{"id":5160,"date":"2015-01-29T19:14:30","date_gmt":"2015-01-29T17:14:30","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/?p=5160"},"modified":"2015-01-29T19:23:32","modified_gmt":"2015-01-29T17:23:32","slug":"waerme-fuer-die-baeler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/2015\/01\/29\/waerme-fuer-die-baeler\/","title":{"rendered":"W\u00e4rme f\u00fcr die BAE\u00b4ler"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist kurz vor Weihnachten und die Produkte gehen weg wie warme Semmeln. Das Datum f\u00fcr die Pr\u00e4sentation und den Verkauf der \u00abProdukte f\u00fcrs Toni\u00bb k\u00f6nnte nicht besser gew\u00e4hlt sein. Aus dem breiten Rand des Stammtischs in der Eingangshalle ist ein Tresen geworden, auf dem von Studentenhand gefertigte Produkte verkauft werden, die einen Bezug zum Toni-Areal haben. Die Macherinnen der Produkte stehen hinter dem Tresen \u2013 die BAE\u00b4ler, wie die Studierenden in Vermittlung von Kunst und Design im BA-Studiengang Art Education genannt werden. Dass es an diesem Dezembertag zugig ist, st\u00f6rt keinen: Der Ansturm ist gross, Dozierende (ZHdK &amp; ZHAW), Studis und externe Besucher sind gleichermassen vertreten. \u00abDefinitiv ein Vorzug der neuen Location, die Lage des Stammtischs ist einmalig, wir mussten nicht einmal Werbung machen\u00bb, stellt Studentin Carmen fest.<\/p>\n<p>Als die BAE\u00b4ler ihre Aufgabe erhalten, entschliessen sie sich erst einmal zu einer Umfrage: \u00abWelche Bed\u00fcrfnisse herrschen hier am Campus Toni \u00fcberhaupt vor?\u00bb Die Ergebnisse der Erhebung sind eindeutig: Es mangelt den Bewohnern des Toni-Areals an Gem\u00fctlichkeit, an Orten der Stille, an Ruher\u00e4umen, an R\u00fcckzugsinseln und an Pflanzen. Die Bewohner des Tonis finden es kalt, sowohl was die Temperatur als auch die Atmosph\u00e4re betrifft, zudem finden sie es trist und farblos.<\/p>\n<p>Darauf antworten die Studierenden mit ihren Produkten, die f\u00fcr W\u00e4rme und Entspannung sorgen: Im Verkauf finden sich Kuscheltiere, eine H\u00e4ngematte, bepflanzte Blument\u00f6pfe oder eine faltbare Decke, die auch als Kissen oder Cape genutzt werden kann. Das Paket \u00abHero im Toni\u00bb besteht aus einer Tasse, einer Auswahl an acht Teesorten, welche den unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse und Temperamenten der Studierenden auf den acht Ebenen des Geb\u00e4udes entspricht, sowie einer Decke, die am Arbeitsplatz w\u00e4rmt und in den Pausen als Schal dient. Hier ist der Titel Programm, denn eigentlich haben die Studierenden ihr eigenes Thema, ihr studiengangs\u00fcbergreifendes Heimweh nach der Herostrassen-W\u00e4rme, best\u00e4tigt gefunden: in dem in der Allgemeinheit vorherrschenden Eindruck von K\u00e4lte am Toni.<\/p>\n<p>Wessen Zust\u00e4ndigkeit ist es denn \u00fcberhaupt, Gem\u00fctlichkeit im Toni zu schaffen? Die der Studierenden, des Rektorats, der Dozierenden? Selina: \u00abEs ist schon an den Studierenden, etwas zu unternehmen. Die Architekten haben das Geb\u00e4ude ja extra so leer und klar geplant, damit Raum entsteht, in dem etwas passieren kann. Nur ist unser Studium so streng strukturiert \u2013 da ist einfach wenig Zeit und Kapazit\u00e4t f\u00fcr solche Engagements \u2026 Momentan versuche ich ja schon, eine Pop-Up-Galerie aufzubauen.\u00bb Marea f\u00fcgt hinzu: \u00abIch glaube zudem, dass die Studis auch Respekt haben und sich nicht trauen, weil sie nicht wissen, ob sie \u2039machen\u203a d\u00fcrfen.\u00bb<\/p>\n<p>In den Einzel- oder Doppelgespr\u00e4chen mit den Studierenden sch\u00e4lt sich sehr deutlich heraus, inwiefern ihnen ihre alten Atelierr\u00e4ume in der Herostrasse fehlen. Seit sie im Toni sind, ziehen sie \u2013 je nach Projekt \u2013 in verschiedenen Werkst\u00e4tten und R\u00e4umen umher. \u00abFr\u00fcher hatten wir neben unseren Ateliers eine K\u00fcche mit zwei Sofas, das hat schon etwas ausgemacht. Es war klar, dass man dort gemeinsam eine Stunde Mittag macht, sich austauscht, herumh\u00e4ngt. Man war auch sofort mit den anderen Semestern bekannt, hat sich mit ihnen angefreundet, voneinander gelernt. Heute bekommen wir ja nicht einmal mehr mit, wer die Neuen sind und wie sie aussehen. Das liegt daran, dass wir \u2013 lokal gesehen \u2013 keinen zentralen Raum mehr haben.\u00bb Carmen schiebt hinterher: \u00abJa, ich w\u00fcnsche mir definitiv die Herostrasse zur\u00fcck.\u00bb Und Alina stimmt ebenfalls ein: \u00abMan hat sich einfach leichter gefunden \u2026\u00bb<\/p>\n<p>Dass sie keinen gemeinsamen Ort mehr haben, \u00fcbertr\u00e4gt sich auf die allt\u00e4glichen Rituale. Louisa: \u00abBeim Mittagessen hudelt man, dann geht\u2019s schnell zur\u00fcck, um weiterzuschaffen \u2026 Ein stiller Ort w\u00e4re toll.\u00bb Selina, die sich auch beim SturZ engangiert und gut informiert ist, ist der festen \u00dcberzeugung, dass sich alles erst einmal einpendeln muss, \u00abso wie das Heiz- und L\u00fcftungssystem der Schule auch\u00bb. Und ein Jahr, stellt sie fest, kann das schon einmal dauern. Des einen Leid ist des anderen Freud\u00b4: Bis es sich die BAE\u00b4ler gem\u00fctlich gemacht haben, profitieren die restlichen Toni-Bewohner schon einmal von der Nachbarschaft zu ihnen, die mit ihren Produkten den Winter so viel ertr\u00e4glicher machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\t<div class='ngg-imagebrowser default-view'\n\t\tid='ngg-imagebrowser-a3bb927d07d5386c96fe915627702774-5160'\n\t\tdata-nextgen-gallery-id=\"a3bb927d07d5386c96fe915627702774\"\n\t\tdata-gallery-id=\"78\">\n\n\t\t<h3>Alinas 3D-Blument\u00f6pfe \u00abEdgy\u00bb.<\/h3>\n\n\t\t<div id=\"ngg-image-0\" class=\"pic\" \n\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-content\/blogs.dir\/1381\/files\/toni-produkte\/DSC_0367-Kopie.jpg'\n\t\t\ttitle=' '\n\t\t\tdata-src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-content\/blogs.dir\/1381\/files\/toni-produkte\/DSC_0367-Kopie.jpg\"\n\t\t\tdata-thumbnail=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-content\/blogs.dir\/1381\/files\/toni-produkte\/thumbs\/thumbs_DSC_0367-Kopie.jpg\"\n\t\t\tdata-image-id=\"1156\"\n\t\t\tdata-title=\"Alinas 3D-Blument\u00f6pfe \u00abEdgy\u00bb.\"\n\t\t\tdata-description=\" \"\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tclass=\"ngg-fancybox\" rel=\"a3bb927d07d5386c96fe915627702774\">\n\t\t\t\t\t\t<img title='Alinas 3D-Blument\u00f6pfe \u00abEdgy\u00bb.'\n\t\t\t\talt='Alinas 3D-Blument\u00f6pfe \u00abEdgy\u00bb.'\n\t\t\t\tsrc='https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-content\/blogs.dir\/1381\/files\/toni-produkte\/DSC_0367-Kopie.jpg'\/>\n\t\t<\/a>\n\n\t\t<\/div>\n\t\t<div class='ngg-imagebrowser-nav'>\n\n\t\t\t<div class='back'>\n\t\t\t\t<a class='ngg-browser-prev'\n\t\t\t\t\tid='ngg-prev-1162'\n\t\t\t\t\thref='https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/2015\/01\/29\/waerme-fuer-die-baeler\/nggallery\/image\/bildschirmfoto-2015-01-29-um-17-45-39\/'>\n\t\t\t\t\t<i class=\"fa fa-chevron-left\" aria-hidden=\"true\"><\/i>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<div class='next'>\n\t\t\t\t<a class='ngg-browser-next'\n\t\t\t\t\tid='ngg-next-1158'\n\t\t\t\t\thref='https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/2015\/01\/29\/waerme-fuer-die-baeler\/nggallery\/image\/f_4-520141219_0024bear\/'>\n\t\t\t\t\t<i class=\"fa fa-chevron-right\" aria-hidden=\"true\"><\/i>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<div class='counter'>\n\t\t\t\tBild\t\t\t\t1\t\t\t\tvon\t\t\t\t4\t\t\t<\/div>\n\n\t\t<\/div>\n\n\t\t<div class='ngg-imagebrowser-desc'>\n\t\t\t<p> <\/p>\n\t\t<\/div>\n\n\t<\/div>\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/p>\n<p>Im \u00dcbrigen ist bei allen Studierenden die Nachfrage auf die Produkte gr\u00f6sser gewesen als das Angebot. \u00abDie Liste der Nachbestellungen ist lang und wir werden noch eine Weile besch\u00e4ftigt sein\u00bb, so das Unisono. Wer Interesse am Erwerb eines Produktes hat, melde sich bei der Redaktion und bekommt den Kontakt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"post-excerpt\">&nbsp; Es ist kurz vor Weihnachten und die Produkte gehen weg wie warme Semmeln. 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