{"id":1051,"date":"2018-02-16T13:45:07","date_gmt":"2018-02-16T13:45:07","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/revisit\/?p=1051"},"modified":"2018-04-06T10:38:01","modified_gmt":"2018-04-06T10:38:01","slug":"rebel-bodies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/revisit\/rebel-bodies\/","title":{"rendered":"Rebel Bodies"},"content":{"rendered":"<p><strong>26. \u2013 27. April 2018, 12.30 \u2013 15.30 Uhr<\/strong><br \/>\nKonzertfoyer, Ebene 7<br \/>\nWorkshop\/Performance<\/p>\n<p>Von Johanna Bruckner<br \/>\nDie Teilnahme f\u00fcr den Workshop ist offen f\u00fcr alle. Anmeldungen unter: <a href=\"mailto:johanna.bruckner@zhdk.ch\">johanna.bruckner@zhdk.ch<br \/>\n<\/a><br \/>\nDKM, MA Fine Arts<\/p>\n<hr \/>\n<p>Rebel Bodies erforscht die Organisation kollektiver K\u00f6rper. In Workshops einer \u201eP\u00e4dagogik des Dissens\u201c werden kollektiv verfasste Tanzpartituren der <em>Workers Dance League<\/em> reartikuliert. Als Teil der \u201eRevolutionary Dance Movement\u201c war die <em>Workers Dance League<\/em> eine Dachorganisation f\u00fcr zahlreiche Tanzgruppen, welche sich w\u00e4hrend der Hochphase des linken, t\u00e4nzerischen Realismus in den 1930er-Jahren, vor allem in New York, aber auch in Europa, formierten. Mit der <em>Workers Dance League<\/em> assoziierte Tanzgruppen artikulierten mittels ihrer Tanzpartituren politische Forderungen. Im Rahmen dieses Workshops soll dar\u00fcber hinaus situativ erarbeitet werden, inwiefern die Lern- und Artikulationsweisen der historischen Tanzkollektive f\u00fcr gegenw\u00e4rtige Unterrichtsformen nutzbar gemacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Mit \u201eRebel Bodies\u201c f\u00fchrt die K\u00fcnstlerin Johanna Bruckner ihre Forschungen zur Organisation kollektiver K\u00f6rper fort. <em>In Workshops einer <\/em>\u201eP\u00e4dagogik des Dissens\u201c werden kollektiv verfasste Tanzpartituren der <em>Workers Dance League<\/em> und ihre historischen Verm\u00e4chtnisse erforscht und reartikuliert. Als Teil der \u201eRevolutionary Dance Movement\u201c war die <em>Workers Dance League<\/em> eine Dachorganisation f\u00fcr zahlreiche Tanzgruppen, welche sich w\u00e4hrend der Hochphase des linken, t\u00e4nzerischen Realismus in den 1930er-Jahren, vor allem in New York, aber auch in Europa, formierten. Mit der <em>Workers Dance League<\/em> assoziierte Tanzgruppen artikulierten mittels ihrer Tanzpartituren politische Forderungen, beispielsweise in K\u00e4mpfen f\u00fcr Lohngerechtigekeit und Ausbeutung. F\u00fcr die Bewegung wurde Tanz somit zum Mittel des \u201eKlassenkampfes\u201c und Choreografie als intervenierende Sprache begriffen, um ein kollektives politisches Subjekt, basierend auf geteilter \u00e4sthetischer und affektiver Erfahrung, zu organisieren.<\/p>\n<p>Johanna Bruckners \u201eRebel Bodies\u201c installiert Schnitte in verh\u00e4rteten gegenw\u00e4rtigen sozialen Verh\u00e4ltnissen, in denen K\u00f6rper auf Verwertbarkeit hin zugerichtet und eingeordnet werden, und produziert stattdessen affektive Atmosph\u00e4ren. Vergangene und gegenw\u00e4rtige Auseinandersetzungen mit den affektiven Dimensionen von Arbeit(sk\u00e4mpfen) bilden in Bruckners Arbeit Ausgangspunkte f\u00fcr Transformationen etablierter Genres und linearer Narrative des (\u00dcber-)Lebens. Es kommt zu Umformungen und Umformulierungen inter- und intra-subjektiver Verh\u00e4ltnisse und zur Freisetzung von Widerst\u00e4ndigkeiten. Die tanzenden K\u00f6rper in Bruckners Arbeit setzen sich in Beziehung zueinander, zur Geschichte und den lokalen r\u00e4umlichen Gegebenheiten, in die auch wieder Bruchst\u00fccke von Geschichte(n) eingelagert sind. Es sind gerade diese Schwellen oder tempor\u00e4ren \u00dcbergangszonen, von einer bestimmten verk\u00f6rperlichten Verfassung in die n\u00e4chste, welche M\u00f6glichkeiten in sich bergen, Zustandsver\u00e4nderungen zu evozieren und widerst\u00e4ndige Intensit\u00e4ten zu mobilisieren. Die Potentialit\u00e4t anderer sozialer Formationen sowie neuer Formen der Organisation des Sozialen werden in \u201eRebel Bodies\u201c erprobt, allein schon auf der basalen Ebene der Frage, wie K\u00f6rper einander im Raum begegnen. In Anlehnung an die Idee des Black Mountain College\u2019s wird dar\u00fcber hinaus, ausgehend von gegenw\u00e4rtigen Kompositionen des Sozialen und unter R\u00fcckgriff auf vergangene Experimente, historisch uneingeholten, emanzipatorischen Versprechen zu ihrem Recht verholfen.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projekts <em>Revisiting Black Mountain<\/em> an der ZHdK wird ein Workshop an interessierte Studierende, Mitarbeitende, Personal und die \u00d6ffentlichkeit angeboten. Es soll situativ erarbeitet werden, inwiefern die Lehr- und Artikulationsweisen der historischen Tanzkollektive f\u00fcr gegenw\u00e4rtige Unterrichtsformen nutzbar gemacht werden k\u00f6nnen. Workshop-orientierte Lernformate, in denen kollektive Performance und K\u00f6rperlichkeit st\u00e4rker zentral ist, auch jenseits der Disziplinen, in denen Performance bereits im Mittelpunkt der Praxis steht, soll in diesem Format thematisiert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"post-excerpt\">26.\u201327. 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