{"id":1531,"date":"2018-02-02T19:04:26","date_gmt":"2018-02-02T19:04:26","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/revisit\/?p=1531"},"modified":"2018-04-26T15:19:33","modified_gmt":"2018-04-26T15:19:33","slug":"spekulationen-zum-spectrodrama-oder-was-geister-und-phantome-mit-wissen-zu-tun-haben-koennten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/revisit\/spekulationen-zum-spectrodrama-oder-was-geister-und-phantome-mit-wissen-zu-tun-haben-koennten\/","title":{"rendered":"Spekulationen zum Spectrodrama."},"content":{"rendered":"<p><strong>Vier Auff\u00fchrungen<\/strong><\/p>\n<p><strong>02., 03. Mai 2018<\/strong>, <strong>20 Uhr:<\/strong><br \/>\nFynn Schmidt, <em>Bee Aware<\/em><br \/>\n<strong>25.,26. Mai 2018<\/strong> (Genaue Zeit wird bekannt gegeben):<br \/>\nCharlotte M\u00fcller, <em>Narzilin<\/em><br \/>\n<strong>25., 26. Mai 2018<\/strong> (Genaue Zeit wird bekannt gegeben):<br \/>\nJulia Skof, <em>Dogma18. Von hier an<br \/>\n<\/em><strong>25., 26. Mai 2018, jeweils 20 Uhr:<\/strong><br \/>\nBernadette K\u00f6bele, <em>collapse&amp;play<\/em><\/p>\n<p><strong>Fynn Schmidt, <em>Bee Aware: <\/em><\/strong>Raum: TONI Probeb\u00fchne, Treffpunkt Eingangshalle<strong><br \/>\nCharlotte M\u00fcller, <\/strong><strong><em>Narzilin<\/em>: <\/strong>Raum: tba (evtl. H\u00f6rsaal 1)<strong><br \/>\nJulia Skof, <\/strong><em><strong>Dogma18. Von hier an: <\/strong><\/em>Raum: tba (evtl. Container Rampe)<br \/>\n<strong>Bernadette K\u00f6bele, <em>collapse&amp;play<\/em><\/strong>: Konzertsaal 2<\/p>\n<p>Mit Arbeiten von Bernadette K\u00f6bele, Charlotte M\u00fcller, Fynn Schmidt, Julia Skof, Reza Jafari betreut von Boris Niktin und Lucie Tuma<\/p>\n<p>DDK, BA Theater + DKV, MA Transdisziplinarit\u00e4t<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Narzilin,<br \/>\n<\/strong>Charlotte M\u00fcller<strong><br \/>\n<\/strong>Lecture Performance<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Der narzisstische Wandel in unserer Gesellchaft ist offensichtlich, unter anderem anhand von Social Media Profilen im Verlauf der letzten 10 Jahre zu beobachten \u2013 auch, wenn das nur ein Klischee abbildet, so ist diese Beobachtung nicht ganz unberechtigt. Aus folgenden Gr\u00fcnden ben\u00f6tigt diese Art von Narzissmus eine besondere Aufmerksamkeit und Reflektion: Wenn es darum geht einander n\u00e4her zu kommen, hindert uns oft die Selbstbezogenheit daran. Wie oft dar\u00fcber nachgedacht wird, wie man wirkt, anstatt aus sich heraus zu handeln, verf\u00e4lscht viele Situationen und l\u00e4sst uns stagnieren und unt\u00e4tig verbleiben. In der Lecture Performance <em>Narzilin<\/em> m\u00f6chte ich Ihnen den Raum und die M\u00f6glichkeit bieten, den eigenen Narzissmus und den Ihres Umfeldes zu erkennen und mit diesem umgehen zu lernen. Die Gefahr von Nebenwirkungen einfacher L\u00f6sungen auf diese allgegenw\u00e4rtige Problematik ist gegeben, doch Sie sollen sicher aufgefangen sein, bei <em>Narzllin<\/em> \u2013 einem Raum der Begegnung und des Austauschs.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Bee aware<br \/>\n<\/strong>Fynn Schmidt<br \/>\nPerformance<\/p>\n<p>Existentielle Probleme die nach vision\u00e4ren L\u00f6sungsvorschl\u00e4gen verlangen, sind im Westen seit Mitte des letzten Jahrhunderts kein Thema mehr. Die Vision ist einzig der Erhalt des Systems und die damit einhergehende Unumst\u00f6\u00dflichkeit, dass Probleme f\u00fcr die das System keine L\u00f6sung parat hat, sowieso unl\u00f6sbar sind. Ich besch\u00e4ftige mich mit einem dieser dr\u00e4ngenden Probleme, die seit Jahren vehement gegen die T\u00fcren der Gesellschaft pochen und nach Aufmerksamkeit und Visionen verlangen.<\/p>\n<p>Der Tod der Bienen und damit das Ende der nat\u00fcrlichen Best\u00e4ubung unserer Pflanzenwelt existiert politisch nur in einem randst\u00e4ndigen Bereich der Agrar- und Umweltpolitik. Ich gebe diesem wichtigen Thema eine B\u00fchne und somit die Aufmerksamkeit, die es verdient und dringend braucht<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Dogma18. Von hier an<br \/>\n<\/strong>Von und mit: Reza Jafari und Julia Skof<\/p>\n<p><em>\u201eJulia hat einen Schauspieler gesucht, der auch ein Fl\u00fcchtling ist. Sie hat drei Skripte geschrieben. Ich wollte auf der B\u00fchne von meinen Fluchtgr\u00fcnden erz\u00e4hlen. Leider hat das nicht geklappt. Also haben wir einen Film gemacht.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Absicht oder purer Zufall? Lars von Trier hat sich mit seinem Manifest\u00a0<em>Dogma95<\/em>\u00a0gegen die Wirklichkeitsentfremdung des Kinos gewendet um eine Form der Filmproduktion zu entwickeln, die sich ambivalent zu den Verfahrensweisen der Illusionsmaschine Kino verh\u00e4lt. Die Filme klammern ihre eigenen Produktionsbedingungen, sowie Ereignisse und Dinge, die vor laufender Kamera am Set geschehen, aus dem filmischen Rahmen der Narration nicht aus. Im Asylwesen stellt sich die Frage nach der Authentizit\u00e4t und Glaubhaftigkeit von Narrativen auf eine \u00e4hnliche Weise, wenn auch unvergleichbar mit anderen und existenziellen Folgen. Welchen Geschichten von welchen Ereignissen glauben wir?<\/p>\n<p>In einer durchstrukturierten Pr\u00fcfung des Einzelfalles wird die oder der Asylsuchende zu einem Gespr\u00e4ch vorgeladen. Die Glaubw\u00fcrdigkeit wird gepr\u00fcft. Der Anh\u00f6rungsraum wird zu einem Raum der Behauptungen und des Geschichtenerz\u00e4hlens, zu einem Raum der \u00dcberzeugungskraft und Performance. Was geschieht mit dieser Performance, wenn sie in einen theatralen Kontext gestellt wird? L\u00f6st sie sich auf?<br \/>\nWir haben uns auf die Suche nach einer Begegnung ausserhalb beh\u00f6rdlicher Instanzen gemacht und uns gefragt, wer oder was besser l\u00fcgen kann. Ein filmisch performatives Experiment \u00fcber eine illusionistische Begegnung auf Augenh\u00f6he.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>collapse&amp;play<\/strong><br \/>\nBernadette K\u00f6bele (MA Transdisziplinarit\u00e4t)<\/p>\n<p>Die Machtspiele und Machtwirkungen in der klassischen Musik sind wohl bekannt als auch unbekannt. Unsichtbar diffus durchziehen sie das ganze System, konkret festzumachen sind sie jedoch kaum. Gro\u00dfer Druck, Auf- und Abwertungen, das Ausstechen von Konkurrent*innen und Fehler als absolutes Tabu, sind einige Aspekte die diese Thematik pr\u00e4gen. Der Zwischen-Raum, in dem diese Mechanismen wirken, wird in der Soloperformance collapse&amp;play an die Oberfl\u00e4che geholt.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie es Xanti Schawinsky in seinem Kurs \u201estage studies\u201c am BMC vermittelte, wird hier eine Thematik durch ein interdisziplin\u00e4r angelegtes Kunstwerk auf verschiedenen Ebenen untersucht und verhandelt. Szenographie, Darstellende Kunst, Licht, Choreographie und Musik nehmen selbst Rollen an und werden selbst als Transformatoren eingesetzt. Der Raum an sich und die Orgel stellen das Dispositiv der Machtspiele dar. collapse&amp;play ist ein Versuch eines zeitgen\u00f6ssischen Spektodramas, wobei die Performerin und ihr Bezug zum Setting mehr in den Mittelpunkt der Gesamtmaschine <em>Raum <\/em>ger\u00fcckt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Spekulationen zum Spectrodrama. Oder: Was Geister und Phantome mit Wissen zu tun haben k\u00f6nnten.<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;I am the Ghost that haunts the Bauhaus \u2026&#8220;<br \/>\nXanti Schawinsky (1904\u20131979)<\/p>\n<p>Die studentischen Arbeiten sind im Verlauf der unten beschriebenen Veranstaltung entstanden und richten ihr Augenmerk auf Reste, Spuren, Widerg\u00e4nger, auf die Bedingungen und die Anlagen dessen, wie ein \u201aSpectodram\u2019 heute aussehen k\u00f6nnte. Oder auch: \u201cHow to become the Ghosts that haunt the Black Mountain College\u2026\u201c<\/p>\n<p>W\u00e4hrend zwei Semestern fand am BA Theater eine Auseinandersetzung statt, an deren Ausgangspunkt Schawinskys \u201a Spectodrama\u2019 stand. Der Begriff geht auf Xanti Schawinsky und seinen am Bauhaus Dessau formulierten Vorschlag eines \u201etotalen Theaters\u201c zur\u00fcck, in dessen Zentrum weder menschliche Handlungen noch narrative Dramaturgien stehen und das er in seiner Wirkungszeit am Black Mountain College als edukativ-\u00e4sthetisches Modell und Theaterlabor weiter entwickelt hat.<\/p>\n<p>Mit zwei ineinander verschr\u00e4nkten Modulen von Theorie und Praxis (Lucie Tuma und Boris Nikitin) wurden Theatermodelle thematisiert, in deren Zentrum nicht die menschliche Handlung alleine steht: Der Raum als Dispositiv und \u00e4sthetische Anlage wird f\u00fcr das Theater nutzbar gemacht, indem er nicht prim\u00e4r vom Text und von den SchauspielerInnen her gedacht wird. So wird die Materialit\u00e4t des Raumes, der Spektren und Erscheinungen in ihm als Widerst\u00e4ndigkeit gegen\u00fcber einer rein semantischen Funktion von Sprache in Bezug auf die Produktion von Bedeutung verstanden.<\/p>\n<p>Auf Einladung des Praxisfeldes Dramaturgie wurde der Basler Regisseur Boris Nikitin eingeladen, mit den Studierenden zu arbeiten. Nikitin ist Regisseur, Autor und k\u00fcnstlerischer Leiter des Festivals \u201eIt\u2019s The Real Thing\u201c in Basel. Seine Arbeiten drehen sich um die Konstruktion, Darstellung und Verdoppelung von Realit\u00e4t und Identit\u00e4t. Dabei spielen sie mit den Grenzen zwischen Performance und Theater, Illusion und Dokumentarischem, offensivem Dilettantismus und schauspielerischem K\u00f6nnen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fotocredits: Olivier Christe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"post-excerpt\">2.\u20134. Mai (tba), 25, 26. 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