{"id":233,"date":"2010-07-25T20:21:56","date_gmt":"2010-07-25T20:21:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/sfex\/?p=233"},"modified":"2019-05-15T12:13:53","modified_gmt":"2019-05-15T12:13:53","slug":"lydia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/sfex\/2010\/07\/25\/lydia\/","title":{"rendered":"Lydia"},"content":{"rendered":"<h2><strong><em>Lydia<\/em><\/strong><strong>,&nbsp;<\/strong><strong><a title=\"Reto A. Savoldelli\" href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/sfex\/2010\/10\/06\/reto-a-savoldelli-2\/\">Reto A. Savoldelli<\/a><\/strong><strong>, CH 1968, 16mm, color, sound, 43 Min.<\/strong><\/h2>\n<h2>Versions<\/h2>\n<h2>Credits<\/h2>\n<h5>Production<\/h5>\n<h5>Cast<\/h5>\n<h5>Camera<\/h5>\n<p>J\u00fcrg N\u00e4geli<\/p>\n<h5>Music<\/h5>\n<h5>Other<\/h5>\n<h2>Synopsis<\/h2>\n<p>Als er Gymnasiast in Solothurn war, wurde er auch schon ein Filmemacher. Er griff zur Kamera, wie andere zu Stift und Papier greifen. 1968 zeigte er an den Filmtagen seinen ersten mittellangen Film, \u00abLydia\u00bb. Er stand ganz pl\u00f6tzlich da in der Schweizer Filmszene: als der einzige Lyriker, dem es quasi spielend gelang, sein fragiles Inneres nach aussen, in traumhafte Filmbilder zu kehren. Jugendlich absolut, unschuldig arrogant hatte der junge, bleiche hagere Mann einen v\u00f6llig sicheren Satz ins Programmheft setzen lassen: \u00abSeht her, was euch der Reto Andrea Savoldelli f\u00fcr f\u00fcnftausend Franken f\u00fcr einen Film macht.\u00bb Er bezeichnete sich als \u00abersten Vertreter des schweizerischen Gastarbeiterfilms\u00bb. (Martin Schaub)<\/p>\n<p>Wim Wenders in der deutschen Zeitschrift \u201eFilmkritik (Sept.1969)\u201c<br \/>\n\u00abEine richtige lange Geschichte von einer Entwicklung, von Erfahrungen, von einem mystischen Durchbruch, von Kr\u00e4ften. Die Einzelheiten dieses Filmes sind zum \u00dcberflu\u00df bekannt aus 4619 Undergroundfilmen. Aber wenn man &#8220;Lydia&#8221; sieht, erinnert man sich nicht an das, was man schon kennt und was man nicht mehr sehen will. &nbsp;[&#8230;]<br \/>\nbekannte Mittel hat er au\u00dferhalb der ihnen zuerkannten M\u00f6glichkeiten angewandt.&nbsp;Er hat einen Hollywoodfilm mit \u00dcberl\u00e4nge auf l6mm in 45 Minuten gemacht. [&#8230;]<br \/>\nIn &#8220;Lydia&#8221; kommt es dadurch zu ganz unglaublich sch\u00f6nen Momenten. Bei der Szene, wo vor dem Cafe Savoldelli, der die Hauptrolle selbst spielt, das Bierglas umschmei\u00dft, stockt einem der Atem: das ist in Zeitlupe gedreht, aber keine Brutalit\u00e4t sich selbst gegen\u00fcber, sondern Z\u00e4rtlichkeit; das ist mit zwei Kameras gleichzeitig gedreht, aber es hat nichts von der widerlichen Automatik der Fernsehspiele, die mit mehreren Kameras gleichzeitig gedreht werden, weil es rationeller ist&#8230;&#8221;<\/p>\n<p>Jean-Marie Straub in der englischen Zeitschrift Cinemantics, Jan.1970<br \/>\n\u00abNeulich sah ich in der Schweiz einen Film eines jungen Mannes, sein Name ist Savoldelli, er nennt sich den Fremdarbeiter des Schweizer Kinos. Ich sah da einen mittellangen Film in Farbe, der, zu Beginn, w\u00e4hrend ungef\u00e4hr drei Minuten alles enth\u00e4lt, was ich f\u00fcr gew\u00f6hnlich im Kino hasse. Aber pl\u00f6tzlich sieht man, da\u00df das etwas ganz anderes ist, ein wunderbarer Film. Er ist wirklich ein Poet auf dem Gebiet des Kinos. Dann lasse ich mich \u00fcberzeugen, da\u00df es nicht die Techniken sind, die er zu Beginn anwendet, die falsch sind &#8211; obwohl sie mir zun\u00e4chst so erschienen &#8211; sondern die Art und Weise, wie sie \u00fcblicherweise angewandt werden. Dann kannst du dich davon \u00fcberzeugen, da\u00df du falsch bist und da\u00df alles m\u00f6glich ist&#8230;\u00bb<\/p>\n<p>Zeitschrift Blick, Z\u00fcrich (28.1.1969):<br \/>\nAm 28.Jan.1969 wird \u00abLydia\u00bb als der \u00abvielversprechendste Film der 4.Solothurner Filmtage\u00bb bezeichnet.<\/p>\n<h2>Screenings<\/h2>\n<p><strong>First screening:<\/strong><\/p>\n<p>Cinecircus, Basel, Winter 1968 als Vorpremi\u00e8re.<br \/>\nOffizielle Premi\u00e8re: Solothurner Filmtage, 1969<\/p>\n<p><strong>Other screenings:<\/strong><\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<h2>Awards<\/h2>\n<h2>Materials<\/h2>\n<div>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/sfex\/files\/2010\/07\/Wenders_Lydia_e.pdf\">Wenders_Lydia_e<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/sfex\/files\/2010\/07\/Wenders_Lydia_d.pdf\">Wenders_Lydia_d<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lydia,&nbsp;Reto A. Savoldelli, CH 1968, 16mm, color, sound, 43 Min. 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