{"id":6984,"date":"2015-06-07T18:49:56","date_gmt":"2015-06-07T16:49:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/?p=6984"},"modified":"2015-06-08T16:30:36","modified_gmt":"2015-06-08T14:30:36","slug":"die-visuelle-kommunikation-der-visuellen-kommunikation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/2015\/06\/07\/die-visuelle-kommunikation-der-visuellen-kommunikation\/","title":{"rendered":"Die visuelle Kommunikation der visuellen Kommunikation"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/files\/2015\/06\/IMG_20150607_174706.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6986\" src=\"https:\/\/blog.zhdk.ch\/toniblog\/files\/2015\/06\/IMG_20150607_174706-900x666.jpg\" alt=\"IMG_20150607_174706\" width=\"700\" height=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Viele vergebliche Bilder gemacht. Wie meistens ist das versehentlich aufgenommene nicht das schlechteste.<\/em><\/p>\n<p>Beim\u00a0Wandern durch die Ausstellungen mit Abschlussarbeiten* denke ich anl\u00e4sslich\u00a0meines eigenen Verhaltens als Ausstellungsbesucherin dar\u00fcber nach, ob wohl alle Leute vor den meisten Pr\u00e4sentationen nur sekundenlang verharren, kurz die dicke gedruckte Erkl\u00e4rung zur Hand nehmen, eine beliebige Seite aufschlagen, das Buch angesichts von viel Text wieder zuklappen und weitergehen. Ich versuche\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/z_observer\/status\/607560839466500096\">bei Twitter<\/a> als Abschlussarbeit eine Studie anzuregen, in der man empirisch das Verhalten der Besucher der Abschlussarbeits-Ausstellungen erfasst: Wie viele Sekunden Verweildauer am Stand? Werden Exponate oder gedruckte Erkl\u00e4rungen in die Hand genommen, wenn ja, welche und wie lange? Und so weiter. Im Rahmen einer solchen Arbeit w\u00e4re der <a href=\"https:\/\/twitter.com\/z_observer\/status\/607562154510848000\">Diebstahl von Exponaten<\/a> als grosser Erfolg zu werten.<\/p>\n<p>In der <a href=\"https:\/\/twitter.com\/z_observer\/status\/607550550507450368\">schlie\u00dflich doch noch gefundenen<\/a> Ausstellung der <a href=\"http:\/\/vvk.zhdk.ch\/projekte\/?category=ba&amp;year=2015\">Visuellen Kommunikation<\/a> befrage ich <a href=\"http:\/\/www.jalscharoemer.ch\/\">Jalscha R\u00f6mer<\/a>\u00a0dazu, die gerade Aufsicht hat. Leider f\u00fchren alle Absolventen nur zwei Stunden lang Aufsicht, so dass ich weder heute noch n\u00e4chste\u00a0Woche jemanden ausfragen kann, der viel Zeit hatte, das G\u00e4steverhalten zu beobachten. Zum Trost\u00a0erkl\u00e4rt Jalscha\u00a0mir einige Projekte, und dabei stellt sich heraus, dass ich\u00a0in meinem eigenen, unbetreuten\u00a0Rundgang fast jedes davon komplett\u00a0falsch interpretiert\u00a0habe.\u00a0Eventuell ist es ohne pers\u00f6nliche Betreuung aussichtslos? Die Videopl\u00e4tze mit den Kopfh\u00f6rern helfen, sagt Jalscha, sie seien die zweitbeste L\u00f6sung gleich nach der pers\u00f6nlichen Erkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Aber die Projekte werden ja auch nicht im Hinblick auf ihre gute Ausstellbarkeit gew\u00e4hlt. Auch die Note sei egal, sagt Jalscha, man nehme das Projekt einfach mit zum Vorstellungsgespr\u00e4ch und erkl\u00e4re es dort. Wer an die Zukunft denkt, optimiert vermutlich am besten den Titel, den nur den sehen die Leute ja sp\u00e4ter im Lebenslauf: &#8222;<a href=\"http:\/\/vvk.zhdk.ch\/projekte\/how-to-avoid-roasted-husband\/\">How to Avoid &#8218;Roasted Husband&#8216;<\/a>&#8220; wird sich dort\u00a0ein Leben lang gut machen, &#8222;<a href=\"http:\/\/vvk.zhdk.ch\/projekte\/talsperren-der-schweiz\/\">Talsperren der Schweiz<\/a>&#8220; oder &#8222;<a href=\"http:\/\/vvk.zhdk.ch\/projekte\/norm-braucht-vielfalt\/\">Norm braucht Vielfalt<\/a>&#8220; nicht\u00a0so sehr. (Obwohl zumindest\u00a0das Talsperrenprojekt ebenfalls\u00a0gro\u00dfartig ist, wenn ich nicht wieder alles falsch verstanden habe. Das zweite wahrscheinlich\u00a0auch, ich habe es nur\u00a0noch nicht gesehen.)<\/p>\n<p>Ich hege in letzter Zeit \u00f6fter den Verdacht, dass man eigentlich alles nur pers\u00f6nlich erkl\u00e4ren kann, und zwar insbesondere dann, wenn die Personen, die etwas verstehen sollen, noch gar keine konkrete Frage haben. Selbst bei konkreten Fragen funktioniert die individuelle Antwort unangenehm viel besser. Mit dieser\u00a0These spiele ich aus\u00a0zwei Gr\u00fcnden: Zum einen sind das die\u00a0Klagen\u00a0der\u00a0IT- und Verwaltungsmitarbeitenden der ZHdK \u00fcber die Unwilligkeit ihrer Klientel, sich zum Beispiel bei technischen\u00a0Problemen auf der ZHdK-Website zu informieren, anstatt sich an zuf\u00e4llig Anwesende zu wenden, die dann\u00a0falsche Ausk\u00fcnfte g\u00e4ben. Zum anderen die Angewohnheit praktisch\u00a0aller Autorinnen und Autoren des <a href=\"http:\/\/techniktagebuch.tumblr.com\">Techniktagebuch<\/a>-Blogs, niemals die vorhandene Anleitung zu lesen, sondern immer erst mal im Chat zu fragen. Nachlesen im\u00a0Internet w\u00e4re dann nur ein Hilfsmittel f\u00fcr Situationen, in denen es vor Ort gerade niemanden zum Fragen\u00a0gibt.<\/p>\n<p>Aber vielleicht stimmt das auch alles gar nicht. Vielleicht sind die Anleitungen des\u00a0Techniktagebuchs und der\u00a0ZHdK\u00a0nur zu schlecht formuliert und zu gut versteckt. Vielleicht w\u00e4re es m\u00f6glich,\u00a0die \u00fcberwiegend ziemlich gro\u00dfartigen Abschlussprojekte so zu pr\u00e4sentieren, dass man ihre Gro\u00dfartigkeit auch ohne Erkl\u00e4rperson versteht. Jemand m\u00fcsste mal eine Abschlussarbeit dar\u00fcber schreiben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>* Formulierung absichtlich vage gehalten, denn ich kann mir nur schwer\u00a0von einer Minute\u00a0bis zur n\u00e4chsten merken, ob ich gerade im\u00a0Departement f\u00fcr Industrielle\u00a0Interaktionsvisualisierung\u00a0oder Game-Typografie\u00a0die\u00a0Bachelor-, die Master- oder die Diplomarbeiten betrachte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"post-excerpt\">Viele vergebliche Bilder gemacht. Wie meistens ist das versehentlich aufgenommene nicht das schlechteste. 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