{"id":2527,"date":"2014-10-09T15:55:18","date_gmt":"2014-10-09T13:55:18","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/?p=2527"},"modified":"2014-10-10T09:20:42","modified_gmt":"2014-10-10T07:20:42","slug":"haben-kuenstler-einen-koerper","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/2014\/10\/09\/haben-kuenstler-einen-koerper\/","title":{"rendered":"Haben K\u00fcnstler einen K\u00f6rper?"},"content":{"rendered":"<p>K\u00f6rperliche Bet\u00e4tigungen, denen man im Toni-Areal nicht so gut\u00a0nachgehen kann:<\/p>\n<ul>\n<li>Sport treiben (Ausnahmen: Wandern und Treppensteigen)<\/li>\n<li>Schlafen<\/li>\n<li>Duschen<\/li>\n<li>Wohnen\u00a0(Ausnahmen: Mehrspur-Klub, Mensa, Caf\u00e9 in der Eingangshalle, Chez Toni, eine Sofaecke im B\u00fcro f\u00fcr Kulturanalysen und Vermittlung. Es gibt sicher noch ein paar wohnliche Ecken, aber die habe ich noch nicht gesehen). Oder einen festen Arbeitsplatz bewohnen (f\u00fcr die meisten).<\/li>\n<li>Ger\u00e4te aufladen (In den Seminarr\u00e4umen gibt f\u00fcr Studierende gar keine Steckdosen, und auch sonst sind sie eher\u00a0sp\u00e4rlich. Ich interpretiere mobile Ger\u00e4te hier\u00a0mal grossz\u00fcgig als Verl\u00e4ngerung des K\u00f6rpers, zumindest in ihrem energieverbrauchenden Aspekt.)<\/li>\n<\/ul>\n<p>K\u00f6rperliche Bet\u00e4tigungen, denen man im\u00a0Toni-Areal nachgehen\u00a0kann:<\/p>\n<ul>\n<li>Nahrung aufnehmen\u00a0(ziemlich gut)<\/li>\n<li>Nahrung\u00a0wieder ausscheiden (auch ziemlich gut)<\/li>\n<li>Atmen\u00a0(Sauerstoff ist in handels\u00fcblicher\u00a0Qualit\u00e4t vorhanden, ausser dort, wo die L\u00fcftungen noch nicht richtig funktionieren)<\/li>\n<li>flexible Arbeitspl\u00e4tze nutzen<\/li>\n<li>Kinder haben im Sinne von: abgeben und betreuen\u00a0lassen. Eventuell auch: Kinder machen, aber siehe oben, es wird schwierig. Auch die Transparenz ist da wieder Thema, wenn auch kein technisches Hindernis.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die\u00a0Erkl\u00e4rungshypothesen, die ich bisher geh\u00f6rt habe (nicht w\u00f6rtlich, nur sinngem\u00e4ss zitiert):<\/p>\n<ul>\n<li>&#8222;Die wollen eigentlich gar nicht, dass wir hier sind. Wir sollen m\u00f6glichst viel woanders sein&#8220; Das ist\u00a0nicht unbedingt negativ gemeint; oft ist es ja woanders sch\u00f6ner als am eigentlichen Arbeitsplatz, und man kann dort besser\u00a0arbeiten.<\/li>\n<li>&#8222;K\u00fcnstler sollen \u00fcberhaupt\u00a0keinen K\u00f6rper haben. K\u00fcnstler sind nur der reine Geist.&#8220; (Mit Ausnahme der Studierenden in den Tanzf\u00e4chern vermutlich. Wobei die eigentlich Duschen haben m\u00fcssten. Ich werde\u00a0da mal nachfragen.)<\/li>\n<li>&#8222;Das Toni-Areal ist nicht auf der H\u00f6he der Zeit, andere neue Hochschulanlagen in Z\u00fcrich und anderswo verf\u00fcgen sehr wohl \u00fcber Sportanlagen. Vielleicht hat das Geld nicht gereicht, oder der Platz.&#8220;<\/li>\n<li>&#8222;Das Toni-Areal\u00a0ist seiner Zeit voraus, es ist im Unterschied zu anderen Hochschulen schon im <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Postfordismus\">Postfordismus<\/a> angekommen.&#8220; Wie man sich um seinen K\u00f6rper k\u00fcmmern\u00a0soll, wird nicht mehr von oben verordnet und durch interne Freizeiteinrichtungen unterst\u00fctzt. Das ist alles Privatsache, genau wie die Frage, wo man arbeitet oder wohin man zum Essen geht.<\/li>\n<li>&#8222;Das Toni-Areal ist seiner Zeit voraus, weil es \u2013 anders als\u00a0z.B. viele Startups \u2013 nicht versucht, durch ein Angebot von Wohlf\u00fchlr\u00e4umen und Freizeitanlagen die Studierenden und Mitarbeitenden m\u00f6glichst rund um die Uhr am Arbeitsplatz zu behalten, um so auch das letzte bisschen Arbeitskraft aus ihnen herauszupressen.&#8220;<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Further research is needed.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"post-excerpt\">K\u00f6rperliche Bet\u00e4tigungen, denen man im Toni-Areal nicht so gut\u00a0nachgehen kann: Sport treiben (Ausnahmen: Wandern und Treppensteigen) Schlafen Duschen Wohnen\u00a0(Ausnahmen: Mehrspur-Klub,&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2603,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[103619,255615],"tags":[],"class_list":["post-2527","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-beobachtungen","category-observer-in-residence"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2603"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2527"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2527\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2577,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2527\/revisions\/2577"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2527"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2527"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}