{"id":6716,"date":"2015-04-30T15:19:25","date_gmt":"2015-04-30T13:19:25","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/?p=6716"},"modified":"2015-04-30T15:19:25","modified_gmt":"2015-04-30T13:19:25","slug":"lasset-uns-beeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/2015\/04\/30\/lasset-uns-beeten\/","title":{"rendered":"Lasset uns beeten"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Dachterrasse ist gewachsen. Um 69 Quadratmeter Garten. Garten, der von den Menschen im Toni-Areal bewirtschaftet werden soll. Ein interdisziplin\u00e4res Team aus Studierenden der ZHdK hat am vergangenen Montag zehn Boxen mit Hochbaubeeten aufgebaut \u2013 weitere zwei Boxen sind f\u00fcr Kompost da und die letzte Box dient als Werkzeugkiste. \u00abDie versehen wir mit einem Zahlenschloss, damit alle Beet-Betreiber darauf zugreifen k\u00f6nnen\u00bb, sagen zwei der Mitglieder aus dem Projektteam, Simon und Manuel.<\/p>\n<p>Nachdem die Initiatoren von \u00abQuerbeet\u00bb zu Beginn dieser Woche \u00fcber den E-Mailverteiler dazu aufriefen, sich f\u00fcr die Bepflanzung von \u00abQuerbeet\u00bb zu bewerben, sind keine 24 Stunden sp\u00e4ter 18 der 20 Beete nach dem Prinzip \u00abfirst come, first serve\u00bb verteilt. Teams hatten den Vorzug vor Einzelpersonen: \u00abDas ITZ hat ein Beet, die Masterklasse in Rhythmik, die Dachspatzen, die Vertiefung Ereignis im Master Design \u2013 Masterstudierende waren bei den Bewerbungen in der \u00dcberzahl!\u00bb Sie alle sind von nun an daf\u00fcr zust\u00e4ndig, dass etwas gedeiht und die Kisten nicht vernachl\u00e4ssigt werden.<\/p>\n<p>Auch wenn die sieben Studenten hinter ihrem Projekt stehen, sind sie vom Andrang doch \u00fcberrascht: \u00abDie meisten, denen wir davon erz\u00e4hlt haben, waren auf Anhieb begeistert. Doch wir konnten uns nicht sicher sein, ob sie die Verantwortung \u00fcbernehmen wollen, ein solches Beet dann auch zu pflegen.\u00bb \u00dcberrascht waren sie auch, als das Material angeliefert war und es daran ging, den Garten aufzubauen: \u00abWir haben uns so versch\u00e4tzt! Eigentlich wollten wir binnen eines Tages fertig sein \u2026\u00bb Und das hat es, anders als die Leichtigkeit des <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=DIdtWvtP9h4\" target=\"_blank\">Videos<\/a> vermitteln mag, drei schweisstreibende, 13-st\u00fcndige Arbeitstage lang gedauert.<\/p>\n<p><strong>Leere mit Leben f\u00fcllen, Orte zum Verweilen schaffen<\/strong><\/p>\n<p>Rahel, die Initiatorin des Projekts, vermisst das G\u00e4rtnern, seit sie in Z\u00fcrich wohnt. Die Schreberg\u00e4rten, an denen sie auf dem Weg zum Toni vorbeikommt, wecken regelm\u00e4ssig ihren Neid. Die ZHdK-Studierende liebt die Dachterrasse des Toni-Areals. Doch irgendetwas h\u00e4lt sie davon ab, hier oben zu verweilen \u2013 ein Garten muss her. So ist die Idee von \u00abQuerbeet\u00bb geboren. Zwar ist sie gut im Harfenspiel, nicht aber darin, Projekte zu konzipieren und umzusetzen. Also wendet sie sich an das Departement Design und findet Hilfe \u00fcber den E-Mail-Verteiler. Ende Februar ist das.<\/p>\n<p>Im Nu melden sich Stella, Simon, Manuel und Fabian (Industrial Design) sowie Lucy (Scientific Visualization) bei Rahel. Manuel und Simon \u00fcber ihre Motivation: \u00abWir m\u00fcssen zugeben, dass uns die Tragweite der zeitlichen Auslastung nicht ganz bewusst war zu Beginn. Aber das Interdisziplin\u00e4re hat uns gereizt. Es macht total zufrieden, etwas Konkretes zu tun \u2013 und nicht nur dr\u00fcber zu reden.\u00bb In einer sp\u00e4teren Projektphase wird noch Samira (Design) dazustossen, die die Gestaltung des Corporate Design von \u00abQuerbeet\u00bb \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p><strong>Disziplinen vermischen sich<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Stolz zeigen mir die beiden das Konzept, das dem Team dazu verholfen hat, ihr Projekt zu verwirklichen. 24 Seiten mit Gliederung, Visualisierungen, Zeitplan, Kostenplan, Visionen und Material\u00fcberblick. \u00abJeder hat etwas zum Konzept beitragen k\u00f6nnen.\u00bb Sie haben gut und genau geplant, das Konzept musste nur in wenigen Punkten angepasst werden. W\u00e4hrend seiner Recherche st\u00f6sst das Team aus Zufall auf WormUp, ein Unternehmen, das aus dem Inkubator f\u00fcr Cultural Entrepeneurship der ZHdK entstanden ist. WormUp bringt sich in der Kompostierung von \u00abQuerbeet\u00bb ein \u2013 mit W\u00fcrmern, die den Kompost fressen und das Ausgangsmaterial um 85% reduzieren und in Pflanzend\u00fcnger umwandeln. Und zuletzt ergibt sich noch eine Zusammenarbeit mit Matthias aus dem BA-Studiengang Cast \u2013 er realisiert das Video zum Projekt \u00abQuerbeet\u00bb, das die Idee vermittelt und bewirbt.<\/p>\n<p>Dieses Projekt ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr, wie aus der Zusammenarbeit von verschiedenen Disziplinen am Toni etwas Gutes gedeihen kann. \u00abWir haben viel gelernt!\u00bb, sagen Manuel und Simon. \u00abWie schafft man interdisziplin\u00e4r in einem Team? Wir erkl\u00e4rt man der Grafikerin, dass es so wird, wie wir das wollen \u2013 und ihr gleichzeitig ihre gestalterische Freiheit lassen?\u00bb Sie hoffen, dass die Grundidee weiterhin tr\u00e4gt: dass auch der Garten eine B\u00fchne f\u00fcr das Kn\u00fcpfen neuer Bekanntschaften sein wird, woraus wieder interessante Projekte entstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Organisatorische, rechtliche und finanzielle H\u00fcrden<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber den richtigen Standort f\u00fcr die zehn Beete sind sie sich schnell im Klaren. Die nord-\u00f6stlichste Ecke der Dachterrasse, die bisher besonders leer wirkt: \u00abUnd weil dort den ganzen Tag Sonne scheint. Hoffentlich nicht zu stark!\u00bb Zun\u00e4chst gehen sie mit ihrem Konzept zu Hansuli Matter, Leiter des Departement Design. Der findet die Projektidee sehr gelungen und sagt ihnen finanzielle Unterst\u00fctzung zu.<\/p>\n<p>\u00abVon da an waren die H\u00fcrden vor allem b\u00fcrokratischer Natur.\u00bb Der Weg f\u00fchrt sie zu Marco Castellano, Leiter Raum \/ Bau der ZHdK, und weiter zu Alessandra Zanotelli, der Leiterin im Bereich Services im Facility Management. Sie \u00fcbernimmt die Verhandlungen mit Allreal . Das Team muss viele Formulare ausf\u00fcllen, um die diversen Auflagen zu erf\u00fcllen. Die Informationen schiessen aus ihnen heraus: \u00abMaximale Traglast der Dachterrasse ist 500 kg pro qm. Die Beete m\u00fcssen sturm- und wetterfest sein. Der Mindestabstand zum Gel\u00e4nder muss 2 Meter betragen.\u00bb Simon erg\u00e4nzt: \u00abDie Schule hat mich wirklich \u00fcberrascht \u2013 alle waren uns und unserem Projekt gegen\u00fcber sehr positiv gestimmt.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Der Ernte entgegen<\/strong><\/p>\n<p>Um zu markieren, wo die Trennlinie zwischen zwei Beeten pro Box verl\u00e4uft, hat das Team Skylines verschiedener St\u00e4dte ausgelasert: \u00abUnser Garten ist ein Garten in der Stadt \u2013 und hat eine Stadt im Garten. Und so kann man seine Erdbeere vor dem Eifelturm anpflanzen \u2026\u00bb Beide lachen. Ein Depot von 50 Franken pro Beet-Betreiber gibt dem Team die Sicherheit, dass die Hobbyg\u00e4rtner es ernst meinen und ihr Beet nicht verwahrlosen lassen. \u00abAllreal hat das Projekt zun\u00e4chst bis November bewilligt. Dann evaluieren wir das Projekt und sehen wir weiter \u2026 \u00bb<\/p>\n<p>Ideen f\u00fcr die Zukunft gibt es viele: \u00abBeginnen wollen wir mit einem Er\u00f6ffnungsfest! Zudem sind Grillabende in Planung \u2026 Und toll w\u00e4ren Workshops zum guten Anpflanzen, \u00fcber Bew\u00e4sserungssysteme und Vertical Gardening.\u00bb Die Zukunftsplanung steht und f\u00e4llt mit der Zuschussbereitschaft weiterer Sponsoren und Kooperationspartner.<\/p>\n<p>Manuel fasst zusammen: \u00abEs war ein Gl\u00fccksmoment, als der Garten fertig war und viel besser aussah als in unserer Phantasie\u00bb Leinen los f\u00fcr den h\u00f6chstgelegenen Garten der Stadt Z\u00fcrich: s\u00e4en und giessen, grossziehen und j\u00e4ten. Und mal sehen, was sich neben einer reichen Ernte sonst noch ergibt, wenn die Disziplinen beim G\u00e4rtnern ineinandergreifen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\t<div class='ngg-imagebrowser default-view'\n\t\tid='ngg-imagebrowser-80a2d637e25af0d0abe4a12b72c9ff63-6716'\n\t\tdata-nextgen-gallery-id=\"80a2d637e25af0d0abe4a12b72c9ff63\"\n\t\tdata-gallery-id=\"116\">\n\n\t\t<h3>Querbeet-Plakat 01<\/h3>\n\n\t\t<div id=\"ngg-image-0\" class=\"pic\" \n\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-content\/blogs.dir\/1381\/files\/querbeet\/01.jpg'\n\t\t\ttitle=' '\n\t\t\tdata-src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-content\/blogs.dir\/1381\/files\/querbeet\/01.jpg\"\n\t\t\tdata-thumbnail=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-content\/blogs.dir\/1381\/files\/querbeet\/thumbs\/thumbs_01.jpg\"\n\t\t\tdata-image-id=\"1600\"\n\t\t\tdata-title=\"Querbeet-Plakat 01\"\n\t\t\tdata-description=\" \"\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tclass=\"ngg-fancybox\" rel=\"80a2d637e25af0d0abe4a12b72c9ff63\">\n\t\t\t\t\t\t<img title='Querbeet-Plakat 01'\n\t\t\t\talt='Querbeet-Plakat 01'\n\t\t\t\tsrc='https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/wp-content\/blogs.dir\/1381\/files\/querbeet\/01.jpg'\/>\n\t\t<\/a>\n\n\t\t<\/div>\n\t\t<div class='ngg-imagebrowser-nav'>\n\n\t\t\t<div class='back'>\n\t\t\t\t<a class='ngg-browser-prev'\n\t\t\t\t\tid='ngg-prev-1614'\n\t\t\t\t\thref='https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/2015\/04\/30\/lasset-uns-beeten\/nggallery\/image\/08-jpg\/'>\n\t\t\t\t\t<i class=\"fa fa-chevron-left\" aria-hidden=\"true\"><\/i>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<div class='next'>\n\t\t\t\t<a class='ngg-browser-next'\n\t\t\t\t\tid='ngg-next-1602'\n\t\t\t\t\thref='https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/2015\/04\/30\/lasset-uns-beeten\/nggallery\/image\/02-jpg\/'>\n\t\t\t\t\t<i class=\"fa fa-chevron-right\" aria-hidden=\"true\"><\/i>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\n\t\t\t<div class='counter'>\n\t\t\t\tBild\t\t\t\t1\t\t\t\tvon\t\t\t\t8\t\t\t<\/div>\n\n\t\t<\/div>\n\n\t\t<div class='ngg-imagebrowser-desc'>\n\t\t\t<p> <\/p>\n\t\t<\/div>\n\n\t<\/div>\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"post-excerpt\">&nbsp; Die Dachterrasse ist gewachsen. 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