunst &amp; Medien an der ZHdK sowie an der Gastdozentur f\u00fcr Architekturtheorie der ETH Z\u00fcrich. Ihre Forschung betrifft Repr\u00e4sentationskritik, transkulturelle Bewegungen und performative Praxen im Widerstreit zwischen Kunst, Architektur und Technologie.<\/p>\n<p><strong>Sandra Oehy<\/strong> (*1984) arbeitet als Ausstellungsmacherin seit mehreren Jahren an Projekten an den Schnittstellen von Praxis und Theorie im Bereich von Kunst und Architektur. 2016 kuratierte sie \u00bbIncidental Space\u00ab, ein Projekt mit dem Architekten Christian Kerez f\u00fcr den Schweizer Pavillon der Architektur-Biennale Venedig.<br \/>\nDie G\u00e4ste: Anne Gruber (Kunstp\u00e4dagogin \/ Wiss. Mitarbeiterin im Forschungsprojekt \u00bbKalk\u00fcl u. Kontingenz\u00ab am IAE ZHdK, Z\u00fcrich), Lea Grunder (Architektin, Co-Projektleiterin Bau Schweizer Pavillon Venedig 2016, Z\u00fcrich) &amp; Christian Kerez (Professor f\u00fcr Architektur und Entwurf, ETH Z\u00fcrich), Raphael Hefti (K\u00fcnstler, Z\u00fcrich und London); Savvas Ciriacidis (Architekt, Dozent HSLU) &amp; Alex Lehnerer (Assistenzprofessor f\u00fcr Architektur und Stadtentwicklung, ETH Z\u00fcrich, Z\u00fcrich); Armin Linke (Fotograf, Mailand und Berlin); Tim Klauser (Architekt, Institut f\u00fcr Geschichte und Theorie der Architektur, ETH Z\u00fcrich, K\u00f6ln und Z\u00fcrich); Julian Gabriel Richter (Direktor Produktion William Forsythe Choreographic Objects, Frankfurt); Susanne Traub (Leiterin Theater und Tanz, Goethe-Institut Zentrale, M\u00fcnchen).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1681\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/revisit\/files\/2018\/02\/ChoreographischeObjekte-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/revisit\/files\/2018\/02\/ChoreographischeObjekte-200x300.jpg 200w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/revisit\/files\/2018\/02\/ChoreographischeObjekte-768x1152.jpg 768w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/revisit\/files\/2018\/02\/ChoreographischeObjekte-683x1024.jpg 683w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/revisit\/files\/2018\/02\/ChoreographischeObjekte-1140x1710.jpg 1140w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/revisit\/files\/2018\/02\/ChoreographischeObjekte-552x828.jpg 552w, https:\/\/blog.zhdk.ch\/revisit\/files\/2018\/02\/ChoreographischeObjekte.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/p>\n<p>Julian Gabriel Richter realisiert seit 2003 die <em>Choreographischen Objekte<\/em> von William Forsythe. \/ Photo: Dominik Mentzos<\/p>\n<hr>\n<p>Das Black Mountain College (BMC 1933\u20131957) wurde durch unterschiedlichste Figuren gepr\u00e4gt. In der Vielfalt ihrer Haltungen, Angebote und sich wandelnden Methoden lag die Konsistenz des Unterrichts. Trotzdem wird vereinfachend zwischen den Phasen \u00bbart as experience\u00ab (1933\u20131945), \u00bbart as experiment\u00ab (1945\u201349) und \u00bbart as enactment\u00ab (1949\u20131957) unterschieden. Als \u00bbcollege\u00ab nicht prim\u00e4r auf die Ausbildung von K\u00fcnstlerInnen spezialisiert, standen am BMC im Rahmen einer erweiterten Bildung Begegnungen zwischen unterschiedlichen Wissens- und Erfahrungsfeldern im Zentrum.<\/p>\n<p>Josef Albers als einer der Gr\u00fcnderv\u00e4ter der Schule vertrat eine mehr oder weniger autorit\u00e4re Linie, wobei er von einer P\u00e4dagogik des Lernens anstelle der P\u00e4dagogik des Lehrens ausging: Experimente mit klarer Aufgabenstellung nutzte er in Lehre und eigener Praxis zur Produktion von Variationen um die Wahrnehmung zu sch\u00e4rfen. Die sinnliche Erfahrung von Materialit\u00e4t und Umwelt stand am Ausgangspunkt zu weiterf\u00fchrenden technischen wie methodischen Studien von 1933 bis 1945. Mit der Ankunft von John Cage, Merce Cunningham und Richard Buckminster Fuller r\u00fcckten von 1945 bis 1949 zeitbasierter Prozess, iterative Transformation und das Format des Experiments unbekanntem Ausgang ins Zentrum der holistischen Bildung. Nach dem Krieg forcierte Charles Olson als neuer Direktor der Schule das Gespr\u00e4ch in der Gemeinschaft und die Rolle des performativen \u00bbenactments\u00ab ins Zentrum. Kunst sollte nicht beschreiben, sondern auff\u00fchren.<\/p>\n<p>Das gemeinschaftliche Lernformat geht der Frage nach, wie K\u00fcnstler*innen und andere Praktiker*innen diese Forderungen in ihre aktuellen Praxis integriert oder abweichend weiterentwickelt haben. Inwiefern werden Vermittlung und Lehre dabei auch als ein substantieller Teil der (eigenen) k\u00fcnstlerischen oder entwerfenden Praxis verstanden? Dieses Format bringt Studierende aus dem Departement Kunst &amp; Medien mit Studierenden aus der gesamten Hochschule und externen G\u00e4sten w\u00e4hrend einer Woche zu jeweils halb- bis ganzt\u00e4tigen Workshops zusammen. Wir werden in diesem Rahmen vielseitige Zug\u00e4nge zwischen Kunst, Tanz, Architektur und Gesellschaft erproben. So begleiten wir den Architekten Tim Klauser auf eine Expedition in den Untergrund des Tonis. Mit der Kunstp\u00e4dagogin Anne Gruber bewegen wir uns im Spannungsfeld von Kalk\u00fcl und Kontingenz, mit Julian Richter tauschen wir uns \u00fcber aktives Nichtdenken und die Rolle des K\u00f6rpers bei der Produktion und Installation von Choreographischen Objekten aus. Lea Grunder l\u00e4sst uns einen architektonischen Raum suchen, der keine eindeutige Referenz zul\u00e4sst, und Susanne Traub und Savvas Ciriacidis beziehen mit &#8222;Performing Architecture&#8220; das Ready-Made auf die Architektur. Schliesslich entf\u00fchrt uns Raphael Hefti am Ende der Woche auf eine Reise ins Auge. Die Instrumente eines Optikers treffen auf meditative \u00dcbung des Organisten. Gemeinsam erkunden wir Apparaturen der Wahrnehmung.<\/p>\n<p>Das wiederholte Zusammentreffen mit unterschiedlichen Akteur*innen aus dem Feld der Kulturproduktion, unsere geteilte Aktivit\u00e4t und die Reflexion dieses gemeinsamen Prozesses dokumentieren wir fortlaufend in Form eines zum Schluss der Veranstaltung aufgelegten Fanzines. Die Studierenden \u00fcbernehmen Sitzungsverantwortung f\u00fcr G\u00e4ste nach Wahl. Die Veranstaltung bringt daher nicht nur praktische Einsichten, sondern wirft auch Schlaglichter auf Formen der Zusammenarbeit indem verschiedene Lehr- und Lernhaltungen gemeinsam erprobt, dabei ebenso in ihrem institutionellen Rahmen verortet und kritisch diskutiert werden.<\/p>\n<p>Die Workshops finden in einem halb\u00f6ffentlichen Setting in den R\u00e4umen des Museum f\u00fcr Gestaltung statt. Somit tragen auch aussenstehende Interessierte oder Besucher*innen des Museums, sofern sie sich darauf einlassen m\u00f6chten, zu einer gemeinsamen Auseinandersetzung bei.<\/p>\n<p class=\"alignnone size-medium wp-image-1681\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"post-excerpt\">14.\u201318. 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